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Voraussetzungen für den Bläserunterricht am Beispiel der Klarinette

Eine Betrachtung unter den Aspekten der Musikpädagogik, Psychologie, Physiologie und des Instrumentenbaus

Title: Voraussetzungen für den Bläserunterricht am Beispiel der Klarinette

Bachelor Thesis , 2004 , 81 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: Peter Ninaus (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die Klarinette, aber auch andere Holzblasinstrumente und auch die Blechblasinstrumente fordern den Körper und den Geist eines Musikers heraus.
Das Instrumentalspiel reduziert sich nicht nur auf den Kontakt mit dem Instrument. Das Spiel eines Blasinstrumentes sieht aus, als hätte der Musiker nur dafür zu sorgen, genug "Luft" in das Instrument zu befördern und dass die Finger eine möglichst schnelle Bewegung am Instrument vornehmen. Diejenigen, die ein Blasinstrument schon einmal spielen probiert haben, entdecken, dass das Reinblasen aus Ansatz und Atmung besteht. Nur die Beschäftigung mit einem Instrument lässt erkennen, dass ein Ganz-Körper-Einsatz zum Musizieren notwendig ist. Musizieren ist ein Training des Körpers und des Verstandes. Ausdauer, Krafteinteilung, optimierte Atmung, Körperhaltung und Mentale Stärke beeinflussen die Entwicklung. Die Musikpädagogik muss die Schwächen der Schüler erkennen und diesen entgegenwirken. Der Instrumentenbau muss auf die Erkenntnisse der Musikpädagogik Weiterentwicklungen anstreben. Physiologische und psychische Probleme sollen in Unterricht erkannt und mit Hilfe eines Spezialisten ausgelichen werden. Talentierte Schüler haben oft kaum Probleme. Aber genau diese Natur-Talente haben das Problem, dass sie nicht lernen brauchen ihren Körper zu optimieren. Dieses Problem führt dazu, dass gegen kleine Mängel oder Schäden nicht vorgebeugt oder gearbeitet wird. Diese führen zu Krankheiten und Krankheiten führen zum Scheitern.
Die Entwicklungen in der Klarinettenpädagogik lassen erkennen, dass es möglich ist im Vorschulalter Klarinette zu lernen. Dies wird ermöglicht durch den Instrumentenbau und deren Entwicklungen auf dem Sektor Kinder gerecht gebaute Instrumente, sowie durch flexible Lehrmethoden der Instrumentalpädagogen. Forschungen in dieser Richtungen sind wichtig und zukunftsorientiert notwendig.
Musiklehrer sollten ständig über Neuerungen informiert sein und mit Fachleuten in den Bereichen der Medizin, Psychologie und des Instrumentenbaus Kontakt halten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Voraussetzungen

1.1 Körperliche Voraussetzungen

1.1.1 Entwicklung des Körpers

1.1.1.1 Haltung

1.1.1.2 Haltung im Stehen

1.1.1.3 Stärkung der Ausdauer

1.1.1.4 Drei Normen der aufrechten Haltung:

1.1.1.5 Mund- und Kieferbau

1.1.1.6 Entwicklungsstand der Hände und Finger

1.1.1.7 Lotgerechte Haltung

1.1.1.8 Das Problem der Atmung

1.1.2 Kindgerechte Instrumente

1.1.2.1 Der Begriff

1.2 Psychische Voraussetzungen

1.2.1 Lernreife

1.2.2 Musikalität

1.2.2.1 Psychologische Erkenntnisse und Perspektiven

1.2.2.2 Entwicklungsverläufe von Instrumentalisten

1.2.2.3 Staccato

1.2.2.4 Sinnvolles Üben: Physiologische und psychologische Grundlagen

1.2.2.5 Musikalische Fähigkeiten – Entwicklungsstadien im Vergleich

1.2.2.5.1 Kinder vor dem Vorschulalter

1.2.2.5.2 Kinder im Vorschulalter

1.2.2.5.3 Kinder im Grundschulalter

1.2.2.5.4 Jugendliche

1.2.2.5.5 Erwachsene

1.2.2.2 Musikalische Hochbegabung: Erkenntnisse und Anhaltspunkte

1.2.2.2.1 allgemeine Ebene

1.2.2.2.2 schnelle Auffassungsgabe und schnelle Lernfortschritte bei spezifischen Grundfertigkeiten

