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Erzählstrukturen auf Kaselkreuzen des XV. und XVI. Jahrhunderts an exemplarischen Beispielen

Title: Erzählstrukturen auf Kaselkreuzen des XV. und XVI. Jahrhunderts an exemplarischen Beispielen

Examination Thesis , 2007 , 78 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nina Laatsch (Author)

Art - Miscellaneous
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In der vorliegenden Arbeit wird erörtert, welche Erzählstrukturen auf Kaselkreuzen des 15. und 16. Jahrhunderts zu finden sind. Wichtig sind bei der Analyse nicht nur die einzelnen Motive sondern vor allem deren Anordnung und die Bezüge zwischen ihnen, die tieferliegende Bedeutungsebenen in den Gesamtdarstellungen erschließen lassen.
Die Kasel, das liturgische Obergewand des Priesters, fungiert sozusagen als Bildträger des Kaselkreuzes, weshalb im ersten Schritt die Entwicklung der liturgischen Gewänder im Allgemeinen beleuchtet wird, um dann in einem weiteren Schritt auf die Entwicklung der Kasel und der Kaselbesätze einzugehen. Wichtig sind im ersten Teil die Fragen, was ein liturgisches Gewand ausmacht, wodurch es von profanen Gewändern zu unterscheiden ist und wann und warum sich besondere Kleidung für christliche Geistliche entwickelt hat.
Vor der Analyse einzelner Beispiele werden Typen von Erzählstrukturen dargestellt. Zu diesem Zweck wird ein kurzer Einblick in die Entwicklung von Bildern und Bildergeschichten geliefert, um in diesem Rahmen die Anfänge der Entwicklung narrativer Erzählstrukturen in bildlichen Darstellungen aufzuzeigen.
Im weiteren Verlauf werden verschiedene Bildformen wie die der Andachtsbilder und gotischer Kirchenfenster helfen, die fehlenden Aspekte für die Analyse der Kaselkreuze zu finden. In beiden genannten Beispielen werden unterschiedliche Erzählstrukturen aufgezeigt, d.h. Bildinhalte durch unterschiedliche Mittel dargestellt, welche eng mit den Darstellungsweisen auf Kaselkreuzen verwandt sind, da auch hier mit verkürzten, symbolhaften Darstellungen gearbeitet wird.

Zu allen Aspekten werden im Anschluss Beispiele zu einzelnen Kaselkreuzen herangezogen und ausführlich nach den verschiedenen vorher entwickelten Gesichtspunkten analysiert.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Liturgische Gewänder – Historische Entwicklung bis zum 2. Vatikanischen Konzil

1.1 Liturgische Farben und ihre Symbolik

2 Die Kasel

2.1 Historische Entwicklung der Kasel

2.2 Material und Farbe

2.3 Symbolik der Kasel

3 Kaselkreuze

3.1 Deutsche Kaselkreuze des 15. und 16. Jahrhunderts

3.2 Symbolik der Kreuztypen

3.3 Darstellung der Kreuzigung in der Gotik

4 Typen von Erzählstrukturen

4.1 Entwicklung narrativer Erzählstrukturen

4.2 Zeichenhaftigkeit in mittelalterlichen Darstellungen

4.2 Syntaktische und paradigmatische Erzählstrukturen

4.3 Die Macht der Mitte

5 Erzählstrukturen auf Kaselkreuzen

5.1 Vertikale Erzählstruktur

5.1.1 Kreuzigung mit Kelch

5.1.2 Kreuzigung mit Petrus

5.1.3 Arma Christi

5.2 Mehrfache, simultane Erzählstrukturen

5.2.1 Kreuzigung mit Engeln

5.2.2 Kreuzigung mit Propheten

5.2.3 Ecce Homo und Arma Christi

5.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

5.4 Zusammenhänge zwischen Kaselkreuzen und liturgischen Farben

6. Schluss

7 Katalog

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erzählstrukturen auf Kaselkreuzen des 15. und 16. Jahrhunderts, um zu ergründen, wie bildliche Anordnungen und inhaltliche Bezüge tieferliegende theologischen Bedeutungsebenen vermitteln. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie diese meist zeichenhaft verkürzten Darstellungen trotz der räumlichen Begrenzungen komplexe Heilsbotschaften für den Betrachter erfahrbar machen.

  • Historische Entwicklung liturgischer Gewänder und der Kasel
  • Symbolik der verschiedenen Kreuztypen und deren Bedeutung
  • Narrative, syntaktische und paradigmatische Erzählstrukturen in der mittelalterlichen Kunst
  • Die Rolle der "Zeichenhaftigkeit" und kumulativer Bildauffassungen
  • Analyse exemplarischer Kaselkreuze hinsichtlich ihrer formalen und inhaltlichen Struktur
  • Korrelation zwischen liturgischer Farbsymbolik und der Aussage der Kaselkreuze

Auszug aus dem Buch

3.2 Symbolik der Kreuztypen

Neben den Bildern und Bildergeschichten, die auf Kaselkreuzen zu finden sind und die ihre jeweils eigene Bedeutung aufweisen, hat auch das Kreuz selbst - ebenso wie die Kasel- symbolische Bedeutungen.

