Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Modern German Literature

Goethes Naturbild im Wandel - Eine Untersuchung anhand der Gedichte "Mailied" und "Frühling übers Jahr"

Title: Goethes Naturbild im Wandel - Eine Untersuchung anhand der Gedichte "Mailied" und "Frühling übers Jahr"

Seminar Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christoph Neumann (Author)

German Studies - Modern German Literature
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Wandel in Goethes Naturbild. Ausgangspunkt ist Goethes Selbsterkenntnis, dass sich seine Naturvorstellungen im Laufe seines Lebens substanziell geändert haben. Entsprechend werden die beiden Gedichte "Mailied" (1771) und "Frühling übers Jahr" (1816) auf konträre Naturbilder hin untersucht. Die jeweilige Analyse beschäftigt sich sowohl mit der inhaltlichen, als auch der sprachlich-stilistischen Untersuchung Goethes Naturmotivs. Das jeweilige Naturbild in den beiden Gedichten resultiert aus dem Verhältnis zwischen Natur und Mensch sowie der Rolle des Liebesmotivs. Gemeinsam ist beiden Gedichten nur, dass die Natur durch das Frühlingsmotiv als etwas ästhetisch Schönes dargestellt wird. Im genaueren Vergleich ergeben sich zentrale Unterschiede, wofür der Epochenwandel sowie Goethes Verhältnisse mit Frauen Erklärungsansätze liefern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Gedicht „Mailied“: Menschwerdung in der Natur

2.1 Die Thematik: Natur und Liebe

2.2 Die sprachlich-stilistischen Mittel: Ausdruck einer Parallelität von Natur und Mensch

2.3 Die Bedeutung der Natur: Synthese von Natur und Mensch

3. Das Gedicht „Frühling übers Jahr“: Sonderstellung des Menschen

3.1 Die Thematik: Natur und Liebe

3.2 Die sprachlich-stilistischen Mittel: Ambiguität im Frühlingsmotiv

3.3 Die Bedeutung der Natur: Abgrenzung des menschlichen Wesens

4. Zwei unterschiedliche Naturbilder

4.1 Naturerlebnis und Naturbetrachtung

4.2 Begründungsansätze: Epochenwandel und Goethes Beziehungen zu Frauen

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel in Goethes Naturauffassung anhand einer vergleichenden Analyse der Gedichte „Mailied“ (1771) und „Frühling übers Jahr“ (1816). Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die Rolle der Natur und das Verhältnis zwischen Mensch und Natur über diesen Zeitraum in Goethes Lyrik verändert haben, insbesondere vor dem Hintergrund literaturgeschichtlicher Epochenwechsel und persönlicher Biografien.

  • Analyse der Natur- und Liebesthematik in zwei motivgleichen Gedichten Goethes.
  • Untersuchung der sprachlich-stilistischen Mittel zur Charakterisierung von Naturbildern.
  • Gegenüberstellung von subjektiven Naturerlebnissen und objektiven Naturbeschreibungen.
  • Einordnung der Texte in den epochengeschichtlichen Kontext (Sturm und Drang vs. Klassik).
  • Diskussion biografischer Einflüsse auf Goethes Natur- und Frauenbilder.

Auszug aus dem Buch

2.1 Die Thematik: Natur und Liebe

Das Gedicht „Maifest“ entstand im Jahr 1771 und wurde vom Verfasser im Jahr 1789 in „Mailied“ umbenannt, blieb jedoch vom Inhalt her unverändert. Es besteht aus 9 Strophen mit jeweils 4 Versen (s. Anhang).

Kurt May bezeichnet den Beginn des Gedichts „[...] als Ausdruck überschwänglicher, plötzlicher und erstaunter Betroffenheit [...].“ Mit einem Ausruf offenbart das lyrische Ich in den ersten beiden Versen seine Begeisterung für die ihm leuchtende Natur. Diese frühlingshafte Natur wird in den folgenden Versen der ersten und zweiten Strophe genauer charakterisiert, indem beschrieben wird, wie die Sonne glänzt (I, 3), die Flur lacht (I, 4) und Blüten aus den Zweigen dringen (II, 1-2). Die Natur erwacht zum Leben und es sind dabei tausend Stimmen aus dem Gesträuch zu hören (II, 3-4). Das Glücksgefühl des lyrischen Ichs über die sich ihm öffnende Natur wird in der dritten Strophe konkreter beschrieben: „Freud und Wonne, Glück und Lust, in dieser Redundanz der Gefühlsworte, deren semantischer Unterschied unwichtig ist, spricht sich die überquellende Lebenslust des Subjekts aus.“

