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Lerntheorien und die konkrete Gestaltung von Lernprozessen

Eine Auseinandersetzung mit ausgewählen lerntheoretischen Ansätzen und den Perspektiven für attraktive Formen schulischen Lernens

Title: Lerntheorien und die konkrete Gestaltung von Lernprozessen

Examination Thesis , 2006 , 74 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anja Weber (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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In dieser Arbeit werden die lerntheoretischen Ansätze des Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus sowie deren Einflüsse auf die Gestaltung von Lernprozessen dargestellt und kritisch erörtert.
Zudem werden gehirnbiologische und motivationale Erkenntnisse zum Lernen aufgezeigt und deren Chancen zur Verbesserung von Lernprozessen im Kontext von Schule und Unterricht aufgezeigt.

Im Rahmen einer kritischen Betrachtung von behavioristischen, kognitivistischen und konstruktivistischen Ansätzen soll unter anderem auch die Frage geklärt werden, welche Rolle die Bedingungen des menschlichen Lernens bei der Erklärung von Lernprozessen spielen. Zudem soll aufgezeigt werden, welches Verständnis von Lernen den jeweiligen Modellen zugrunde liegt.

Die Erkenntnisse der lerntheoretischen Forschung blieben auch für die didaktische Gestaltung von Lernprozessen nicht ohne Folgen. Mit der Annahme, die jeweilige Theorie würde eine allgemeingültige Erklärung für „Lernen“ geben, verband sich auch die Hoffnung eine optimale Lehrform gefunden zu haben. Somit wurden vor dem Hintergrund der jeweiligen Lerntheorien unterschiedliche Forderungen für die Konzeption von Unterricht erhoben oder bereits bestehende Instruktionsmodelle vor dem Hintergrund einer bestimmten Lerntheorie interpretiert. In dieser Arbeit werden die aus den Lerntheorien abgeleiteten Instruktionsmodelle dargestellt und sowohl theoretische als auch praktische Probleme bei der Umsetzung aufgezeigt.

In Hinblick auf das Lernen und Lehren in schulischen Einrichtungen stellt sich die Frage, ob theoretische Modelle zur Erklärung von Lernen Möglichkeiten aufzeigen können, Lernen auch in der Praxis attraktiver zu gestalten. Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung der aus der lerntheoretischen Forschung gewonnenen Erkenntnisse für die Gestaltung von Lernprozessen im pädagogischen Handlungsfeld Schule zu analysieren.

So wird im abschließenden Teil der Arbeit erörtert, ob und in welchem Maße lerntheoretische Erkenntnisse bei der Gestaltung von Lernprozessen im Kontext von Schule und Unterricht von Nutzen sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Lernen – Eine begriffliche Klärung

2. Faktoren die das menschliche Lernen beeinflussen

2.1 Hirnbiologische Aspekte von Lernen und Gedächtnis

2.1.1 Neurobiologische Grundlagen

2.1.2 Gedächtnismodelle

2.2. Motivationale Faktoren des Lernens

2.2.1 Intrinsische und extrinsische Motivation

2.2.2 Modelle der Motivationspsychologie

3. Theoretische Ansätze zur Erklärung von Lernprozessen

3.1 Behaviorismus – Lernen als Veränderung von Verhaltensweisen

3.1.1 Behavioristische Sichtweise des Lernens

3.1.2 Bewertung des behavioristischen Lernmodells

3.2 Kognitivismus - Lernen als Informationsverarbeitung

3.2.1 Kognitivistische Sichtweise des Lernens

3.2.2 Bewertung des kognitivistischen Lernmodells

3.3 Konstruktivismus – Lernen als selbstgesteuerter Prozess

3.3.1 Konstruktivistische Sichtweise des Lernens

3.3.2 Bewertung des konstruktivistischen Lernmodells

4. Einflüsse theoretischer Lernforschung auf die Gestaltung von Lernprozessen

4.1 Behavioristische Einflüsse

4.2 Kognitivistische Einflüsse

4.3 Konstruktivistische Einflüsse

5. Verarbeitung lerntheoretischer Erkenntnisse im Kontext von Schule und Unterricht

5.1 Nutzen lernpsychologischer Erkenntnisse für die Gestaltung von Unterricht

5.2 Praxisorientierte Lernforschung

Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Bedeutung lerntheoretischer Erkenntnisse für die Gestaltung von Lernprozessen im schulischen Kontext. Ziel ist es, die wissenschaftlichen Modelle zur Erklärung von Lernen auf ihre praktische Anwendbarkeit und den Nutzen für die Unterrichtsgestaltung hin zu untersuchen.

  • Lerntheoretische Grundlagen (Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus)
  • Neurobiologische und motivationale Einflüsse auf das Lernen
  • Instruktionsmodelle und deren Auswirkungen auf die Unterrichtspraxis
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit theoretischer Konzepte in der Schule
  • Perspektiven für eine praxisorientierte Lernforschung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Behavioristische Sichtweise des Lernens

In behavioristischen Lerntheorien wird Lernen als beobachtbare Verhaltensänderung aufgefasst. Phänomene wie menschliches Bewusstsein oder Wahrnehmung spielen bei diesen Theorien keine Rolle. Das Gehirn wird als so genannte „black box“ aufgefasst, die auf einen bestimmten Input deterministisch reagiert. Demnach wird das Gehirn als ein passiver Behälter verstanden, der mit Inhalten gefüllt werden muss. Behavioristen vertreten die Überzeugung, dass jedes Verhalten durch Umwelteinflüsse zu steuern und zu verändern ist.

