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Das Kind als aktives Wesen - Piagets Aktivitätsbegriff im Kontext der Reformpädagogik

Title: Das Kind als aktives Wesen - Piagets Aktivitätsbegriff im Kontext der Reformpädagogik

Term Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Schlegel (Author)

Pedagogy - Reform Pedagogics
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Das Kind als aktives Wesen bildet den Mittelpunkt Piagets psychologischer, wie auch seiner pädagogischen Arbeit. Denn nach Piaget könne sich kindliches Denken nur durch aktiven Umgang mit der Umwelt entwickeln und nur durch Aktivität im Unterricht sei das Kind fähig zu lernen. Aus diesem Grund wollte ich herausfinden, was Piaget unter Aktivität versteht, seinen Aktivitätsbegriff mit dem der Reformpädagogen vergleichen und die Bedeutung der Aktivität im heutigen Unterricht klären. Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen drei zentrale Fragen: Welchen Aktivitätsbegriff hat Jean Piaget? In welchem Verhältnis steht dieser zu dem der Reformpädagogen? Welche Bedeutung hat die Aktivität im Unterricht des 21. Jahrhunderts? Um herauszufinden, was Piaget unter Aktivität versteht, habe ich mich zunächst mit seinem Leben, seiner Theorie und seiner Pädagogik befasst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 JEAN PIAGET

2.1 LEBEN

2.2 WERK

2.3 PIAGETS PÄDAGOGIK

3 DAS KIND ALS AKTIVES WESEN

3.1 PIAGETS AKTIVITÄTSBEGRIFF

3.1 REFORMPÄDAGOGISCHE VORSTELLUNGEN VON AKTIVITÄT

3.1 AKTIVITÄT IM UNTERRICHT DES 21. JAHRHUNDERTS

4 ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Aktivitätsbegriff von Jean Piaget, vergleicht ihn mit reformpädagogischen Vorstellungen und analysiert seine heutige Relevanz im Schulunterricht des 21. Jahrhunderts. Die zentrale Forschungsfrage ist, wie das Bild des Kindes als aktives Wesen sowohl Piagets psychologische als auch pädagogische Ansätze verbindet und welche Bedeutung dieses Konzept für moderne didaktische Prinzipien hat.

  • Analyse der genetischen Erkenntnistheorie und des Stufenmodells von Piaget.
  • Gegenüberstellung des Piagetschen Aktivitätsbegriffs mit reformpädagogischen Ansätzen.
  • Untersuchung der Rolle der Lehrperson und der Bedeutung von Eigen- und Gruppenaktivität.
  • Reflexion des Konzepts „Lernen durch Handeln“ im modernen Bildungsplan.
  • Kritische Würdigung der Bedeutung von Reflexion und Selbststeuerung im Lernprozess.

Auszug aus dem Buch

2.2 Werk

Um herauszufinden, was Aktivität für Piaget bedeutet, habe ich mich zunächst mit seiner Theorie der geistigen Entwicklung und anschließend mit seiner pädagogischen Optik befasst, da die Aktivität in beiden Bereichen eine zentrale Rolle spielt.

Piaget hat die kognitive Entwicklung von Kindern erforscht. Es geht also um die Entwicklung des Denkens und Urteilens. Er legte eine Theorie über die Entwicklung geistiger Funktionen vor, die er anhand der von ihm entwickelten ´klinischen Methode´ (Methode der Befragung) entdeckte. Den Kindern wurden Probleme gestellt, diese und auch die Ausgangsfragen lagen fest, aber der konkrete Ablauf und die im Untersuchungsverlauf gestellten Fragen hingen von den Antworten der Kinder ab.

Aufgrund der Antworten kam Piaget zu seinem Stufenmodell der kognitiven Entwicklung von Kindern. Nach Piaget ermöglichen Strukturen im Gehirn, die nach und nach durch handelnden Umgang mit der Umwelt aufgebaut werden müssen, Erkenntnis. Um den Aufbau der kognitiven Strukturen, ihre Entstehung und Entwicklung genauer zu beschreiben, werde ich zunächst zentrale Begriffe der Piagetschen Theorie erläutern.

Erkennen findet immer zwischen einem Subjekt und einem Objekt statt. Zunächst werden vertraute Denk- und Handlungsmuster im Umgang mit dem Objekt angewandt. Z.B wird ein zweijähriges Kind, das das Wort und Tier ´Hund´ kennt, beim Anblick einer Katze auch ´Hund´ sagen, weil dies sein Denkmuster für vierbeinige Lebewesen mit Schwanz ist. D.h. das Objekt, in diesem Fall die Katze, wird in die verfügbaren Handlungs- und Denkmuster, die kognitiven Strukturen eingeordnet. Piaget bezeichnet diesen Aspekt des Erkenntnisprozesses als Assimilation.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Autorin legt dar, wie aus einer kontroversen Seminardiskussion über Piaget die Forschungsfrage nach der Bedeutung der „Aktivität“ als verbindendes Element seiner pädagogischen und psychologischen Arbeit entstand.

2 JEAN PIAGET: Dieses Kapitel skizziert Piagets Lebenslauf, sein wissenschaftliches Stufenmodell der kognitiven Entwicklung sowie seine Forderungen nach einer „aktiven Schule“ als Gegenentwurf zum autoritären Frontalunterricht.

3 DAS KIND ALS AKTIVES WESEN: Hier erfolgt der Kernvergleich zwischen Piagets Differenzierung von geistiger und haptischer Aktivität, den reformpädagogischen Idealen sowie den modernen Anforderungen an schülerzentrierten Unterricht.

4 ABSCHLIEßENDE BEMERKUNGEN: Die Autorin zieht Bilanz, würdigt Piagets bleibende Relevanz für moderne Bildungspläne und weist kritisch darauf hin, dass die notwendige Reflexion des Lernprozesses in Piagets ursprünglichem Modell unterrepräsentiert bleibt.

Schlüsselwörter

Jean Piaget, Aktivitätsbegriff, Reformpädagogik, Kognitive Entwicklung, Aktive Schule, Handlungs-orientiertes Lernen, Selbsttätigkeit, Konstruktivismus, Genetische Epistemologie, Pädagogik, Bildungsplan 2004, Assimilation, Akkommodation, Eigenverantwortung, Metakognition.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der „Aktivität“ bei Jean Piaget und analysiert, wie dieses sowohl sein psychologisches Stufenmodell als auch seine pädagogischen Forderungen prägt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit verknüpft die Entwicklungspsychologie Piagets mit reformpädagogischen Ansätzen und dem zeitgenössischen Bildungsplan für die Grundschule.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Aktivitätsbegriff von Piaget zu definieren, ihn mit anderen pädagogischen Strömungen zu vergleichen und seinen Stellenwert für den Unterricht des 21. Jahrhunderts zu klären.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse von Piagets Schriften, reformpädagogischen Grundlagentexten und aktuellen fachdidaktischen Artikeln sowie Bildungsplänen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung von Piagets Leben und Werk, den Vergleich seines Aktivitätsbegriffs mit der Reformpädagogik und eine Transferleistung auf den heutigen, handlungsorientierten Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Aktivität, Piaget, Reformpädagogik, Selbsttätigkeit und handlungsorientiertes Lernen.

Welche Rolle spielt die „Reflexion“ laut dieser Arbeit im modernen Unterricht?

Die Autorin hebt hervor, dass moderne Ansätze neben dem reinen Handeln die Reflexion des Lernprozesses (Metakognition) als essentiell betrachten, ein Aspekt, den Piaget in seinem Werk vernachlässigt hat.

Warum betont die Autorin die Notwendigkeit von Kinderpartizipation?

Sie schließt mit dem Appell, dass Kinder in Bildungsdiskussionen häufig übergangen werden, obwohl sie die Hauptbetroffenen sind, und fordert, ihre aktive Rolle als kreative Wesen stärker zu berücksichtigen.

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Details

Title
Das Kind als aktives Wesen - Piagets Aktivitätsbegriff im Kontext der Reformpädagogik
College
University of Education Freiburg im Breisgau
Grade
1,0
Author
Stefanie Schlegel (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V72659
ISBN (eBook)
9783638634748
Language
German
Tags
Kind Wesen Piagets Aktivitätsbegriff Kontext Reformpädagogik Thema Jean Piaget
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Schlegel (Author), 2005, Das Kind als aktives Wesen - Piagets Aktivitätsbegriff im Kontext der Reformpädagogik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72659
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