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Down-Syndrom und Zweitspracherwerb - Entwicklung von Förderansätzen

Title: Down-Syndrom und Zweitspracherwerb - Entwicklung von Förderansätzen

Examination Thesis , 2006 , 97 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Kamila Urbaniak (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit will Methoden des frühen Zweitspracherwerbs und ihre positiven Auswirkungen auf Kinder mit Down-Syndrom aufweisen, um daraus Förderansätze abzuleiten. Der Schwerpunkt liegt also nicht in den Stufen des Erst- oder Zweitspracherwerbs bei Kindern mit oder ohne Down-Syndrom.
Die umfangreiche Auseinandersetzung in der Fachliteratur belegt, dass die Thematik der Zweisprachigkeit bei Kindern ohne Down-Syndrom in der linguistischen Fachliteratur kontrovers diskutiert wird. Der frühe Zweitspracherwerb von Kindern mit Down-Syndrom wird jedoch in der sonderpädagogischen Literatur kaum thematisiert.

Das erste Ziel, das in der Arbeit verfolgt wird, ist es, eine Arbeitsdefinition von Zweisprachigkeit zu schaffen. Daher erfolgt ein systematischer Versuch einer einheitlichen Darstellung der in der Fachliteratur unsystematisch gebrauchten Begriffe um Zweisprachigkeit. Diese Vorgehensweise ist meines Erachtens unumgänglich und erfolgt daher sehr detailliert. Somit kann im Weiteren auf diese Begriffe auch im Hinblick auf das Down-Syndrom zurückgegriffen werden.
Der Theorieteil skizziert die Forschungslandschaft der Definitionen in der Zweisprachigkeitsdebatte. In dieser Debatte kristallisieren sich zwei Formen heraus: die sukzessive und die simultane Zweisprachigkeit.

Im Weiteren geht es darum, Forschungsansätze zur Zweisprachigkeit zu sammeln und zu sondieren. Die sukzessive und die simultane Form der Zweisprachigkeit nehmen in der Arbeit vorrangige Stellung ein und werden mit der sonderpädagogischen Thematik verknüpft. Zusammengefasst werden beide Formen bei Peter Graf (1987)1 unter dem Begriff des frühen Zweitspracherwerbs. Die vorliegende Arbeit beruht daher nicht nur auf dem generellen Begriff des Zweitspracherwerbs, sondern schließt die sukzessive und simultane Form der Zweisprachigkeit bei Kindern mit Down-Syndrom ein.

Das Thema des Down-Syndroms in Verbindung mit frühem Zweitspracherwerb wird im deutschsprachigen Raum kaum und im englischsprachigen wenig reflektiert. Daher wird es zum zentralen Anliegen dieser Arbeit. Dennoch wurde der Entschluss gefasst, gerade, weil das Thema wenig Reflektion in der Forschung erfährt, Zweisprachigkeit beim Down-Syndrom mit Hilfe der vorliegenden wenigen Studien und der Online-Elterninitiative „Hanen“ zum Gegenstand zu machen.

Die dritte Intention der Arbeit ist es, aus den Analyseergebnissen der Studien und Erfahrungen der Eltern, schulische Förderansätze zu entwickeln.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und methodisches Vorgehen

1.3 Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Das Down-Syndrom

2.1.1 Variationen des Down-Syndroms

2.2 Zweisprachigkeit / Bilingualismus

2.2.1 Definitionen zur Zweisprachigkeit

2.2.2 Fachwissenschaftliche Systematik der Definitionen

2.2.3 Konzeptualisierungen der Zweisprachigkeit

2.2.4 Arbeitsdefinition: Zweisprachigkeit

2.2.5 Semilingualismus

2.3 Zusammenfassung: früher Zweitspracherwerb und Kinder mit Down-Syndrom

3. Forschungslage zur Zweisprachigkeit bei Kindern mit Down-Syndrom

3.1 Studien von Kay-Raining Bird: positive Auswirkungen der Zweisprachigkeit

3.2 Erfahrungsberichte: Methoden der simultanen und sukzessiven Zweisprachigkeit

3.2.1 Methoden der simultanen Zweisprachigkeit

3.2.2 Beispiele der sukzessiven Zweisprachigkeit

3.3 Weitere Quellen

3.3.1 Sanda: gebärdensprachliche Kommunikation

3.3.2 Launonen: Konsequenzen der „Sprachmentalität“

3.3.3 Vallar und Papagnos: Mehrsprachigkeit

3.3.4 Woll und Groves: Sprachmodalität

3.3.5 Elterninitiative – „Hanen“ : gemischte Meinungen

3.4 Schlussfolgerungen

4. Förderansätze zum frühen Zweitspracherwerb für Kinder mit Down-Syndrom

4.1 Die Bedeutung der Sprache in der multilingualen Welt

4.2 Besonderheiten des Spracherwerbs beim Down-Syndrom

4.3 Förderansätze

4.3.1 Förderung der nicht-lautlichen Sprachmodalität

4.3.2 Sprachförderung durch frühes Lesenlernen

4.3.3 Förderung mit Felzers Multisensorischem Programm

5. Schlussbemerkung

Zielsetzung & Forschungsthemen

Diese Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Auswirkungen des frühen Zweitspracherwerbs bei Kindern mit Down-Syndrom, mit dem Ziel, Vorurteile abzubauen und praxistaugliche Förderansätze für den sonderpädagogischen Kontext abzuleiten.

