Polare und Subpolare Zone


Hausarbeit (Hauptseminar), 2000

28 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Verbreitung der polaren und subpolaren Zone

2. Die eisbedeckten (glazialen) Gebiete

3. Die eisfreien (periglazialen) Gebiete
3.1 Frostschuttzone
3.2 Tundrenzone

4. Klima
4.1 Wind
4.2 Niederschläge
4.3 Beleuchtungsklima
4.4 Jährlicher Temperaturgang im Boden und in der bodennahen Luftschicht

5. Strahlungsverhältnisse und Wärmehaushalt

6. Frostdynamische Prozesse
6.1 Kryoturbationserscheinungen
6.1.1 Eiskeilpolygone
6.1.2 Frostspaltenpolygone
6.1.3 Thufure
6.1.4 Palsen
6.1.5 Blockstein Auffrierungen
6.1.6 Pingos
6.1.7 Abschmelzhohlformen (Thermokarst, Kryokarst)
6.1.8 Strukturbodenformen
6.2 Solifluktionserscheinungen
6.3 Abflußverhältnisse und fluviale Morphodynamik

7. Böden

8. Die Flora der Tundra

9. Die Fauna der Tundra

10. Bevölkerung und Wirtschaft

11. Literatur

1. Verbreitung der polaren und subpolaren Zone

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ständige Kälte, (z.T.) Eismassen, Lichtmangel und geringe Sommerwärme sind Kennzeichen der Klimate der hohen Breiten.

Die Verbreitung der polaren und subpolaren[1] Zone ist bipolar. D.h. sie umfassen sowohl Gebiete in den beiden Polarbereichen, die entweder ständig vergletschert bzw. mit Eis bedeckt sind als auch Gebiete des periglazial, wie die angrenzenden Frostschuttgebiete, sowie die subpolare Tundra.

„Über die Begrenzung dieser Polargebiete bestehen verschiedene Ansichten (...)“ (Ley 1974, S. 8).

Die mathematisch-astronomische Abgrenzung des Polargebiete erfolgt durch den nördlichen bzw. südlichen Polarkreis (66 ½°). Diese astronomische Grenzziehung ist aber unbefriedigend, da die Ausprägung landschaftlicher Merkmale nicht mit den Beleuchtungszonen korreliert (Blümel 1999, S. 14).

Aus botanischer Sicht kann die Baumgrenze der Abgrenzung dienen.

Aus klimatologischer Sicht wird die Grenze entlang der + 10°C Isotherme des wärmsten Monats herangezogen. Auf der nördlichen Halbkugel reicht diese Isotherme oft über den Polarkreis hinaus“ (Goudie 1995, S.71). Sie verläuft bogenförmig über Asien, Alaska das östliche Nordamerika, Grönland und Nordeuropa.

Die + 10°C Isotherme entspricht allerdings weitestgehendes der polwärtigen Grenze des Baumwachsstums.

Die Abgrenzung der Polarklimate erfolgt auch durch die Meeresküsten

„Die Gesamtfläche der polaren und subpolaren Zone beträgt 22 Mio. km2. Davon entfallen 14 Mio. km2 in die Antarktis.

2. Die eisbedeckten (glazialen) Gebiete

Die polwärtigen Regionen der polaren Kältewüste sind ständig mit Eis oder Schnee bedeckt. Sie gehören zu den polaren Eiswüsten[2] (Inlandeis). Nur ausnahmsweise ragen Gebirgszüge (z.B. von Randgebirgen in Grönland und der Antarktis), einzelne Berggipfel (Nunatakker) durch sie hindurch oder bleiben trockene Täler eisfrei (Schultz 1995, S. 111).

Die Eisbedeckung umfaßt fast das gesamte (98%) südhemisphärische Teilgebiet, also die Antarktis (Blümel 1999, S. 19).

In der Arktis können nur wenige Gebiete zu den Eiswüsten gezählt werden denn das arktische Teilgebiet ist, seit Ende der letzten Eiszeit (seit 8.000- 10.000 Jahren) meist (gletscher-) eisfrei.

Lediglich Grönland (Inlandeis), die Spitzbergen-/Svalbard-Inselgruppe (Eisstromnetze und Plateaugletscher), und einige Inseln und Halbinseln sind eisbedeckt.

Entsprechend der KÖPPENschen Klimagliederung gehören die glazialen Gebiete zum ,,Klima des ewigen Frostes" (EF-Klima) mit Temperaturmittelwerten des wärmsten Monats unter 0 °C. Nur gebietsweise liegen Maxima von einzelnen oder mehreren Tagen über dem Gefrierpunkt.

Stellvertretend für das Klima der Arktis, soll das Klimadiagramm der Driftstation Nordpol dargestellt werden. der Am Nordpol beträgt die Mitteltemperatur des wärmsten Monats Juli 0 °C. Die Temperaturen des kältesten Monats Februar liegt im Durchschnitt bei – 35,7 °C. Im Jahr fallen durchschnittlich 90 mm Niederschlag.

Mc Murdo ist eine Klimastation in der Antarktis, deren wärmster Monat durchschnittlich im Januar – 2,9 °C erreicht. Der kälteste Monat August beträgt durchschnittlich –26,7 °C. In Extremfällen kann die Temperatur auf -90 °C fallen. Die tiefsten Temperaturen innerhalb der antarktischen Kältewüste finden sich im zentralen Teil, hier liegt auch der Kältepol der Erde.

Im Jahr fallen durchschnittlich 197 mm Niederschlag.

Die antarktischen Kältewüste ist das lebensfeindlichste Gebiet der Erde.

Es herrschen zu geringe Beleuchtung, zu große Kälte, ein Mangel an flüssigem Wasser und das Fehlen einer Bodendecke lassen höhere Pflanzen nicht gedeihen.

Bedingt durch die mangelnde sommerliche Erwärmung sind höhere Vegetation und Bodenbildung weitestgehendes in den glazialen Gebieten nicht möglich sind. Tierleben gibt es meist nur episodisch.

[...]


[1] „Bezeichnung für die Klimazonen beider Erdhalbkugeln im Übergangsbereich zwischen den

gemäßigten Breiten und den Polargebieten“ (Microsoft Encarta 2000). Die subpolaren Zonen

erstrecken sich in etwa über die Gebiete zwischen 60 und 70 Grad nördlicher und südlicher Breite.

[2] Die Bezeichnung Wüste ergibt sich aus der mangelnden Verfügbarkeit von Wasser und den

geringen absoluten Niederschlagswerten

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Polare und Subpolare Zone
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Geographisches Institut)
Veranstaltung
Landschaftsgürtel der Erde
Note
1
Autor
Jahr
2000
Seiten
28
Katalognummer
V7318
ISBN (eBook)
9783638146173
Dateigröße
546 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Polare, Subpolare, Zone, Landschaftsgürtel, Erde
Arbeit zitieren
Ariane Struck (Autor), 2000, Polare und Subpolare Zone, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7318

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