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Theologie und Geschichte der Bilderverehrung in den drei großen Offenbarungsreligionen

Title: Theologie und Geschichte der Bilderverehrung in den drei großen Offenbarungsreligionen

Seminar Paper , 2007 , 35 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Antje Kaczmarek (Author)

Theology - Systematic Theology
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Im Grunde sind es drei Begriffe, die die folgende Ausarbeitung miteinander umgehen lässt: Der Begriff der Ikone, der des Ikonoklasmus und der der Ikonodulie. Ihre Geschichte, ihre Beziehung zueinander und ihre Rolle in den drei großen Offenbarungsreligionen Judentum, Islam und Christentum sollen im Folgenden erarbeitet sein.

Am bekanntesten dürfte uns der Begriff der Ikone sein, wenn auch in Verbindung mit den multiplen Medien unserer Zeit. Das Wort leitet sich von dem griechischen εικών ab und bedeutet dort das Bild oder das Abbild. Unter einer Ikone versteht man von der Kirche geweihte Bilder, die meist Ehrfurcht erwecken und eine Verbindung zwischen dem Dies- und dem Jenseits herstellen sollen. Mitunter wird Ikonen sogar eine Wunderwirkung zugeschrieben. Besonders in den Ostkirchen spielen Ikonen eine große Rolle, vermutlich stammen deshalb die ältesten erhaltenen Ikonen aus dem 6. Jahrhundert aus Griechenland, Russland, Rumänien und Zypern.

Excerpt


Gliederung der Seminararbeit

1 Einleitung

2 Das Bilderverbot im Judentum

3 Die Ikonen des Christentums

3.1 Geschichtliche Vorbetrachtung zur Ikone des Christentums

3.2 Die ökumenisch-theologischen Ansätze zur Bilderverehrung bis ins Frühmittelalter

3.3 Die Typologien

3.4 Zur Ikone in der orthodoxen Kirche

3.5 Die goldene Mitte der römisch-katholischen Kirche

3.6 Der lutherische und reformierte Umgang mit dem Bild

4 Der Ikonoklasmus im Islam

5 Conclusio

6 Quellennachweis

6.1 Primärliteratur:

6.2 Sekundärliteratur:

6.3 Quellennachweis zu den Anmerkungen:

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Theologie und Geschichte des Bilderverbots in den drei großen Offenbarungsreligionen Judentum, Christentum und Islam. Ziel ist es, die unterschiedlichen Standpunkte zu Ikonodoulie (Bilderverehrung) und Ikonoklasmus (Bilderfeindlichkeit) systematisch einzuordnen und zu vergleichen.

  • Theologische Begründung und Geschichte des Bilderverbots im Judentum.
  • Entwicklung der Ikonenverehrung und des Ikonoklasmus im Christentum.
  • Unterschiedliche Positionen der christlichen Konfessionen zum Bildgebrauch.
  • Analyse der Haltung des Islams zum Bilderverbot und dessen Begründung.
  • Vergleichende Zusammenfassung der Inkarnation als entscheidendes Kriterium für die Bilderlegitimation.

Auszug aus dem Buch

3.1 Geschichtliche Vorbetrachtung zur Ikone des Christentums

Die Anfänge der Ikonenverehrung setzen die Konzilsväter des 7. Ökumenischen Konzils in der Zeit der apostolischen Predigt fest und bestimmen sie somit als feste Tradition. Obgleich die Abbildung Gottes dem Dekalog zufolge verboten war, verstand die alttestamentliche Tradition göttliche Epiphanien als Offenbarung der Macht und Gegenwart Gottes. Demnach hatte das Volk des Alten Testaments Teil an der geschichtlichen Gegenwart konkreter Ereignisse oder göttlicher Epiphanien. Die Bilder-/ Ikonenverehrung hat nach Ansicht von Susanne Hausammann vier Wurzeln. Die erste Wurzel findet sich in der Heiligenverehrung, die besonders während der Christenverfolgung des 2. Jahrhunderts eine große Rolle spielte und bei der Ikonen als Christusträger verehrt und um Fürbitten angerufen worden sind. Die Verehrung der Heiligen wurde jedoch strikt von der Anbetung Gottes unterschieden. Auch im frühchristlichen Reliquienkult war klar, dass nicht der Knochen, sondern die damit verbundene, von Christus vergöttlichte Person verehrt wird. Für das heutige Wissen werden die ersten Bilder erst durch die Berichte von Euseb von Caesarea geschichtlich fassbar, der 312 n. Chr. farbige Bilder von Petrus, Paulus und Christus gesehen haben will.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die zentralen Begriffe Ikone, Ikonoklasmus und Ikonodulie sowie deren Kontext in den drei Offenbarungsreligionen.

