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Die Erziehung bei G. E. Lessing und J. G. Herder

Title: Die Erziehung bei G. E. Lessing und J. G. Herder

Term Paper , 2002 , 28 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Doktor Alessandro De Vivo (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Gotthold Ephraim Lessing und Johann Gottfried Herder waren zwei wichtige deutsche Autoren des 18. Jahrhunderts. Beide erlebten die bedeutenden Ereignisse jenes Jahrhunderts, vor allem die Verbreitung der Aufklärung, auch wenn Lessing im Jahre 1781 starb und also konnte er der französischen Revolution nicht beiwohnen.
In ihren zahlreichen Werken entwickelten sie religiöse und erzieherische Gedanken, die einige gemeinsame sowie einige gegensätzliche Punkten zeigen, wenn man sie im Allgemeinen miteinander vergleicht.
Gemeinsam für diese Autoren war der Kampf für die persönliche Freiheit, für die Verbreitung des selbständigen Gedankens und die folgerichtige Ausschlagung allerhand Kompromiss mit der politischen und religiösen Obrigkeit.
Insbesondere ist das in Lessings Leben sichtbar. Er ließ sich mit vielen wichtigen Leuten in eine Polemik ein, um seinen persönlichen Streit gegen die Intoleranz und die geistige und politische Tyrannei zu führen. Aus diesem Grund wurde er das Symbol des Kampfes des Bürgertums gegen den Klerus und den Feudalismus.
Außerdem war er fast immer mit Schulden belastet, aber trotzdem versuchte er seine sittliche Unabhängigkeit, die er als die wertvollste Gabe seines Lebens betrachtete, mit großer Kraft zu bewahren. Tatsächlich lehnte er mehrmals ab, bei Fürsten oder Herzögen im Dienst zu sein, weil sie seine Freiheit beschränkt hätten.
Nur als er vierzig Jahre alt war, nahm er die Einladung des Herzogs von Brunswick an, als Bibliothekar von Wolfenbüttel zu arbeiten, weil er müde wegen seiner vielen Kämpfe war. Jedoch bewahrte Lessing auch während dieser Jahre seine kämpferische Natur: zum Beispiel gehorchtete er dem Verbot des Herzogs nicht, andere religiöse Schriften nach der Auseinandersetzung mit dem Hamburger Hauptpastor zu schreiben und verfasste Nathan der Weise, in dem Lessing die negativen Aspekten der religiösen Obrigkeit unterstrich.
Im Gegenteil zu Lessing, war Herder im Laufe seines Lebens mehrmals bei Fürsten und Herzögen im Dienst, aber er hatte fast keine gute Beziehungen mit ihnen, weil er ihre despotische Haltung nicht billigte. Das passierte zum Beispiel in Bückenburg, wo er als Oberprediger arbeitete, und auch in Weimar. Hier erlebte er politische Ohnmacht und am Anfang fand Widerstände und keine finanziellen Unterstützungen für seine Reformpläne, die die sozialen Probleme und insbesondere die Schule betrafen.














































Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Aufklärung

IIa. Die neue Epoche der Aufklärung

IIb. Die Literatur in der Aufklärung

III. Lessings Nathan der Weise: die Entstehung

IIIa. Nathan der Weise: historischer Hintergrund, Inhalt und Analyse der Hauptfiguren

IV. Lessing: „Die Erziehung des Menschengeschlechtes“

IVa. Erzieherische Aspekte des Werkes

V. Herders pädagogische Schriften

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die erzieherischen Gedanken von Gotthold Ephraim Lessing und Johann Gottfried Herder im Kontext des 18. Jahrhunderts. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern beide Autoren trotz ihrer unterschiedlichen Haltungen zur Aufklärung das Konzept der Bildung und Erziehung als wesentliches Element für den menschlichen Fortschritt und die Entwicklung zur Humanität verstanden und umsetzten.

  • Vergleich der religiösen und erzieherischen Ansichten von Lessing und Herder.
  • Analyse der Bedeutung von Toleranz und Humanität in "Nathan der Weise".
  • Untersuchung der philosophischen Reflexionen über Offenbarung und Erziehung in "Die Erziehung des Menschengeschlechtes".
  • Darstellung der pädagogischen Reformansätze von Herder in Weimar.
  • Reflexion über die Rolle der Literatur und der Sprache für die gesellschaftliche Bildung.

Auszug aus dem Buch

I. Einleitung

Gotthold Ephraim Lessing und Johann Gottfried Herder waren zwei wichtige deutsche Autoren des 18. Jahrhunderts. Beide erlebten die bedeutenden Ereignisse jenes Jahrhunderts, vor allem die Verbreitung der Aufklärung, auch wenn Lessing im Jahre 1781 starb und also konnte er der französischen Revolution nicht beiwohnen. In ihren zahlreichen Werken entwickelten sie religiöse und erzieherische Gedanken, die einige gemeinsame sowie einige gegensätzliche Punkten zeigen, wenn man sie im Allgemeinen miteinander vergleicht.

Gemeinsam für diese Autoren war der Kampf für die persönliche Freiheit, für die Verbreitung des selbständigen Gedankens und die folgerichtige Ausschlagung allerhand Kompromiss mit der politischen und religiösen Obrigkeit.

