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Soziale Betreuung in stationären Pflegeeinrichtungen . Ein Aufgabenfeld der Sozialarbeit

Eine Diskussion am Beispiel der Angehörigenarbeit

Title: Soziale Betreuung in stationären Pflegeeinrichtungen . Ein Aufgabenfeld der Sozialarbeit

Term Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Kaufmann (FH), Diplom-Gerontologe, LL.M. (Oec.) Frank Haastert (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Die soziale Betreuung bedeutet für stationäre Pflegeeinrichtungen eine zentrale Leistungspflicht, welche u.a. durch den MDK auf Einhaltung geprüft wird. Im ersten Qualitätsbericht nach § 118 Abs. 4 SGB XI finden sich jedoch nur wenige und sehr allgemein gehaltene Aussagen über die vorgefundene Leistungsangebote in den geprüften Einrichtungen.
Daneben beschäftigten sich weitere Untersuchungen mit diesem Themenkomplex und zeigten diverse Probleme auf (u.a. das Fehlen inhaltlicher Gesamtkonzepte sowie verlässlicher Strukturen für die soziale Betreuung in den untersuchten Heimen).
Über vorhandenes Personal in den Bereich der sozialen Betreuung lassen sich auch nur wenige zuverlässige Aussagen treffen.
Insgesamt betrachtet ergibt sich aus den unterschiedlichen Erhebungen und Untersuchungen ein sehr diffuses Bild über die aktuelle Praxis der sozialen Betreuung in stationären Pflegeeinrichtungen, sowohl was Art, Inhalt, Umfang als auch organisatorische Verantwortung der sozialen Betreuung betrifft.
Aus diesem Grunde soll nachfolgend in einem ersten Schritt geklärt werden, wie soziale Betreuung nach dem Heim- und Pflegeversicherungsgesetz definiert wird.

Aus der Pflegestatistik 2001 läst sich die Hypothese ableiten, dass die soziale Betreuung als ein Aufgabenfeld der Sozialarbeit angenommen wird, da fast jeder fünfte Beschäftigte in diesem Bereich einen entsprechenden Berufsabschluss aufweist. Diese Hypothese soll in einem zweiten Schritt am Beispiel der Angehörigenarbeit in den Pflegeheimen diskutiert werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. DEFINITION „SOZIALE BETREUUNG“

2.1 Heimgesetz

2.2 Pflegeversicherungsgesetz

2.2.1 Ziele und Inhalte der sozialen Betreuung

2.2.2 Inhalte sozialer Betreuung nach der Bundesempfehlung und den Landesrahmenverträgen

2.2.3 Qualitätsvereinbarung nach § 80 SGB XI

2.3 Angehörigenarbeit im Heimbeirat – ein Sonderbereich im Heimalltag

2.4 Problem: Verantwortlichkeit für die soziale Betreuung

3. AUFGABENFELDER DER SOZIALARBEIT

3.1 Ausbildungssituation der Sozialarbeit

3.2 „Klassische“ Aufgabenfelder / SGB VIII

4. SOZIALARBEIT IN STATIONÄREN PFLEGEEINRICHTUNGEN

4.1 Konzeptentwicklung am Beispiel „Angehörigenarbeit“

4.2 Schnittstellenmanagement Soziale Betreuung/Pflege/Hauswirtschaft

5. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der sozialen Betreuung in stationären Pflegeeinrichtungen als spezifisches Aufgabenfeld der Sozialarbeit. Dabei wird analysiert, wie trotz fehlender präziser gesetzlicher Regelungen die Betreuungsqualität gesichert und Angehörige aktiv in den Heimalltag eingebunden werden können, um ein professionelles Spannungsfeld zwischen Systemanforderungen und Lebenswelt der Bewohner zu bewältigen.

  • Rechtliche Grundlagen der sozialen Betreuung (Heimgesetz, SGB XI)
  • Angehörigenarbeit als zentrales Element der sozialen Betreuung
  • Aufgabenfelder der Sozialarbeit in der stationären Altenhilfe
  • Schnittstellenmanagement zwischen Betreuung, Pflege und Hauswirtschaft
  • Herausforderungen der Professionalisierung und Konzeptentwicklung

Auszug aus dem Buch

4.1 Konzeptentwicklung am Beispiel „Angehörigenarbeit“

Wie im Kapitel 2.3 aufgezeigt wurde, misst der Gesetzgeber den Angehörigen eine große Bedeutung im Rahmen der sozialen Betreuung zu. Angehörige haben viele unterschiedliche Möglichkeiten, sich in den Heimalltag einzubringen, sei es im Rahmen individueller Betreuung einzelner Bewohner (beispielsweise bei der Gesprächsführung oder Ausflugsbegeleitung) oder im Rahmen von Beiratstätigkeiten (Mitglied des Heimbeirates, Bildung eines Angehörigenbeirates). Alle Möglichkeiten für Angehörige, sich aktiv im Heimalltag einzubringen, sind vom Gesetzgeber gewünscht und gefordert. Damit verbunden ist auch die Verpflichtung der Heimträger und -leiter, dies zu ermöglichen und zu fördern.

Doch es stellt sich die Frage nach der Bereitschaft und der realen Anzahl der zur Verfügung stehenden Angehörigen in den einzelnen Einrichtungen auf der einen Seite und die möglichen Aufgaben und Anforderungen an die Angehörigen zur Übernahme einzelner Tätigkeiten auf der anderen Seite.

Gerade die Heim- und Angehörigenbeiratstätigkeiten erfordern von den Angehörigen ein hohes Maß an „Fingerspitzengefühl“. Als Mitglied eines Angehörigenbeirates dienen sie der Unterstützung des existierenden Heimbeirates. Sie besitzen keine Einsicht- und Prüfrechte wie der Heimbeirat. Als Mitglied des Heimbeirates erhalten sie u. U. den Auftrag, die Kalkulationsunterlagen zu prüfen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Praxis der sozialen Betreuung, weist auf deren diffuse Struktur hin und führt die Hypothese ein, dass soziale Betreuung als zentrales Aufgabenfeld der Sozialarbeit zu verstehen ist.

2. DEFINITION „SOZIALE BETREUUNG“: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen für soziale Betreuung im stationären Bereich und analysiert die Rolle von Angehörigen sowie die Problematik der Verantwortlichkeit.

3. AUFGABENFELDER DER SOZIALARBEIT: Der Fokus liegt auf der Ausbildungssituation in der Sozialarbeit und einem Vergleich zwischen etablierten Feldern wie der Kinder- und Jugendhilfe und der weniger strukturierten Altenhilfe.

4. SOZIALARBEIT IN STATIONÄREN PFLEGEEINRICHTUNGEN: Hier wird die praktische Umsetzung der Angehörigenarbeit als Konzept diskutiert sowie die notwendige Schnittstellenarbeit zwischen den verschiedenen Berufsgruppen im Heimalltag beleuchtet.

5. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert eine stärkere wissenschaftliche Fundierung sowie eine kooperative interdisziplinäre Zusammenarbeit in der stationären Altenhilfe.

Schlüsselwörter

Soziale Betreuung, Stationäre Pflegeeinrichtungen, Sozialarbeit, Angehörigenarbeit, Heimgesetz, SGB XI, Altenhilfe, Sozialpädagogik, Pflegeversicherung, Heimbeirat, Qualitätssicherung, Schnittstellenmanagement, Interdisziplinarität, stationäre Altenpflege, Betreuungskonzept

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sozialen Betreuung in stationären Pflegeeinrichtungen und analysiert diese als ein zentrales Aufgabenfeld für die Sozialarbeit.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die gesetzlichen Anforderungen, die Rolle der Angehörigen, die Ausbildungssituation der Sozialarbeiter und die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Heimalltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie soziale Betreuung strukturiert werden kann, um eine qualitativ hochwertige, bewohnerorientierte Versorgung zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse aktueller gesetzlicher Grundlagen, statistischer Daten und Fachliteratur zur Sozialen Arbeit und Altenhilfe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine rechtliche Definition der sozialen Betreuung, die Analyse der Sozialarbeit in Heimen und die Entwicklung konkreter Ansätze für die Angehörigenarbeit.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Wichtige Begriffe sind Soziale Betreuung, Angehörigenarbeit, stationäre Altenhilfe, SGB XI und Heimgesetz.

Warum ist die Angehörigenarbeit ein "Sonderbereich" im Heimalltag?

Da Angehörige durch Gesetzesnovellierungen verstärkt Mitspracherechte erhalten haben, stellt die Koordination zwischen ihren Interessen und den systemischen Anforderungen des Heims eine besondere Herausforderung dar.

Welche Rolle spielt die Sozialpädagogik in der stationären Altenhilfe laut Autor?

Der Autor bemängelt, dass der Bereich der Altenhilfe zu sehr von Medizin und Pflege beherrscht wird und die Sozialpädagogik eine stärkere eigene Expertise entwickeln muss.

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Details

Title
Soziale Betreuung in stationären Pflegeeinrichtungen . Ein Aufgabenfeld der Sozialarbeit
Subtitle
Eine Diskussion am Beispiel der Angehörigenarbeit
College
University of Vechta
Grade
2,0
Author
Diplom-Kaufmann (FH), Diplom-Gerontologe, LL.M. (Oec.) Frank Haastert (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V73101
ISBN (eBook)
9783638884921
ISBN (Book)
9783638939300
Language
German
Tags
Soziale Betreuung Pflegeeinrichtungen Aufgabenfeld Sozialarbeit Eine Diskussion Beispiel Angehörigenarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann (FH), Diplom-Gerontologe, LL.M. (Oec.) Frank Haastert (Author), 2005, Soziale Betreuung in stationären Pflegeeinrichtungen . Ein Aufgabenfeld der Sozialarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73101
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