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Karl Jaspers und die Rolle der Philosophie in der Gegenwart

Title: Karl Jaspers und die Rolle der Philosophie in der Gegenwart

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Haller (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Den zentralen Gedanken der Jasperschen Philosophie bildet der Begriff der Philosophie selbst. Sein Werk ist ausgerichtet auf die Frage „Was ist Philosophie?“. Ausgehend von Jaspers Philosophieverständnis und einer Darstellung der Situation der Philosophie in der Gegenwart will diese Arbeit auf die Aktualität des Jasperschen Denkens sowie die gegenwärtigen und zukünftigen Aufgaben der Philosophie hinweisen. Aus der zentralen Frage „Was ist Philosophie?“ wird somit die weiterführende Frage „Wozu (noch) Philosophie?“ bzw. „Welche Aufgaben hat die Philosophie in der Gegenwart?“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Wesen der Philosophie

2. Die gegenwärtige Situation der Welt

2.1 Totalitarismus

2.2 Freiheit

3. Die Situation der Philosophie in der Welt

4. Wahrheit und Freiheit – Beweggründe des Philosophierens

5. Die Philosophie als Sache des Menschen als Menschen

5.1 Philosophie als Sache aller Menschen

5.2 Philosophie als Sache des Einzelnen

5.3 Die Freiheit des Einzelnen und sein Verhältnis zum Ganzen

5.4 Die Ohnmacht des Einzelnen und die Aufgabe der Philosophie

6. Das Verhältnis von Philosophie und Wissenschaft

7. Die Aufgaben der Philosophie in der Gegenwart

7.1 Philosophie und Wissenschaft

7.2 Philosophie und Öffentlichkeit

7.3 Philosophie und Einfachheit

7.4 Philosophie innerhalb der Gesellschaft als Kritik verfestigter Denkformen

7.5 Philosophie im Einzelnen als Seinsvergewisserung und Toleranz

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Karl Jaspers' Verständnis des Philosophiebegriffs, dessen Darstellung der Situation der Philosophie in der Welt sowie die Aktualität seines Denkens für gegenwärtige Aufgabenstellungen der Philosophie. Zentrale Forschungsfragen sind dabei „Was ist Philosophie?“ sowie die daraus abgeleitete Frage „Wozu (noch) Philosophie?“ in der heutigen Zeit.

  • Analyse des Jasperschen Philosophiebegriffs und dessen methodische Grundlagen.
  • Untersuchung der gegenwärtigen Weltsituation und der Rolle der Philosophie darin.
  • Diskussion der menschlichen Beweggründe des Philosophierens.
  • Erörterung des besonderen Verhältnisses von Philosophie und Wissenschaft.
  • Aufarbeitung der Aufgaben der Philosophie in der Gegenwart unter Einbeziehung aktueller Positionen.

Auszug aus dem Buch

1. Das Wesen der Philosophie

Den zentralen Gedanken der Jasperschen Philosophie bildet der Begriff der Philosophie selbst. Sein Werk ist ausgerichtet auf die Frage „Was ist Philosophie?“ (vgl. Schüßler, 8) und wird selbst zum Ausdruck dieses Versuchs, in unzähligen Anläufen immer wieder den Begriff bzw. das Wesen der Philosophie zu „erhellen“. In diesem Sinn sind auch seine Worte zu verstehen: Es geht ihm (trotz Einfachheit und Klarheit seiner Formulierungen) nicht so sehr um die Worte selbst, als vielmehr darum, was durch sie vermittelt werden soll. Sprache ist im methodischen Sinn Träger und Ausdruck des an sich Wesentlichen. Aus diesem Grund sind Wahrheit und Sein der Philosophie für Jaspers „nur in Gedankenbewegungen indirekt mitzuteilen und in keinem Satze angemessen einzufangen.“ (PA, 85) Diese Auffassung bildet einen wichtigen Teil des Jasperschen Philosophieverständnisses: Das philosophische Denken versucht nach Jaspers an diesen unobjektivierbaren Gegenstand (das ganze Sein) heranzureichen, an den „kein erfüllbarer Gedanke, [k]ein Wissen“ (WiP, 128) endgültig gelangt, wobei dieses umfassende, eigentliche Sein im Transzendieren, d.h. in philosophischen Denkbewegungen, zwar nicht in Besitz genommen, aber berührt werden soll. (vgl. Schüßler, 63)

