Diese Arbeit greift diese Unterscheidung der Kennzahlencharakteristik auf und ist wie folgt gegliedert. Zu Beginn wird allgemein auf das Thema Kennzahlen eingegangen. Dabei werden
verschiedene Gesichtspunkte der Kennzahlenentwicklung zusammengefasst. Im Anschluss daran werden die logistischen Zieldimensionen und einige klassische Kennzahlen vorgestellt.
Kennzahlen auf funktionaler Ebene (Funktionaler - und Prozess Fokus) werden nur kurz angeschnitten. Vielmehr sollen die wichtigsten Kennzahlen für die Unternehmensführung identifiziert werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Supply Chain Leistung eines einzelnen Unternehmens (Unternehmens Fokus). Im letzten Teil wird beschrieben, welche Kennzahlen zusätzlich relevant werden, wenn der Blick sich unternehmensübergreifend weitet und alle Partner in die Supply Chain-Bewertung einbezogen werden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Kennzahlen
2 Supply Chain Kennzahlen
2.1 Die Zieldimensionen Qualität, Kosten und Zeit
2.2 Kennzahlen auf Funktionsebene
2.3 Kennzahlen für die Unternehmensführung
2.4 Unternehmensübergreifende Supply Chain Kennzahlen
3 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Anwendung von Kennzahlen im Supply Chain Management (SCM). Ziel ist es, ein Verständnis für die Differenzierung von Kennzahlen entlang verschiedener Reifegrade der Supply Chain zu schaffen – von der funktionalen Ebene bis hin zur unternehmensübergreifenden Koordination – und geeignete Messgrößen für die Leistungsbewertung zu identifizieren.
- Grundlagen und Anforderungen an Kennzahlensysteme im Unternehmen.
- Analyse der logistischen Zieldimensionen Qualität, Kosten und Zeit.
- Vergleich von Kennzahlen für die Unternehmensführung und funktionale Ebene.
- Herausforderungen und Kennzahlen für die unternehmensübergreifende Supply Chain.
- Die Rolle von E-Business und technologischen Schnittstellen für das SCM-Controlling.
Auszug aus dem Buch
Einleitung
Supply Chain Management (SCM) stellt in der Weiterentwicklung der Logistik die vorerst letzte Entwicklungsstufe dar. Während sich die Logistik mit dem „Informations-, Material- und Wertefluss innerhalb des leistungserstellenden Unternehmens“ beschäftigt, wird beim SCM der Fokus auf die gesamte, unternehmensübergreifende Koordination der Wertschöpfungskette – von der Rohstoffgewinnung bis zum Endkunden - erweitert. Da die Umsetzung dieses Anspruchs in der unternehmerischen Praxis vor allem die Optimierung der unternehmensinternen logistischen Funktionen voraussetzt, kann die geforderte ganzheitliche Betrachtung der Supply Chain vorerst auf das eigene Unternehmen beschränkt bleiben. Man spricht dann vom internen Supply Chain Management. Das externe SCM, also die gemeinschaftliche Koordinierung der gesamten Wertschöpfungskette, vom Vorlieferanten bis zum Endkunden, bleibt der angestrebte Idealtypus. Aus diesem Grund scheint es auch sinnvoll zwischen den im SCM verwendeten Kennzahlen zu differenzieren, wie es beispielsweise COHEN tut.
Diese Arbeit greift diese Unterscheidung der Kennzahlencharakteristik auf und ist wie folgt gegliedert. Zu Beginn wird allgemein auf das Thema Kennzahlen eingegangen. Dabei werden verschiedene Gesichtspunkte der Kennzahlenentwicklung zusammengefasst. Im Anschluss daran werden die logistischen Zieldimensionen und einige klassische Kennzahlen vorgestellt. Kennzahlen auf funktionaler Ebene (Funktionaler - und Prozess Fokus) werden nur kurz angeschnitten. Vielmehr sollen die wichtigsten Kennzahlen für die Unternehmensführung identifiziert werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Supply Chain Leistung eines einzelnen Unternehmens (Unternehmens Fokus). Im letzten Teil wird beschrieben, welche Kennzahlen zusätzlich relevant werden, wenn der Blick sich unternehmensübergreifend weitet und alle Partner in die Supply Chain-Bewertung einbezogen werden (Unternehmensübergreifender Fokus).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Entwicklung vom klassischen Logistikverständnis hin zum ganzheitlichen Supply Chain Management und definiert die Struktur der Arbeit.
1 Kennzahlen: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Kennzahlen, deren Einteilung und die Anforderungen an eine sinnvolle Implementierung in Unternehmen erörtert.
2 Supply Chain Kennzahlen: Dieses Hauptkapitel analysiert Kennzahlen auf verschiedenen Ebenen, von den logistischen Zieldimensionen über funktionale Messgrößen bis hin zur strategischen Unternehmensführung.
2.1 Die Zieldimensionen Qualität, Kosten und Zeit: Dieser Abschnitt beschreibt das logistische Zieldreieck und die auftretenden Zielkonflikte bei der Optimierung dieser Dimensionen.
2.2 Kennzahlen auf Funktionsebene: Hier wird das Kennzahlensystem von Schulte vorgestellt, das eine detaillierte Steuerung einzelner logistischer Teilfunktionen ermöglicht.
2.3 Kennzahlen für die Unternehmensführung: Dieses Kapitel diskutiert Ansätze zur Reduktion der Kennzahlenvielfalt und stellt das SCOR-Modell sowie spezifische Service- und Aufwandskennzahlen vor.
2.4 Unternehmensübergreifende Supply Chain Kennzahlen: Hier wird die Notwendigkeit von Kennzahlen für externe Kooperationen sowie die Rolle von weichen Faktoren und E-Business-Lösungen beleuchtet.
3 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Bedeutung einheitlicher Datenstrukturen für den unternehmensübergreifenden Erfolg.
Schlüsselwörter
Supply Chain Management, Kennzahlen, Logistik, Key Performance Indicators, SCOR-Modell, Unternehmensführung, Prozessoptimierung, Kostenmanagement, Servicegrad, Lieferzeit, Kooperationsqualität, Bestandsmanagement, E-Business, Controlling, Zieldimensionen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation, Auswahl und Strukturierung von Kennzahlen, um die Leistungsfähigkeit von Supply Chains auf verschiedenen organisatorischen Ebenen messbar und steuerbar zu machen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert sich auf die logistischen Zieldimensionen (Kosten, Qualität, Zeit), die Differenzierung zwischen funktionalen und unternehmensübergreifenden Kennzahlen sowie die Anforderungen an Kennzahlensysteme.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen geeignete Kennzahlen auswählen können, um sowohl die interne Effizienz zu steigern als auch die Kooperation mit externen Partnern in der Wertschöpfungskette messbar zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und -synthese, in der etablierte Modelle (z.B. Schulte, SCOR-Modell, Cohen) zusammengeführt und auf ihre Anwendbarkeit im SCM-Controlling geprüft werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt Kennzahlen für die funktionale Ebene, die Unternehmensführung unter Berücksichtigung von Service- und Aufwandskennzahlen sowie Methoden für die Messung von Kooperationsqualität zwischen Supply Chain Partnern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Kernbegriffe sind Supply Chain Management, Kennzahlen, Logistisches Zieldreieck, Servicegrad, Logistikkosten und unternehmensübergreifendes Controlling.
Warum ist eine Begrenzung der Kennzahlenanzahl so wichtig?
Eine zu hohe Anzahl an Kennzahlen ("Kennzahleninflation") kann das Management überfordern, zu hohen Kosten führen und den Blick für das Wesentliche sowie den Gesamtzusammenhang der Unternehmensziele verschleiern.
Welche Rolle spielt die „weiche“ Kooperationsqualität?
Da Kennzahlen für Kooperationen (wie Vertrauen oder Zufriedenheit) schwer messbar sind, wird in der Arbeit diskutiert, inwiefern E-Business-Anwendungen oder Extranets dazu dienen können, diese weichen Faktoren für das Management quantifizierbar zu machen.
Wie unterscheidet sich das interne vom externen SCM bezüglich der Kennzahlen?
Während internes SCM auf die Optimierung logistischer Funktionen innerhalb eines Unternehmens zielt, erfordert externes SCM eine übergeordnete Koordination, die den Informations- und Materialfluss über Unternehmensgrenzen hinweg bewertet.
- Quote paper
- Christian Kunzendorf (Author), 2007, Kennzahlen im Supply Chain Management, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73078