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Der Aufschwung der Sozialen Marktwirtschaft

Title: Der Aufschwung der Sozialen Marktwirtschaft

Term Paper , 2004 , 18 Pages

Autor:in: Jasmin Gally (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Warum wird der deutsche Typus von Marktwirtschaft, eigentlich Soziale Marktwirtschaft genannt? Und welche Einflüsse und historischen Umstände führten dazu, dass die Alliierten nach dem Ende des 2. Weltkriegs keine Planwirtschaft in ihren besetzten Gebieten installierten, sondern den Deutschen die Möglichkeit gaben einen demokratischen Staat mit einer neuen Wirtschaftsordnung zu gründen?
Zwei Fragen die sich einem stellen können, wenn man sich eingehender mit diesem Themenkomplex beschäftigt. Und die entscheidend sind, will man den Komplex „Soziale Marktwirtschaft“ besser verstehen.
Um sie zu beantworten, was diese Arbeit im Folgenden versuchen wird, sollen nicht nur die deutsche Ausgangslage nach Kriegsende und die geistigen, wirtschaftlichen und politischen Voraussetzungen zur Einführung der Sozialen Marktwirtschaft untersucht werden. Auch die Soziale Marktwirtschaft an sich und die Bedeutung des Attributs „Sozial“ sollen genauer analysiert und anhand von Beispielen betrachtet werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Die Ausgangslage – Deutschland nach dem 2. Weltkrieg

3. Die Konzeption einer neuen Wirtschaftsordnung

3.1. Geistige Voraussetzungen

3.2. Wirtschaftliche Voraussetzungen

3.3. Politische Voraussetzungen

3.3.1. Die soziale Marktwirtschaft und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

4. Soziale Marktwirtschaft – Synthese zwischen wirtschaftlicher Freiheit und sozialer Gerechtigkeit

4.1. Wirtschaftliche Freiheit

4.2. Soziale Gerechtigkeit

5. Sozialpolitik in der Sozialen Marktwirtschaft

5.1. Historischer Exkurs – Die Bismarcksche Sozialgesetzgebung

5.2. Soziale Reformen während der Anfänge der Sozialen Marktwirtschaft

5.2.1. Das Beispiel der Rentenversicherung

6. Die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Umstände sowie die geistigen, wirtschaftlichen und politischen Voraussetzungen, die zur Einführung der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland nach 1945 führten. Dabei wird insbesondere analysiert, wie das Attribut „sozial“ in dieses Wirtschaftsmodell integriert wurde und welche Rolle soziale Reformen in der Anfangsphase der Bundesrepublik spielten.

  • Historische Ausgangslage Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg
  • Geistige Grundlagen: Ordoliberalismus und die Freiburger Schule
  • Wirtschaftspolitische Weichenstellungen: Währungsreform und Marshall-Plan
  • Die Soziale Marktwirtschaft im Kontext des Grundgesetzes
  • Entwicklung und Reform der sozialen Sicherungssysteme

Auszug aus dem Buch

3. Die Konzeption einer neuen Wirtschaftsordnung

Dieser Umstand kam den Alliierten und ihrer kurz nach dem Ende des 2. Weltkriegs betriebenen Politik zunächst entgegen.

Diese Politik war von Rache- und Vergeltungsgedanken geprägt und verfolgte die Absicht, Deutschland militärisch, politisch aber auch wirtschaftlich am Boden zu halten. Dies sollte durch Reparationen und Demontage erreicht werden. Festgehalten wurden diese Ziele im sogenannten Morgenthau-Plan, der u. a. vorsah:

„die Demontage und Zerstörung aller Schlüsselindustrien, auf denen eine neue Rüstungsindustrie hätte aufgebaut werden können; die Bildung eines süddeutschen und eines norddeutschen Staates; die Zerstörung des Industriezentrums an der Ruhr; die Demontage und Verteilung von Industrieanlagen und industriellen Ausrüstungen an die Siegermächte; die Zwangsarbeit Deutscher im Ausland; die Rückführung Deutschlands auf das Niveau einer vorwiegend von der Landwirtschaft lebenden Volkswirtschaft.“

Das es schlussendlich nicht dazu gekommen ist, haben wir unter anderem dem amerikanischen Expräsidenten Herbert Hoover zu verdanken, der als Kopf einer Sachverständigengruppe 1947 Deutschland bereiste und dessen drei Berichte die westlichen Alliierten unter Führung der Amerikaner dazu bewog ihre restriktive Politik zu ändern.

