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Die Marschen an der Nordsee

Title: Die Marschen an der Nordsee

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 32 Pages , Grade: 1

Autor:in: Ariane Struck (Author)

Geography / Earth Science - Regional Geography
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Summary Excerpt Details

Wenn Kinder in der Schule mit dem Thema der Marschen an der Nordsee vertraut
gemacht werden sollen, empfiehlt sich ein Einstieg mittels Dias oder fotografischen
Abbildungen auf Projektorfolien.

Anhand der Abbildungen kann der Lehrer herausarbeiten, daß es sich bei Marschland
um Tiefland, sogar um eine Tiefebene handelt.
Anhand der Bilder kann er deutlich machen, daß Marschland sehr flach ist, und daß
sich keine Erhebungen emporstellen. Die Marsch ist völlig eben und liegt z.T. unter dem
Meeresniveau. Zusätzlich kann er erklären, daß Höhenunterschiede von höchstens 5
Metern ( +2,5m bis – 2,5m) vorkommen, aber daß Höhenunterschiede von +1,4m bis –
0,5m normal sind. Diese verteilen sich auf ausgedehnte Räume. Da wundert es nicht,
daß die am tiefsten gelegene Stelle Deutschlands das Marschland der Krummhörn bei
Emden (-2,3m) ist. (Haversath 1997, S. 17). Er sollte dazu anregen, diese Unterschiede
nicht als gering abzutun, denn die geringen Unterschiede sind von größter Bedeutung.
Ein Höhenunterschied von wenigen Dezimetern kann entscheidend für den
Wasserhaushalt des Bodens und damit für den Bodenwert und die Anbaubedingungen
sein.
Damit verdeutlicht er, daß man in dem Bereich der Marsche nicht von einer
Reliefstruktur sprechen kann, da mittels der marinen Sedimentation horizontale, ebene
Schichten abgelagert werden.
Er sollte herausstellen, daß die Marschen kennzeichnend für die Oberflächenformen
des Küstenraums und der Flußmündungsgebiete sind.
Anhand der Photographien wird den Schülern deutlich, daß im Marschland wenig
Bäume vorhanden sind.
Der Lehrer kann ausführen, daß man dem bloßem Auge über weite Strecken bis zum
Geestrand oder zum Deich blicken kann und der Blick nicht durch Wälder behindert
wird.
Hier kann der Lehrer auch zur Belustigung das Sprichwort anführen: „Da sieht man
heute, wer morgen zu Besuch kommt“. Die Schüler werden auch auf die zahlreichen Wasserarme aufmerksam werden. Hier
kann der Lehrer die Wasserproblematik bereits andeuten.
Auch die Kühe werden den Kindern nicht entgehen. Der Lehrer kann an dieser Stelle
die landwirtschaftliche Nutzung ansprechen.

Doch nun genug der didaktischen Vorgehensweise.
Die folgenden Ausführungen konzentrieren sich auf die inhaltliche Thematik der
Marschen an der Nordsee. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gliederung der Marschen

2.1 Gliederung nach Sedimentationsräumen

2.2 Gliederung nach Höhenunterschieden

2.3 Altersgliederung

2.4 Naturräumliche Gliederung

3. Klima/Vegetation

4. Die Seemarsch

4.1 Die Entstehung von Marschland

4.1.1 Der historischer Entstehungsprozeß des Marschlandes der Nordsee

4.1.2 Entstehung des Marschlandes in Dithmarschen und Nordfriesland

4.2 Die Problematik der Entwässerung

4.2.1 Speicherbecken

4.2.2 Vorfluter

4.2.3 Schöpfwerke

4.2.4 Sieltore

4.3 Landschaftsgestaltende Faktoren

4.3.1 Besiedlung

4.3.3 Deichbau

4.3.4 Landgewinnung

4.4 Bodenregion der Seemarschen

4.4.1 Salzmarsch

4.4.2 Die Kalkmarsch

4.4.3 Die Kleimarsch

4.4.4 Die Knickmarsch

5. Die Flußmarsch

6. Die Brackmarsch

7. Die Moormarsch

8. Halligen

9. Die Landwirtschaft in den Marschgebieten

10. Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den geologischen, hydrologischen und landwirtschaftlichen Besonderheiten der norddeutschen Marschlandschaften. Das Ziel ist es, die Entstehungsgeschichte, die notwendigen Entwässerungssysteme und die bodenkundliche Entwicklung dieser Regionen systematisch darzulegen.

  • Geologische Entstehungsprozesse und Sedimentationsräume der Seemarschen
  • Hydrologische Herausforderungen und die Problematik der Entwässerung (Wasserhypothek)
  • Historische Besiedlung und der Einfluss des Deichbaus auf die Küstenentwicklung
  • Bodenkundliche Entwicklungsreihen (Salz-, Kalk-, Klei- und Knickmarsch)
  • Landwirtschaftliche Nutzung und Produktausrichtung in Abhängigkeit von den Bodenverhältnissen

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Der historischer Entstehungsprozeß des Marschlandes der Nordsee

Die Seemarschen weisen je nach Alter ihrer Eindeichung, unterschiedlicher Höhen über NN, Bodentypen, Grundwasserstände, Nutzungsmöglichkeiten und Strukturen der Küstenlandschaft auf, die nun im folgenden besprochen werden sollen:

Marsche sind nicht glazigenen, sondern marinen Ursprungs und nacheiszeitlich entstanden.

