Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Miscellaneous Topics

Suizidalität bei Jugendlichen

Methoden und Ergebnisse aktueller empirischer Forschung

Title: Suizidalität bei Jugendlichen

Seminar Paper , 2005 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Florian Ellenrieder (Author)

Pedagogy - Miscellaneous Topics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Ralph Günther untersucht in seinem vorgestellten Prozessmodell die Ausprägung adoleszenter Suizidgefährdung im Kontext spezifischer Wertorientierungen. Als Grundlage dienen ihm die Wertetheorie von Schwartz und Ergebnisse verschiedener empirischer Studien mit dem Ziel, spezifische selbstüberwindende und selbststärkende Werthaltungen Jugendlicher im Alter von 14 Jahren über die Mediationskonstrukte Bedrohungen (mikro bzw. makro), Zufriedenheiten (mikro bzw. makro) und allgemeine Lebenszufriedenheit mit der Suizidität Jugendlicher im Alter von 17 Jahren in Verbindung zu bringen.
Der Grund für R. Günther, diesen Artikel zu verfassen, war die hohe Selbstmordrate von Kindern und Jugendlichen, die nun im 20. Jahrhundert immer mehr steigt.
Aufgrund vieler wissenschaftlicher Arbeiten aus der Suizidforschung ist festzustellen, dass auto- aggressive Handlungen nicht monokausal erklärbar sind, d.h. ein komplexes Ursachengeflecht führt dazu, dass Jugendliche als einzigen Ausweg nur noch den Selbstmord sehen.
Ziel dieses Beitrages ist es nun nicht, Ursachen für Suizidhandlungen zu suchen, sondern ein empirisch überprüftes Wirkmodell zu entwickeln, das einen indirekten Zusammenhang zwischen spezifischen, im Sozialisationsprozess gesellschaftlich vermittelten Werthaltungen und der Suizidgefährdung Jugendlicher herstellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Suizidalitätsgenese im Längsschnitt

1 Einleitung

2 Theorie (Grundlagen)

3 Hypothesen:

4 Stichprobe

5 Operationalisierung

6 Ergebnisse

7 Resumée

8 Diskussion

II. Geschlechtsspezifische Ressourcenwahrnehmung bei jugendlicher Suizidalität

1 Einleitung

2 . Ressourcenmodell

3 Ergebnisse

4 Diskussion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht wissenschaftliche Ansätze zur Entstehung von Suizidalität bei Jugendlichen, indem sie zwei spezifische empirische Modelle analysiert: Die Suizidalitätsgenese im Längsschnitt sowie die geschlechtsspezifische Ressourcenwahrnehmung bei jugendlicher Suizidalität.

  • Analyse des Einflusses von Wertorientierungen auf die Suizidgefährdung Jugendlicher.
  • Untersuchung der Rolle von mikro- und makrosozialen Stressoren.
  • Vergleich geschlechtsspezifischer Strategien der Ressourcenwahrnehmung (Internalisierung vs. Externalisierung).
  • Evaluierung der Bedeutung des Familienklimas und weiterer psychosozialer Faktoren.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Ralph Günther untersucht in seinem vorgestellten Prozessmodell die Ausprägung adoleszenter Suizidgefährdung im Kontext spezifischer Wertorientierungen. Als Grundlage dienen ihm die Wertetheorie von Schwartz und Ergebnisse verschiedener empirischer Studien mit dem Ziel, spezifische selbstüberwindende und selbststärkende Werthaltungen Jugendlicher im Alter von 14 Jahren über die Mediationskonstrukte Bedrohungen (mikro bzw. makro), Zufriedenheiten (mikro bzw. makro) und allgemeine Lebenszufriedenheit mit der Suizidität Jugendlicher im Alter von 17 Jahren in Verbindung zu bringen.

Der Grund für R. Günther, diesen Artikel zu verfassen, war die hohe Selbstmordrate von Kindern und Jugendlichen, die nun im 20. Jahrhundert immer mehr steigt. Aufgrund vieler wissenschaftlicher Arbeiten aus der Suizidforschung ist festzustellen, dass auto- aggressive Handlungen nicht monokausal erklärbar sind, d.h. ein komplexes Ursachengeflecht führt dazu, dass Jugendliche als einzigen Ausweg nur noch den Selbstmord sehen.

Ziel dieses Beitrages ist es nun nicht, Ursachen für Suizidhandlungen zu suchen, sondern ein empirisch überprüftes Wirkmodell zu entwickeln, das einen indirekten Zusammenhang zwischen spezifischen, im Sozialisationsprozess gesellschaftlich vermittelten Werthaltungen und der Suizidgefährdung Jugendlicher herstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Prozessmodell von R. Günther ein, das Zusammenhänge zwischen jugendlichen Wertorientierungen und Suizidgefährdung untersucht.

2 Theorie (Grundlagen): Es werden die Wertetheorie von Schwartz sowie stresstheoretische Ansätze erläutert, um die Wahrnehmung von mikro- und makrosozialen Bedrohungen zu erklären.

