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Deutsche Zeitungsgeschichte bis 1945

Title: Deutsche Zeitungsgeschichte bis 1945

Seminar Paper , 2007 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andreas Brüser (Author)

Communications - Media History
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Die Deutsche Zeitungsgeschichte birgt weit mehr als die Geschichte der Drucktechnik, der Informationsverarbeitung oder der journalistischen Stilformen. Zeitungsgeschichte ist kulturelle Geschichte, ist politische Geschichte. Sie ist die Geschichte der Aufklärung, des Kampfes um die Demokratie, der Unterdrückung und der Freiheit.
Von Gutenberg bis zum Ende der Nazizeit berichtet dieses Buch von den Höhen und Tiefen der Zeitungsgeschichte: Von den agitatorischen Flugschriften im 15. Jahrhundert, den obrigkeitsverpflichteten Wochenzeitungen im 17. Jahrhundert bis hin zu den kritischen Qualitätszeitungen des Vormärz, dem leidenschaftlichen Kampf um die Pressefreiheit und der totalen Unterdrückung unter Hitler.

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Inhaltsverzeichnis

1 Von Spätmittelalter bis Napoleon

1.1 GESCHRIEBENE ZEITUNGEN

1.2 FRÜHE DRUCKSCHRIFTEN

1.2.1 Flugblätter und Flugschriften

1.2.2 Unperiodische Nachrichtenblätter

1.3 PERIODISCHE PRESSE

1.3.1 Messrelationen

1.3.2 Aviso und Relation

1.3.3 Intelligenzblätter

1.3.4 Entwicklung des Zeitungsmarkts in der frühen Neuzeit

1.4 ZENSUR

1.5 ZUSAMMENFASSUNG

2 Vom Deutschen Bund bis zur Weimarer Republik

2.1 KAMPF UM DIE PRESSEFREIHEIT

2.1.1 Pressepolitik bis 1848

2.1.2 Pressepolitik bis 1918

2.1.3 Pressepolitik in der Weimarer Republik

2.2 AUSDIFFERENZIERUNG DES ZEITUNGSWESENS

2.2.1 Meinungs- und Qualitätszeitungen

2.2.2 Generalanzeiger

2.2.3 Gesinnungs- und Parteizeitungen

2.3 MASSENPRESSE

2.3.1 Technische Faktoren zur Entstehung der Massenpresse

2.3.2 Ökonomische Faktoren zur Entstehung der Massenpresse

2.4 ZUSAMMENFASSUNG

3 Zwölf finstere Jahre

3.1 INSTITUTIONELLE EBENE DER PRESSELENKUNG

3.2 RECHTLICHE EBENE DER PRESSELENKUNG

3.3 WIRTSCHAFTLICHE EBENE DER PRESSELENKUNG

3.4 INHALTLICHE EBENE DER PRESSELENKUNG

3.5 AUS- UND GLEICHSCHALTUNG

3.6 ZUSAMMENFASSUNG

4 Gesamtzusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit bietet einen historischen Überblick über die Entwicklung der deutschen Zeitungsgeschichte von den Anfängen des Buchdrucks durch Gutenberg bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, wobei insbesondere die Wechselwirkungen zwischen politischer Macht, Zensur und der Entwicklung des Zeitungswesens analysiert werden.

  • Die Entstehung und Entwicklung der ersten periodischen Presseformen.
  • Der fortwährende Kampf um Pressefreiheit und die Einflüsse staatlicher Zensurpolitik.
  • Die Differenzierung des Zeitungsmarktes im 19. Jahrhundert in Meinungs-, Qualitäts- und Generalanzeiger.
  • Die technischen und ökonomischen Faktoren, die zur Herausbildung der Massenpresse führten.
  • Die systematische Gleichschaltung und Unterdrückung der Presse während der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1945).

Auszug aus dem Buch

1.3.2 Aviso und Relation

Mutter und Vater der heutigen Tages- und Wochenzeitungen sind die Straßburger „Relation“ (Ersterscheinung 1605) und der Wolfenbütteler „Aviso“ (Ersterscheinung 1609). Beide Zeitungen kamen wöchentlich heraus. Der Begriff „Aviso“ leitet sich von „avisieren“ (= etw. ankündigen) ab, „Relation“ von „referieren“ (= wiedergeben).

Während frühe Druckschriften wie Flugblätter in ihrer Berichterstattung meist nach Sensation heischten, berichteten die neuen periodischen Zeitungen nüchtern. Über die Hälfte der Beiträge machte die politische Berichterstattung aus – natürlich staatlich „behütet“. Es dominierten die Hofnachrichten.

