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Zur Medienförderung der internationalen Gemeinschaft in Post-Konflikt-Staaten: Die Mechanismen und Strategien des Medienaufbaus in Afghanistan

Title: Zur Medienförderung der internationalen Gemeinschaft in Post-Konflikt-Staaten: Die Mechanismen und Strategien des Medienaufbaus in Afghanistan

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 36 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Janine Wergin (Author)

Politics - Region: Near East, Near Orient
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Die vorliegende Arbeit gliedert sich in fünf Kapitel. Zuerst werden die Ausgangsbedingungen und Zielsetzungen des Medienaufbaus in Afghanistan nach dem Ende der Taliban-Herrschaft thematisiert. Das nächste Kapitel gibt einen Überblick über die Medienförderung in den Bereichen Print, Hörfunk und TV. Im dritten Schritt widmet sich die Arbeit den Problemen beim Medienaufbau, wobei zum einen die Grundprobleme benannt werden, zum anderen der zentrale innerstaatliche medienpolitische Konflikt verhandelt wird. Anschließend erfolgt die Untersuchung der Rolle des afghanischen Staates beim Aufbau von Kommunikationsstrukturen. Die Arbeit endet mit einem Fazit und Empfehlungen für den Medienaufbau in Afghanistan und Post-Konflikt-Staaten allgemein.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Untersuchungsgegenstand

2. Medienaufbau in Afghanistan nach dem Sturz des Taliban-Regimes

2.1. Ausgangslage im Mediensektor und Vorgehensweise der externen Akteure

2.2. Die Medienlandschaft im Aufbau

2.2.1. Presse

2.2.2. Hörfunk

2.2.3. Fernsehen

3. Zentrale Probleme des Medienaufbaus in Afghanistan

3.1. Die Grundprobleme der Medienförderung

3.2. Der zentrale medienpolitische Konflikt in Afghanistan

4. Zur Rolle des Staates

5. Fazit

6. Empfehlungen

6.1. Empfehlungen für den weiteren Medienaufbau in Afghanistan

6.2. Empfehlungen für die Medienförderung in Post-Konflikt-Staaten allgemein

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Mechanismen und Strategien der internationalen Gemeinschaft beim Medienaufbau in Afghanistan. Dabei wird analysiert, inwiefern die bisherigen Ansätze zur Medienförderung in Post-Konflikt-Staaten effektiv zur Friedenskonsolidierung und Demokratisierung beitragen konnten oder ob diese aufgrund mangelnder Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten ihre Ziele verfehlt haben.

  • Analyse der Ausgangslage des afghanischen Mediensektors nach der Taliban-Herrschaft
  • Evaluation des Medienengagements internationaler Akteure in den Bereichen Print, Radio und TV
  • Identifikation zentraler Probleme wie mangelnder Koordination und fehlender Nachhaltigkeit
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Medienfreiheit und staatlicher Kontrolle
  • Ableitung von Empfehlungen für eine kontextsensible Medienförderung in instabilen Staatssystemen

Auszug aus dem Buch

1. Untersuchungsgegenstand

Seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts werden zerfallende und zerfallene Staaten verstärkt als Gefahr für die internationale Sicherheit wahrgenommen. Der Aufbau stabiler Staaten – den es von außen zu unterstützen oder in Gang zu bringen gilt – ist für viele Experten eine wichtige Option der Gegensteuerung. Medien werden gezielt im Rahmen der Wiederaufbaukonzepte der internationalen Gemeinschaft in Post-Konflikt-Staaten eingesetzt. Sie sollen kurzfristig einen Beitrag zum Stabilisierungsprozess leisten und zugleich den langfristigen Prozess der Demokratisierung unterstützen.

Die Schaffung von Kommunikationsstrukturen, also auch der Medienaufbau, ist eine wichtige Voraussetzung für die Herausbildung einer nationalen Identität im Sinne des strategischen Nation-Building. Ein erfolgreicher Nation-Building-Prozess wird laut Hippler durch drei Elemente bestimmt und vorangetrieben: das State-Building, d.h. der Aufbau eines funktionsfähigen Staatsapparates, einer gemeinschaftsbildenden Ideologie und der Integration einer Gesellschaft aus zuvor bestehenden, lose verbundenen Gruppen. Medienaufbau ist dem dritten Bereich zuzuordnen. Nation-Building erfordert eine bestimmte Kommunikationsdichte zwischen ethnischen, religiösen und anderen Gruppen. Das setzt eine „nationale Infrastruktur“ voraus. Verkehrs- und Kommunikationswege sowie landesweite Massenmedien für die Etablierung eines nationalen politischen und kulturellen Diskurses gehören dazu. Zugleich ist der Aufbau demokratischer Medien eng mit den anderen zwei Elementen der Nationenbildung verknüpft – etwa der Schaffung eines unabhängigen, wirksamen Rechtssystems im Rahmen des State-Building als Voraussetzung für gerechte Urteile zu Streitfragen der journalistischen Berichterstattung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Untersuchungsgegenstand: Die Einleitung definiert den Medienaufbau als integralen Bestandteil des strategischen Nation-Building und postuliert die Notwendigkeit einer kritischen Überprüfung bisheriger internationaler Förderkonzepte in Afghanistan.