Die Entstehung der Marschlandschaften an den Küsten und im Bereich der Flußmündungen hängt eng mit den Auswirkungen der Saale-Eiszeit (vorletzte Eiszeit) zusammen. Das vordringende Inlandeis schob sich über das gesamte Nordseegebiet hinweg und lagerte auf seinem Weg Sand- Kies- und Geschiebemassen ab. Dieses konnten von der letzten Eiszeit (Weichseleiszeit) nicht mehr erreicht werden.

Mit zunehmender Erwärmung schmolzen die Eismassen ab und der Meeresspiegel begann zu steigen. Weite Teile der Küstenlandschaft erlitten Überflutung.

Der Anstieg des Meeresspiegels vollzog sich allerdings periodisch mit Phasen starker Überflutung und Phasen der Stagnation. Die Küstenlinie verlagerte sich zurück.

Als das Meer wieder vorstieß (1500 v. Chr.), formte es durch seine Wucht den Geestrand zu Kilffen. So entstand die ausgeprägte Grenzlinie zwischen Marsch und Geest.

Vereinzelt guckten vom überfluteten Altmoränenland noch kuppige Grundmoränen aus dem Meer heraus.

Die Nordsee lagerte weiter den Schlick ab, d.h., die Marsch legte sich keilförmig über die Geest, insofern das Gebiet überflutet war.

Im Laufe der Zeit lagerten sich immer mehr Sedimente ab. Es kam zur Bildung von Watten und Strandwällen.

Diese Flächen erhöhten sich weiter, so daß sie dem Gezeiteneinfluß entzogen wurden (nach Stewig 1978 und Seedorf 1992).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Marschen an der Nordsee und didaktische Hinweise zur Veranschaulichung der Landschaftsmerkmale.

2. Gliederung der Marschen: Darstellung der verschiedenen Untergliederungsmöglichkeiten nach Sedimentationsräumen, Höhenlagen und Alter der Gebiete.

3. Klima/Vegetation: Erläuterung des ozeanisch geprägten Küstenklimas und dessen Auswirkungen auf die Vegetation und den Baumbewuchs.

4. Die Seemarsch: Detaillierte Analyse der Entstehung, der hydrologischen Entwässerungsprobleme sowie der bodenkundlichen Entwicklungsreihen des Marschlandes.

5. Die Flußmarsch: Beschreibung der Entstehung von Marschböden in Süßwasserbereichen und deren spezifische landwirtschaftliche Nutzung.

6. Die Brackmarsch: Erläuterung der Sedimentbildung im Mischbereich von Süß- und Salzwasser.

7. Die Moormarsch: Charakterisierung der schwierigen landwirtschaftlichen Bedingungen in Moormarschböden.

8. Halligen: Kurze Erläuterung zum Ursprung und zur Aufschwemmung der Halliggebiete.

9. Die Landwirtschaft in den Marschgebieten: Zusammenfassung der landwirtschaftlichen Nutzungsformen und der Bedeutung der Viehzucht sowie des Ackerbaus.

10. Literatur: Verzeichnis der wissenschaftlichen Quellen und Literatur, die für die Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Marsch, Nordsee, Seemarsch, Sietland, Marschhochland, Entwässerung, Deichbau, Sedimentation, Bodenkunde, Landwirtschaft, Geest, Sturmflut, Marschboden, Klei, Küstenlandschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die naturräumlichen, hydrologischen und historisch-landwirtschaftlichen Grundlagen der Marschlandschaften an der deutschen Nordseeküste.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die geologische Entstehung, die klimatischen Einflüsse, die komplexen Entwässerungssysteme sowie die bodenkundliche Differenzierung und landwirtschaftliche Nutzung der verschiedenen Marschtypen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen Lebens- und Wirtschaftsbedingungen in den norddeutschen Marschgebieten systematisch darzustellen und deren Abhängigkeit von naturgegebenen Prozessen sowie menschlichen Eingriffen zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse geografischer und landeskundlicher Standardwerke, um eine fundierte Übersicht über die Küstenregion zu geben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der verschiedenen Marscharten (See-, Fluss-, Brack- und Moormarsch), die Probleme der Entwässerung durch Deiche und Sieltore sowie die historische Siedlungsentwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Marschenentstehung, Bodenkunde, Entwässerungsproblematik und landwirtschaftliche Nutzung geprägt.

Warum spielt die "Wasserhypothek" eine so wichtige Rolle für das Sietland?

Die Wasserhypothek beschreibt die Belastung tiefergelegener Marschgebiete durch das von der höher gelegenen Geest abfließende Wasser, was eine künstliche Entwässerung zwingend erforderlich macht.

Welche Bedeutung haben die Wurten in der historischen Besiedlung?

Wurten sind künstliche Erdhügel, die errichtet wurden, um Gehöfte und Dörfer vor den Sturmfluten zu schützen, da das Marschland natürlicherweise sehr flach ist und regelmäßig überflutet wurde.

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Details

Title
Die Marschen an der Nordsee
College
University of Duisburg-Essen  (Geographisches Institut)
Course
Deutsche Landschaften
Grade
1
Author
Ariane Struck (Author)
Publication Year
2000
Pages
32
Catalog Number
V7312
ISBN (eBook)
9783638146159
Language
German
Tags
Marsch Nordsee Deich Sturmflut
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ariane Struck (Author), 2000, Die Marschen an der Nordsee, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7312
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