Die neue Form der periodischen Presse setzte sich schnell durch. In den folgenden Jahrzehnten gab es eine Welle der Zeitungsneugründungen. Städte wie Hamburg, Danzig, Frankfurt und Leipzig anvancierten zu Nachrichtenzentren.

Mit der Zeit gründeten sich gehäuft Zeitungen, die mehrmals pro Woche erschienen, wie die Leipziger „Einkommende Zeitung“, die ab 1660 sogar täglich herauskam. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts gab es zwischen 60 und 80 Zeitungen in Deutschland. Die Auflagen waren zwar mit durchschnittlich 350 bis 400 Stück noch recht bescheiden. Da die Pressestücke allerdings an zahlreichen öffentlichen Orten wie Gaststätten, Kaffeestuben und Avisenbuden auslagen, erreichten sie eine Vielzahl von Menschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Von Spätmittelalter bis Napoleon: Beschreibt die Anfänge des Zeitungswesens von handschriftlichen Briefen und frühen Druckschriften bis hin zu den ersten periodischen Zeitungen und den Herausforderungen durch kirchliche und staatliche Zensur.

2 Vom Deutschen Bund bis zur Weimarer Republik: Analysiert den Kampf um Pressefreiheit, die Auffächerung des Marktes in verschiedene Zeitungstypen sowie die technischen und ökonomischen Voraussetzungen für den Erfolg der Massenpresse.

3 Zwölf finstere Jahre: Untersucht die institutionelle, rechtliche, wirtschaftliche und inhaltliche Gleichschaltung der deutschen Presselandschaft unter dem nationalsozialistischen Regime zwischen 1933 und 1945.

4 Gesamtzusammenfassung: Fasst die wesentlichen Etappen der deutschen Zeitungsgeschichte zusammen und hebt den massiven Einschnitt durch die Gleichschaltung während der Zeit des Nationalsozialismus hervor.

Schlüsselwörter

Zeitungsgeschichte, Pressefreiheit, Zensur, Gutenberg, Messrelationen, Massenpresse, Industrialisierung, Generalanzeiger, Nationalsozialismus, Gleichschaltung, Reichspressekammer, Nachrichtenagenturen, Publizistik, Weimarer Republik, Schriftleitergesetz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine historische Übersicht über die Entwicklung der deutschen Zeitungen vom 15. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Anfänge des Zeitungswesens, den Kampf um Pressefreiheit, die wirtschaftliche und technische Entwicklung sowie die Gleichschaltung der Presse im Nationalsozialismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der deutschen Presse sowie deren Abhängigkeit von politischen, rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen über vier Jahrhunderte aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene historische Quellen und medienwissenschaftliche Standardwerke zur deutschen Pressegeschichte auswertet.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Epochen: die Anfänge bis Napoleon, die Phase vom Deutschen Bund bis zur Weimarer Republik und die Jahre der nationalsozialistischen Diktatur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zu den zentralen Begriffen zählen Zeitungsgeschichte, Pressefreiheit, Zensur, Massenpresse und Gleichschaltung.

Was zeichnete die ersten "Newen Zeitungen" aus?

Es handelte sich um unperiodisch erscheinende Einzel- und Mehrblattdrucke, die zwar aktuelle Nachrichten enthielten, aber aufgrund ihrer unregelmäßigen Erscheinungsweise noch keine modernen Zeitungen waren.

Wie wirkte sich die Machtergreifung Hitlers auf die Zeitungslandschaft aus?

Dies führte zu einem radikalen Rückgang der Zeitungstitel von ca. 4700 im Jahr 1933 auf unter 900 im Jahr 1945, begleitet von einer vollständigen inhaltlichen und strukturellen Unterwerfung unter die NS-Ideologie.

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Details

Title
Deutsche Zeitungsgeschichte bis 1945
College
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen  (Journalismus und Public Relations)
Course
Arbeitsmarkt-Kommunikation
Grade
1,0
Author
Andreas Brüser (Author)
Publication Year
2007
Pages
28
Catalog Number
V72324
ISBN (eBook)
9783638620765
ISBN (Book)
9783638675352
Language
German
Tags
Deutsche Zeitungsgeschichte Arbeitsmarkt-Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Brüser (Author), 2007, Deutsche Zeitungsgeschichte bis 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72324
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