Hier liegt ein Unterrichtsentwurf zur Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt an Grund-, Haupt-, Realschulen für das Fach Sport, Klasse 2, mit dem Thema "Wir machen uns fit für den <Ostereierweitwurf>" vor.
Inhalt:
1 Formalia
2 Unterrichtszusammenhang
3 Lernziele
4 Bedingungsanalyse
5 Sachanalyse
6 Didaktische Vorüberlegungen
7 Methodische Vorüberlegungen
8 Literatur
9 Verlaufsplanung
10 Anhang
Inhaltsverzeichnis
1 Formalia
2 Unterrichtszusammenhang
3 Lernziele
3.1 Groblernziel
3.2 Feinlernziele
3.3 Differenzierte Lernziele
3.4 Längerfristige Lernziele
4 Bedingungsanalyse
5 Sachanalyse
6 Didaktische Vorüberlegungen
7 Methodische Vorüberlegungen
8 Literatur
9 Verlaufsplanung
11 Anhang
Zielsetzung & Themen
Die Unterrichtsvorbereitung verfolgt das Ziel, den Schülerinnen und Schülern der Klasse 2 die Grobform des Schlagballweitwurfs durch motivierende und spielnahe Zielwurfstationen näherzubringen, um ihre leichtathletischen Wurffähigkeiten gezielt zu fördern.
- Einführung in die grundlegenden Bewegungsmerkmale des Schlagballweitwurfs
- Förderung der Auge-Hand-Koordination durch zielgerichtetes Werfen
- Differenzierung der Leistungsanforderungen durch frei wählbare Abwurfentfernungen
- Förderung des Sozialverhaltens und der gegenseitigen Korrektur durch Beobachtungsaufgaben
- Integration einer motivierenden Rahmengeschichte zur Steigerung der Lernfreude
Auszug aus dem Buch
5 Sachanalyse
Beim „Schlagballweitwurf“ handelt sich um eine Form des Werfens, die in der Leichtathletik Anwendung findet. Neben dem Speerwurf gehört er zu der Reihe der Schlagwürfe, die sich durch die Schlagbewegung des Armes (Unterarm und Hand) kennzeichnen (vgl. Katzenbogner, 1994, 8/1). Allgemein stellt der Schlagwurf als geradliniger Wurf eine elementare Wurftechnik dar und ist die Grundlage vieler Wurf- und Schlagtechniken im Sport (z.B. beim Handball und Wasserball). Jedoch hat er in den einzelnen Sportarten unterschiedliche Funktionen. Dient er beim Hand- und Wasserball um ein Tor zu erzielen oder mit geringerem Krafteinsatz dem Mitspieler zuzupassen, so geht es beim Schlagwerfen in der Leichtathletik vor allem um das Werfen des Balles oder Speeres nach oben hinaus, um Weite zu erzielen („Schlagballweitwurf“) (vgl. ebd. 1994, 8/1). Der „Schlagballweitwurf“ gliedert sich in eine vierphasige Bewegung: Anlauf, Wurfauslage, Abwurf, Auffangen der Restenergie (vgl. Kruber 1978, S. 65).
In dieser Stunde kommt jedoch nur das Werfen frontal aus dem Stand (1. Schritt zum Schlagwurf, s. Methodische Vorüberlegungen) zum Tragen, so dass hier der „Schlagballweitwurf“ als „Standwurf“ (Wurfauslage und Abwurf) näher beschrieben wird: Wurfauslage: In der Wurfauslage ist das Bein der Wurfarmseite angewinkelt und zurückgestellt, so dass auf ihm der Körperschwerpunkt liegt. Der Wurfarm wird auf Schulterhöhe mit nahezu gestrecktem Ellenbogen lang nach hinten oben gestreckt. Die wurfarmferne Schulter, Beckenachse sowie Fußspitze zeigen ungefähr in Wurfrichtung (vgl. Katzenbogner 1994, 8/2). Diese Verwringung des Körpers erzeugt eine Oberkörperspannung, die auch „Bogenspannung“ genannt wird. Der Gegenwurfarm zeigt ausgestreckt in Zielrichtung (vgl. ebd. 2002, S. 124 und Busch et al. 2004, S. 81), um eine Ganzkörperspannung aufzubauen und das zu treffende Ziel anzuvisieren.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Formalia: Enthält die grundlegenden Informationen zur Unterrichtsstunde wie Klasse, Datum und Zeit.