1.2.2.2.3 Kleinkindalter

1.2.2.2.4 später

1.2.2.3 Tipps für den Unterricht: Überprüfung der Musikalität

1.2.2.4 Allgemeine altersbedingte Besonderheiten der Persönlichkeitsentwicklung

1.2.2.4.1 Vorschulalter (6. bis 7. Lebensjahr)

1.2.2.4.2 Tipps zum Unterricht

1.2.2.4.3 Besondere Empfehlungen für den Instrumentalunterricht mit Kindern im Vorschulalter

1.2.2.4.4 2. Grundschulalter (7. bis 10. Lebensjahr)

1.2.2.4.5 Tipps zum Unterricht

1.2.3 Die Prävention möglicher „Spielunarten" oder „Spielschäden"

1.3 Leseverständnis

2. Kindgerechter Unterricht

2.1 Der Gebrauch von Noten

2.2 Spiele

2.3 Zeichengebung

2.4 Kretivitätsförderung

2.4.1 Malen und Zeichen

2.4.2 Improvisation

2.4.3 Hörspiele – Gehörschulung

2.4.4 Bewegung

2.4.4.1 Positive Gefühle als Lernhilfe

3. Kindgerecht gebaute Instrumente

3.1 B-, C- und Es-Klarinetten

3.2 Sopranklarinette, Schalmei, G-Klarinetten

3.3 Das Blatt

3.4 Das Mundstück

3.4.1 Die Blattzwinge

3.5 Die Daumenstütze

3.5.1 Allgemeine Aspekte

3.5.2 Die medizinische Betrachtungsweise

3.5.2.1 Neurophysiologische Aspekte

3.5.2.2 Der Greifvorgang – Haltung der Klarinette

3.5.2.3 Das Modell des Greifvorgangs ist für das Instrumentalspiel von großer Bedeutung.

3.6 Der Halsgurt, der Tragegurt

Holzblasinstrumente - Hosenträgergurtsystem

3.6.1 Bemerkungen zur Materialausstattung

3.7 Das Material der Klarinette

3.8 Die Anzahl der Klappen

3.9 Anwendungen beim Saxophon

3.10 Anregungen für den Instrumentenbau

3.11 Umstieg auf Erwachsenen-Instrumente

4. Indikatoren

4.1 Ist das gewählte Instrument für den Schüler passend?

Beratung bei der Wahl des geeigneten Instruments

4.1.1 Wann erkennt man ob die Wahl des Instrumentes

richtig war?

4.1.2 Gibt es Instrumente, die sich zumindest

vorübergehend besser eignen?

4.2 Kontrolle

4.2.1 Körperhaltung

4.2.2 Atmung und Ansatz

4.3 Ist das Kind mit dem Instrument überfordert?

4.4 Hat das Kind körperliche Schwierigkeiten?

4.5 Einfluss des sozialen Umfeldes

5. Schluss

6. Weiterbearbeitung des Themas

7. Literatur- und Bildnachweis

8. Anhang (Bilder)

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den notwendigen Voraussetzungen für den erfolgreichen Bläserunterricht am Beispiel der Klarinette, wobei die Aspekte Musikpädagogik, Psychologie, Physiologie und Instrumentenbau ganzheitlich betrachtet werden, um den optimalen Einstieg für Kinder zu ermöglichen.

  • Analyse körperlicher und psychischer Voraussetzungen bei Kindern
  • Pädagogische Empfehlungen für den Unterricht in verschiedenen Altersstufen
  • Bedeutung der Prävention von Spielschäden durch ergonomische Haltung
  • Evaluierung von kindgerecht gebauten Instrumenten und deren Anforderungen

Auszug aus dem Buch

1. Voraussetzungen

Das Instrumentalspiel reduziert sich nicht nur auf den Kontakt mit dem Instrument. Für den Nicht-Musiker sieht das Spiel eines Blasinstrumentes aus, als hätte der Musiker nur dafür zu sorgen, dass er genug „Luft“ in das Instrument befördert und dass die Finger eine möglichst schnelle Bewegung am Instrument vornehmen. Diejenigen, die ein Blasinstrument schon einmal spielen probiert haben, entdecken, dass das Reinblasen aus Ansatz und Atmung besteht. Nur die Beschäftigung mit einem Instrument lässt erkennen, dass ein Ganz-Körper-Einsatz zum Musizieren notwendig ist. Musizieren ist vergleichbar mit Hochleistungssport. Ausdauer, Krafteinteilung, optimierte Atmung, Körperhaltung und Mentale Stärke beeinflussen die Entwicklung zum Musiker.

