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Altes Spielzeug als Brücke in die Vergangenheit – Beiträge zum Zeitverständnis in meiner 3. Klasse

Title: Altes Spielzeug als Brücke in die Vergangenheit – Beiträge zum Zeitverständnis in meiner 3. Klasse

Examination Thesis , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Phyllis Wiechert (Author)

Didactics - Regional History and Geography
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Hausarbeit ist es, meinen Unterricht zur Thematik Spielzeug und Spiele früher und heute vorzustellen und kritisch zu evaluieren, Antworten auf die gestellten Leitfragen zu formulieren sowie aus den gewonnenen Erfahrungen und Einsichten Konsequenzen für meine weitere Unterrichtspraxis abzuleiten.
Die Idee zu dieser Unterrichtseinheit kam mir während eines Gesprächskreises, bei dem die Schüler darüber spekulierten, seit wann es Menschen und die Erde gibt. Die Aussagen der Schüler zeigten deutlich, dass die meisten Schüler kaum bzw. keine Vorstellung über die Vergangenheit hatten. Daraufhin entschied ich mich, eine Einheit zum Thema Zeit und Vergangenheit in den Mittelpunkt meines Unterrichts zu stellen. Passend zu meinem damaligen HSU Modul GH-HSU-C suchte ich nach einem konkreten Thema, um den Schülern einen motivierenden Einstieg in die Vergangenheitsthematik zu ermöglichen. Aus der anfänglichen Idee, mit den Schülern die Vergangenheit ihrer Heimatstadt Bargteheide zu thematisieren, entwickelte ich die Unterrichtseinheit Das Alltagsleben früher, heute und in Zukunft. Da diese Unterrichtseinheit sehr umfangreich war, bezieht sich diese Hausarbeit ausschließlich auf den Bereich Spielzeug und Spiele früher und heute, welcher auch den Schwerpunkt der Unterrichtseinheit bildete.

Die Arbeit gliedert sich in vier Schwerpunkte:
In Kapitel 2 erläutere ich, welche Anregungen ich aus dem HSU Modul zur Gestaltung meiner Unterrichtseinheit erhalten habe und lege meine Leitfragen und Zielvorstellungen dar.
Kapitel 3, der Schwerpunkt der Arbeit, bezieht sich auf die Phasen der Unterrichtseinheit zu dem Bereich Spielzeug und Spiele früher und heute. Im Mittelpunkt steht dabei die Planung des Unterrichts unter Berücksichtigung der Lernausgangslage der Schüler, des Lehrplanes und des Perspektivrahmens Sachunterricht. Außerdem werde ich den Unterrichtsverlauf darstellen und anschließend die einzelnen Phasen mit ihren besonderen methodischen Überlegungen erläutern.
Mit Hilfe der gewonnenen Erkenntnisse werden im Kapitel 4 die Unterrichtseinheit sowie die Leitfragen evaluiert. Ich werde die verwendeten Evaluationsmethoden und die damit erzielten Ergebnisse darstellen sowie die Leitfragen kritisch beantworten.
Das Fazit im 5. Kapitel fasst die gesammelten Erfahrungen während der Unterrichtseinheit zusammen und zeigt die damit verbundenen Konsequenzen für mein weiteres unterrichtliches Handeln auf.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Problemstellung

2.1 Bezug zum Modul

2.2 Bezug zu den Ausbildungsstandards

2.3 Zielvorstellungen und Leitfragen

3 Unterrichtspraxis

3.1 Planung der Unterrichtseinheit

3.1.1 Berücksichtigung der Lernausgangslage

3.1.2 Berücksichtigung der Theorien zum Zeiterwerb und Zeitbewusstsein

3.1.3 Berücksichtigung des Lehrplanes

3.1.4 Berücksichtigung des Perspektivrahmens Sachunterricht

3.2 Unterrichtsverlauf

3.2.1 Phase 1: Das Alltagsleben heute

3.2.2 Phase 2: Nachdenken über das Leben früher

3.2.3 Phase 3: Vom Jahreskreis zur Jahreskette

3.2.4 Phase 4: Zeugen der Vergangenheit

3.2.5 Phase 5: Die Vergangenheit selbst erfahren

3.2.6 Phase 6: Vergleich Früher – Heute

4 Evaluation

4.1 Unterrichtsgespräche während der gesamten Unterrichtseinheit

4.2 Vergleichendes Reflexionsgespräch mit schriftlicher Fixierung am Ende der Stationsarbeit

4.3 Abschließendes Schreibgespräch am Ende der Unterrichtseinheit

5 Fazit

6 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit evaluiert eine handlungsorientierte Unterrichtseinheit zum Thema "Spielzeug und Spiele früher und heute", um bei Grundschülern der 3. Klasse ein grundlegendes Zeitverständnis zu fördern und das Interesse an historischen Fragestellungen zu wecken.