2 Unterrichtszusammenhang: Gibt einen Überblick über die Einzelthemen der Unterrichtseinheit und die damit verbundenen didaktisch-methodischen Schwerpunkte.
3 Lernziele: Definiert die angestrebten Grob-, Fein-, differenzierten und längerfristigen Lernziele für die Schülerinnen und Schüler.
4 Bedingungsanalyse: Beschreibt die Lerngruppe, ihre Voraussetzungen und die pädagogischen Konsequenzen für die Planung.
5 Sachanalyse: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Schlagwurftechnik und die spezifischen Phasen des Schlagballweitwurfs als Standwurf.
6 Didaktische Vorüberlegungen: Begründet die Wahl des Themas und der Technikvermittlung unter Bezugnahme auf Lehrpläne und den Leistungsstand der Klasse.
7 Methodische Vorüberlegungen: Beschreibt das methodische Vorgehen, insbesondere den Einsatz einer Rahmengeschichte und die Gestaltung der Zielwurfstationen.
8 Literatur: Listet die für die Vorbereitung verwendeten wissenschaftlichen und fachdidaktischen Quellen auf.
9 Verlaufsplanung: Bietet eine detaillierte zeitliche Übersicht der Unterrichtsphasen inklusive Handlungsmustern und Materialeinsatz.
11 Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie die erzählte Rahmengeschichte und Beschreibungen der Spiel- und Stationsmedien.
Schlüsselwörter
Schlagballweitwurf, Leichtathletik, Grundschule, Sportunterricht, Bewegungserziehung, Wurftechnik, Standwurf, Bewegungsmerkmale, Koordination, Zielwerfen, Stationenlernen, Differenzierung, Technikvermittlung, Sportdidaktik, Bewegungsanalyse.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es handelt sich um eine detaillierte Unterrichtsvorbereitung für eine Sportstunde in einer zweiten Grundschulklasse, die das Ziel hat, die Technik des Schlagballweitwurfs aus dem Stand zu erlernen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die leichtathletische Grundfertigkeit des Werfens, die Vermittlung technischer Bewegungsmerkmale sowie die spielerische Anwendung an motivierenden Zielwurfstationen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler die Bewegungsmerkmale der Grobform des Schlagballweitwurfs (Bogenspannung, Armhaltung) sicher anwenden und ihre Wurffähigkeiten durch gezieltes Üben verbessern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine didaktische und methodische Analyse nach den Prinzipien des Sportunterrichts durchgeführt, die sich an der Fachliteratur von Katzenbogner und anderen orientiert und eine schülerzentrierte, entdeckende Lernweise durch Stationenarbeit vorsieht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des Schlagballweitwurfs (Sachanalyse), die didaktische Begründung der Unterrichtsplanung sowie die methodische Umsetzung mittels einer integrierten Rahmengeschichte erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlagballweitwurf, Leichtathletik, Sportunterricht, Grundschule, Wurftechnik, Bewegungsmerkmale und Stationenlernen.
Welche Rolle spielt die Rahmengeschichte für den Unterricht?
Die Geschichte von Julia und Tom dient als motivierender Rahmen, um die Schülerinnen und Schüler emotional an den Unterrichtsgegenstand zu binden und einen Sinnzusammenhang für das Treffen hoher Ziele zu schaffen.
Wie wird mit der heterogenen Leistungsfähigkeit in der Klasse umgegangen?
Durch qualitative Differenzierung an den Stationen, wie etwa die freie Wahl der Abwurfentfernung und die Möglichkeit, mit dem Nicht-Wurfarm zu üben, wird den unterschiedlichen Leistungsständen Rechnung getragen.
Warum wird in dieser Stunde nur der Standwurf geübt?
Dies ist eine didaktische Reduktion, um die Komplexität der Wurfbewegung zu verringern und den Fokus voll auf die korrekte Ausführung der Bewegungsmerkmale ohne die Störvariable Anlauf zu legen.
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- Nina Lawitschka (Author), 2007, Die Grobform des Schlagballweitwurfs an unbeweglichen Zielwurf-Stationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72896