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Neutestamentliche Exegese zur Perikope Markus 4, 1-9

Title: Neutestamentliche Exegese zur Perikope Markus 4, 1-9

Term Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Birte Hundhammer (Author)

Theology - Biblical Theology
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Summary Excerpt Details

Für meine exegetische Hausarbeit zum Neuen Testament werde ich die Perikope Mk 4, 1-9 „Vom Sämann“ bearbeiten.

Bei der Suche nach einem geeigneten Gleichnis stand die Frage im Vordergrund, welcher Text für mich als zukünftige Religionslehrerin und für meine zukünftigen Schüler besonders interessant sein könnte. Ich habe mich für das Gleichnis „Vom Sämann“ entschieden, weil ich mir gut vorstellen kann, es später im Religionsunterricht mit meinen Schülern zu behandeln. Zum einen lässt sich die Bildhälfte der Erzählung praktisch umsetzen und veranschaulichen; zum anderen kann die Sachhälfte gut in die heutige Zeit übertragen und mit den Schülern, die selbst einen Bezug zu ihrem Leben herstellen können, diskutiert werden.

Durch die intensive Beschäftigung mit der Perikope erhoffe ich mir in erster Linie ein tiefergreifendes Verständnis des Textes, welches eine Behandlung im schulischen Unterricht ermöglicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Begründung der Perikopenwahl

2. Übersetzungskritik

2.1 Vergleich der Übersetzungen

2.2 Begründung der Übersetzungswahl

3. Literarkritik

3.1 Die Zwei-Quellen-Theorie

3.2 Synoptischer Vergleich

4. Gattungskritik

4.1 Form- und Gattungsbestimmung

4.2 „Sitz im Leben“

5. Traditionskritik / Intertextualität

6. Redaktionskritik

7. Begriffskritik

8. Hermeneutische Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Gleichnis vom Sämann (Markus 4, 1-9) einer wissenschaftlichen exegetischen Analyse zu unterziehen. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie die verschiedenen Ebenen des Textes – von der literarkritischen Einordnung über die gattungskritische Bestimmung bis hin zur hermeneutischen Relevanz – zusammenwirken, um die Botschaft Jesu für die damaligen wie heutigen Zuhörer verständlich zu machen.

  • Methodische Exegese des Gleichnisses vom Sämann
  • Vergleichende Analyse verschiedener Bibelübersetzungen
  • Untersuchung literarkritischer Abhängigkeitsverhältnisse (Zwei-Quellen-Theorie)
  • Gattungs- und formgeschichtliche Einordnung des Textes
  • Hermeneutische Reflexion hinsichtlich der Relevanz für den heutigen Religionsunterricht

Auszug aus dem Buch

4.1 Form- und Gattungsbestimmung

Der Begriff „Form“ beschreibt üblicherweise die kleinere und „Gattung“ die größere übergreifende Texteinheit. Als Form ist somit das Gleichnis zu verstehen, welches innerhalb der Gattung „Evangelium“ zu finden ist.

Die Bildhälfte des Gleichnisses „Vom Sämann“ beschreibt einen natürlichen und regelmäßigen Vorgang aus dem Alltag galiläischer Bauern, der an die Erfahrungen der Zuhörer anknüpft und somit eine Identifizierung ermöglicht. Gleichnisse, die wie dieses eine alltägliche Situation schildern, bezeichnet man als Gleichnisse im „engeren Sinn“.

Der Sämann, der das Gleichnis einleitet, spielt im weiteren Verlauf eine untergeordnete Rolle, da der Fokus der Erzählung auf dem Schicksal der Saat liegt.

Im Gleichnis werden zwei im Gegensatz zueinander stehende Vorgänge (Aussaat und Ernte) beschrieben. Die Verse 4-7 zeigen drei Hindernisse auf, die ein gutes Gelingen der Saat verhindern: 1. Weg und Vögel, 2. felsiger Boden, wenig Erde und Sonne, 3. Dornen. Dem Gesetz des Achtergewichts folgend wird in Vers 8 der Erfolg der Aussaat beschrieben und zwar mit dreifacher Steigerung (dreißigfältig, sechzigfältig, hundertfältig), so dass die vorangegangenen drei Misserfolge übertroffen werden. Man spricht hier von einem sog. „Kontrast- oder Gegensatzgleichnis“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begründung der Perikopenwahl: Die Autorin begründet ihre Entscheidung für das Gleichnis vom Sämann mit dessen hoher didaktischer Relevanz für den späteren Einsatz im Religionsunterricht.

