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Strategiewechsel in Ankara? Die Möglichkeiten türkischer Außenpolitik vor dem Hintergrund des russisch-türkischen Verhältnisses

Titre: Strategiewechsel in Ankara? Die Möglichkeiten türkischer Außenpolitik vor dem Hintergrund des russisch-türkischen Verhältnisses

Dossier / Travail de Séminaire , 2007 , 35 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Tobias Herzog (Auteur)

Politique - Région: Proche-Orient
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die geostrategische Lage der Türkei hat sich seit dem Ost-West Konflikt und dem Zerfall der Sowjetunion dramatisch geändert. Der gefallene Eiserne Vorhang präsentierte neue souveräne Staaten mit alten Problemen. Ethnologische Gegensätze auf dem Kaukasus, reformfällige Herrschaftsstrukturen in Zentralasien. Hinzu kommt die Eröffnung einer neuen Runde des „Great Game“ mit den Etiketten „War on Terror“ und Ressourcenzugang . Die Türkei erkannte diese neue Lage sehr wohl als Chance, die bisherige Wahrnehmung von Außenpolitik als Sicherheitspolitik konnte nicht aufrechterhalten werden. Schon Kemal Atatürk hatte darauf hingewiesen das große Reiche zerbrechen können und neue Staaten entstehen, dies könne auch für die Sowjetunion gelten und damit auch für die Turkvölker hinter dem Eisernen Vorhang. Man solle auf diesen Moment vorbereitet sein. Im historischen Kontext also eine Ausstiegsklausel der passiven „Friede in der Heimat; Friede in der Welt – Politik“.
Die Selbstwahrnehmung der Türkei als „Schlüsselstaat“ lässt verschiedenste Spekulationen über die Absichten türkischer Außenpolitik zu, unter anderem auch die Abkehr von der jetzigen
Hauptprämisse, der europäischen Mitgliedschaft. Diese Entwicklung wäre wahrlich ein Strategiewechsel in Ankara. Indizien für solche Ambitionen vor dem Hintergrund der schwierigen Beitrittsverhandlungen könnten massive Spekulationen über weitere türkische Optionen auslösen.
Diese Arbeit soll solchen Spekulationen, durch Analyse türkischer Möglichkeiten, entgegentreten. Die Leitfrage für die zusammengetragenen Erkenntnisse soll lauten: Welche Möglichkeiten und Perspektiven hat die türkische Außenpolitik auf dem Kaukasus und in Zentralasien vor dem Hintergrund türkisch-russischer Kooperation und Konfrontation? Reichen diese Perspektiven tatsächlich aus, um von einem Strategiewechsel in Ankara zu sprechen?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I.) Einleitung

I.) Einleitung

Eingrenzung: Warum Kaukasus und Zentralasien?

II.) Außenpolitische Zielsetzung der Türkei nach dem Ost-West Konflikt und tatsächliche Entwicklungen in Zentralasien und auf dem Kaukasus

1.) Entwicklungslinien türkischer Zentralasienpolitik. Die Pantürkische Idee und ihre Umsetzung und Perspektiven

Turkish republics to accept Turkey as a “Big Brother”

2.) Aktuelle Ziele türkischer Zentralasienpolitik:

3.) Der Südkaukasus als Bestimmungsfaktor türkischer Außenpolitik

Der Berg-Karabach Konflikt:

Georgien:

4.) Zusammenfassung

III.) Die Türkisch- Russischen Beziehungen und ihre Perspektiven: Eine Option zu Europa?

1.) Entwicklungslinien

2.) Perspektiven

IV. Zusammenfassung:

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht, ob sich die türkische Außenpolitik in Zentralasien und auf dem Kaukasus weg von ihrer westlichen Ausrichtung hin zu einem neuen, eigenständigen Strategiewechsel bewegt, und analysiert dabei die Gestaltungsmöglichkeiten Ankaras im Spannungsfeld russischer Interessen.

  • Analyse der türkischen Zentralasien- und Kaukasuspolitik nach dem Zerfall der Sowjetunion
  • Evaluation des pantürkischen Ansatzes und dessen Wandel hin zu wirtschaftlicher Pragmatik
  • Untersuchung des Einflusses der Russischen Föderation als limitierender Faktor
  • Bewertung der Rolle der Türkei als potentieller Regionalmacht gegenüber der EU-Option
  • Kontextualisierung der türkisch-russischen Beziehungen inklusive Energiepolitik

Auszug aus dem Buch

Turkish republics to accept Turkey as a “Big Brother”

