Der Deutsche Orden in Preußen

Von der Gründung des Ordensstaats, Hermann Balk, dem Ende des Ordens in Preußen und dem Deutsche Orden in der Gegenwart


Hausarbeit, 2007

31 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Gliederung

Einleitung

1. Gründung des Deutschen Ordens

2. Streben nach einem Ordenstaat im 13. Jahrhundert nach Scheitern der Kreuzzüge
2.1 Erstes Ordensland in Siebenbürgen
2.2 Unterstützung des Herzogs Konrad I. von Masowien - Rechtliche Grundlagen
2.3 Unterstützung des Herzogs Konrad I. von Masowien – Militärische Hilfe
2.4 Verwaltung Preußens

3. „Hermann Balk - Der erste Preuße“
3.1 Laufbahn im Deutschen Orden
3.2 Eroberung Preußens
3.3 Kulmer Handfeste

4. Das Ende des Deutschen Ordens
4.1 Die polnisch-litauische Union
4.2 Die Schlacht von Tannenberg/Grunwald
4.3 I. Thorner Frieden
4.4 Fremder Landesherr-Ämterverteilung
4.5 Regelverfall
4.6 Gründung des Preußischen Bunds
4.7 II. Thorner Frieden
4.8 Umwandlung des Ordensstaats in ein Herzogtum
4.9 Die wesentlichen Punkte des Krakauer Vertrags

5. Der Deutsche Orden in der Gegenwart
5.1 Das Gedenken an den Deutschen Orden nach 1525 in militärischem Kontext
5.2 Der Orden im 20. und 21. Jahrhundert

Zusammenfassung

Anlagen

Bibliographie

Einleitung

Das Werden und Wirken des Deutschen Ordens hat auch heute noch Einfluss auf die deutsch-polnische Politik: die "Beziehungen zu Polen sind freundschaftlich" titelte das Hamburger Abendblatt am 21.12.2006.[1] Dieser Artikel sollte alle Leser beruhigen, die am Tag zuvor von der Schlagzeile „Neue Spannungen zwischen Berlin und Warschau“ auf dem Titelblatt aufgeschreckt worden waren.[2] Hintergrund dieser Schlagzeilen war das Einreichen einer Klageschrift beim Europäischen Menschenrechtsgerichtshof durch die Vertriebenen-Vertretung Preußische Treuhand am Freitag, den 15.12.2006. Die Androhung der polnischen Außenministerin Anna Fotyga am 20.12.2006, den deutsch-polnischen Grenzvertrag von 1990 zu revidieren, wurde am Folgetag mehr oder wenig als ein Missverständnis abgetan. Grund dafür war sicherlich auch die scharfe Verurteilung der Klage-Einreichung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, der diese Handlung als „einen Schlag ins Gesicht“ für alle, die sich für die Aussöhnung der beiden Länder eingesetzt hätten, bezeichnete.[3]

Die umstrittene Organisation Preußische Treuhand reichte die Klagen von 22 Deutschen ein, die nach dem Zweiten Weltkrieg vertrieben worden waren. Diese fordern entweder die Rückgabe ihres früheren Eigentums oder Entschädigungszahlungen.

In dem Vertrag von 1990 verzichten die Regierungen in Berlin und Warschau unter anderem auch für die Zukunft auf jegliche Gebietsansprüche. Nicht vertraglich geregelt wurde dagegen der Umgang mit so genannten Individualklagen. Durch den EU-Beitritt Polens sehen einige der Kläger neue rechtliche Chancen, ihr enteignetes Gut wiederzuerlangen.

Diese erneute Diskussion um Besitztümer im heutigen Polen zeigt, dass die Gründung des Ordensstaats durch den Deutschen Orden noch teilweise die heutige Politik beeinflusst. Deshalb ist es umso wichtiger sich mit der Geschichte des Ordens zu beschäftigen, um gegenseitige Konflikte zu verstehen und zu Lösungen beizutragen.