2 Das Bilderverbot im Judentum: Analyse der strengen Auslegung des Bilderverbots in der jüdischen Tradition und der Entwicklung jüdischer Kunst unter Wahrung der Bildlosigkeit im religiösen Raum.

3 Die Ikonen des Christentums: Detaillierte Betrachtung der christlichen Auseinandersetzung mit Bildern, von historischen Ursprüngen bis hin zur konfessionellen Differenzierung zwischen orthodoxer, katholischer und reformatorischer Auffassung.

3.1 Geschichtliche Vorbetrachtung zur Ikone des Christentums: Darstellung der frühen Wurzeln der Ikonenverehrung in der christlichen Tradition und Heiligenverehrung.

3.2 Die ökumenisch-theologischen Ansätze zur Bilderverehrung bis ins Frühmittelalter: Untersuchung der theologisch-christologischen Debatten, die zur Legitimation oder Ablehnung christlicher Bilder führten.

3.3 Die Typologien: Erläuterung der formalen Auflagen und theologischen Konventionen, die der Ikonenmalerei zugrunde liegen.

3.4 Zur Ikone in der orthodoxen Kirche: Analyse der inkarnationstheologischen Begründung, die in der orthodoxen Kirche Bilder als Fenster zum Göttlichen legitimiert.

3.5 Die goldene Mitte der römisch-katholischen Kirche: Beschreibung des katholischen Mittelwegs, der Bilder als Lehrmittel und zur Andacht nutzt, ohne sie als Materie anzubeten.

3.6 Der lutherische und reformierte Umgang mit dem Bild: Gegenüberstellung der unterschiedlichen protestantischen Perspektiven, die von lutherischer bilderfreundlicher Nutzbarkeit bis hin zur strikten Ablehnung im reformierten Kontext reichen.

4 Der Ikonoklasmus im Islam: Untersuchung der Begründung des Bilderverbots im Islam, welches stark durch den monotheistischen Gedanken und die Transzendenz Gottes geprägt ist.

5 Conclusio: Zusammenfassender Vergleich der drei Religionen, wobei die Inkarnation als entscheidender Faktor für die unterschiedliche Legitimation von Bildern hervorgehoben wird.

6 Quellennachweis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie der Belege für die Anmerkungen.

Schlüsselwörter

Bilderverbot, Ikone, Ikonoklasmus, Ikonodulie, Judentum, Christentum, Islam, Inkarnation, Monotheismus, Theologie, Bilderverehrung, Religionsgeschichte, Götzenbilder, Sakralraum, Epiphanie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen religiösem Bilderverbot und der Verwendung von Bildern in den drei großen Offenbarungsreligionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die Geschichte der Bilderverbotstexte, die theologische Legitimation von Bildern sowie den Vergleich zwischen Judentum, Christentum und Islam.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist die positionelle Einordnung und der Vergleich, wie die verschiedenen Religionen mit dem Bildgebrauch umgehen, insbesondere unter den Gesichtspunkten von Ikonodulie und Ikonoklasmus.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologiegeschichtliche und religionsvergleichende Literaturarbeit, die auf Basis bestehender theologischer Forschung und Quellentexte argumentiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich nach Religionen und Konfessionen, analysiert die jeweiligen Bilderverbote sowie die Begründungen für ihre spezifische Praxis der Bildverwendung oder -ablehnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Bilderverbot, Inkarnation, Monotheismus, Ikonoklasmus und die Differenzierung zwischen den Weltreligionen.

Warum spielt die Inkarnation für das christliche Bilderverständnis eine so zentrale Rolle?

Die Inkarnation Christi ermöglicht die Sichtbarkeit Gottes, was im Christentum als logisches Argument für die Legitimierung von Bildern dient, im Gegensatz zu Judentum und Islam.

Wie unterscheidet sich die Haltung des Islams zum Bildgebrauch von der des Christentums?

Der Islam betont die absolute Transzendenz Gottes und die Menschlichkeit des Propheten, was visuelle Darstellungen als unzulässig erscheinen lässt, während das Christentum die Gott-Mensch-Natur Jesu als Brücke zur Bilddarstellung nutzt.

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Details

Title
Theologie und Geschichte der Bilderverehrung in den drei großen Offenbarungsreligionen
College
Dresden Technical University  (evangelische Theologie)
Course
Seminar
Grade
2,3
Author
Antje Kaczmarek (Author)
Publication Year
2007
Pages
35
Catalog Number
V73021
ISBN (eBook)
9783638734370
Language
German
Tags
Theologie Geschichte Bilderverehrung Offenbarungsreligionen Seminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Kaczmarek (Author), 2007, Theologie und Geschichte der Bilderverehrung in den drei großen Offenbarungsreligionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73021
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