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Erhebung von Verlaufsspuren -- Kontinuierliche Fernsehzuschauerforschung und Einschaltquoten

Titel: Erhebung von Verlaufsspuren -- Kontinuierliche Fernsehzuschauerforschung und Einschaltquoten

Hausarbeit , 2000 , 12 Seiten , Note: 1

Autor:in: Iris Baumgärtel (Autor:in)

Soziologie - Methodologie und Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Fernsehen ist heutzutage zweifelsohne eines der wichtigsten Unterhaltungs- und Informationsmedien. Mit der Einführung des Dualen Rundfunksystems mitte der 1980-er Jahre veränderte sich das Fernsehverhalten dahingehend, daß sich der Zuschauer nun aus einer viel größeren Auswahl an Sendern und Sendungen verschiedener Genres sein persönliches Programm den individuellen Interessen entsprechend zusammenstellen kann. Das Fernsehen wandelte sich jedoch tendenziell vom Informations- zum Unterhaltungs- und Werbemedium. Durch den zunehmenden Wettbewerb und die Konkurrenz innerhalb der Fernsehlandschaft ist das Interesse der Sender, ihr Programm möglichst effektiv und gewinnmaximierend zu gestalten, natürlich heute aktueller denn je. Die Fernsehforschung dient nun dazu, die Vielfalt der Anbieter überschaubar und miteinander vergleichbar zu machen.

Die Ursprünge der Fernsehforschung liegen schon in den Anfängen des Fernsehens selbst. Bis 1974 war in Deutschland die gängige Erhebungsebene die sogenannte „Einschaltquote“. Dieser Begriff ist zwar auch heute noch geläufig, doch wird er den modernen, viel komplexeren Erhebungsformen nicht mehr gerecht. Die Einschaltquote erfasste nämlich nur die relative Gerätenutzung, d.h. den Prozentanteil der Haushalte mit eingeschaltetem Fernsehgerät.
Ab 1975 begann man mit der personenbezogenen Messung, dem „personal meter“ mittels teleskopie-System, welches im Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender (ARD, ZDF) unter anderem vom Institut für Demoskopie in Allensbach entwickelt wurde. Durch dieses System konnte nun die Sehbeteiligung* im Zeitverlauf dargestellt werden, wodurch auch der Werbung neue Möglichkeiten der Effizienzsteigerung eröffnet wurden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

I. Warum kontinuierliche Fernsehzuschauerforschung?

II. Durchführung der Erhebung

1. Die Beteiligten

2. Aufbau und Steuerung des Panels

3. Die Messung

4. Datenverarbeitung und Auswertung

Abschlußbemerkung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert die Mechanismen und die praktische Durchführung der kontinuierlichen Fernsehzuschauerforschung in Deutschland. Das Hauptziel besteht darin, die wissenschaftlichen und technischen Verfahren der Datenerhebung zu erläutern, die zur Ermittlung von Einschaltquoten und zur Analyse von Zuschauerverhalten genutzt werden.

  • Grundlagen und historische Entwicklung der Fernsehforschung
  • Aufbau und Methodik der GfK-Panelstudien
  • Technische Messung des Zuschauerverhaltens mittels GfK-Meter
  • Datenverarbeitung, Plausibilitätsprüfung und Auswertung der Reichweitendaten
  • Bedeutung der Ergebnisse für Programmplanung und Werbewirtschaft

Auszug aus dem Buch

3. Die Messung

Die praktische Messung des Zuschauerverhaltens erfolgt mittels des sogenannten GfK-Meters. Dies ist ein Gerät, das im Panelhaushalt als Mittler an die vorhandenen Fernseh- und Zusatzgeräte, sowie an das Telefonnetz angeschlossen wird. Bei der Installation werden am GfK-Meter die empfangenen Sender programmiert, sowie an der zugehörigen Meter Fernbedienung jedem Haushaltsmitglied eine Taste zur An- und Abmeldung zugeteilt. Für Haushaltsfremde Gäste wird eine separate Taste eingerichtet.

Mit dieser Meßtechnik verbunden besteht ein Servicekonzept, worin Fachkräfte die Panelteilnehmer in der Handhabung der Geräte schulen und betreuen, aber auch die regelmäßige Wartung der Instrumente übernehmen.

