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Der Konflikt um das iranische Atomprogramm als vorläufiger Höhepunkt der krisenhaften Beziehung zwischen den USA und dem Iran

Teherans Griff nach der Bombe. Die drohende Eskalation?

Titel: Der Konflikt um das iranische Atomprogramm als vorläufiger Höhepunkt der krisenhaften Beziehung zwischen den USA und dem Iran

Hausarbeit , 2007 , 36 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Christopher Schwarzkopf (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit im Frühjahr 2003 bekannt wurde, dass der Iran ein geheimes Atomprogramm unterhält, zeigen sich allen voran die USA besorgt und unterstellen dem Regime in Teheran die Absicht, Atomwaffen zu entwickeln. Von offizieller Seite wird jedoch immer wie-der beteuert, das Programm diene lediglich dem friedlichen Zweck der Energiegewinnung, und selbst der internationale Atomenergiebehörde IAEA liegen bis heute keine einschlägigen Beweise dafür vor, dass der Iran den Erwerb von Atomwaffen beabsich-tigt. Trotz alledem wird in den Medien immer wieder von angeblichen Kriegsplänen der US – Administration von Präsident Bush gegen den Golfstaat berichtet. Bush hat mehrfach klar gemacht, dass ein atomar bewaffneter Iran für die USA nicht akzeptabel ist. Was aber ist das besondere an der Tatsache, dass der Iran über ein Atomprogramm verfügt? Schließlich haben zuvor bereits Staaten wie Pakistan oder Nordkorea denselben Weg eingeschlagen, ohne dafür derart von den USA bedroht zu werden. Der Streit um das iranische Atomprogramm droht jedoch zunehmend in eine militärische Eskalation zu münden, vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, dass der Iran trotz der kürzlich beschlossenen Sanktionen gegen das Land keine Anstalten macht, seine Anreicherungsaktivitäten einzustellen.
Diese Hausarbeit soll aufzeigen, warum der Gedanke an einen nuklearen Iran die USA derart mit Sorge erfüllt. Es soll zudem auf die Frage eingegangen werden: Welche Motive könnte die islamische Regierung des Iran für den Besitz von Kernwaffen haben? Des Weiteren möchte ich untersuchen, welche Konsequenzen es nach sich ziehen würde, wenn der Iran offiziell in die Riege der Atommächte dieser Erde aufstiege. Das bedeutet ganz konkret: Wird es in absehbarer Zeit einen Krieg der USA gegen den Iran geben?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Hintergrund des Konfliktes

3. Das Iranische Atomprogramm

3.1. Zivile oder militärische Nutzung?

3.2. Bedeutung für Teheran

3.3. Szenario: Iran wird Atomwaffenstaa

4. Die Iran – Politik der USA

4.1. Von der "Eindämmung" zum "Regime Change

4.2. Ausblick – Militärische Intervention?

4.3. Die Option des "Grand Bargain

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den eskalierenden Konflikt um das iranische Atomprogramm vor dem Hintergrund der historisch belasteten Beziehung zwischen den USA und dem Iran. Dabei wird untersucht, ob das iranische Streben nach Nukleartechnologie primär friedlichen Zwecken dient oder das Ziel einer atomaren Bewaffnung verfolgt, und wie die USA sowie die internationale Gemeinschaft darauf reagieren.

  • Historische Entwicklung der krisenhaften US-iranischen Beziehungen.
  • Analyse der iranischen Ambitionen im Hinblick auf das Atomprogramm.
  • Bewertung der US-Außenpolitik und Strategien wie "Regime Change" oder "Grand Bargain".
  • Risikobewertung einer möglichen militärischen Intervention.

Auszug aus dem Buch

3.1. Zivile oder militärische Nutzung?

Das iranische Streben nach dem Besitz von Nukleartechnologie ist keineswegs neu. Bereits Schah Mohammed Reza Pahlavi dachte über die Begrenztheit der iranischen Erdöl- und Erdgasreserven nach und bemühte sich daher, wohlgemerkt mit Unterstützung der USA, darum, ein eigenes Atomprogramm zur zivilen Nutzung voranzutreiben. Im Jahre 1968 unterzeichnete der Iran den Atomwaffensperrvertrag, welcher dem Land das Recht zusicherte, Kernenergie für zivile Zwecke einzusetzen, die militärische Nutzung, etwa in Form der Entwicklung von Atomwaffen, jedoch untersagt und im Falle eines Verstoßes internationale Sanktionen zur Folge hat. Doch mit dem Sturz des Schahs im Rahmen der iranischen Revolution wurde das Atomprogramm vorübergehend eingestellt und geriet vor allem durch den Irak - Iran Krieg zunächst in den Hintergrund. Als bekannt wurde, dass die Atomindustrie des Irak recht weit entwickelt war, nahm die iranische Führung ihr Nuklearprogramm in den 90er Jahren wieder auf.

