Primär muss es Priorität eines jeden Betriebes sein, seine angestrebten Ziele zu erreichen. Zu diesem Zwecke besteht ein jeder Betrieb aus einer Gruppe von Menschen, die man durchaus als Zwangs- oder Zweckverband ansehen kann. Ein jeder besitzt verschiedenste Ziele, Vorstellungen, Bedürfnisse und Eigenschaften.
„Für ein derartiges soziales Zwecksystem ist ein Führungsstil und ein Führungs-verhalten zu finden, das das menschliche Verhalten so steuert, dass die Ziele des Betriebes so weit wie möglich mit denen der in ihm tätigen Mitarbeiter übereinstimmen. Dabei sind die wirtschaftlichen, finanziellen und sachlichen Gegebenhei-ten zu berücksichtigen.“
Diese Arbeit stellt verschiedene Führungskonzepte vor und unternimmt den Versuch diese miteinander zu vergleichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Führungsethik
3. Führungskonzepte
3.1 Das Delegationsprinzip
3.2 Führungsstile auf Delegationsbasis
3.2.1 Das Harzburger Modell
3.2.2 Management by system
3.2.3 Management by objektives nach Carroll
3.2.4 Management by exception
4. Welches Konzept ist nun das Effizienteste?
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht verschiedene Führungskonzepte in betrieblichen Zusammenhängen, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche Managementmodelle die Zielerreichung und Mitarbeitermotivation beeinflussen können. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Effizienz dieser Konzepte und die Notwendigkeit, Führung individuell an die Gegebenheiten des Unternehmens sowie die Bedürfnisse der Mitarbeitenden anzupassen.
- Grundlagen der Führungsethik und die Bedeutung moralischer Standards im Management.
- Analyse des Delegationsprinzips als Basis für kooperative Führungsmodelle.
- Vergleichende Betrachtung bekannter Konzepte wie dem Harzburger Modell und Management by Objectives.
- Diskussion der Erfolgsmessung von Führungssystemen in komplexen Organisationen.
Auszug aus dem Buch
3.2.1 Das Harzburger Modell
Als Gegenkonzept zum autoritären Führungsstiel existiert das Harzburger Model, welches seinen Namen vom Ort der Führungsakademie in Bad Harzburg herleitet und basierend auf wissenschaftlichen Arbeiten von R. Höhn und G. Böhme aufgestellt wurde. Es ist erstmals 1966 publiziert worden. (vgl. Braunschweig u.a.,2001, S. 101f.) Da es sich hierbei ebenfalls um ein, wenn nicht das meistverbreitete kooperative Führungskonzept handelt, ist es nicht verwunderlich, dass sich die Bestandteile des Harzburger Modells mit dem unter 3. beschriebenen Konzept größtenteils decken.
Die Grundidee die hinter der Entwicklung dieses Modells steht ist eine simple. Es musste eine Organisations- und Führungsform gefunden werden, in der es möglich sein konnte die Initiative und das Mitdenken der Mitarbeiter optimal für den Betrieb zu nutzen. Die dabei aufgestellten vier Grundprinzipien die für die Führungspersonen im Mitarbeiterverhältnis zugrunde liegen sind folgende: 1) Betriebliche Entscheidungen treffen die Mitarbeiter von der Ebene, welchen sie angehören. 2) Es besteht ein fester Aufgabenbereich mit bestimmten Kompetenzen innerhalb dessen der Mitarbeiter selbständig handeln und entscheiden kann. 3) Es wird ein Teil der Gesamtverantwortung mit den Aufgaben und den dazugehörigen Kompetenzen auf jede Ebene übertragen welche sich entsprechend ihrem Wesen damit zu beschäftigen hat. 4) Der Aufbau der Unternehmung erfolgt von unten nach oben. Hierbei nimmt die vorgesetzte Instanz lediglich die Entscheidung ab, welche ihrem Wesen nach nicht der unteren Ebene angehören. (Braunschweig u.a.,2001, S. 102)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert den Begriff der Führung als Prozess der Verhaltensbeeinflussung und betont die Notwendigkeit, Führungsstile an spezifische betriebliche Bedingungen und Arbeitnehmergruppen anzupassen.