Die dem Behaviorismus zugrunde liegende Position ist dem Objektivismus zuzuordnen. Nach objektivistischer Sichtweise wird davon ausgegangen, dass Wissen unabhängig vom Lernenden existiert und exakt mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Das Wissen über bestimmte Eigenschaften und Merkmale von Umweltobjekten ist demnach objektiv und für jeden gleich vorhanden. Unterschiedliche Sichtweisen und Meinungen beruhen also auf einer fehlerhaften Wahrnehmung der externen Welt. Lernen besteht nach objektivistischer Auffassung in der „[…] Übermittlung äußerlich existierenden Wissens an ein lernfähiges Individuum.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Lernen – Eine begriffliche Klärung: Es erfolgt eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit verschiedenen Definitionen des Begriffs Lernen, um eine fundierte Basis für die Arbeit zu schaffen.

2. Faktoren die das menschliche Lernen beeinflussen: Dieses Kapitel erläutert die neurobiologischen Grundlagen und motivationalen Aspekte, die den Lernprozess maßgeblich beeinflussen.

3. Theoretische Ansätze zur Erklärung von Lernprozessen: Hier werden der Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus als zentrale Theoriesysteme detailliert dargestellt und kritisch hinterfragt.

4. Einflüsse theoretischer Lernforschung auf die Gestaltung von Lernprozessen: Das Kapitel analysiert, wie die verschiedenen Lerntheorien in konkrete Instruktionsmodelle für den Unterricht übersetzt wurden.

5. Verarbeitung lerntheoretischer Erkenntnisse im Kontext von Schule und Unterricht: Es wird erörtert, welchen tatsächlichen Nutzen Pädagogen aus der Forschung ziehen können und wie praxisorientierte Projekte die Kluft zwischen Theorie und Schullalltag überbrücken können.

Schlüsselwörter

Lernen, Lerntheorien, Behaviorismus, Kognitivismus, Konstruktivismus, Gedächtnis, Motivation, Instruktionsmodelle, Unterrichtsgestaltung, Neurobiologie, Wissensvermittlung, Selbstgesteuertes Lernen, Schulpädagogik, Praxisorientierte Forschung, Lernprozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Examensarbeit befasst sich mit der Auseinandersetzung ausgewählter lerntheoretischer Ansätze und deren Anwendungsmöglichkeiten für attraktive Formen des schulischen Lernens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die drei großen Theoriesysteme Behaviorismus, Kognitivismus und Konstruktivismus sowie die zugrunde liegenden neurobiologischen und motivationalen Bedingungen des menschlichen Lernens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Analyse, inwieweit lerntheoretische Erkenntnisse dazu beitragen können, Lernprozesse im pädagogischen Handlungsfeld Schule in der Praxis attraktiver und effektiver zu gestalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Analyse der verschiedenen Lerntheorien, ihrer Anwendungsmodelle sowie der aktuellen pädagogischen und psychologischen Forschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die beeinflussenden Faktoren (Gehirn, Motivation) beleuchtet, anschließend die drei Lerntheorien theoretisch dargestellt und bewertet und schließlich deren direkte Auswirkung auf die unterrichtliche Gestaltung untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Lernen, Lerntheorien, Instruktionsmodelle, Unterrichtsgestaltung, Motivation sowie die spezifischen Begriffe der drei Theoriesysteme.

Was unterscheidet den Behaviorismus von den anderen Theorien?

Der Behaviorismus betrachtet das Gehirn als „Black Box“ und fokussiert sich rein auf beobachtbares Verhalten durch Reiz-Reaktions-Mechanismen, während Kognitivismus und Konstruktivismus interne Prozesse und aktive Konstruktion betonen.

Welchen Nutzen hat die praxisorientierte Lernforschung?

Sie dient als Brücke, um wissenschaftliche Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften direkt in konkrete Schulsituationen zu überführen, um die Kluft zwischen theoretischer Forschung und Unterrichtspraxis zu verkleinern.

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Details

Title
Lerntheorien und die konkrete Gestaltung von Lernprozessen
Subtitle
Eine Auseinandersetzung mit ausgewählen lerntheoretischen Ansätzen und den Perspektiven für attraktive Formen schulischen Lernens
College
University of Münster
Grade
2,0
Author
Anja Weber (Author)
Publication Year
2006
Pages
74
Catalog Number
V72532
ISBN (eBook)
9783638627559
ISBN (Book)
9783638675406
Language
German
Tags
Lerntheorien Gestaltung Lernprozessen Eine Auseinandersetzung Ansätzen Perspektiven Formen Lernens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Weber (Author), 2006, Lerntheorien und die konkrete Gestaltung von Lernprozessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72532
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