Aus den sogenannten Hoover-Berichten ging hervor, dass mit der von den Alliierten betriebenen Politik das in Deutschland herrschende Elend nicht bekämpft werden könnte und das dies auch weitreichende Folgen für das restliche Europa haben würde. Da die deutsche Wirtschaft traditionell eng mit der Wirtschaft ihrer Nachbarländer verbunden ist, wäre der Umbau Deutschlands in einen Agrarstaat ein zu starkes Hemmnis für den schnellen Wiederaufbau Europas gewesen. Außerdem herrschte die Meinung vor, dass nur ein wirtschaftlich starkes Deutschland resistent dem sich abzeichnenden Expansionsdrang des Sowjetkommunismus sei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Entstehungsgeschichte der Sozialen Marktwirtschaft und formuliert die Leitfragen zur Bedeutung des sozialen Attributs in diesem Wirtschaftstypus.

2. Die Ausgangslage – Deutschland nach dem 2. Weltkrieg: Dieses Kapitel beschreibt den totalen Zusammenbruch Deutschlands nach 1945 sowie die chaotischen wirtschaftlichen Verhältnisse unter alliierter Besatzung.

3. Die Konzeption einer neuen Wirtschaftsordnung: Es wird analysiert, wie sich die alliierte Politik durch die Hoover-Berichte wandelte und welche geistigen, ökonomischen und rechtlichen Fundamente für das neue Wirtschaftssystem gelegt wurden.

4. Soziale Marktwirtschaft – Synthese zwischen wirtschaftlicher Freiheit und sozialer Gerechtigkeit: Hier wird der Kernbegriff definiert und das Spannungsfeld zwischen ökonomischer Freiheit und sozialem Ausgleich im Modell des „Magischen Vierecks“ dargestellt.

5. Sozialpolitik in der Sozialen Marktwirtschaft: Das Kapitel erläutert den Übergang von historischen Vorbildern, wie der Bismarckschen Sozialgesetzgebung, zu den Reformen der frühen Bundesrepublik.

6. Die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft: Ein Ausblick auf die aktuellen Herausforderungen und die notwendige Neudefinition des Sozialstaats angesichts wirtschaftlicher und demografischer Probleme.

Schlüsselwörter

Soziale Marktwirtschaft, Ordoliberalismus, Ludwig Erhard, Währungsreform, Marshall-Plan, Grundgesetz, Wirtschaftswunder, Sozialpolitik, Rentenversicherung, Bismarck, Wirtschaftsordnung, Sozialstaat, Wettbewerb, Wohlstand für alle, Konjunkturpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen Entstehung und den theoretischen sowie praktischen Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft in der frühen Bundesrepublik Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf den wirtschaftlichen Zusammenbruch nach 1945, die ordnungspolitische Neuausrichtung, die Verankerung im Grundgesetz und die Entwicklung sozialer Sicherungssysteme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu erklären, warum Deutschland den spezifischen Weg der Sozialen Marktwirtschaft wählte und wie es gelang, wirtschaftliche Freiheit mit sozialer Absicherung zu verknüpfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Berichten wie den Hoover-Berichten und rechtlichen Dokumenten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den geistigen Wurzeln des Ordoliberalismus, der praktischen Währungsumstellung, der Rolle Ludwig Erhards und der Bedeutung der Montanmitbestimmung sowie der Rentenreform von 1957.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Soziale Marktwirtschaft, Ordoliberalismus, Wirtschaftsordnung, Sozialstaat und der Prozess des deutschen Wirtschaftswunders.

Warum lehnte die Sowjetunion den Marshall-Plan ab?

Die Sowjetunion verweigerte die Teilnahme an diesem amerikanischen Hilfsprogramm, da sie die ökonomische und politische Einflussnahme der westlichen Alliierten in ihrem Einflussbereich ablehnte.

Warum war die Rentenreform von 1957 so bedeutend?

Sie führte die Dynamisierung der Renten ein, wodurch die Altersbezüge erstmals an die Lohnentwicklung gekoppelt wurden und Rentner aktiv am allgemeinen wirtschaftlichen Wohlstand teilhaben konnten.

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Details

Title
Der Aufschwung der Sozialen Marktwirtschaft
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Course
Politische Wirtschaftslehre
Author
Jasmin Gally (Author)
Publication Year
2004
Pages
18
Catalog Number
V72274
ISBN (eBook)
9783638621588
Language
German
Tags
Aufschwung Sozialen Marktwirtschaft Politische Wirtschaftslehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jasmin Gally (Author), 2004, Der Aufschwung der Sozialen Marktwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72274
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