  • Entwicklung eines Zeitverständnisses und Bewusstseins für historischen Wandel
  • Handlungsorientierte Auseinandersetzung mit "früher" anhand von Zeitzeugen und alten Spielsachen
  • Verknüpfung von Gegenwartserfahrungen mit historischen Lebensverhältnissen
  • Förderung methodischer Kompetenzen (Quellenarbeit, Zeitrechnung, Reflexion)
  • Stärkung der Motivation für geschichtliche Themen durch Lebensweltbezug

Auszug aus dem Buch

3.2.4 Phase 4: Zeugen der Vergangenheit

Zur intensiveren Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und Erweiterung ihrer Methodenkompetenz sollten die Schüler ihre Großeltern oder andere ältere Menschen über ihr Alltagsleben als Kind interviewen. Gemeinsam wurde dazu ein Interview-Leitfaden erstellt, mit dem die Schüler ihre Zeitzeugen befragen konnten. Nach den Interviews stellten die Schüler im Anfangskreis die Ergebnisse ihrer Befragungen vor. Als Ritual wurde dabei die Jahreskette in den Kreis gelegt und ein Schüler zeigte die „Geburtsperle“ der betreffenden Person. Teilweise brachten die Schüler Fotos oder alte Gegenstände, wie z.B. Bügeleisen und Kaffeemühlen, mit. Ein Schüler filmte sogar das Interview mit seiner Großmutter. Über die Zeitzeugenberichte bekamen alle Schüler die Möglichkeit, den Unterricht mit ihrem Wissen zu bereichern und aktiv zu gestallten.

„Das Zeitzeugeninterview hat den wesentlichen Vorteil, dass die Kinder eigene Fragen an eine ‚mündliche Quelle’ stellen können und sofort Antworten erhalten. Somit sind die Schüler nicht nur Rezipient von Quellenmaterial, sondern werden aktiv in den Produktionsprozess integriert.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Motivation für das Thema Spielzeug und Spiele früher und heute vor und legt die zentralen Schwerpunkte sowie die Zielsetzung der Arbeit dar.

2 Problemstellung: Dieses Kapitel begründet den schülerzentrierten Ansatz im Hinblick auf Ausbildungsstandards und formuliert die Leitfragen sowie Zielvorstellungen der Unterrichtseinheit.

3 Unterrichtspraxis: Das Kapitel erläutert die Planung unter Berücksichtigung der Lernausgangslage, theoretischer Grundlagen sowie des Lehrplans und beschreibt den detaillierten Unterrichtsverlauf in sechs Phasen.

4 Evaluation: Hier werden die Ergebnisse der verschiedenen Evaluationsmethoden analysiert, um zu beurteilen, inwieweit das Zeitbewusstsein gefördert und die Leitfragen beantwortet werden konnten.

5 Fazit: Das Fazit fasst die gesammelten Erfahrungen zusammen und bestätigt den Erfolg der handlungsorientierten Methode für das historische Lernen in der Grundschule.

6 Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Quellen.

Schlüsselwörter

Heimat- und Sachunterricht, Grundschule, Zeitbewusstsein, historisches Lernen, Spielzeug früher und heute, Zeitzeugen, handlungsorientierter Unterricht, Stationsarbeit, Jahreskette, Lebensweltbezug, Reflexion, Quellenarbeit, Methodenkompetenz, Kindheitsgeschichte, Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Hausarbeit dokumentiert und evaluiert eine Unterrichtseinheit für eine 3. Grundschulklasse, in der die Schüler sich handelnd mit Spielzeug und Spielen früher und heute auseinandersetzen, um ein tieferes Verständnis für Zeit und Geschichte zu entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt den Vergleich zwischen dem Alltagsleben von Kindern früher und heute, die Bedeutung von Zeitzeugen, die Entwicklung von Zeitvorstellungen durch eine "Jahreskette" sowie die Reflexion über gesellschaftlichen Wandel.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Schülern durch einen emotionalen und handlungsorientierten Zugang zur Vergangenheit die Kategorien Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft näherzubringen und ihr Interesse an weiteren geschichtlichen Fragestellungen zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einem handlungsorientierten Unterrichtsansatz, der durch offene Lernformen wie Schreibgespräche, Zeitzeugenbefragungen und Stationsarbeit sowie durch begleitende Evaluation und Reflexion geprägt ist.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Planung (unter Einbeziehung von Lehrplänen und Theorien) und die detaillierte Darstellung des Unterrichtsverlaufs in sechs Phasen, von der Bestandsaufnahme des heutigen Alltags bis hin zum vergleichenden Reflexionsgespräch.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Heimat- und Sachunterricht, Zeitbewusstsein, historische Perspektive, handlungsorientiertes Lernen und Kindheitsgeschichte.

Wie wurde die "Jahreskette" konkret im Unterricht eingesetzt?

Sie diente als visualisiertes Zeitstrahl-Instrument, um den Schülern die lineare Zeit von 1900 bis heute anhand von Geburtsdaten und Familienbiographien "erfahrbar" zu machen.

Welche Herausforderungen ergaben sich bei der Stationsarbeit?

Die Schüler hatten teilweise Schwierigkeiten mit langen, schriftlichen Spielanleitungen. Dies konnte jedoch gelöst werden, indem die Schüler im Verlauf der Arbeit zu Experten wurden und sich die Regeln gegenseitig mündlich vermittelten.

Wie reagierten die Schüler auf die kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte?

Die Schüler entwickelten ein Bewusstsein für die Subjektivität von Quellen und konnten den gesellschaftlichen Wandel, etwa durch die Technisierung, teils sehr kritisch reflektieren, wobei sie ihre eigene Gegenwart oft in Relation zu den Einschränkungen der Vergangenheit setzten.

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Details

Title
Altes Spielzeug als Brücke in die Vergangenheit – Beiträge zum Zeitverständnis in meiner 3. Klasse
Grade
1,0
Author
Phyllis Wiechert (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V73183
ISBN (eBook)
9783638634434
Language
German
Tags
Spielzeug Vergangenheit Zeitverständnis Heimat- und Sachunterricht HSU Sachkunde Sachunterricht 3. Klasse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Phyllis Wiechert (Author), 2006, Altes Spielzeug als Brücke in die Vergangenheit – Beiträge zum Zeitverständnis in meiner 3. Klasse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73183
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