  • Grundlagen der Zweisprachigkeit und ihre Relevanz für Kinder mit Down-Syndrom.
  • Analyse des aktuellen Forschungsstandes und empirischer Erfahrungsberichte.
  • Differenzierung zwischen simultanem und sukzessivem Spracherwerb.
  • Entwicklung von Förderkonzepten (z. B. Gebärden-unterstützte Kommunikation, Lesenlernen).
  • Die Rolle der emotionalen Bindung und Inklusion im mehrsprachigen Erwerbsprozess.

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung der Sprache in der multilingualen Welt

Sprache ist mehr als nur das Äußern von Worten. Sie ist ein komplexes System aus Sprachverständnis, kognitiver und sozialer Entwicklung und damit ein Hauptmerkmal des Menschen. Sie reicht von nonverbalen, mimisch-gestisch komplexen und wenig definierten Symbolen von Bedeutungen bzw. Sinngehalten bis hin zu abstrakten Formen schriftlicher Zeichensysteme und bietet uns damit die Möglichkeiten zur Abstraktion und zur Verallgemeinerung, zur Begriffsbildung und zum Systematisieren von Erfahrungen (Baun 1982: 20).

Durch Sprache lässt sich die Welt differenzierter erfassen und verstehen, durch Sprache lassen sich abstrakte Zusammenhänge ausdrücken, was ohne sie nicht möglich wäre. Je größer der Wortschatz eines Menschen, desto differenzierter kann er die Welt erfassen und über Zusammenhänge nachdenken, was die kognitive Entwicklung positiv beeinflusst (Wilken 2003: 94f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, Zielsetzung der Arbeit und Erläuterung des methodischen Vorgehens bei der Untersuchung von Zweisprachigkeit und Down-Syndrom.

2. Theoretische Grundlagen: Detaillierte Darstellung des Down-Syndroms sowie der verschiedenen Definitionen und Konzepte von Zweisprachigkeit, inklusive einer Arbeitsdefinition.

3. Forschungslage zur Zweisprachigkeit bei Kindern mit Down-Syndrom: Auswertung wissenschaftlicher Studien und praktischer Erfahrungsberichte zum Zweitspracherwerb in diesem Personenkreis.

4. Förderansätze zum frühen Zweitspracherwerb für Kinder mit Down-Syndrom: Vorstellung konkreter Fördermethoden, wie die gebärden-unterstützte Kommunikation und das frühe Lesenlernen, zur Unterstützung des Zweitspracherwerbs.

5. Schlussbemerkung: Zusammenfassende Empfehlungen für eine erfolgreiche zweisprachige Erziehung und Förderung von Kindern mit Down-Syndrom unter Berücksichtigung individueller Potenziale.

Schlüsselwörter

Down-Syndrom, Zweisprachigkeit, Bilingualismus, Zweitspracherwerb, Sprachförderung, Gebärden-unterstützte Kommunikation, GuK, Frühes Lesenlernen, Inklusion, Sprachentwicklung, Trisomie 21, Mehrsprachigkeit, Pädagogik, Sprachkompetenz, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung, ob und wie Kinder mit Down-Syndrom eine zweite Sprache erwerben können, und entwickelt daraus förderpädagogische Ansätze.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind die theoretischen Konzepte von Zweisprachigkeit, der aktuelle Forschungsstand zum Zweitspracherwerb bei Kindern mit Down-Syndrom und die praktische Anwendung von Fördermethoden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit will Vorurteile gegenüber einer zweisprachigen Erziehung bei Kindern mit Down-Syndrom ausräumen und aufzeigen, dass diese Kinder durch geeignete Methoden in einer multilingualen Welt partizipieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der systematischen Auswertung der Fachliteratur, wissenschaftlicher Studien sowie gesammelter Erfahrungsberichte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Zweisprachigkeit, die Analyse des Forschungsstands und die Entwicklung konkreter Förderansätze (Gebärden, Lesenlernen).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Down-Syndrom, Bilingualismus, Zweitspracherwerb, Sprachförderung und Gebärden-unterstützte Kommunikation charakterisiert.

Warum wird im Kontext des Down-Syndroms besonders auf Gebärden eingegangen?

Da Kinder mit Down-Syndrom oft eine stärkere visuelle Auffassungsgabe haben, dienen Gebärden als visuelle Brücke zur Lautsprache und erleichtern den Zugang zu einer zweiten Sprache.

Welche Rolle spielt das „frühe Lesenlernen“ in dieser Arbeit?

Das frühe Lesenlernen wird als multisensorische Methode vorgestellt, um den Sprachaufbau zu visualisieren und auditive Defizite bei Kindern mit Down-Syndrom auszugleichen.

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Details

Title
Down-Syndrom und Zweitspracherwerb - Entwicklung von Förderansätzen
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Rehabilitationswissenschaften)
Grade
1,3
Author
Kamila Urbaniak (Author)
Publication Year
2006
Pages
97
Catalog Number
V72526
ISBN (eBook)
9783638627542
Language
German
Tags
Down-Syndrom Zweitspracherwerb Entwicklung Förderansätzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kamila Urbaniak (Author), 2006, Down-Syndrom und Zweitspracherwerb - Entwicklung von Förderansätzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72526
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