Als speziell christliches Zeichen verbreitet sich das Kreuz besonders nach der Vision Konstantin des Großen, der daraufhin die Freigabe der christlichen Religionsausübung bestimmte.

Das lateinische Kreuz gilt als historische Form der Kreuzigung Christi und wird deshalb nach dem 14. Jahrhundert mit Vorliebe in christlichen Darstellungen verwendet, als das Gabelkreuz nach und nach verdrängt wurde.

Das kosmische Symbol wird als ein Weltzentrum gesehen, ein Ort, an dem Himmel und Erde miteinander kommunizieren, wobei die vertikale Kreuzeslinie die himmlisch-göttliche Linie bezeichnet und die horizontale die erdgebundene. Ferner umfasst es die vier Elemente, die sich im Zentrum, dem fünften Punkt, vereinen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Liturgische Gewänder – Historische Entwicklung bis zum 2. Vatikanischen Konzil: Untersuchung der Entstehung liturgischer Kleidung und deren Abgrenzung von profaner Zivilkleidung, einschließlich der Entwicklung eines liturgischen Farbkanons.

2 Die Kasel: Beleuchtung der historischen Entwicklung des priesterlichen Obergewandes, seiner unterschiedlichen Formen sowie seiner moralischen und dogmatischen Symbolik.

3 Kaselkreuze: Analyse der Entwicklung von Kaselbesätzen im späten Mittelalter, der Bedeutung der Kreuztypen und der Veränderung der Kreuzigungsdarstellung unter dem Einfluss gotischer Spiritualität.

4 Typen von Erzählstrukturen: Theoretische Grundlegung durch kunsthistorische Modelle (u.a. Wickhoff, Weitzmann, Kemp) zur Analyse narrativer und paradigmatischer Erzählweisen in bildhaften Medien.

5 Erzählstrukturen auf Kaselkreuzen: Praktische Anwendung der entwickelten Theorien an exemplarischen Kaselkreuzen zur Dekodierung ihrer vertikalen und simultanen Erzählstrukturen sowie deren Verbindung mit liturgischen Farben.

6. Schluss: Fazit der Untersuchung, das Kaselkreuze als hochkomplexe, zeichenhafte Medien identifiziert, deren volle Bedeutung sich nur durch das Vorwissen des Betrachters erschließt.

Schlüsselwörter

Kaselkreuz, Kasel, Liturgie, Erzählstruktur, Ikonographie, Mittelalter, Gotik, Zeichenhaftigkeit, Arma Christi, Symbolik, Heilsgeschichte, Paradigma, Passion, Bilderkaseln, liturgische Farben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie narrative und paradigmatische Erzählstrukturen auf Kaselkreuzen des 15. und 16. Jahrhunderts religiöse Inhalte und theologische Konzepte vermitteln.

Welche zentralen Themenbereiche werden behandelt?

Die Themen umfassen die Geschichte liturgischer Gewänder, die Entwicklung der Kasel, ikonographische Analysen von Kreuzigungsdarstellungen sowie kunsttheoretische Konzepte der Bildinterpretation.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie auf dem begrenzten Format eines Kaselkreuzes komplexe biblische Geschichten und Glaubenssätze durch eine spezifische zeichenhafte und räumliche Anordnung kommuniziert werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Autorin kombiniert historische Recherchen zur Paramentik mit kunsttheoretischen Modellen, insbesondere den Strukturanalysen von Franz Wickhoff, Kurt Weitzmann und Wolfgang Kemp.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Erzählstrukturen und eine detaillierte Fallanalyse ausgewählter Kaselkreuze, bei der auch das Zusammenspiel von Bildinhalten und liturgischen Farben betrachtet wird.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind Kaselkreuz, Ikonographie, Zeichenhaftigkeit, Arma Christi und Erzählstruktur.

Welche Rolle spielt die "Macht der Mitte" bei der Analyse?

Basierend auf Rudolf Arnheim wird untersucht, wie die zentrale Positionierung des Kreuzes auf der Kaselrückseite sowohl kompositorische Stimmigkeit erzeugt als auch die heilsgeschichtliche Bedeutung des Opfers Christi fokussiert.

Wie gehen Kaselkreuze mit dem Platzmangel um?

Durch die Arbeit mit "Zeichen" und "Bildkürzeln" werden komplexe Themen wie die gesamte Passion Christi in einer Weise reduziert, die den Betrachter zur eigenständigen Assoziation und Vervollständigung auffordert.

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Details

Title
Erzählstrukturen auf Kaselkreuzen des XV. und XVI. Jahrhunderts an exemplarischen Beispielen
College
University of Cologne
Grade
1,0
Author
Nina Laatsch (Author)
Publication Year
2007
Pages
78
Catalog Number
V72239
ISBN (eBook)
9783638625661
ISBN (Book)
9783638680806
Language
German
Tags
Erzählstrukturen Kaselkreuzen Jahrhunderts Beispielen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Laatsch (Author), 2007, Erzählstrukturen auf Kaselkreuzen des XV. und XVI. Jahrhunderts an exemplarischen Beispielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72239
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