3 Hypothesen:: Hier werden vier zentrale Hypothesen aufgestellt, die den Zusammenhang zwischen Werthaltungen, Bedrohungswahrnehmung, Lebenszufriedenheit und Suizidneigung postulieren.

4 Stichprobe: Der Abschnitt beschreibt die sekundäranalytische Basis einer Längsschnittstudie mit ostdeutschen Schülern, die über zehn Jahre begleitet wurden.

5 Operationalisierung: Es wird dargelegt, wie verschiedene Modellkonstrukte durch spezifische Items und Skalen für die empirische Auswertung messbar gemacht wurden.

6 Ergebnisse: Die Hypothesen werden auf Basis der Daten bestätigt und zeigen den Einfluss von Stresswahrnehmung auf die Lebenszufriedenheit auf.

7 Resumée: Neben der Kernfrage werden weitere Einflussfaktoren wie Familienklima und Selbstvertrauen auf ihre Relevanz für das Suizidrisiko geprüft.

8 Diskussion: Das Kapitel reflektiert die methodische Vorgehensweise und die Validität des untersuchten Modells sowie die Grenzen der Studie.

1 Einleitung: Die Einleitung zum zweiten Teil stellt das von Sigrid Schröer entwickelte geschlechtsspezifische Ressourcenmodell zur jugendlichen Suizidalität vor.

2 . Ressourcenmodell: Hier wird die personale Entwicklung als Entwicklungsdialog definiert und der Unterschied zwischen internalisierenden weiblichen und externalisierenden männlichen Jugendlichen hervorgehoben.

3 Ergebnisse: Die Analyse zeigt auf, dass geschlechtsspezifische Ressourcenprägungen und Notstände signifikant mit der Ausprägung von Suizidgedanken korrelieren.

4 Diskussion: Abschließend werden kritische Aspekte der Untersuchung diskutiert, insbesondere die methodische Umsetzung der Ressourcenmessung und das Fehlen sozioökonomischer Hintergründe.

Schlüsselwörter

Suizidalität, Jugendalter, Wertorientierungen, Ressourcenmodell, Längsschnittstudie, Lebenszufriedenheit, Bedrohungswahrnehmung, Geschlechtsspezifik, Sozialisation, Psychologie, Empirische Forschung, Selbstbild, Familienklima, Stressoren, Suizidprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert zwei empirische Modelle, die untersuchen, wie Jugendliche ihre Welt wahrnehmen, welche Werte sie vertreten und wie diese Faktoren in einem Ressourcennotstand zu suizidalen Gedanken führen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Genese von Suizidalität, der Einfluss von Wertesystemen, geschlechtsspezifische Bewältigungsmechanismen sowie die Rolle von sozialen und personalen Ressourcen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel besteht darin, Wirkmodelle zu prüfen, die aufzeigen, wie spezifische soziale Bedingungen und individuelle Merkmale indirekt mit dem Suizidrisiko Jugendlicher korrelieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich um eine sekundäranalytische Auswertung bestehender Längsschnittstudien, die theoretische Konzepte (wie das Circumplexmodell) mit empirischen Daten verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Wertorientierungen bei Jugendlichen sowie die Analyse geschlechtsspezifischer Ressourcenmodelle, inklusive theoretischer Herleitung, Hypothesenbildung und empirischer Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Suizidalität, Jugendalter, Wertorientierung, Ressourcenmodell, Lebenszufriedenheit und geschlechtsspezifische Unterschiede sind die tragenden Begriffe der Untersuchung.

Wie unterscheidet sich die Suizidalität bei Jungen und Mädchen laut Sigrid Schröer?

Die Analyse legt nahe, dass weibliche Suizidalität eher internalisierend und ängstlich geprägt ist, während männliche Suizidalität häufiger externalisierend und durch Aggression gekennzeichnet ist.

Welche Rolle spielt die Familie im Kontext der Suizidalitätsgenese?

Das Familienklima und elterliche Erziehungsstile (wie Inkonsistenz oder Überbehütung) werden als zentrale Sozialisationsinstanzen identifiziert, die maßgeblich zur Ressourceneinengung beim Jugendlichen beitragen können.

Welche methodischen Kritikpunkte werden in der Diskussion angeführt?

Kritisiert werden unter anderem das Fehlen von Angaben zum sozioökonomischen Status der Probanden und die teils unklare Trennschärfe bei der Einteilung der Jugendlichen in verschiedene Suizidalitäts-Typen.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Suizidalität bei Jugendlichen
Subtitle
Methoden und Ergebnisse aktueller empirischer Forschung
College
University of Augsburg  (Philosophisch-sozialwissenschaftliche Fakultät)
Course
Methoden und Ergebnisse aktueller empirischer Forschung
Grade
2,0
Author
Florian Ellenrieder (Author)
Publication Year
2005
Pages
18
Catalog Number
V72489
ISBN (eBook)
9783638634618
ISBN (Book)
9783656205920
Language
German
Tags
Suizid Jugendlichen Methoden Ergebnisse Forschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Ellenrieder (Author), 2005, Suizidalität bei Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72489
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint