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Migrationstheorien

Titel: Migrationstheorien

Hausarbeit , 2007 , 17 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Markus Arndt (Autor:in)

Soziologie - Individuum, Gruppe, Gesellschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Migration im Hinblick auf die Gesellschaftswissenschaften meint ganz simpel das Ein- und Auswandern von Menschen. Blickt man weiter in die Tiefe und betrachtet den Begriff unter soziologischen Gesichtspunkten, muss man der obigen Begriffsexplikation hinzufügen, dass Migration den dauerhaften Wechsel bzw. das Verlassen des Lebensumfeldes einer Person, sowie größeren Gruppen, als auch ganzer Gesellschaften in einem Wort zusammenfassen soll.1 Allerdings existiert auch hier, wie in vielen anderen wissenschaftlichen Bereichen, keine einheitliche, allgemein anerkannte Definition; meist wird Migration als eine „Bewegung“ oder ein „Wechsel“ angesehen.
In der Vergangenheit ließ sich feststellen, dass Migrationsvorgänge zahlenmäßig ungemein zugenommen haben. Weltweit verlassen immer mehr Menschen ihre Heimat, um ihr Leben an einem anderen Ort wieder neu aufzunehmen. Schätzungsweise 150 Millionen Menschen leben heutzutage in einem Ort, in dem, oder dessen Nähe, sie nicht geboren worden. Die Motive für eine Migration sind ebenso individuell und vielfältig, wie die Kulturkreise, in denen solche Wohnortwechsel auftreten.
Migration wird von vielen als ein globales Phänomen angesehen und es wird sich auch kein Land finden lassen, dass nicht mit grenzüberschreitenden Zu- und Abwanderungen zu „kämpfen“ hat. Jedoch ist es den Staatsregierungen bislang nicht gelungen durch geeignete Gesetzesvorlagen die Migration zu steuern und zu kontrollieren. Vielleicht liegt dies daran, dass es den Verantwortlichen an Verständnis für die Migranten und ihre Motive fehlt. Um das zu ändern bedarf es einer „Greifbarmachung“ des Begriffs Migration. Die Gründe warum Menschen wandern, sind bei weitem nicht so banal, wie weitläufig angenommen; wie, dass Migration nur dann stattfindet, wenn Armut, Arbeitslosigkeit, etc. in einem Land vorherrscht.

Deshalb brauchen wir Migrationstheorien, um die ganze Komplexität dieses Phänomens für alle einleuchtender zu gestalten.
Aus diesem Grund sollen in dieser Hausarbeit zwei Migrationstheorien vorgestellt werden, die zu erklären versuchen, mit welchen Hürden und Problemen Menschen konfrontiert sind, wenn sie ihre Heimat verlassen, und versuchen sich ein neues Leben in einem neuen Land aufzubauen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Eisenstadt

1. Phase: Motivbildung zur Migration

2. Phase: Aktueller Migrationsvorgang

3. Phase: Eingliederung d. Immigranten in die Aufnahmegesellschaft

3.a) Institutionalisierung der Rollenerwartung und Verhaltensweisen im Alltag

3.b) Anpassung der Immigranten an die Anforderungen der Aufnahmegesellschaft

3.c) Eindringen der Immigranten in institutionelle Sphären der Aufnahmegesellschaft u. Verschmelzung

3 Milton M. Gordon

3.1 Einführungen in Gordons Sichtweisen

3.2 Sieben Schritte zur Assimilation

4 Vergleich der beiden Theorien/ Fazit

5 Quellenverzeichnisse

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, die komplexen Prozesse und Herausforderungen der Migration durch die theoretischen Ansätze von Shmuel N. Eisenstadt und Milton M. Gordon zu beleuchten und kritisch miteinander zu vergleichen, um ein tieferes Verständnis für die Erfahrungen von Individuen in neuen Lebensumwelten zu schaffen.

  • Grundlagen und Definitionen des Migrationsbegriffs
  • Die phasenbasierte Theorie der Migration nach Eisenstadt
  • Gordons Assimilationstheorie und das Konzept der "ethclass"
  • Vergleich der Integrationsmechanismen in der Aufnahmegesellschaft
  • Einfluss von Arbeitsmarktstrukturen auf Migrationsprozesse

Auszug aus dem Buch

3.2 Sieben Schritte zur Assimilation

Inwieweit sich die Eingliederung nun entwickelt und voranschreitet, soll die Aufsplittung der Gordon’schen Assimilationstheorie in 7 einzelne Teilschritte deutlich machen. Dieser modellhafte Anpassungsprozess wird von ihm zunächst grob in kulturelle und strukturelle Assimilation unterschieden. Diese Primärunterscheidung ist von besonderer Bedeutung und diese kristallisiert sich auch sofort heraus.20

Jeder Assimilationsprozess beginnt mit der 1.) kulturellen Assimilation; mit kulturell, sind Aspekte wie Sprache und Verhaltensweisen gemeint, welche auf jeden Fall erlernt werden müssen, wenn man in ein fremdes Land immigriert, auch wenn man Problemen, wie Vorurteilen oder Diskriminierung ausgesetzt ist.

Die kulturelle Assimilation steht immer am Beginn eines Anpassungsprozesses, unabhängig davon, ob andere Prozesse sich aus diversen Gründen nicht vollziehen können. Und hier distanziert sich Gordon von der allgemein geltenden Auffassung, dass das Phasenmodell der Assimilation ein mechanischer und unumkehrbarer Prozess sei, denn er ist der Meinung, „dass die erfolgreiche Akkulturation der Einwanderer oft weder ihren Zugang zur „core society“ der weißen protestantischen Bevölkerung Amerikas, noch die Abschaffung von Vorurteilen und Diskriminierung gegenüber deprivierten21 Minderheiten bewirkt hat.“22

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in den soziologischen Migrationsbegriff ein und verdeutlicht die Notwendigkeit wissenschaftlicher Theorien angesichts global zunehmender Migrationsbewegungen.

2 Eisenstadt: Das Kapitel erläutert Eisenstadts Modell der Migration als physische Transplantation, unterteilt in die Phasen der Motivbildung, des eigentlichen Migrationsvorgangs und der anschließenden Eingliederung.

3 Milton M. Gordon: Hier wird Gordons Assimilationstheorie vorgestellt, die sich primär auf die Strukturen von ethnischen Minderheiten und deren Integration in eine dominante "Kerngesellschaft" konzentriert.

4 Vergleich der beiden Theorien/ Fazit: In diesem Kapitel werden die Ansätze von Eisenstadt und Gordon gegenübergestellt, ihre Gemeinsamkeiten in der geforderten persönlichen Anpassung analysiert und anhand der Theorie des dualen Arbeitsmarktes praxisnah reflektiert.

5 Quellenverzeichnisse: Dieses Kapitel enthält das Literatur- sowie das Webseiten-Verzeichnis der verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Migration, Assimilation, Eisenstadt, Gordon, Soziologie, Integration, Aufnahmegesellschaft, Akkulturation, ethclass, Migrationsvorgang, Rollenerwartung, Absorption, Fremdenfeindlichkeit, Arbeitsmigration, soziale Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert und vergleicht die Migrationstheorien von Shmuel N. Eisenstadt und Milton M. Gordon hinsichtlich der sozialen Integrationsprozesse von Migranten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Phasen der Migration, den Assimilationsbegriff, die Rolle der Aufnahmegesellschaft sowie die Herausforderungen ethnischer Identität.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Ziel ist es, die Komplexität der Migration verständlich zu machen und die Hürden aufzuzeigen, mit denen Migranten bei ihrem Neuanfang in einem fremden Land konfrontiert sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die Modelle von Eisenstadt und Gordon gegenüberstellt und durch externe Konzepte wie die Theorie des dualen Arbeitsmarktes ergänzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Eisenstadts dreiphasiges Modell sowie Gordons sieben Schritte der Assimilation detailliert dargelegt und analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Migration, Assimilation, Absorption, Akkulturation, soziale Integration sowie die spezifischen Theorien der genannten Autoren.

Was genau bedeutet der Begriff "ethclass" bei Gordon?

Der Begriff "ethclass" beschreibt den Schnittpunkt von ethnischer Herkunft und Klassenzugehörigkeit, der das Verhalten und die soziale Position von Individuen in der amerikanischen Gesellschaft maßgeblich beeinflusst.

Warum unterscheidet Eisenstadt zwischen "Assimilation" und "Absorption"?

Eisenstadt nutzt den Begriff der Assimilation anfangs für das Lernprozess-Modell, bevorzugt jedoch später "the process of absorption", um den Grad der tatsächlichen Eingliederung und Verschmelzung mit den institutionellen Sphären zu beschreiben.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Migrationstheorien
Hochschule
Universität Trier
Veranstaltung
Soziologie der Migration
Note
1,3
Autor
Markus Arndt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V72675
ISBN (eBook)
9783638727945
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Migrationstheorien Soziologie Migration
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Arndt (Autor:in), 2007, Migrationstheorien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72675
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Leseprobe aus  17  Seiten
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