Die türkische Öffentlichkeit hatte durch die Reisediplomatie ebenfalls den Eindruck die neuen „Bruderstaaten“ würden sich positiv auf die Türkei auswirken. Die vielen Staatsbesuche suggerierten den Beginn einer neuen politischen Konstellation auf dem Weg der Einigung. „Mit einem Mal gab es außer der Türkei noch andere souveräne Staaten in denen “Türken“ den Ton angaben, in denen eine verwandte Sprache gesprochen wurde und die kulturelle Gemeinsamkeiten mit Anatolien aufwiesen. Die Isolation der Türkei zwischen Europa auf der einen Seite, zu dem man gehören wollte, aber abgewiesen wurde, und der arabischen Welt auf der anderen Seite, zu der man nicht gehören wollte und die der Türkei gleichfalls höchst reserviert gegenüberstand, schien mit einem Schlag beendet.“ Trotz Ablehnung der Rolle des „Großen Bruders“ musste die Türkei ihr außen- und sicherheitspolitisches Koordinatensystem neu definieren. Aus dieser Sicht ist der Versuch, sich mit pantürkischen Tönen als potentielle Regionalmacht zu positionieren, durchaus verständlich. Die Türkei hatte ihre feste Rolle in der Bipolaren Welt verloren und damit auch die „großen, aber überschaubaren sicherheitspolitischen Risiken“. Die neue Situation mit religiös ethnischen Konfliktlagen in politisch schwachen Ländern gestaltete sich partiell sogar komplexer und unberechenbarer. Man kann daher zunächst attestieren, dass es nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion tatsächlich einen Strategiewechsel in der türkischen Außenpolitik gab.

Zusammenfassung der Kapitel

I.) Einleitung: Beschreibt die veränderte geostrategische Lage der Türkei nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und definiert die Forschungsfrage bezüglich eines möglichen außenpolitischen Strategiewechsels.

II.) Außenpolitische Zielsetzung der Türkei nach dem Ost-West Konflikt und tatsächliche Entwicklungen in Zentralasien und auf dem Kaukasus: Analysiert den Wandel der türkischen Politik von pantürkischen Visionen hin zu selektiven, wirtschaftsorientierten Ansätzen in den Turkstaaten und dem Südkaukasus unter Berücksichtigung lokaler Konflikte.

III.) Die Türkisch- Russischen Beziehungen und ihre Perspektiven: Eine Option zu Europa?: Untersucht die türkisch-russischen Beziehungen, die zwischen wirtschaftlicher Kooperation und geostrategischer Abhängigkeit schwanken, und bewertet die Partnerschaft mit Russland kritisch.

IV. Zusammenfassung:: Resümiert, dass ein "Strategiewechsel" eher als Anpassung an die russische Dominanz zu verstehen ist und die EU für die Türkei weiterhin die vorrangige Option zur Wahrung ihrer Interessen bleibt.

Schlüsselwörter

Türkei, Außenpolitik, Zentralasien, Südkaukasus, Russland, Strategiewechsel, Regionalmacht, TIKA, Berg-Karabach, Energiepolitik, EU-Beitritt, Transformationsprozess, Geopolitik, Wirtschaftskooperation, Turkvölker.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert, ob die Türkei ihre Außenpolitik gegenüber Zentralasien und dem Kaukasus fundamental verändert hat, um als eigenständige Regionalmacht aufzutreten.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Fokus stehen die türkische Reisediplomatie, die pantürkische Idee, die Rolle der TIKA, die Konflikte im Kaukasus sowie die wechselhaften türkisch-russischen Beziehungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, ob die beobachteten außenpolitischen Aktivitäten Ankaras ausreichen, um von einem tatsächlichen Strategiewechsel zu sprechen, oder ob es sich lediglich um eine notwendige Anpassung an gegebene Rahmenbedingungen handelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine systematische Analyse der historischen Entwicklungslinien der türkischen Außenpolitik seit dem Ende des Kalten Krieges sowie die Auswertung sicherheits- und wirtschaftspolitischer Faktoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil deckt die Phasen der türkischen Zentralasien- und Kaukasuspolitik ab, untersucht den Berg-Karabach-Konflikt und beleuchtet die strategische Abhängigkeit der Türkei von russischen Energieressourcen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Zentrale Begriffe sind Geopolitik, Regionalmacht, Energiebrücke, Transformation und die türkisch-russische Kooperation.

Wie bewertet der Autor die Rolle der TIKA in Zentralasien?

Die TIKA wird als Instrument bewertet, dessen ursprünglicher kultureller "Kohäsionsauftrag" zugunsten technischer Unterstützung und ökonomischer Ziele in den Hintergrund getreten ist.

Warum wird die Türkei im Kontext der Berg-Karabach-Region als "gefangen" beschrieben?

Aufgrund ihrer Verbundenheit zu Aserbaidschan und gleichzeitigem Wunsch, Russland nicht militärisch zu provozieren, hat die Türkei wenig Spielraum, um als glaubwürdiger und effektiver Vermittler in der Region zu agieren.

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Résumé des informations

Titre
Strategiewechsel in Ankara? Die Möglichkeiten türkischer Außenpolitik vor dem Hintergrund des russisch-türkischen Verhältnisses
Université
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Cours
The Eurasien Balkans
Note
1,0
Auteur
Tobias Herzog (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
35
N° de catalogue
V72404
ISBN (ebook)
9783638732895
ISBN (Livre)
9783638733151
Langue
allemand
mots-clé
Strategiewechsel Ankara Eine Analyse Gestaltungsmöglichkeiten Außenpolitik Zentralasien Kaukasus Hintergrund Kooperation Konfrontation Eurasien Balkans
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Tobias Herzog (Auteur), 2007, Strategiewechsel in Ankara? Die Möglichkeiten türkischer Außenpolitik vor dem Hintergrund des russisch-türkischen Verhältnisses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72404
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Extrait de  35  pages
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