Dieses Glücksgefühl wird in der darauffolgenden Strophe nochmals konkretisiert, indem hier die Liebe Einzug in die Thematik erhält und mit der Schönheit von Morgenwolken (IV, 3) verglichen wird. Dieser Vergleich von Natur und Liebe wandelt sich in der fünften Strophe zu einem kausalen Verhältnis: die Liebe wird mit einem „Du“ angeredet. Liebe erscheint als „Lebensspenderin, die die [...] Seele des Naturschaffens ist[...]“ und die ganze Welt umfasst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit stellt die beiden Gedichte vor und formuliert die Untersuchung der unterschiedlichen Naturauffassungen sowie deren Wandel als Forschungsgegenstand.

2. Das Gedicht „Mailied“: Menschwerdung in der Natur: Dieses Kapitel analysiert das Gedicht hinsichtlich der Thematik, der Stilmittel sowie der zentralen Synthese von Mensch und Natur.

3. Das Gedicht „Frühling übers Jahr“: Sonderstellung des Menschen: Hier wird das spätere Gedicht untersucht, das eine zunehmende Distanzierung des Menschen von der Natur und eine Aufwertung der menschlichen Liebe zeigt.

4. Zwei unterschiedliche Naturbilder: Die Ergebnisse werden synthetisiert, um die grundlegenden Unterschiede in der Naturbetrachtung und deren epochengeschichtliche sowie biografische Ursachen zu verdeutlichen.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass Goethes Naturauffassung einen Wandel vom Sturm und Drang hin zu einer stärkeren Distanzierung des Menschen vollzogen hat, wobei auch biographische Faktoren eine Rolle spielen.

Schlüsselwörter

Goethe, Mailied, Frühling übers Jahr, Naturlyrik, Naturauffassung, Sturm und Drang, Weimarer Klassik, Liebeslyrik, Subjektivität, Naturerlebnis, Motivvergleich, Epochenwandel, Literaturanalyse, Mensch-Natur-Verhältnis, Gedichtinterpretation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert zwei Gedichte von Johann Wolfgang von Goethe, „Mailied“ und „Frühling übers Jahr“, um einen Wandel in seinem Verständnis von Natur aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis zwischen Mensch und Natur, die Rolle der Liebe als verbindendes oder trennendes Element sowie die Natur als ästhetisches Objekt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Wandel der Naturauffassung Goethes zu fixieren und zu begründen, indem die konträren Naturbilder der beiden Gedichte systematisch verglichen werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf die Analyse der Sekundärliteratur, eine detaillierte textimmanente Interpretation der Gedichte sowie die Einbeziehung literatur- und kulturgeschichtlicher Kontexte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt getrennt die Analyse beider Gedichte (Struktur, Stilmittel, Naturbild) und führt anschließend einen direkten Vergleich sowie eine Interpretation der Ergebnisse durch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Naturlyrik, Sturm und Drang, Klassik, subjektives Naturerlebnis, Objektivität, Liebesmotiv und Goethe.

Wie lässt sich die unterschiedliche Naturauffassung in den beiden Gedichten zusammenfassen?

Im „Mailied“ wird eine Einheit von Mensch und Natur durch Liebe postuliert, während in „Frühling übers Jahr“ der Mensch als Distanz wahrnehmendes Subjekt der Natur gegenübersteht.

Inwiefern spielen Goethes persönliche Erfahrungen eine Rolle für den Wandel?

Neben epochengeschichtlichen Strömungen werden Goethes unterschiedliche Lebenssituationen und Frauenbeziehungen, wie zu Friederike Brion und Christiane Vulpius, als Erklärungsansätze für die veränderten Naturbilder herangezogen.

Excerpt out of 21 pages  - scroll top

Details

Title
Goethes Naturbild im Wandel - Eine Untersuchung anhand der Gedichte "Mailied" und "Frühling übers Jahr"
College
University of Trier
Course
Formen der Naturlyrik
Grade
1,0
Author
Christoph Neumann (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V72292
ISBN (eBook)
9783638725934
ISBN (Book)
9783638754965
Language
German
Tags
Goethes Naturbild Wandel Eine Untersuchung Gedichte Mailied Frühling Jahr Formen Naturlyrik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Neumann (Author), 2007, Goethes Naturbild im Wandel - Eine Untersuchung anhand der Gedichte "Mailied" und "Frühling übers Jahr", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72292
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  21  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint