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Neurodermitis im Kindesalter. Bedeutung der Ernährung und Patientenschulung als mögliche Interventionsmaßnahme

Titel: Neurodermitis im Kindesalter. Bedeutung der Ernährung und Patientenschulung als mögliche Interventionsmaßnahme

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2002 , 42 Seiten

Autor:in: Christel Liegl-Prokein (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Neurodermitis ist die häufigste Hauterkrankung im Kindes- und
Jugendalter. In ihrer Erscheinungsform und ihrem Verlauf stellt sie
sowohl für die betroffenen Kinder, als auch für die Eltern und das
unmittelbare Umfeld eine große Belastung dar. Die körperlichen
Symptome, insbesondere der quälende Juckreiz, sowie das soziale
Stigma, das die Betroffenen aufgrund der deutlich sichtbaren
Entstellung der Haut erleben, wirkt sich gerade im Kindes- und
Jugendalter nachteilig auf die Entwicklung der Erkrankten aus.
Obwohl die Erkrankung Neurodermitis schon seit Ende des 19.
Jahrhunderts beschrieben und namentlich benannt ist, ist sie für
Mediziner immer noch ein kleines Rätsel. Bis heute bestehen keine
genauen Kenntnisse über die Ursachen für die Entstehung der
Erkrankung. Dennoch ist die Erkrankung sehr aktuell, da sie an
Häufigkeit zunimmt.
Das Thema hat unser Interesse geweckt, da wir in einer Einrichtung
für behinderte Menschen tätig sind und dort eine junge Frau betreuen,
die an Neurodermitis erkrankt ist. Durch die intensive Arbeit mit der
Klientin ist uns die Auswirkung der Erkrankung bewusst geworden und
folglich die Notwendigkeit zur Beschaffung von umfangreichen
Informationen.
Wir werden in unserer Arbeit zunächst einen Überblick über die
Erkrankung geben. Dabei gehen wir auf das Krankheitsbild, den
Krankheitsverlauf , die Diagnosestellung und mögliche Ursachen ein.
Weiterhin möchten wir beleuchten, welche Faktoren die Entstehung
und Aufrechterhaltung der Erkrankung begünstigen und
Interventionsmöglichkeiten aufzeigen. Insbesondere die Themen
„Ernährung“ und „Patientenschulung“ werden wir genauer
herausarbeiten. [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. DARSTELLUNG DER ERKRANKUNG

2.1. Definition

2.2. Krankheitsbild

2.2.1. Hauttrockenheit

2.2.2. Störungen der vegetativen Hautfunktion

2.2.3. Veränderte Keimbesiedlung der Haut

2.3. Krankheitsverlauf

2.4. Diagnose

2.4.1. Abgrenzung der Neurodermitis zu ähnlichen Hauterkrankungen

2.4.2. Abgrenzung der Neurodermitis zu Allergien

2.5. Ursachen/ Auslöser

2.5.1. Genetische Faktoren

2.5.2. Psychische Faktoren

2.6. Epidemiologie/ Häufigkeit

2.7. Therapien

2.7.1. Antientzündliche Behandlung

2.7.2. Maßnahmen gegen der Juckreiz

2.7.3. Vermeidung von Provokationsfaktoren

2.7.4. Darmsanierung

2.7.5. Klimatherapie

2.8. Folgen der Neurodermitis für die kindliche Entwicklung

3. ZUSAMMENHANG ZWISCHEN ERNÄHRUNG / NAHRUNGSMITTELALLERGIEN UND NEURODERMITIS

3.1. Krankheitszeichen einer Nahrungsmittelallergie

3.2. Verträglichkeiten von bestimmten Nahrungsmitteln

3.3. Auf welche Weise werden Nahrungsmittelallergien ausgelöst?

3.4. Testverfahren zur Feststellung einer Nahrungsmittelallergie

3.4.1. Der Prick- und Intrakutantest

3.4.2. Der Scrach- und Reibe- Test

3.4.3. Der RAST- Test

3.4.4. Der Provokationstest

3.5. Diäten bei einer festgestellten Nahrungsmittelallergie

3.5.1. Die Eleminationsdiät

3.5.2. Die Rotationsdiät

4. SCHULUNGSMASSNAHMEN

4.1. Schulungsinhalte

4.1.1. Prävention

4.1.2. Akzeptanz und Mitwirkung bei der Behandlung

4.1.3. Soziale Fertigkeiten

5. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Ernährung und Patientenschulung als zentrale Interventionsmaßnahmen bei Neurodermitis im Kindesalter. Das primäre Ziel besteht darin, ein tieferes Verständnis für die krankheitsbedingten Belastungen zu entwickeln und praktikable Ansätze für die Betreuung betroffener Kinder, insbesondere im sozialpädagogischen Kontext, aufzuzeigen.

  • Krankheitsbild, Verlauf und Ursachen der Neurodermitis
  • Einfluss von Nahrungsmittelallergien auf den Krankheitsverlauf
  • Diagnostische Verfahren und diätetische Interventionsmöglichkeiten
  • Struktur und Inhalte von Neurodermitis-Schulungen
  • Soziale und entwicklungspsychologische Aspekte der Erkrankung

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Hauttrockenheit

Die Neurodermitishaut ist insgesamt trocken. Merkmale sind die verstärkte uhigkeit und eine Schuppung der Haut. Die Folge ist eine gestörte Barrierefunktion. Das bedeutet, die Neurodermitis- Haut verliert zuviel Feuchtigkeit und enthält dadurch auch zuwenig Feuchtigkeit. Durch die gestörte Hautbarriere können Umweltstoffe, wobei es sich dabei nicht nur um schädliche Stoffe handeln muss, leichter die irritierte Haut durchdringen.