Ist das GfK-Meter den spezifischen Bedürfnissen des Haushalts gemäß programmiert und eingerichtet, sind folgende Fernsehvorgänge meßbar: Erfassung der installierten Fernseh-, Videogeräten und Satellitenreceiver bzw. andere Empfangsgeräte, Ein-, Aus- und Umschaltungen, Personelle Nutzung von TV-Programmen, Video- und Bildschirmtext, Telespielen (sekundengenau), Videowiedergabe und -aufzeichnung von Fernsehsendungen (auch dann, wenn dabei ein anderes TV-Programm angeschaut wird), Erkennung von Fremdkassetten, Erkennung von evtl. fremden Sendern durch Frequenz oder VPS-ähnliche Kennungen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Wandel der Fernsehforschung von der einfachen Einschaltquote hin zur personenbezogenen Messung im dualen Rundfunksystem.

I. Warum kontinuierliche Fernsehzuschauerforschung?: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Zuschauerforschung für Sender und Werbewirtschaft zur effizienten Programmgestaltung und Zielgruppenanalyse.

II. Durchführung der Erhebung: Der Hauptteil beschreibt detailliert die Akteure, die Panelstruktur, die technische Messweise sowie die Prozesse der Datenaufbereitung und Auswertung.

Abschlußbemerkung: Die Schlussbetrachtung reflektiert die Repräsentativität des Panels und diskutiert mögliche Störfaktoren oder methodische Grenzen bei der Datenerhebung.

Schlüsselwörter

Fernsehzuschauerforschung, Einschaltquote, GfK-Meter, Panelstudie, Sehbeteiligung, Reichweite, AGF, Marktanteil, Zuschauerverhalten, Werbewirtschaft, Programmanalyse, Datenerhebung, Nettoreichweite, Fernsehlandschaft, Programmplanung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit den Methoden und Systemen der kontinuierlichen Fernsehzuschauerforschung in Deutschland und wie diese zur Erfassung von Reichweiten und Zuschauerverhalten genutzt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind der Aufbau von Panelstudien, die technische Erfassung durch das GfK-Meter, die statistischen Konventionen der Datenauswertung und die wirtschaftliche Bedeutung dieser Daten für die Medienbranche.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, transparent zu machen, wie Einschaltquoten technisch und methodisch erhoben werden und welche Bedeutung diese Informationen für die Programmplanung der Sender und die Werbeplanung haben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine empirische Panelstudie beschrieben, die auf einer computergestützten Stichprobe und der wiederholten Messung von Variablen an identischen Teilnehmern über einen längeren Zeitraum basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit erläutert?

Der Hauptteil behandelt die Rollen der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF), den Aufbau und die Auswahl der Panelhaushalte, die Funktionsweise der Messtechnik sowie die nächtliche Übertragung und Qualitätsprüfung der Daten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem GfK-Meter, Sehbeteiligung, Einschaltquote, Panelmortalität, Reichweitenmessung und Programmplanung.

Was ist unter dem Begriff "Panelmortalität" zu verstehen?

Panelmortalität bezeichnet die Schwundquote innerhalb der Stichprobe, die durch den Wegzug, das Ausscheiden oder den Tod von Teilnehmern im Laufe der Zeit entsteht und durch Ersatzhaushalte ausgeglichen werden muss.

Wie wird sichergestellt, dass die Daten nicht verfälscht werden?

Die Rohdaten durchlaufen eine strenge Qualitätskontrolle hinsichtlich Plausibilitäten und Kausalitäten, wobei beispielsweise überprüft wird, ob eine TV-Nutzung ohne korrekte Personenanmeldung stattfand.

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Details

Titel
Erhebung von Verlaufsspuren -- Kontinuierliche Fernsehzuschauerforschung und Einschaltquoten
Hochschule
Universität Konstanz  (Fachbereich Geschichte und Soziologie)
Veranstaltung
Methoden der empirischen Sozialforschung I+II
Note
1
Autor
Iris Baumgärtel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2000
Seiten
12
Katalognummer
V7264
ISBN (eBook)
9783638145756
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erhebung Verlaufsspuren Kontinuierliche Fernsehzuschauerforschung Einschaltquoten Methoden Sozialforschung I+II
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Iris Baumgärtel (Autor:in), 2000, Erhebung von Verlaufsspuren -- Kontinuierliche Fernsehzuschauerforschung und Einschaltquoten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7264
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Leseprobe aus  12  Seiten
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