Dabei hatte das Regime in Teheran durchaus Schwierigkeiten, Wissen und Technik zu beschaffen, da zunächst keine der Atommächte bereit war, dem Iran in dieser Hinsicht behilflich zu sein, obwohl das Land als Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrages durchaus dazu berechtigt war, Atomtechnologie zu friedlichen Zwecken zu entwickeln. Daher begannen die Mullahs, das benötigte Know-how über andere Wege, beispielsweise auf dem internationalen Schwarzmarkt, zu beschaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik des iranischen Atomprogramms und Formulierung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der iranischen Ambitionen.

2. Historischer Hintergrund des Konfliktes: Darstellung der belasteten US-iranischen Beziehungen, beginnend bei der Kolonialzeit über den Putsch von 1953 bis zur Islamischen Revolution.

3. Das Iranische Atomprogramm: Analyse der Ambivalenz zwischen ziviler und militärischer Nutzung sowie die damit verbundenen internationalen Spannungen und das Rüstungsszenario.

4. Die Iran – Politik der USA: Untersuchung der amerikanischen Strategien gegenüber dem Iran, von der Eindämmungspolitik bis hin zur militärischen Debatte und diplomatischen Lösungsansätzen.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der iranischen Motive und der US-Reaktionen mit einem Ausblick auf die geringe Wahrscheinlichkeit einer friedlichen Lösung durch aktuelle Sanktionen.

Schlüsselwörter

Iran, USA, Atomprogramm, Atomwaffensperrvertrag, Nukleartechnologie, Regime Change, Grand Bargain, Sanktionen, Eskalation, IAEA, Internationale Beziehungen, Naher Osten, Urananreicherung, Militärintervention, Ahmadineschad.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit untersucht den internationalen Konflikt um das iranische Atomprogramm und beleuchtet die komplexen, historisch gewachsenen Spannungen zwischen den USA und dem Iran.

Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?

Zentral sind die historische Aufarbeitung der US-iranischen Beziehungen, die technischen Aspekte des iranischen Atomprogramms, die US-Politik gegenüber dem Iran sowie geopolitische Szenarien für die Region.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum das iranische Atomprogramm die USA derart besorgt und ob der Iran tatsächlich das strategische Ziel verfolgt, Atommacht zu werden.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf der Auswertung aktueller Literatur, Berichten von Fachorganisationen wie der IAEA und sicherheitspolitischen Analysen basiert.

Was steht im Zentrum des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt die Entstehungsgeschichte des Konfliktes, die technische und politische Ambivalenz des iranischen Atomprogramms sowie die Optionen der US-Administration.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind unter anderem "Nukleare Proliferation", "Grand Bargain", "Eindämmungspolitik" und "Regionale Sicherheitsarchitektur".

Welche Rolle spielt die IAEA in der Argumentation?

Die IAEA dient als zentrale Akteurin bei der Überwachung der iranischen Aktivitäten; der Text analysiert deren Berichte über mangelnde Kooperationsbereitschaft Teherans.

Wie bewertet der Autor die Option eines "Grand Bargain"?

Der Autor stuft den "Grand Bargain" als die derzeit beste diplomatische Option ein, weist jedoch gleichzeitig auf die Schwierigkeit hin, den US-Vorwurf des "Appeasements" in der politischen Debatte zu entkräften.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Konflikt um das iranische Atomprogramm als vorläufiger Höhepunkt der krisenhaften Beziehung zwischen den USA und dem Iran
Untertitel
Teherans Griff nach der Bombe. Die drohende Eskalation?
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Veranstaltung
Internationale Beziehungen II
Note
1,0
Autor
Christopher Schwarzkopf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
36
Katalognummer
V72378
ISBN (eBook)
9783638732741
ISBN (Buch)
9783638733120
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Teherans Griff Bombe Eskalation Konflikt Atomprogramm Höhepunkt Beziehung Iran Internationale Beziehungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christopher Schwarzkopf (Autor:in), 2007, Der Konflikt um das iranische Atomprogramm als vorläufiger Höhepunkt der krisenhaften Beziehung zwischen den USA und dem Iran, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72378
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  36  Seiten
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