Dabei muss sich die Philosophie nach Jaspers auf die Welt, d.h. auf Existenz, beziehen. Erst durch diese „Rückbeziehung auf die Existenz des Menschen [im] hier und jetzt“ (WiP, 121) ergibt sich ihr Sinn. Der wesentliche Moment der Philosophie (in dem sie auf praktischer Ebene Selbstreflexion, Kritik, Offenheit etc. sein kann und wo sie schließlich die Wahrheit finden kann) liegt jedoch in der Transzendenz. Diese ihr wesentliche und notwendige Eigenschaft zeigt sich darin, dass die Philosophie zwar in der Welt existiert, jedoch in ihr ebenso wenig endgültig zur Institution werden kann wie ihr Gegenstand (das ganze Sein) endgültig zum Objekt im Sinne der empirischen Wissenschaft werden kann. (vgl. WiP, 121) Ihr unaufhörliches Streben nach Transzendenz und Wahrheit, nach dem „sich in Bezug des Ganzen stellen“, lässt sich weder sprachlich vollständig einfangen noch institutionalisieren. Dieses ambivalente Sein zwischen Existenz und Transzendenz bildet in der Suche nach Wahrheit das Wesen der Philosophie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Wesen der Philosophie: Dieses Kapitel erläutert Jaspers' Verständnis der Philosophie als ein unaufhörliches Bemühen, das „ganze Sein“ durch philosophische Denkbewegungen zu erhellen, ohne es als Objekt festschreiben zu können.

2. Die gegenwärtige Situation der Welt: Hier wird das Umfeld des Philosophierens analysiert, wobei besonders der Totalitarismus und die Freiheit als gegensätzliche politische Realitäten betrachtet werden.

3. Die Situation der Philosophie in der Welt: Dieses Kapitel thematisiert die Ablehnung der Philosophie in verschiedenen Weltsystemen und führt dies auf den unbequemen Charakter der Wahrheitssuche zurück.

4. Wahrheit und Freiheit – Beweggründe des Philosophierens: Der Fokus liegt hier auf dem Zusammenhang von Wahrheitssuche und Freiheit sowie der existentiellen Notwendigkeit, sich in Bezug zum Ganzen zu setzen.

5. Die Philosophie als Sache des Menschen als Menschen: Das Kapitel verortet die Philosophie als unabtrennbaren Bestandteil des Menschseins, der sowohl den Einzelnen als auch alle Menschen betrifft.

6. Das Verhältnis von Philosophie und Wissenschaft: Hier wird das besondere, teils spannungsreiche Verhältnis beider Disziplinen untersucht, insbesondere im Kontext des modernen „Wissenschaftsaberglaubens“.

7. Die Aufgaben der Philosophie in der Gegenwart: Dieses umfangreiche Kapitel leitet aus der Analyse kritische und konstruktive Aufgaben der Philosophie ab, etwa als Metadisziplin und als gesellschaftliche Kritik.

8. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Philosophie durch die Förderung des Selbstdenkens und Selbstseins des Einzelnen ihre wesentliche Aufgabe erfüllt und somit als autonome Tätigkeit unverzichtbar bleibt.

Schlüsselwörter

Karl Jaspers, Philosophie, Wahrheit, Existenz, Transzendenz, Wissenschaft, Freiheit, Totalitarismus, Menschsein, Selbstdenken, Kommunikation, Metadisziplin, Sinngebung, Wirklichkeit, Selbstvergewisserung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Philosophie von Karl Jaspers, speziell mit seinem Philosophiebegriff und dessen Relevanz für die Aufgaben der Philosophie in der heutigen Zeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das Wesen der Philosophie, ihr Verhältnis zur Wissenschaft, die Bedeutung von Wahrheit und Freiheit sowie die Rolle des Einzelnen innerhalb der Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Analyse von Jaspers' Philosophieverständnis, um daraus Antworten auf die Frage „Wozu (noch) Philosophie?“ in der Gegenwart abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen analytischen Ansatz, bei dem Jaspers' Texte inhaltlich und methodisch untersucht und durch aktuelle philosophische Positionen in einen modernen Kontext gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sukzessive das Wesen der Philosophie, die Situation der Welt, Beweggründe des Philosophierens, das Verhältnis zu den Wissenschaften sowie spezifische Aufgaben der Philosophie wie Öffentlichkeit, Kritik und Toleranz erarbeitet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind neben Karl Jaspers insbesondere Wahrheit, Existenz, Transzendenz, Wissenschaftskritik, Freiheit und das Selbstsein des Einzelnen.

Wie unterscheidet sich Jaspers' Philosophiebegriff vom wissenschaftlichen Wahrheitsbegriff?

Für Jaspers sucht die Philosophie die „ganze Wahrheit“, die sich nicht wie ein empirisches Objekt in den Wissenschaften festlegen lässt, sondern eine ständige, unendliche Bewegung bleibt.

Welche Rolle spielt der Begriff des „Wissenschaftsaberglaubens“ bei Jaspers?

Jaspers bezeichnet damit die unkritische Erwartungshaltung des modernen Menschen gegenüber der Wissenschaft, von der man Hilfe in der Not und eine allumfassende Erklärung des Seins fordert, was die Wissenschaft jedoch nicht leisten kann.

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Details

Title
Karl Jaspers und die Rolle der Philosophie in der Gegenwart
College
University of Trier
Grade
1,0
Author
Christian Haller (Author)
Publication Year
2007
Pages
16
Catalog Number
V72710
ISBN (eBook)
9783638733373
ISBN (Book)
9783638755047
Language
German
Tags
Karl Jaspers Rolle Philosophie Gegenwart Wozu Philosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Haller (Author), 2007, Karl Jaspers und die Rolle der Philosophie in der Gegenwart, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72710
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