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Über: 'Strukturalismus / Poststrukturalismus' von Matthias Junge - Rezension

Title: Über: 'Strukturalismus / Poststrukturalismus' von Matthias Junge - Rezension

Literature Review , 2005 , 6 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Janet Haertle (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Bei dem noch unveröffentlichten Text von Matthias Junge „Strukturalismus / Poststrukturalismus“ geht es um Theorien aus der Soziologie. Wie der Titel schon erahnen lässt, handelt es sich hierbei um die Theorien des Strukturalismus und des Poststrukturalismus. Allerdings soll dieser Text im nächsten Jahr in einem Buch zu den soziologischen Theorien veröffentlicht werden. Ergänzend soll ein Text von Dirk Villányi zu dem Thema Systemtheorie erscheinen. Insbesondere sollen Studienanfänger Kenntnisse zu den Theorien durch diesen Text vermittelt bekommen.

In dieser Arbeit wird auf sechs Seiten eine Rezension von Matthias Junges Buch „Strukturalismus / Poststrukturalismus“ vorgenommen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sprachwissenschaftlicher Strukturalismus (Ferdinand Saussure)

3. Soziologischer Strukturalismus (Claude Lévi-Strauss)

3.1 Verwandtschaftsstrukturen und das Inzest-Verbot

3.2 Das kulinarische Dreieck

4. Poststrukturalismus und Postmoderne

4.1 Michel Foucault

4.2 Jacques Derrida

4.3 Die Postmoderne und die Soziologie der Postmoderne

5. Integration von Strukturalismus und Subjektivismus (Pierre Bourdieu)

5.1 Das Habitus-Konzept

5.2 Das Feld und die Kapitalsorten

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit rezensiert den Text von Matthias Junge und dient als Einführung in zentrale soziologische Theorien, mit dem Ziel, Studienanfängern das Verständnis für komplexe Theoriegebäude zu erleichtern.

  • Grundlagen des sprachwissenschaftlichen Strukturalismus nach Saussure
  • Soziologischer Strukturalismus bei Lévi-Strauss
  • Weiterführung und Kritik durch Poststrukturalismus (Foucault, Derrida)
  • Philosophie und Soziologie der Postmoderne
  • Synthese von Struktur und Subjekt bei Pierre Bourdieu

Auszug aus dem Buch

Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft

Im zweiten Teil des Textes, der vom soziologischen Strukturalismus handelt, konzentriert sich Matthias Junge auf Claude Lévi-Strauss. Sein Werk „Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft“ ist dabei von sehr großer Bedeutung. In diesem Werk analysiert Lévi-Strauss jedoch ohne Verwendung des Funktionsbegriffes. „Er ging dabei von der Annahme aus, dass Verwandtschaftssysteme trotz ihrer individuellen Unterschiedlichkeit einer gleichförmigen Gesetzmäßigkeit unterliegen.“ (s. S. 7). Das Inzest-Verbot spielt hierbei eine große Rolle, denn es beschreibt den Überschritt von der Natur zur Kultur. Durch das Inzest-Verbot wird eine Frauentauschregel eingeführt, denn Frauen werden als ein Zeichen behandelt. Des Weiteren werden durch dieses Verbot die sexuellen und sozialen Beziehungen zwischen Verwandten geregelt und kategorisch ausgeschlossen. Auch heute sind sexuelle Beziehungen zwischen nahen Verwandten, wie zum Beispiel unter Geschwistern, verboten, denn Inzest kann schwere Folgen haben. Durch das Verbot von Inzest wird die genetische Vielfalt gesichert. Soziologisch gesehen regelt das Inzest-Verbot, dass Frauen nicht im eigenen verwandtschaftlichen Umfeld heiraten dürfen, sondern dadurch werden Frauen an ein neues Verwandtschaftssystem gebunden. Es kommt somit zu Austauschbeziehungen zwischen verschiedenen Systemen der Verwandtschaft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Strukturbegriffs in der Soziologie ein und erläutert die thematische Ausrichtung des rezensierten Textes.

2. Sprachwissenschaftlicher Strukturalismus (Ferdinand Saussure): Dieses Kapitel widmet sich den drei zentralen Annahmen Saussures zur Struktur sprachlicher Zeichen und der Trennung von Sprache und Sprechen.

3. Soziologischer Strukturalismus (Claude Lévi-Strauss): Der Fokus liegt auf der Analyse von Verwandtschaftssystemen, insbesondere der Bedeutung des Inzest-Verbots als Übergang von Natur zu Kultur.

4. Poststrukturalismus und Postmoderne: Hier wird die kritische Weiterentwicklung strukturalistischer Ansätze durch Foucault und Derrida sowie die Bedeutung der Postmoderne erörtert.

5. Integration von Strukturalismus und Subjektivismus (Pierre Bourdieu): Abschließend wird Bourdieus Versuch beschrieben, durch Konzepte wie Habitus, Feld und Kapitalsorten eine Synthese aus Struktur und Handlung zu schaffen.

Schlüsselwörter

Strukturalismus, Poststrukturalismus, Soziologie, Ferdinand Saussure, Claude Lévi-Strauss, Inzest-Verbot, Michel Foucault, Jacques Derrida, Postmoderne, Pierre Bourdieu, Habitus, Feld, Kapitalsorten, Subjektivismus, Sozialstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit rezensiert ein Grundlagenwerk über die soziologischen Theorien des Strukturalismus, Poststrukturalismus und die Integration von Theorieansätzen bei Pierre Bourdieu.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen den linguistischen Strukturalismus, die soziologische Verwandtschaftsanalyse, machtkritische Ansätze der Postmoderne und die Theorie der Praxis.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Studienanfängern einen verständlichen Überblick über komplexe soziologische Theorien zu geben, die oft als schwer zugänglich empfunden werden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der rezensierte Text?

Der Autor nutzt die Methode der Theorievorstellung durch die Analyse bahnbrechender Primärwerke, ergänzt durch anschauliche Alltagsbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Saussure, Lévi-Strauss, Foucault, Derrida und Bourdieu sowie deren jeweilige Kernkonzepte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Strukturalismus, Habitus, Kapitalsorten, Inzest-Verbot und poststrukturalistisches Denken charakterisieren.

Wie unterscheidet sich der Strukturbegriff nach Derrida von anderen Ansätzen?

Derrida lehnt ein unveränderliches Zentrum der Struktur ab und begreift Struktur stattdessen als einen dynamischen Prozess und ein Prinzip.

Was versteht man unter dem Begriff des kulturellen Kapitals bei Bourdieu?

Kulturelles Kapital umfasst den geistigen Besitz eines Menschen, unterteilt in objektivierte, inkorporierte und institutionalisierte Formen wie Bildung oder Titel.

Warum spielt das Inzest-Verbot eine soziologische Rolle?

Es fungiert als Mechanismus für den Übergang von Natur zu Kultur, indem es den Austausch zwischen verschiedenen Verwandtschaftssystemen erzwingt.

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Details

Title
Über: 'Strukturalismus / Poststrukturalismus' von Matthias Junge - Rezension
College
University of Rostock  (Institut für Soziologie und Demographie)
Course
Einführung in die Soziologie II
Grade
1,3
Author
Janet Haertle (Author)
Publication Year
2005
Pages
6
Catalog Number
V72531
ISBN (eBook)
9783638623759
Language
German
Tags
Strukturalismus Poststrukturalismus Matthias Junge Rezension Einführung Soziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janet Haertle (Author), 2005, Über: 'Strukturalismus / Poststrukturalismus' von Matthias Junge - Rezension, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72531
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