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Die Reformation Pommerns im transterritorialen Vergeich

Title: Die Reformation Pommerns im transterritorialen Vergeich

Seminar Paper , 2007 , 19 Pages , Grade: 2,8

Autor:in: Andreas Kleine (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll die Reformation Pommerns im Vergleich zu anderen Territorien des Reichs betrachtet werden. Dazu wird zuerst die Situation im Herzogtum Pommern und Hochstift Cammin dargestellt. Um die Anfänge der Reformation zu beschreiben werden exemplarisch die Entwicklungen in den Städten Stettin, Stolp, Stralsund und Greifswald von 1521 bis 1531 erläutert. Nach dem Tod Georgs I. im Jahre 1531 kann die weitere Entwicklung in Pommern auf Landesebene untersucht werden, da von diesem Zeitpunkt an der Landtag sich der Frage der Glaubensspaltung annahm. Die ausgewählten Städte stellen die zentralen Orte der Reformation in Pommern dar, und sind daher am Besten geeignet, die Entwicklungen darzustellen.
Zum Vergleich werden das Herzogtum Schleswig-Holstein und die freie Stadt Hamburg herangezogen. Diese Gebiete eignen sich zum Vergleich, da sie wie auch Pommern von Johannes Bugenhagen reformiert worden sind. Neben Bugenhagen sind auch einige andere reformierte Prediger sowohl in Pommern als auch Schleswig-Holstein oder Hamburg aktiv gewesen. Im Unterschied zu Pommern hatte Schleswig-Holstein eine betont Luther zugewandte Landesregierung. König Christian II., Vorgänger Friedrichs I. in Dänemark, kann als reformierter König angesehen werden, und sowohl sein Nachfolger König-Herzog Friedrich I. als auch dessen Sohn Christian III. verhielten sich der Reformationsbewegung zugetan.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Reformation Pommerns

2.1. Die Städte Pommerns bis 1531

2.1.1. Stettin

2.1.2. Stolp

2.1.3. Stralsund

2.1.4. Greifswald

2.2. Die Reformation Pommerns ab 1531

3. Die Reformation in Schleswig-Holstein und Hamburg

3.1. Schleswig-Holstein

3.2. Hamburg

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Einführung der Reformation in Pommern im transterritorialen Vergleich mit dem Herzogtum Schleswig-Holstein und der Stadt Hamburg. Dabei wird analysiert, wie unterschiedliche politische Rahmenbedingungen und das Handeln der jeweiligen Landesherren oder Stadträte den Verlauf des Reformationsprozesses beeinflussten.

  • Vergleich der reformatorischen Entwicklungen in unterschiedlichen norddeutschen Territorien
  • Analyse der Rolle von Predigern und dem Verhalten der Bevölkerung
  • Einfluss landesherrlicher Entscheidungen auf die Konfessionalisierung
  • Zentrale Rolle der Kirchenordnungen und Visitationen
  • Interessenverflechtungen von Politik, Wirtschaft und Religion in den Städten

Auszug aus dem Buch

2.1.1. Stettin

Die Lage in Stettin war lange Zeit nicht eindeutig. Während anfangs Bürger und Stadtrat der Reformation positiv gegenüberstanden, kam es später zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen katholischen und evangelischen Gläubigen.

Im Jahre 1522 richteten die Stettiner Ratsherren eine Anfrage an Luther. Sie wollten wissen, wie Luther zu der Steuerfreiheit von Domherren und anderen Geistlichen stehe. Luther antwortete, dass die Geistlichen genau wie jeder andere durch die Bürgergesellschaft geschützt würden, und daher auch einen Anteil an den dadurch entstehenden Lasten zu tragen hätten.

Dieses eher wirtschaftliche Interesse bewog den Stettiner Rat dazu, Martin Luther um die Entsendung eines evangelischen Pfarrers zu bitten. Luther vermittelte daraufhin den Magister Paulus von Rode nach Stettin, wo dieser „bis an sein Ende segensreich gewirkt hat“.