Die von Peter von Duisburg in den 1420er Jahren verfasste Preußische Chronik ist die wichtigste Quelle, um sich mit der Eroberung des Landes durch den Deutschen Orden auseinanderzusetzen. Ein Großteil dessen, was über die ersten Jahrzehnte des Ordens bekannt ist, wird in der Chronik und keiner anderen Quelle überliefert. Insofern hängt viel von der Glaubwürdigkeit und den Intentionen des Autors ab. Über sich selbst schreibt er wenig, aber er wird wahrscheinlich im Königsberger Konvent als Ordensbruder gelebt haben. Seine Intention ist den zu seiner Zeit lebenden Ordensbrüdern - also circa 50 Jahre nach den Kriegshandlungen - ein Ideal vorzustellen, an dem sie sich orientieren können, da sie seiner Meinung nach nicht mehr so zuchtvoll und regeltreu leben.[4]

Es gibt neben dieser noch weitere Chroniken, wie die „Erklerung der Preussisch grösseren Landtaffel oder Mappen“ von Caspar Hennebergerum geschrieben um 1595, die „Historia Rerum Prussicarum, Wahrhaftige und eigentliche Beschreibung der Lande Preussen“ von Caspar Schützen aus dem Jahr 1599 oder die „Preußische Kirchen-Historia“ von Christoph Hartknoch von 1686“.[5]

Aber keiner dieser Verfasser war örtlich und zeitlich so nah am Geschehen wie Peter von Duisberg, der vermutlich Berichte von Augenzeugen zur Verfügung hatte.

Bei der Beschäftigung mit dem Deutschen Orden fällt auf, dass die Literatur vor den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts teilweise tagespolitische Züge annimmt. Sobald es um Deutungen, Analysen und Urteile ging, war das Ergebnis von der Nationalität des Historikers abhängig. Erst durch Annäherung Polens und der Bundesrepublik Deutschland in den 1960er Jahren wurden die Arbeiten wissenschaftlicher. Ein Wissensaustausch begann, der wesentlich von Udo Arnold gefördert wurde, der unter anderem als Präsident der Internationalen Historischen Kommission zur Erforschung des Deutschen Ordens tätig war.

Mit dem Zusammenbruch des Ostblocks Anfang der 1990er Jahre wurden die Archive in Polen für westliche Historiker zugängig und weitere aufschlussreiche Quellen wurden verfügbar. Veröffentlichungen nach 1990 sollten also bevorzugt bei der Beschäftigung mit dem Deutschen Orden verwendet werden. Aber auch vorher konnte im Westen bereits gut geforscht werden, da wichtige Schriftstücke des Ordens vor dem Zweiten Weltkrieg von Königsberg nach Göttingen geschafft wurden. Diese lagern heute im Geheimen Staatsarchiv der Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Berlin.[6]

Als deutsches Standardwerk des 20. Jahrhunderts gilt Hartmut Broockmanns „Der Deutsche Orden. Zwölf Kapitel aus seiner Geschichte“[7] und auf polnischer Seite übernehmen Marian Biskup und Gerard Labuda mit „Die Geschichte des Deutschen Ordens“[8] diesen Part. Labuda

setzte sich nach der Veröffentlichung von Broockmanns Werk stark für die Übersetzung ins Polnische ein, welche fünf Jahre nach der deutschen Veröffentlichung erfolgte. Sein Gemeinschaftsbuch mit Biskup wurde ebenfalls übersetzt, in diesem Fall aber ins Deutsche.

Diese beiden Werke markieren das Ende der separaten Annäherung der deutsch-polnischen Geschichte.[9]

Als der Orden Ende 1989 in Polen anfragte, ob die Rückkehr in eine der Ordensburgen akzeptiert werden würde, wo er seine karitativen Dienste anbieten würde, wurde dies abgelehnt. Das zeigt, wie sensibel mit diesem Thema immer noch verfahren werden muss.[10]

In dieser Hausarbeit soll das Vorgehen des Deutschen Ordens bei der Eroberung Preußens geschildert werden, wobei besonderes Augenmerk auf Hermann Balk gelegt wird. Hermann Balk und Hermann von Salza sind wohl die bedeutendsten Ordensbrüder zu Beginn des Preußenfeldzuges und sie prägten das spätere Ordensland entscheidend.

Außerdem soll diese Arbeit aufzeigen, welche Umstände dazu geführt haben, dass der Ordensstaat schließlich in das Herzogtum Preußen umgewandelt wurde.

Zum Schluss möchte ich noch kurz auf das Erinnern des Deutschen Ordens in militärischem Rahmen eingehen.