Insbesondere ist das in Lessings Leben sichtbar. Er ließ sich mit vielen wichtigen Leuten in eine Polemik ein, um seinen persönlichen Streit gegen die Intoleranz und die geistige und politische Tyrannei zu führen. Aus diesem Grund wurde er das Symbol des Kampfes des Bürgertums gegen den Klerus und den Feudalismus.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung stellt die beiden Autoren Lessing und Herder vor und erläutert ihr gemeinsames Streben nach persönlicher Freiheit sowie ihren Kampf gegen Intoleranz und gesellschaftliche Tyrannei im 18. Jahrhundert.

II. Die Aufklärung: Dieses Kapitel beschreibt die Aufklärung als gesamteuropäische Bewegung, die die Vernunft zum obersten Prinzip erhob und maßgeblich zur Emanzipation des Bürgertums beitrug.

IIa. Die neue Epoche der Aufklärung: Hier werden die gesellschaftlichen Strukturen des 17. und 18. Jahrhunderts analysiert, insbesondere die Ständegesellschaft und die kritischen Ansätze, die den Wandel hin zu Vernunft, Toleranz und Menschenrechten einleiteten.

IIb. Die Literatur in der Aufklärung: Dieses Kapitel thematisiert den Funktionswandel der Literatur, die sich von der höfischen Dichtung hin zur bürgerlichen Erziehungsliteratur entwickelte und neue Formen wie das Lehrgedicht oder den Roman förderte.

III. Lessings Nathan der Weise: die Entstehung: Hier wird der Entstehungskontext des Dramas erläutert, wobei insbesondere Lessings Konflikte mit der Zensur und seine Auseinandersetzung mit dem Hamburger Hauptpastor Goeze hervorgehoben werden.

IIIa. Nathan der Weise: historischer Hintergrund, Inhalt und Analyse der Hauptfiguren: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte Handlungszusammenfassung sowie eine Analyse der Hauptcharaktere und ihrer Rolle im Erziehungsprozess zur religiösen Toleranz.

IV. Lessing: „Die Erziehung des Menschengeschlechtes“: Hier wird Lessings letztes philosophisches Werk analysiert, in dem er die Offenbarung als stufenweise Erziehung der Menschheit zur Vollkommenheit und sittlichen Reife deutet.

IVa. Erzieherische Aspekte des Werkes: Dieses Unterkapitel widmet sich den konkreten pädagogischen Überlegungen Lessings, wobei der Fokus auf der aktiven, prozesshaften Bildung im Gegensatz zum bloßen Erwerb von Wissen liegt.

V. Herders pädagogische Schriften: Dieses Kapitel behandelt Herders Reformansätze für das Schulwesen, seine Schulreden in Weimar sowie sein Verständnis von Humanität als höchstes Bildungsziel.

Schlüsselwörter

Aufklärung, Lessing, Herder, Nathan der Weise, Erziehung, Humanität, Toleranz, Vernunft, Bildungsreform, Religion, Bürgertum, Sittlichkeit, Offenbarung, Pädagogik, Literaturgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die erzieherischen Gedanken von Gotthold Ephraim Lessing und Johann Gottfried Herder im Kontext der Aufklärung und beleuchtet deren Bedeutung für das gesellschaftliche Denken des 18. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die religiöse Toleranz, die philosophische Interpretation von Geschichte als Erziehungsprozess, die Rolle der Literatur für die Bildung sowie konkrete pädagogische Schulreformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie beide Autoren das Konzept der Bildung als notwendiges Mittel für den Fortschritt der Menschheit und die Verwirklichung der Humanität begründeten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-literaturwissenschaftliche Methode, um die Werke der Autoren in ihrem historischen Kontext zu interpretieren und vergleichend gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Lessings Drama "Nathan der Weise" und seiner Schrift "Die Erziehung des Menschengeschlechtes" sowie eine Betrachtung der pädagogischen Schriften und Reformansätze Herders.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Aufklärung, Humanität, Toleranz, Erziehung, Vernunft und Bildung.

Warum ist "Nathan der Weise" für die Untersuchung zentral?

Das Drama dient als exemplarisches "Erziehungsdrama", an dem Lessing die Notwendigkeit von religiöser Toleranz und dem Streben nach Vernunft gegen dogmatische Intoleranz darstellt.

Welche Rolle spielt die "Ringparabel" in diesem Dokument?

Die Ringparabel wird als zentrales Element der Erziehung des Sultans Saladin durch Nathan angeführt, um die Gleichwertigkeit der Weltreligionen und die Bedeutung der sittlichen Lebensführung zu verdeutlichen.

Wie unterscheidet sich Herders pädagogischer Ansatz von Lessings Vorstellungen?

Während Lessing Bildung stark als einen philosophischen und individuellen Vernunftprozess betrachtet, legt Herder einen stärkeren Fokus auf institutionelle Schulreformen und die tiefe Verwurzelung der Erziehung in der eigenen Kultur und Sprache.

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Details

Title
Die Erziehung bei G. E. Lessing und J. G. Herder
College
University of Education Ludwigsburg
Grade
1.0
Author
Doktor Alessandro De Vivo (Author)
Publication Year
2002
Pages
28
Catalog Number
V72749
ISBN (eBook)
9783638730679
ISBN (Book)
9783638735131
Language
German
Tags
Erziehung Lessing Herder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Doktor Alessandro De Vivo (Author), 2002, Die Erziehung bei G. E. Lessing und J. G. Herder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72749
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