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Möglichkeiten zur Kostensenkung in der Beschaffung

Title: Möglichkeiten zur Kostensenkung in der Beschaffung

Seminar Paper , 2002 , 20 Pages , Grade: Ohne Note - Feedback: sehr gut

Autor:in: Dipl.-Kfm. Jan-Christian Grunert (Author)

Business economics - Supply, Production, Logistics
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1.1. Begriffsabgrenzung der Beschaffung

„Die Beschaffung ist zuständig für die sichere und kostengünstige Versorgung eines Unternehmens mit Erzeugnis- und Betriebsstoffen sowie Betriebsmitteln.“
Die zu beschaffenden Mittel können sich von Investitionsgütern über Verbrauchs- und Produktionsgüter, Rechte, Informationen, Arbeits- und Dienstleistungen, bis hin zu Finanzmitteln und Kapital erstrecken. Dabei ist teilweise eine starke Einbindung der Fachabteilungen notwendig und wünschenswert.
Die Differenzierung zum Begriff Einkauf liegt im Wesentlichen in einer stärkeren Betonung strategischer Aspekte bei der Beschaffung.

1.2. Bedeutung der Beschaffung innerhalb der Unternehmensumwelt

Durch die jüngeren Entwicklungen innerhalb der Unternehmensumwelt sehen sich viele Unternehmen einem höheren Wettbewerbsdruck ausgesetzt.
Das erklärt sich durch den Wandel verschiedener Aspekte wie Globalisierung des Wettbewerbs, kürzere Produktlebenszyklen, Zunahme der Arbeitsteilung, Verringerung der Fertigungstiefe, Forderung nach hoher Flexibilität und Entwicklung hin zu kundenspezifischen Märkten. Unter diesem Blickwinkel wird der Beschaffung in der gängigen Literatur daher auch eine steigende Bedeutung beigemessen.
Dies wird deutlicher, wenn man den Anteil des Materialaufwandes zum Gesamterlös eines Unternehmens ins Verhältnis setzt. So betrug beispielsweise der Materialaufwand 1998 in produzierendem Gewerbe, Handel und Verkehr in Westdeutschland insgesamt 64,3 % der Gesamtumsatzerlöse und war damit eindeutig der größte Kostenblock.
Betrachtet man die Entwicklung, dass der Anteil von Fremdbezugsteilen - im Rahmen einer Verringerung der Fertigungstiefe - in vielen Unternehmen weiterhin ansteigend ist, kann davon ausgegangen werden, dass die Bedeutung des Materialkostenblocks in Zukunft tendenziell eher noch zunehmen wird. Damit würde also das von der Beschaffung zu beeinflussende Kostenvolumen weiter steigen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Begriffsabgrenzung der Beschaffung

1.2. Bedeutung der Beschaffung innerhalb der Unternehmensumwelt

2. Bedeutung der Beschaffungsmarktforschung

3. Kostensenkung durch ausgewählte Instrumente der Beschaffung

3.1. Kostenbewusstsein durch Teileklassifikation

3.1.1. ABC – Analyse

3.1.2. XYZ – Analyse

3.1.3. Kombination und Bedeutung

3.2. Instrumente zur kurzfristigen Kostensenkung

3.2.1. Preiskontrolle durch Einkaufspreisanalyse

3.2.2. Wertanalyse zur Ermittlung von Kostensenkungspotenzialen

4. Kostensenkung im Rahmen einer strategischen Beschaffung

4.1. Kaufteile – Portfolio

4.2. Lieferanten – Portfolio

4.3. Kombiniertes Portfolio – Ableitung der Strategien

4.4. Potenzial durch Lieferantenbeziehungen

5. Ausgewählte Kennzahlen als Instrumente zur Kostenkontrolle

5.1. Struktur- und Rahmen – Kennzahlen

5.2. Wirtschaftlichkeitskennzahlen

5.3. Qualitätskennzahlen

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht Möglichkeiten zur effektiven Kostensenkung im Bereich der betrieblichen Beschaffung. Das primäre Ziel besteht darin, sowohl kurzfristige operative als auch langfristige strategische Instrumente aufzuzeigen, mit denen Unternehmen ihre Materialkosten optimieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig steigern können.

  • Methoden zur Teileklassifikation (ABC/XYZ-Analyse)
  • Instrumente der kurzfristigen Einkaufspreis- und Wertanalyse
  • Strategische Beschaffungsansätze durch Portfoliomanagement
  • Optimierung von Lieferantenbeziehungen und Wertschöpfungsketten
  • Kennzahlenbasierte Kontrolle von Beschaffungskosten und Leistungen

Auszug aus dem Buch

3.2.1. Preiskontrolle durch Einkaufspreisanalyse

Als geeignetes Mittel zur Abwehr von Preiserhöhung und ungerechtfertigt hohen Preisforderungen dient die Einkaufspreisanalyse.

Sie stellt eine komplette Nachkalkulation des Leistungsangebots des Lieferanten dar. Damit soll eine angemessene Preisobergrenze durch Einschätzung der Gewinnmarge des Lieferanten ermittelt werden.