1. Gründung des Deutschen Ordens

Im Zuge des Dritten Kreuzzugs erreichte Herzog Friedrich von Schwaben im Oktober 1190 die Stadt Akkon. Nachdem aufgrund großer Gebietsverluste das Deutsche Hospital in Jerusalem verloren gegangen war, musste eine neue Einrichtung zur Versorgung der Verwundeten gegründet werden[11]. Zunächst wurde 1190 von Bremern und Lübeckern ein Feldlazarett errichtet, dessen Leitung der Herzog innehatte, welche er später auf seinen Kaplan übertrug. Der Geistliche verwandelte den Verband in den Orden[12] „Hospital St. Mariens der Deutschen zu Jerusalem“[13]. Der Herzog von Schwaben setze sich für den Orden ein, verstarb jedoch schon am 20.11.1192. Möglicherweise hatte er sich aber vor seinem Tod an seinen Schwiegervater gewandt, denn dieser unterstützte ebenfalls den Deutschen Orden. Aber auch er verstarb bereits kurze Zeit nach Beginn seines Engagements am 28.9.1197. Durch diese anfängliche Unterstützung durch das Geschlecht der Staufer lässt sich auch die spätere Verbundenheit zu dieser Familie erklären.[14]

Wahrscheinlich noch auf Anweisungen des mittlerweile verstorbenen Kaisers geschah die Umwandlung in einen Ritterorden. Das Heilige Reich hoffte, durch diesen Ritterorden mehr Einfluss im Heiligen Land zu erlangen und unterstützte dementsprechend die Entwicklung.

Der neugegründete Orden adaptierte die Regeln für die Krankenpflege, wie sie der 50 Jahre vorher gegründete Johanniterorden befolgte und er übernahm die Vorschriften der Templer für das Kriegswesen.[15] Als Bekleidung wurde ein weißer Mantel mit einem schwarzen Kreuz eingeführt. (s. Abb. I)

Bereits am 6.2.1191 hatte der Orden das Schutzprivileg von Papst Clemens III. erhalten. 19.2.1199 stimmte Papst Innozenz III. nun auch der Erhebung zum Ritterorden zu.[16]

2. Streben nach einem Ordenstaat im 13. Jahrhundert nach Scheitern der Kreuzzüge

Das Ende der Kreuzzüge bedeutete für die Orden, dass sie ihre eigentliche Aufgabe verloren. Bis auf den Johanniterorden, der noch heute karitativ tätig ist und den Deutschen Orden lösten sie sich damals schon auf oder wurden in Ehrenorden umgewandelt.[17]

Nachdem die Kreuzzüge ins Heilige Land gescheitert waren, suchten die Brüder des Deutschen Ordens, vertreten durch den Hochmeisters Hermann von Salza (1210-1239), eine neue Heimat. Auf der Suche nach einem eigenen Herrschaftsgebiet, auf dem der Orden einen souveränen Staat gründen konnte, mussten zunächst einige Rückschläge hingenommen werden.[18]

2.1 Erstes Ordensland in Siebenbürgen

Zunächst bot sich ein Gebiet im heutigen Südeuropa an. Der ungarische König, Andreas I., hatte dem Orden 1211 Besitz im Burzenland in Siebenbürgen, an der ungarischen Grenze geschenkt. Absicht des Königs war es, dass der Orden das christliche Ungarn vor den heidnischen Kumanen schützen sollte. Der Orden baute zu diesem Zwecke sechs Burgen zur Verteidigung und versuchte, sich mit päpstlichem Einverständnis fest zu etablieren. Doch die Abschirmung gegen den König, die zuständigen Bischöfe und der Versuch das Gebiet von Ungarn loszulösen, stießen auf Widerstand. 1225 vertrieb der König den Orden mit militärischer Gewalt.[19]

2.2 Unterstützung des Herzog Konrad I. von Masowien - Rechtliche Grundlagen

Seit dem 12. Jahrhundert war mehrfach versucht worden, die Prußen zu missionieren.[20] Hinter den Missionierungsversuchen, die vor allem von polnischen Herzögen ausgegangen waren, stand aber auch das Interesse, das Land dem eigenen Herrschaftsgebiet einzugliedern. Eine Erweiterung seines Königreichs auf Kosten der Prußen beabsichtigte aber auch der dänische König.[21]

Am 31.1.1224 wandte sich der deutsch-römische Kaiser mit einem Manifest an die baltischen Völker, wobei er hier den Stil von Papst Innozenz III. nachahmte. Er schien sich als Schutzherr für dieses Gebiet zu verstehen und versprach der Bevölkerung ihre Freiheit und den Erhalt ihrer Rechte nach Annahme des Christentums.[22]

Die Missionierungsversuche waren jedoch nur von geringem Erfolg gekrönt und zu Beginn des 13. Jahrhunderts griffen die Prußen das Kulmerland an. Da sich der Herzog von Masowien, dem dieses Herzogtum gehörte, im Nordosten seines Reiches noch gegen andere Völker wehren musste, rief er den Deutschen Orden zu Hilfe.