Der Streit um die „richtige“ Konfession vermischte sich mit dem Streit zwischen Stadtrat und Bürgern um die gerechte Beteiligung an der Stadtherrschaft. Problematisch war zudem, dass die Besoldung der evangelischen Pastore in Ermangelung einer Kirchenordnung nicht geregelt war. Die Differenzen verschärften sich und drohten in Gewalt zu münden, aber Paulus von Rode mahnte zur Mäßigung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Problemstellung und der Vergleichsgebiete zur Untersuchung der Reformation in Pommern.

2. Die Reformation Pommerns: Analyse des Reformationsverlaufs in den pommerschen Städten und auf Landesebene unter Berücksichtigung der Rolle der Herzöge und der Kirchenvisitationen.

3. Die Reformation in Schleswig-Holstein und Hamburg: Untersuchung der spezifischen Reformationsprozesse in den Vergleichsgebieten Schleswig-Holstein und Hamburg als Kontrast zu Pommern.

4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Faktoren, die den Reformationsprozess in den betrachteten Territorien beschleunigten oder verzögerten.

Schlüsselwörter

Reformation, Pommern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Johannes Bugenhagen, Kirchenordnung, Visitation, Evangelisch, Konfessionalisierung, Landesherrschaft, Reformation in Städten, Konfessionsspaltung, Luthertum, Bürgerinteressen, Reformator.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Einführung der Reformation im Herzogtum Pommern und vergleicht diesen Prozess mit den Entwicklungen in Schleswig-Holstein und Hamburg.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Rolle reformatorischer Prediger, die Haltung der Landesfürsten und Stadträte sowie die Umsetzung von Kirchenordnungen und Visitationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, wie politische, wirtschaftliche und religiöse Faktoren den Reformationsprozess in Pommern prägten und inwiefern sich dies von den Entwicklungen in den Vergleichsgebieten unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen historisch-vergleichenden Ansatz, um die Abläufe in den verschiedenen Territorien gegenüberzustellen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Anfänge der Reformation in verschiedenen Städten, die Rolle der Herzöge sowie die schrittweise Etablierung evangelischer Strukturen durch Kirchenordnungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Reformation, Pommern, Konfessionalisierung, Kirchenordnung, Bugenhagen und landesherrliche Kirchenpolitik.

Welche Rolle spielte Johannes Bugenhagen?

Bugenhagen war ein entscheidender Reformator, der sowohl in Pommern als auch in den Vergleichsgebieten Hamburg und Schleswig-Holstein maßgeblich an der Ausarbeitung der Kirchenordnungen beteiligt war.

Warum wird Hamburg als Sonderfall betrachtet?

Hamburg nimmt eine Sonderstellung ein, da es offiziell kein Territorium war, sondern eine reichsfreie Stadt, was den Stadtrat in eine unabhängige, aber von Bürgern und Hansebund beeinflusste Position brachte.

Was unterscheidet den Reformationsprozess in Pommern von dem in Schleswig-Holstein?

In Pommern verlief die Reformation anfangs ungesteuert und durch zögerliche herzogliche Haltung teils konfliktgeladen, während Schleswig-Holstein durch eine lutherfreundliche Landesregierung frühzeitig ein friedlicheres und strukturierteres Vorgehen ermöglichte.

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Details

Title
Die Reformation Pommerns im transterritorialen Vergeich
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Historisches Institut)
Course
Epochen und Probleme der Geschichte Pommerns
Grade
2,8
Author
Andreas Kleine (Author)
Publication Year
2007
Pages
19
Catalog Number
V72081
ISBN (eBook)
9783638689908
ISBN (Book)
9783638746670
Language
German
Tags
Reformation Pommerns Vergeich Epochen Probleme Geschichte Pommerns
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Kleine (Author), 2007, Die Reformation Pommerns im transterritorialen Vergeich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72081
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