2. Führungsethik: Dieses Kapitel thematisiert die ethische Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und beleuchtet die Problematik subjektiver Werteauslegungen bei der Anwendung moralischer Grundsätze im Führungsalltag.
3. Führungskonzepte: Hier werden verschiedene Ansätze vorgestellt, die auf dem Grundsatz der Delegation von Aufgaben und Verantwortung basieren, um Routinearbeiten zu reduzieren und Motivation zu steigern.
3.1 Das Delegationsprinzip: Dieser Abschnitt erläutert die Vorteile des kooperativen Führungsstils und die organisatorischen Voraussetzungen für eine funktionale Delegation.
3.2 Führungsstile auf Delegationsbasis: Eine Übersicht verschiedener Modelle, die die Delegation als Kernelement nutzen.
3.2.1 Das Harzburger Modell: Vorstellung des 1966 publizierten Modells, das auf vier Grundprinzipien zur Förderung der Mitarbeitereigeninitiative basiert.
3.2.2 Management by system: Dieses Konzept beschreibt die computergestützte Steuerung von Planungs- und Kontrollprozessen zur Systematisierung der Unternehmensführung.
3.2.3 Management by objektives nach Carroll: Ein Konzept, das die Integration von Aufgaben- und Humanorientierung durch die Vorgabe von Zielen in den Mittelpunkt stellt.
3.2.4 Management by exception: Ein Ansatz zur Entlastung der obersten Führungsebene, bei dem nur in Ausnahmefällen in den Entscheidungsprozess eingegriffen wird.
4. Welches Konzept ist nun das Effizienteste?: Die kritische Auseinandersetzung mit der Messbarkeit von Führungserfolg und der Interdependenz verschiedener Einflussfaktoren im Unternehmen.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein moderner Führungsprozess sowohl leistungsorientiert als auch mitarbeiterzentriert sein sollte, wobei das "Management by Objectives" als besonders flexibel hervorgehoben wird.
Schlüsselwörter
Führungskonzepte, Delegationsprinzip, Harzburger Modell, Management by Objectives, Führungsethik, Unternehmenskultur, Mitarbeitermotivation, Organisationsstruktur, Personalführung, Effizienz, Zielsetzung, Managementlehre, Führungsstile, Erfolgskontrolle, Unternehmensführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit verschiedenen Führungskonzepten in Organisationen und deren Auswirkungen auf die betriebliche Effizienz und die Motivation der Mitarbeitenden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen Führungsethik, das Delegationsprinzip, verschiedene Management-Modelle (Harzburger Modell, MbO, MbS, MbE) sowie die Herausforderungen der Erfolgsmessung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Führungskonzepte die Zusammenarbeit und Zielerreichung im Betrieb steuern können und welcher Ansatz in der modernen Managementpraxis als besonders effektiv gilt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der existierende Managementlehren und -theorien gegenübergestellt und kritisch evaluiert werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung der Führungsethik sowie die detaillierte Vorstellung und Einordnung spezifischer Führungsinstrumente und -modelle auf Basis des Delegationsprinzips.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Führungskonzepte, Delegation, Motivation, Effizienz und Unternehmensorganisation geprägt.
Warum wird das Harzburger Modell als "kooperatives Konzept" bezeichnet?
Es setzt auf die Eigeninitiative und das Mitdenken der Mitarbeiter, indem Aufgaben und Verantwortung auf untere Ebenen delegiert werden, anstatt autoritär "von oben nach unten" zu führen.
Welche Rolle spielt die "Stellenbeschreibung" beim Harzburger Modell?
Sie dient als unverzichtbares Führungsinstrument, um Kompetenzen, Rang und Verantwortungsbereiche transparent zu regeln und so Handlungssicherheit zu gewährleisten.
Wie unterscheidet sich "Management by objectives" von anderen Modellen?
Im Gegensatz zu Modellen, die detaillierte Vorschriften machen, fokussiert sich dieser Ansatz rein auf das Ergebnis (Zielvorgabe) und lässt dem Mitarbeiter die Freiheit in der Wahl der Umsetzungsmittel.
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- Nicole Voß (Author), 2005, Führungskonzepte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72801