2. Übersetzungskritik: Durch den Vergleich von vier verschiedenen Bibelübersetzungen werden textuelle Nuancen und unterschiedliche Interpretationsansätze in der Wortwahl herausgearbeitet.

3. Literarkritik: Dieses Kapitel verortet das Gleichnis im synoptischen Kontext und untersucht die Abhängigkeitsverhältnisse zwischen den Evangelien Markus, Matthäus und Lukas.

4. Gattungskritik: Hier wird der Text als „Gleichnis im engeren Sinn“ bestimmt und der „Sitz im Leben“ als Teil der Verkündigung Jesu identifiziert.

5. Traditionskritik / Intertextualität: Das Gleichnis wird in den Zusammenhang der „Wachstumsgleichnisse“ gestellt, um das theologisch motivierte Wirken Gottes zu verdeutlichen.

6. Redaktionskritik: Die Analyse zeigt auf, wie der Evangelist Markus das Material theologisch profiliert und in den Spannungsbogen des gesamten Evangeliums einbettet.

7. Begriffskritik: Zentrale Fachbegriffe wie „Säen“, „Frucht“, „Ernte“ und „Reich Gottes“ werden semantisch untersucht und theologisch eingeordnet.

8. Hermeneutische Reflexion: Abschließend wird diskutiert, wie das Gleichnis unter Berücksichtigung des gewandelten Erfahrungshorizonts für Schüler heute modern und lebensnah vermittelt werden kann.

Schlüsselwörter

Markus 4, 1-9, Gleichnis vom Sämann, Exegese, Neutestamentliche Wissenschaft, Zwei-Quellen-Theorie, Synoptischer Vergleich, Gattungskritik, Sitz im Leben, Reich Gottes, Redaktionskritik, Begriffskritik, Hermeneutik, Religionspädagogik, Wachstumsgleichnisse, Evangelium.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es handelt sich um eine exegetische Hausarbeit, die das neutestamentliche Gleichnis vom Sämann (Markus 4, 1-9) methodisch analysiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit behandelt die philologische Übersetzungskritik, die literarkritische Einordnung in die synoptische Tradition sowie die gattungstheoretische und redaktionsgeschichtliche Analyse des markinischen Textes.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, durch die wissenschaftliche Exegese ein tieferes Verständnis des Textes zu erlangen und gleichzeitig Wege aufzuzeigen, diesen für zukünftigen Religionsunterricht didaktisch nutzbar zu machen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die klassisch-historisch-kritische Methode der Theologie, einschließlich der Literarkritik, Gattungskritik, Redaktionskritik sowie der Begriffskritik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Untersuchung der Wortwahl in verschiedenen Bibelübersetzungen, den Vergleich mit den synoptischen Parallelen bei Matthäus und Lukas sowie die Analyse der theologischen Intention des Evangelisten Markus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Exegese, Markus-Evangelium, Gleichnistheorie, Synoptik und Reich-Gottes-Verkündigung definieren.

Warum spielt die Zwei-Quellen-Theorie für das Verständnis des Textes eine Rolle?

Sie dient dazu, die literarische Abhängigkeit zwischen den Evangelien zu erklären und zu verstehen, warum Markus als Grundlage für die anderen Evangelisten fungierte.

Welchen didaktischen Ansatz schlägt die Autorin zur Vermittlung des Gleichnisses vor?

Sie schlägt ein praktisches Experiment vor, bei dem Getreide auf unterschiedlichen Bodenqualitäten ausgesät wird, um den Schülerinnen und Schülern die Hindernisse und Wachstumsbedingungen des Gleichnisses durch unmittelbare Erfahrung begreifbar zu machen.

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Details

Title
Neutestamentliche Exegese zur Perikope Markus 4, 1-9
College
University of Kassel
Course
Neues Testament
Grade
2,5
Author
Birte Hundhammer (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V72256
ISBN (eBook)
9783638632539
Language
German
Tags
Neutestamentliche Exegese Perikope Markus Neues Testament
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Birte Hundhammer (Author), 2005, Neutestamentliche Exegese zur Perikope Markus 4, 1-9, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72256
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