Ebenso wie eine verminderte Fähigkeit der Haut Feuchtigkeit zu speichern ist auch eine Verminderung spezieller Hautfette, besonders der Ceramide, typisch für die Neurodermitiker- Haut. Die Zusammensetzung und Funktion der Haut lässt sich durch bestimmte Methoden nachweisen. Die Veränderungen zeigen sich bereits in der nicht entzündeten Haut, die auf dem ersten Blick gesund erscheint. Im Falle der akuten Entzündung sind die Merkmale jedoch wesentlich stärker ausgeprägt. Die Bedeutung der Hautfette, besonders der Ceramide, wird in letzter Zeit vermehrt untersucht. Man geht davon aus, dass die Ceramide die Funktion eines Botenstoffes in der Zelle erfüllen können und dadurch Einfluss nehmen auf die Differenzierung der Zellen und die Regulation des Zellzyklus. Manche Experten betrachten die trockene Haut der Neurodermitiker als genetisch bedingte Eigenschaft, während andere auf die variable Natur der Trockenheit hinweisen, die sich bei vielen Patienten im Verlauf ihrer Erkrankung schnell ändern kann. (vgl. Ring, Johannes; 2000; S. 17 f.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Die Einleitung thematisiert die hohe Belastung der Neurodermitis für betroffene Kinder und deren Umfeld und definiert das Ziel der Arbeit, Interventionsmöglichkeiten herauszuarbeiten.

2. DARSTELLUNG DER ERKRANKUNG: Dieses Kapitel erläutert das Krankheitsbild, die diagnostischen Herausforderungen, genetische und psychische Ursachen sowie verschiedene Therapieansätze und deren Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung.

3. ZUSAMMENHANG ZWISCHEN ERNÄHRUNG / NAHRUNGSMITTELALLERGIEN UND NEURODERMITIS: Hier werden die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Hautzustand, relevante Nahrungsmittelallergene sowie die Möglichkeiten der Diagnostik und Diätführung untersucht.

4. SCHULUNGSMASSNAHMEN: Dieses Kapitel beschreibt die Bedeutung und Struktur von Patientenschulungen zur Vermittlung von Wissen, Bewältigungsstrategien und sozialen Fertigkeiten für den Umgang mit der Erkrankung.

5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Medizinern, Patienten und sozialen Einrichtungen zusammen und unterstreicht die Relevanz einer ganzheitlichen Unterstützung.

Schlüsselwörter

Neurodermitis, Kindesalter, Ernährung, Nahrungsmittelallergie, Patientenschulung, Interventionsmaßnahmen, Juckreiz, Hautbarriere, atopisches Ekzem, Lebensqualität, Klimatherapie, Sozialpädagogik, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Neurodermitis bei Kindern und analysiert, wie durch gezielte Ernährungsberatung und Patientenschulungen die Lebensqualität der Betroffenen verbessert und der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die medizinischen Grundlagen des Krankheitsbildes, den Einfluss von Nahrungsmitteln und Allergenen, diagnostische Methoden sowie die Bedeutung von strukturierten Schulungsprogrammen und sozialer Unterstützung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Interventionsmöglichkeiten bei Neurodermitis aufzuzeigen, die über rein medizinische Aspekte hinausgehen und insbesondere die Rolle von Ernährung und Schulung im Alltag und im sozialen Umfeld von Kindern hervorheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse medizinischer und psychologischer Fachquellen zum Thema Neurodermitis, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und pädagogischer Betreuung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte klinische Darstellung der Erkrankung, die Analyse ernährungsbedingter Auslöser und Diäten sowie die Beschreibung strukturierter Schulungsmethoden, die auf die Bedürfnisse von Kindern und deren Eltern zugeschnitten sind.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Neurodermitis, Kindesalter, Ernährung, Nahrungsmittelallergie, Patientenschulung, Interventionsmaßnahmen, Juckreiz, atopisches Ekzem und Lebensqualität.

Wie beeinflusst die Ernährung laut Arbeit das Hautbild?

Die Arbeit erläutert, dass Nahrungsmittel bei 20 bis 40 Prozent der Patienten Schübe auslösen können, weshalb eine individuelle Ernährungsumstellung und die Vermeidung identifizierter Allergene als wesentliche therapeutische Stütze dienen können.

Welche Rolle spielen soziale Einrichtungen bei der Betreuung?

Soziale Einrichtungen wie Kindergärten tragen eine hohe Verantwortung; die Arbeit empfiehlt, dass Mitarbeiter umfassend informiert sind, um das betroffene Kind vollständig zu integrieren und in schwierigen Phasen verständnisvoll sowie kompetent Hilfestellung zu leisten.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Neurodermitis im Kindesalter. Bedeutung der Ernährung und Patientenschulung als mögliche Interventionsmaßnahme
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf  (Sozialpädagogik)
Veranstaltung
Grundlagen der Sozialmedizin Teil 2
Autor
Christel Liegl-Prokein (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
42
Katalognummer
V7292
ISBN (eBook)
9783638146012
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neurodermitis Kindesalter Bedeutung Ernährung Patientenschulung Interventionsmaßnahme Grundlagen Sozialmedizin Teil
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christel Liegl-Prokein (Autor:in), 2002, Neurodermitis im Kindesalter. Bedeutung der Ernährung und Patientenschulung als mögliche Interventionsmaßnahme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7292
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Leseprobe aus  42  Seiten
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