Ohne pädagogisches Zutun kommen aber nur die so genannten „Natur-Talente“ weiter in Richtung Profi-Musiker. Natur-Talente haben das Problem, dass sie nicht lernen brauchen ihren Körper zu optimieren. Dieses Problem führt dazu, dass gegen kleine Mängel oder Schäden nicht vorgebeugt oder gearbeitet wird. Diese führen zu Krankheiten und Krankheiten führen zum Scheitern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Voraussetzungen: Dieses Kapitel erläutert die physischen und psychischen Grundlagen des Instrumentalspiels und betont die Notwendigkeit einer physiologischen Haltung zur Vermeidung von Schäden.

2. Kindgerechter Unterricht: Hier werden methodische Ansätze beschrieben, wie der Unterricht durch spielerische Elemente und eine altersgerechte Herangehensweise an Noten und Kreativität gestaltet werden kann.

3. Kindgerecht gebaute Instrumente: Der Abschnitt untersucht spezifische Instrumentenmodelle für Kinder, analysiert Anforderungen an Material und Bauweise und diskutiert die Sinnhaftigkeit eines frühen Umstiegs auf Erwachseneninstrumente.

4. Indikatoren: Dieses Kapitel liefert praktische Merkmale zur Beurteilung, ob ein Instrument zum Entwicklungsstand eines Kindes passt und wie der Lehrer körperliche oder psychische Überforderungen erkennen kann.

Schlüsselwörter

Klarinettenunterricht, Musikerziehung, Kindgerechte Instrumente, Physiologie, Musikpädagogik, Körperhaltung, Atmung, Ansatz, Spielschäden, Ergonomie, Lernreife, Musikalität, Instrumentenbau, Psychologie, Feinmotorik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Voraussetzungen für einen erfolgreichen und gesunden Bläserunterricht, speziell am Beispiel der Klarinette für Kinder.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft musikpädagogische Ansätze mit psychologischen Erkenntnissen, physiologischen Aspekten der Körperhaltung sowie Anforderungen an den Instrumentenbau.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein kindgerechter Unterricht gestaltet werden kann, der langfristig die Freude am Musizieren fördert und körperliche Überlastungen verhindert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf interdisziplinäre Erkenntnisse aus der Musikpsychologie, Physiologie und Pädagogik sowie eigene Erfahrungen als Instrumentallehrer.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Voraussetzungen, kindgerechte Unterrichtsmethoden, die Analyse spezieller Instrumente für Kinder und die Identifikation von Indikatoren zur passenden Instrumentenwahl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Klarinettenunterricht, kindgerechte Instrumente, Ergonomie, Körperhaltung, Prävention von Spielschäden und musikalische Entwicklung.

Warum wird so viel Wert auf "kindgerechte Instrumente" gelegt?

Weil Standardinstrumente oft nicht an die physischen Gegebenheiten kleiner Kinder (Handgröße, Lungenkapazität) angepasst sind, was zu Haltungsschäden oder mangelnder Motivation führen kann.

Was ist das "Schaukel-Schwung-Prinzip"?

Es handelt sich um eine präventiv wirksame Bewegungsform, bei der rhythmische Pendelbewegungen unter Ausnutzung der Schwerkraft dazu dienen, die Motorik zu ordnen und die Stabilität zu fördern.

Gibt es eine Empfehlung zum Alter für den Unterrichtsbeginn?

Die Arbeit empfiehlt, den Beginn des Instrumentalunterrichts nicht mit dem Schulanfang zusammenzulegen, sondern etwa ein halbes Jahr davor oder danach, um Überforderungen des Kindes zu vermeiden.

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Details

Title
Voraussetzungen für den Bläserunterricht am Beispiel der Klarinette
Subtitle
Eine Betrachtung unter den Aspekten der Musikpädagogik, Psychologie, Physiologie und des Instrumentenbaus
College
University of Graz  (Musikpädagogik)
Course
Didaktik der Klarinette
Grade
Sehr Gut
Author
Peter Ninaus (Author)
Publication Year
2004
Pages
81
Catalog Number
V72559
ISBN (eBook)
9783638627627
ISBN (Book)
9783638675451
Language
German
Tags
Voraussetzungen Bläserunterricht Beispiel Klarinette Eine Betrachtung Aspekten Musikpädagogik Psychologie Physiologie Instrumentenbaus Didaktik Klarinette
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Ninaus (Author), 2004, Voraussetzungen für den Bläserunterricht am Beispiel der Klarinette, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72559
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