Als Gegenleistung sollte der Orden das Kulmerland und das Niemandsland Preußen erhalten.[23] Das Kulmerland, über das der Herzog kaum mehr verfügen konnte, war ebenso leicht zu vergeben wie Preußen, das ihm gar nicht gehörte.[24] Es kann nicht ganz genau verifiziert werden, wann dieser Vorschlag gemacht wurde, es wird das Frühjahr 1225 angenommen.

Doch der Orden wollte sich dieses Mal absichern. Die 1235 ausgestellte, aber auf März 1226 zurückdatierte Goldene Bulle von Rimini von Kaiser Friedrich II. bestätigte die Ansprüche des Deutschen Ordens.[25] Der Kaiser gewährt dem Hochmeister Hermann von Salza Rechte und Privilegien, „wie sie kein Reichsfürst in seinem Lande besser haben kann“.[26] Damit ist gemeint, dass es dem Deutschen Orden im Kulmerland und in Preußen gestattet war, Gerichtsbarkeit (jurisdictionem) sowie Landeshoheit (potestatem) auszuüben.

Nach der Reinhardsbrunner Chronik[27] soll der Kaiser im März 1226 den Landgrafen von Thüringen mit der Eroberung des Preußenlands beauftragt haben. Es bleibt aber unklar, warum der Kaiser dies hätte tun sollen und das Preußenland wird in der Chronik auch nicht ganz eindeutig genannt. Tatsache bleibt, dass der Kaiser im Frühjahr 1226 mit Vertretern des Heiligen Römischen Reichs, dem Hochmeister des Deutschen Orden und Gesandten des Herzog von Masowiens in Verbindung gestanden hat.[28]

Da der Deutsche Orden von Friedrich II. zur Unterstützung des fünften Kreuzzugs herangezogen wurde verschoben sich die Verhandlungen.[29]

In der Zwischenzeit gründete Konrad von Masowien den Dobriner Orden zum Schutz der Grenze Kujawiens und Masowiens zum Kulmerland.[30] Der spanische Orden von Calatrava wurde 1228/30 in Thyman (Tymawa) bei Mewe (Gniew) an der Weichsel eingesetzt. Beide konnten jedoch die vom Herzog in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen.

1229 und 1230 bestätigte der Herzog von Masowien mehrfach die Übertragung des Kulmerlands an den Deutschen Orden und fügte noch die Burg Nessau (Nieszawa) am linken Weichselufer hinzu. Die Bischöfe von Plock und Christian von Preußen stimmten dem zu und so kam es schließlich zum Kruschwitzer Vertrag. In ihm wurde die vereinbarte Übertragung ohne Ansprüche Dritter festgelegt.[31]

In der Bulle von Rieti aus dem Jahr 1234 bestätigt der Papst diesen Vertrag, stellte das Kulmerland und alle anderen noch zu erobernden Gebiete unter päpstliche Oberhoheit und verlangte den üblichen Peterspfennig.[32] Ebenso sicherte sich der Papst das Recht, Bistümer zu errichten und sie mit angemessenem Land auszustatten.[33] Dass der Orden sein Land in das Recht und Eigen des Heiligen Petrus aufnehmen und es sich vom Papst verleihen ließ, macht die päpstliche Vorrangstellung gegenüber dem Kaiser deutlich.[34]

[...]


[1] http://www.abendblatt.de/daten/2006/12/21/657234.html, letzter Zugriff am 13.01.2007

[2] http://www.abendblatt.de/daten/2006/12/20/656436.html, letzter Zugriff am 13.01.2007

[3] http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,455522,00.html, letzter Zugriff am 13.01.2007

[4] Militzer, Klaus: Von Akkon zur Marienburg – Verfassung, Verwaltung und Sozialstruktur des Deutschen Ordens 1190 – 1309. Marburg 1999 (Quellen und Studien zur Geschichte des Deutschen Ordens, Bd. 56). S.101-103.

[5] Schuch, Hans Jürgen (Redaktion): 800 Jahre Deutscher Orden: Landesherr in Preußen von 1226-1525; historische Ausstellung in Bildern, Dokumenten, Modellen und Kunstwerken vom 28. April bis 23. September 1990. Ausstellungskatalog. Münster 1990. S. 34.

[6] Erlen, Peter: Europäischer Landesausbau und mittelalterliche deutsche Ostsiedlung – Ein struktureller Vergleich zwischen Südwestfrankreich, den Niederlanden und dem Ordensland Preußen. Marburg 1992. S. 15f.

[7] Boockmann, Hartmut: Der Deutsche Orden – Zwölf Kapitel aus seiner Geschichte, 2., verbesserte Auflage. München 1982 (Beck´sche Sonderausgaben).

