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Intelligenz - Lehr-/Lernvorgänge aus neurowissenschaftlicher, evolutionsbiologischer und genetischer Perspektive

Title: Intelligenz - Lehr-/Lernvorgänge aus neurowissenschaftlicher, evolutionsbiologischer und genetischer Perspektive

Term Paper , 2007 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Stefanie Leonhardi (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

In der heutigen modernen Gesellschaft gelten hauptsächlich die Mottos: ,,Höher, Schneller, Weiter" oder auch ,,jeder ist seines Glückes Schmied". Egal in welchen Lebenssituationen, ob im Berufsleben, im Sport oder auch im Familienleben, jeder will der Beste sein. Deswegen ist es nicht sehr verwunderlich, daß gerade die Begriffe Intelligenz und Begabung unsere moderne Gesellschaft entscheidend prägen. Dies wird noch weiter verdeutlicht, dass bei den meisten Auswahlverfahren für Bildungs- und Berufsentscheidungen Tests angewandt werden, die die Intelligenz und Begabung messen sollen.
In diesem ständigen Konkurrenzkampf und den ständigen Auswahlverfahren fällt auf, dass es Menschen gibt, denen ohne größere Anstrengungen alles zu gelingen scheint, Menschen, von denen man glaubt, daß sie den Erfolg mit in die Wiege gelegt bekommen haben. Dem gegenüber gibt es Menschen, die trotz größter Anstrengung nicht vorwärts kommen. Auch an Schulen zeigt es sich, dass es Schüler gibt, die ohne viel zu lernen die besten Noten haben, demgegenüber wiederum Schüler stehen, die trotz größter Lernanstrengung die Schule nur mit knapper Müh und Not bestehen.
Mit diesen Phänomenen beschäftigt sich auch die Wissenschaft. Dabei waren anfangs vor allem die Extremfälle von großer Bedeutung. Die Forscher interessierten zum einen die Hochbegabung und andererseits die Schwachbegabung. Dabei versuchen die Forscher zu klären, was überhaupt Intelligenz ist und mit welchen Mitteln man diese messen kann. Eine weitere Frage die sich die Intelligenzforschung stellt, ist die Frage woher die Intelligenz kommt und ob es nur eine Intelligenz gibt. Die Frage, ob die Intelligenz Anlage bedingt ist oder ob die Intelligenz durch die Umwelt gesteuert wird. (vgl. Rost, 1998)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist Intelligenz?

2.1 Definition des Begriffes Intelligenz

2.2 Kriterien für Intelligenz

2.3 Sieben Intelligenzen in ihrer Urform

3 Was ist der Intelligenzquotient und wie wird er ermittelt?

3.1 Definition des Begriffes Intelligenzquotient

3.2 Wie wird dieser Intelligenzquotient ermittelt?

3.3 Kritikpunkt an Intelligenztests

4 Die Anlage - Umwelt – Kontroverse

5 Der Einfluss der Anlage

6 Der Einfluss der Umwelt

7 Multiple Intelligenz in den Schulen

7.1 Evaluierung: Der Erste Reflex (von H. Gardner)

7.2 Gefahren von Evaluierung

8 Ein Rorschachtest

8.1 MI-Theorie als Werkzeug

8.2 Schritte zur Einrichtung einer MI-Umgebung

9 Die Wege zum Verstehen

9.1 Vielfache Intelligenz und die Bildungsziele

9.2 Verstehen heisst Anwenden

9.3 Arbeit mit Analogien

9.4 Vielseitige Erfassen des Themenkernes

10 Die Multiple Intelligenz ausserhalb der Schule (am Beispiel des Kindermuseums)

11 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das vielschichtige Konzept der Intelligenz, setzt sich kritisch mit deren Messbarkeit durch Intelligenztests auseinander und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen genetischer Anlage und Umwelteinflüssen, um letztlich pädagogische Ansätze zur Förderung multipler Intelligenzen aufzuzeigen.

  • Wissenschaftliche Definitionen von Intelligenz
  • Methodik und Kritik der Intelligenzquotienten-Ermittlung
  • Anlage-Umwelt-Kontroverse
  • Die Multiple-Intelligenz-Theorie nach Howard Gardner
  • Pädagogische Umsetzung und Förderung in Schulen und Kindermuseen

Auszug aus dem Buch

3.3 Kritikpunkt an Intelligenztests

Ein Hauptkritikpunkt an Intelligenztests ist, dass subjektive Bewertungsmaßstäbe angelegt werden. Das heißt, dass Intelligenztests gesellschaftsspezifisch beziehungsweise kulturspezifisch angelegt sind. Es werden die Normen bestimmter gesellschaftlicher Schichten, Nationen, Kulturen in den Tests involviert. Somit werden Personengruppen unbewusst und auch bewusst bevorzugt oder benachteiligt. Ein Beispiel, das Intelligenztests subjektive Bewertungsmaßstäbe anlegt sind die Untersuchungen des russischen Psychologen R. Luria, der Bauern in Usbekistan Fragen aus einem Intelligenztest stellte, die die Fähigkeit zum Generalisieren und Abstrahieren testen sollten.

Eine Frage war: ,,Was gehört nicht in die Aufzählung: Hammer, Säge, Baumstamm, Axt?" Luria hat als Antwort Baumstamm erwartet, weil dieses als einziges kein Werkzeug ist. Ein Bauer hingegen antwortete: ,,Ich glaube, daß alle diese Dinge wichtig sind, denn selbst wenn wir Werkzeuge haben, brauchen wir ja Holz, um die Werkzeuge zu benutzten und um etwas bauen zu können."