2. Medienaufbau in Afghanistan nach dem Sturz des Taliban-Regimes: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Ausgangslage der afghanischen Medienlandschaft nach 2001 und beschreibt die Entwicklung in den Bereichen Presse, Hörfunk und Fernsehen unter internationalem Einfluss.

3. Zentrale Probleme des Medienaufbaus in Afghanistan: Hier werden die strukturellen Defizite wie mangelnde Koordination, kurzfristige Projektzyklen und der zentrale Konflikt zwischen Meinungsfreiheit und islamisch-konservativen Prinzipien analysiert.

4. Zur Rolle des Staates: Das Kapitel beleuchtet das ambivalente Verhältnis der internationalen Gemeinschaft zur afghanischen Zentralregierung und die Bedeutung staatlicher Stabilität für einen erfolgreichen Medienaufbau.

5. Fazit: Das Fazit zieht eine kritische Bilanz, in der die Übertragung von Standardstrategien aus post-kommunistischen Ländern auf Afghanistan als wesentlicher Grund für das Scheitern vieler Förderziele identifiziert wird.

6. Empfehlungen: Abschließend werden konkrete Handlungsvorschläge für Afghanistan sowie allgemeine Leitsätze für die Medienförderung in Post-Konflikt-Staaten formuliert, die stärker auf Partnerschaft und langfristige Stabilität setzen.

Schlüsselwörter

Afghanistan, Medienaufbau, Nation-Building, Post-Konflikt-Staaten, Medienförderung, Friedenskonsolidierung, Demokratisierung, Pressefreiheit, State-Building, Internationale Gemeinschaft, Journalismus, Medienpolitik, Stabilisierung, Kommunikationsstrukturen, Afghan Ownership.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Engagement der internationalen Gemeinschaft beim Aufbau von Medienstrukturen in Afghanistan nach dem Sturz des Taliban-Regimes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen zählen Medienförderung in Post-Konflikt-Staaten, die Rolle der Medien beim Nation-Building sowie das Spannungsfeld zwischen westlichen Demokratieidealen und lokalen politisch-kulturellen Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum die strategischen Ziele der Medienförderung in Afghanistan weitgehend nicht erreicht wurden und welche strukturellen Fehler dabei eine Rolle spielten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Fallstudienanalyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur, Berichten von Medienorganisationen und aktuellen Evaluationsdokumenten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Medienlandschaft im Aufbau, die zentralen Probleme wie mangelnde Koordination sowie den medienpolitischen Konflikt zwischen staatlichen Akteuren, internationalen Gebern und islamisch-konservativen Gruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist insbesondere durch die Begriffe Afghanistan, Medienaufbau, Nation-Building, Post-Konflikt-Staaten und Afghan Ownership geprägt.

Warum war der Medienaufbau in Afghanistan bisher wenig erfolgreich?

Die Arbeit identifiziert als Hauptgründe eine zu starke Anlehnung an Standardkonzepte aus Osteuropa, fehlende Koordination der Akteure, kurzfristige Finanzierung sowie die Vernachlässigung der afghanischen Zentralregierung als notwendigem Partner.

Welche spezifische Rolle spielt der Islam in der afghanischen Medienpolitik?

Die islamische Rechtsauslegung stellt eine Grenze für westliche Vorstellungen von Pressefreiheit dar; Konflikte zwischen islamisch-konservativen Kräften und liberalen Medienakteuren behindern oft die freie Berichterstattung.

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Details

Title
Zur Medienförderung der internationalen Gemeinschaft in Post-Konflikt-Staaten: Die Mechanismen und Strategien des Medienaufbaus in Afghanistan
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Course
HS Staaten- und Nationenbildung. Herausforderungen für die Sicherheitspolitik
Grade
1,3
Author
Janine Wergin (Author)
Publication Year
2007
Pages
36
Catalog Number
V72466
ISBN (eBook)
9783638633499
Language
German
Tags
Medienförderung Gemeinschaft Post-Konflikt-Staaten Mechanismen Strategien Medienaufbaus Afghanistan Staaten- Nationenbildung Herausforderungen Sicherheitspolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janine Wergin (Author), 2007, Zur Medienförderung der internationalen Gemeinschaft in Post-Konflikt-Staaten: Die Mechanismen und Strategien des Medienaufbaus in Afghanistan, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72466
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