[8] Biskup, Marian und Labuda, Gerard: Die Geschichte des Deutschen Ordens in Preußen – Wirtschaft, Gesellschaft, Staat und Ideologie. Osnabrück 2000.

[9] Biskup/Labuda: Vorwort von Rex Rexheuser.

[10] Antkowiak, Wlodzimierz; Lamparski, Piotr: Die Burgen des Deutsche Ritterordens im Kulmer Land. (Geschichte, Pläne, Geheimnisse) Torun 1999. S. 121.

[11] Tumler, Marian: Der Deutsche Orden. Wien 1965. S.1.

[12] Der Deutsche Orden war nur einer von vielen Ritterorden, die im 11.-13. Jahrhunderts gegründet wurden. Ritter lebten wie Mönche in einer Ordensgemeinschaft mit ihren bestimmten Rechten und Normen. Im Unterscheid zu den Mönchen wohnten die Ritter jedoch auf Burgen. Diese Entwicklung lässt sich mit den Auswirkungen der Kreuzzugsbewegung erklären. (Tumler: Orden. S. 1.)

[13] Die Bezeichnung „Fratres hospitalis sanctae Mariae Theutonicorum Ierusolimitanorum“ lautete der volle feierliche Titel des Ordens. Bei weniger feierlichen Anlässen wurde kürzere Namen wie „Ordo Theutonicorum“ oder auf deutsch „Deutscher Orden“ verwendet. (Broockmann: S. 34.)

[14] Wieser, P. Klemens (Hrsg.): Hellmann, Manfred: König Manfred von Sizilien und der Deutsche Orden. In: Acht Jahrhunderte Deutscher Orden in Einzeldarstellungen. Band 1. S. 65-72. S. 65f.

[15] Militzer, Klaus: Die Geschichte des Deutschen Ordens. Stuttgart 2005. S. 14.

[16] Tumler: Orden. S. 2.

[17] Ders.: S. 4.

[18] Militzer: Geschichte. S. 62.

[19] Brockmann: S. 68.

[20] Die Prußen waren ein baltisches Volk, sprachlich verwandt mit den litauischen und lettischen Stämmen.

[21] Militzer: Akkon. S. 63.

[22] Dequin, Horst F. E.: Hermann Balk der erste Preuße. Westerhorn 1995. S. 83.

[23] Militzer: Akkon. S. 63.

[24] Militzer: Geschichte. S. 336.

[25] Vermutlich sah sich der Kaiser unter Zugzwang nachdem der Papst dem Kruschwitzer Vertrag zugestimmt hatte.

[26] Schuch: S. 14. („aliquis princeps imperii“; C.A. Lückerath: Lexikon des MA. Goldene Bulle von Rimini. Band 4, Spalte 1541-1542.)

[27] Militzer: Geschichte. S.63.

[28] Ebd.: S.63.

[29] Ebd.: S. 64.

[30] Auch als „frates de Dobrin“ oder „milites Christi de Prussia“ bekannt. (Dequin: Balk. S. 87.)

[31] Folgend verzichtet Bischof Christian von Preußen 1231 in einem Vertrag, der bei Rubenicht in Österreich geschlossen wird auf alle weltlichen Rechte an Preußen und Kulmerland.

[32] Militzer: Akkon. S. 337.

[33] Poschmann, Brigitte: Bistümer und Deutscher Orden in Preußen 1243-1525. Untersuchung zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte des Ordenslandes. (Dissertation) Münster 1962. S. 7.

[34] „monarchia imperii“ gegenüber „sacrum imperii“; C.A. Lückerath: Lexikon des MA. Goldene Bulle von Rimini. Band 4, Spalte 1541-1542.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Der Deutsche Orden in Preußen
Untertitel
Von der Gründung des Ordensstaats, Hermann Balk, dem Ende des Ordens in Preußen und dem Deutsche Orden in der Gegenwart
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Veranstaltung
Kreuzzüge im Mittelalter
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
31
Katalognummer
V72941
ISBN (eBook)
9783638732673
ISBN (Buch)
9783638755122
Dateigröße
1143 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Voller Titel (der Hausarbeit und des Seminars): Der Deutsche Orden in Preußen Von der Gründung des Ordensstaats, Hermann Balk, dem Ende des Ordens in Preußen und dem Deutsche Orden in der Gegenwart. 'Kreuzzüge im Mittelalter (von Palästina bis Norddeutschland und von Spanien bis Litauen)'
Schlagworte
Deutsche, Orden, Preußen, Kreuzzüge, Mittelalter
Arbeit zitieren
Birte Wachtel (Autor), 2007, Der Deutsche Orden in Preußen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/72941

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