Diese Episode zeigt, dass der Intelligenztest nach den Vorstellungen der Intelligenzforscher konstruiert ist. Es wird somit hauptsächlich abstraktes Denken jenseits jedes praktischen Denkens und jenseits der Realität gefordert. Somit wird der subjektive Bewertungsmaßstab gelegt, dass abstraktes Wissen höher anzusehen ist als praktisches Wissen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Intelligenz in der Leistungsgesellschaft und führt in die zentralen Forschungsfragen der Arbeit ein.

2 Was ist Intelligenz?: Dieses Kapitel diskutiert verschiedene wissenschaftliche Definitionen und stellt die von Howard Gardner postulierten Kriterien und die sieben Urformen der Intelligenz vor.

3 Was ist der Intelligenzquotient und wie wird er ermittelt?: Hier werden die Definition und Berechnung des IQ erläutert sowie eine kritische Analyse der Testmethodik vorgenommen.

4 Die Anlage - Umwelt – Kontroverse: Das Kapitel führt in die wissenschaftliche Debatte ein, ob Intelligenz primär genetisch determiniert oder durch Umwelteinflüsse geformt wird.

5 Der Einfluss der Anlage: Es wird untersucht, wie die Genforschung zur Entwicklung psychischer Merkmale beiträgt und welcher Stellenwert der Heritabilität beigemessen wird.

6 Der Einfluss der Umwelt: Dieses Kapitel betrachtet direkte und indirekte Schätzungen für Umwelteinflüsse und führt Adoptionsstudien als Belegmaterial an.

7 Multiple Intelligenz in den Schulen: Es werden Methoden zur Evaluierung der verschiedenen Intelligenzformen vorgestellt und die Gefahren einer vorschnellen Klassifizierung diskutiert.

8 Ein Rorschachtest: Das Kapitel illustriert pädagogische Anwendungsbeispiele der Multiple-Intelligenz-Theorie in verschiedenen US-Schulmodellen.

9 Die Wege zum Verstehen: Es werden praktische Ansätze und didaktische Strategien beschrieben, wie Lehrkräfte Verständnis durch gezielte Förderung multipler Intelligenzen unterstützen können.

10 Die Multiple Intelligenz ausserhalb der Schule (am Beispiel des Kindermuseums): Das Kapitel analysiert, wie Kindermuseen durch spezifische Lernkonzepte die Entwicklung multipler Intelligenzen außerhalb des formalen Schulsystems fördern.

11 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit des ständigen Wechselspiels zwischen Anlage und Umwelt sowie die Bedeutung der Intelligenzforschung für die Pädagogik.

Schlüsselwörter

Intelligenz, Intelligenzquotient, Multiple Intelligenz, Howard Gardner, Anlage-Umwelt-Kontroverse, Heritabilität, Pädagogik, Begabung, Intelligenzforschung, Abstraktes Denken, Evaluation, Lerntheorie, Bildungsziele, Kindermuseum, Adaption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff der Intelligenz, ihrer Messbarkeit und dem Einfluss von genetischen Anlagen sowie Umwelteinflüssen auf ihre Entwicklung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Intelligenz, die methodische Kritik am IQ, die Bedeutung der Heritabilität, Gardners Theorie der multiplen Intelligenzen und deren praktische Anwendung in pädagogischen Kontexten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen und Debatten rund um die Intelligenz zu klären und zu beleuchten, wie diese Erkenntnisse für die pädagogische Arbeit nutzbar gemacht werden können.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zu Theorien, Korrelationsstudien (z. B. Zwillingsforschung) und pädagogischen Evaluationsmethoden zusammenzufassen.

Was ist das Hauptaugenmerk im Bereich der Schulbildung?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Umsetzung der Multiple-Intelligenz-Theorie, der Kritik an klassischer Evaluierung und konkreten Beispielen wie dem Einsatz von "Flow-Räumen" oder Lernzentren.

Durch welche Schlüsselbegriffe wird die Arbeit charakterisiert?

Wesentliche Begriffe sind Intelligenzquotient, Multiple Intelligenz nach Howard Gardner, Heritabilität, Anlage-Umwelt-Kontroverse und pädagogische Lernumgebungen.

Inwiefern spielt der Intelligenzquotient eine kritische Rolle?

Der IQ wird als gesellschafts- und kulturspezifisches Konstrukt kritisiert, das oft abstraktes Wissen gegenüber praktischem Können bevorzugt und somit Personengruppen unbewusst benachteiligen kann.

Welche Bedeutung haben Kindermuseen in diesem Kontext?

Kindermuseen dienen als Beispiel für Lernumgebungen, die auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten sind und "Lernen durch Begreifen" ermöglichen, ohne primär auf sprachliche oder logische Intelligenz zu setzen.

Wie definiert Howard Gardner Intelligenz?

Gardner versteht Intelligenz als biopsychologisches Potenzial zur Verarbeitung von Informationen, das in einem kulturellen Umfeld aktiviert wird, um Probleme zu lösen oder wertgeschätzte Güter zu schaffen.

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Details

Title
Intelligenz - Lehr-/Lernvorgänge aus neurowissenschaftlicher, evolutionsbiologischer und genetischer Perspektive
College
University of Flensburg
Course
Seminar: Biologische Grundlagen des Lernens
Grade
2,0
Author
Stefanie Leonhardi (Author)
Publication Year
2007
Pages
27
Catalog Number
V72500
ISBN (eBook)
9783638632577
ISBN (Book)
9783638654081
Language
German
Tags
Intelligenz Lehr-/Lernvorgänge Perspektive Seminar Biologische Grundlagen Lernens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Leonhardi (Author), 2007, Intelligenz - Lehr-/Lernvorgänge aus neurowissenschaftlicher, evolutionsbiologischer und genetischer Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72500
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