Der Einkäufer analysiert folgende Preisbestandteile eines Produktes:

- Material – und Werkzeugkosten - Verpackungskosten

- Lohn- und Gehaltskosten - Transportkosten

- Kapital – und Energiekosten - Zölle, Steuern, Gebühren

Durch weitere Informationen über Faktoren, wie z.B. die Tarifsituation des Lieferanten oder den Rohstoffmarkt des gekauften Teils, kann der Einkäufer eine Preisanalyse durchführen. Er versucht durch die Preisanalyse die tatsächlichen Herstellkosten des Lieferanten, und damit einen kostengerechten Preis, so genau wie möglich zu ermitteln.

Die Differenz zwischen kalkulierten Herstellkosten und dem Preis des Lieferanten ergibt damit die Gewinnmarge des Lieferanten. Durch Verhandlung über die Gewinnmarge des Lieferanten lässt sich eine Kostenreduzierung beim Abnehmer erreichen.

Wegen seines Umfangs wird dieses Verfahren allerdings vorwiegend bei A-Teilen angewendet. Dabei ist zusätzlich die Angebotsmacht des Lieferanten zu berücksichtigen. Ist diese sehr hoch, nützt das Wissen um einen gerechtfertigten Preis zur Kostenreduktion entsprechend weniger, da der gerechtfertigte Preis schlicht nicht durchgesetzt werden kann.

Dennoch ist das Wissen um den kostengerechten Preis die Voraussetzung, um kostenminimal einkaufen zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert den Begriff der Beschaffung und erläutert deren zunehmende Bedeutung für den Unternehmenserfolg durch steigenden Wettbewerbsdruck.

2. Bedeutung der Beschaffungsmarktforschung: Beschreibt die systematische Informationsgewinnung als Basis für zielorientierte Entscheidungen und Versorgungsstabilität.

3. Kostensenkung durch ausgewählte Instrumente der Beschaffung: Erläutert Methoden zur Priorisierung von Materialgruppen (ABC/XYZ) sowie operative Instrumente zur kurzfristigen Kostensenkung.

4. Kostensenkung im Rahmen einer strategischen Beschaffung: Analysiert den strategischen Einsatz von Portfoliotechniken zur Einordnung von Kaufteilen und Lieferantenpotenzialen.

5. Ausgewählte Kennzahlen als Instrumente zur Kostenkontrolle: Stellt quantitative Steuerungsgrößen vor, um Kosten und Leistungen innerhalb der Beschaffung messbar zu machen.

6. Schlussbetrachtung: Führt aus, dass nachhaltige Erfolge durch die Kombination von strategischen Maßnahmen und der notwendigen Qualifikation der Beschaffungsmannschaft erzielt werden.

Schlüsselwörter

Beschaffung, Kostensenkung, Einkaufspreisanalyse, Wertanalyse, ABC-Analyse, XYZ-Analyse, Portfoliomanagement, Lieferantenbeziehung, Strategische Beschaffung, Beschaffungsmarktforschung, Kennzahlen, Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit, Materialwirtschaft, Kostenoptimierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert betriebswirtschaftliche Ansätze und Instrumente zur Senkung von Materialkosten in der Beschaffungsfunktion.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Beschaffungsmarktforschung, Teileklassifikation, Preis- und Wertanalysen, strategische Portfoliomodelle sowie die Steuerung durch Kennzahlen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch systematisierte Instrumente ihre Kostenstruktur in der Beschaffung verbessern können, um so die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Beschaffungskonzepte und wendet strukturierte Modellanalysen wie die 16-Felder-Portfolio-Matrix an.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in operative kurzfristige Methoden (Preisanalyse) und strategische langfristige Instrumente (Portfolio-Ansätze, Lieferantenmanagement).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Beschaffungskosten, strategische Beschaffung, ABC-Analyse, XYZ-Analyse, Wertanalyse und Lieferanten-Portfolio.

Was ist das Ergebnis einer kombinierten ABC- und XYZ-Analyse?

Die Kombination ermöglicht eine 9-Felder-Matrix, die es dem Einkäufer erlaubt, Schwerpunkte im Sortiment zu identifizieren und gezielt wertschöpfungseffektive Maßnahmen zu konzentrieren.

Warum ist die Typologisierung von Lieferanten für die Kostensenkung wichtig?

Die Typologisierung (z.B. verlängerte Werkbank vs. Wertschöpfungspartner) ermöglicht es, langfristige vertrauensbasierte Partnerschaften aufzubauen, wodurch Komplexitätsreduktion und Ressourcenoptimierung erzielt werden.

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Details

Title
Möglichkeiten zur Kostensenkung in der Beschaffung
College
Hamburg University of Applied Sciences  (Fachbereich Wirtschaft)
Course
Seminar - Logistik - Controlling
Grade
Ohne Note - Feedback: sehr gut
Author
Dipl.-Kfm. Jan-Christian Grunert (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V7213
ISBN (eBook)
9783638145381
Language
German
Tags
Kostensenkung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Jan-Christian Grunert (Author), 2002, Möglichkeiten zur Kostensenkung in der Beschaffung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7213
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