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Polare und Subpolare Zone

Title: Polare und Subpolare Zone

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 28 Pages , Grade: 1

Autor:in: Ariane Struck (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Ständige Kälte, (z.T.) Eismassen, Lichtmangel und geringe Sommerwärme sind Kennzeichen der Klimate der hohen Breiten.

Die Verbreitung der polaren und subpolaren Zone ist bipolar. D.h. sie umfassen sowohl Gebiete in den beiden Polarbereichen, die entweder ständig vergletschert bzw. mit Eis bedeckt sind als auch Gebiete des periglazial, wie die angrenzenden Frostschuttgebiete, sowie die subpolare Tundra.

"Über die Begrenzung dieser Polargebiete bestehen verschiedene Ansichten (...)" (Ley 1974, S. 8).

Die mathematisch-astronomische Abgrenzung des Polargebiete erfolgt durch den nördlichen bzw. südlichen Polarkreis (66 ½°). Diese astronomische Grenzziehung ist aber unbefriedigend, da die Ausprägung landschaftlicher Merkmale nicht mit den Beleuchtungszonen korreliert (Blümel 1999, S. 14).

Aus botanischer Sicht kann die Baumgrenze der Abgrenzung dienen.

Aus klimatologischer Sicht wird die Grenze entlang der + 10°C Isotherme des wärmsten Monats herangezogen. Auf der nördlichen Halbkugel reicht diese Isotherme oft über den Polarkreis hinaus" (Goudie 1995, S.71). Sie verläuft bogenförmig über Asien, Alaska das östliche Nordamerika, Grönland und Nordeuropa.
Die + 10°C Isotherme entspricht allerdings weitestgehendes der polwärtigen Grenze des Baumwachsstums.

Die Abgrenzung der Polarklimate erfolgt auch durch die Meeresküsten

"Die Gesamtfläche der polaren und subpolaren Zone beträgt 22 Mio. km2. Davon entfallen 14 Mio. km2 in die Antarktis.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Verbreitung der polaren und subpolaren Zone

2. Die eisbedeckten (glazialen) Gebiete

3. Die eisfreien (periglazialen) Gebiete

3.1 Frostschuttzone

3.2 Tundrenzone

4. Klima

4.1 Wind

4.2 Niederschläge

4.3 Beleuchtungsklima

4.4 Jährlicher Temperaturgang im Boden und in der bodennahen Luftschicht

5. Strahlungsverhältnisse und Wärmehaushalt

6. Frostdynamische Prozesse

6.1 Kryoturbationserscheinungen

6.1.1 Eiskeilpolygone

6.1.2 Frostspaltenpolygone

6.1.3 Thufure

6.1.4 Palsen

6.1.5 Blockstein Auffrierungen

6.1.6 Pingos

6.1.7 Abschmelzhohlformen (Thermokarst, Kryokarst)

6.1.8 Strukturbodenformen

6.2 Solifluktionserscheinungen

6.3 Abflußverhältnisse und fluviale Morphodynamik

7. Böden

8. Die Flora der Tundra

9. Die Fauna der Tundra

10. Bevölkerung und Wirtschaft

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit befasst sich mit den geographischen, klimatischen und ökologischen Rahmenbedingungen der polaren und subpolaren Zonen der Erde. Ziel ist es, die Prozesse der Frostbildung, die Vegetationsentwicklung sowie die Herausforderungen menschlicher Aktivitäten in diesen extremen Lebensräumen wissenschaftlich darzulegen.

  • Klimatische Charakteristika (Strahlung, Temperatur, Niederschlag)
  • Frostdynamische Prozesse und Permafrostphänomene
  • Ökologische Anpassungen von Flora und Fauna
  • Menschliche Lebensräume und wirtschaftliche Erschließung unter Extrembedingungen

Auszug aus dem Buch

6.1 Kryoturbationserscheinungen

In lockerem Material und unter feuchten Bedingungen lassen die frostdynamischen Prozesse eine Vielzahl von für den periglazialen Raum charakteristischen Frostbodenformen entstehen (Schultz 1995, S. 113).

Bei starker Temperaturabsenkung entstehen durch Kontraktion des Permafrostbodens Kontraktionsrisse (Spalten), die sich mit Schneeschmelze füllen und im folgenden Winter zu einer Eisader gefrieren. Durch jahrhundertelange Wiederholungen entstehen unterhalb der sommerlichen Auftauschicht Eiskeile (bis zu 1,5 m Breite und 3-4 m Tiefe).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Verbreitung der polaren und subpolaren Zone: Definition der polaren und subpolaren Räume anhand klimatischer Kriterien und ihrer bipolaren geographischen Verteilung.

2. Die eisbedeckten (glazialen) Gebiete: Beschreibung der lebensfeindlichen Kältewüsten und des Inlandeises als Bereiche mit extrem niedrigen Temperaturen und fehlender Vegetation.

3. Die eisfreien (periglazialen) Gebiete: Differenzierung zwischen Frostschuttzone und Tundrenzone sowie Erläuterung der Bedeutung des Permafrostbodens.

4. Klima: Untersuchung der atmosphärischen Prozesse wie Windsysteme, Niederschlagsarmut und der extremen Lichtverhältnisse durch Polarnacht und Polartag.

5. Strahlungsverhältnisse und Wärmehaushalt: Analyse der geringen solaren Energieeinstrahlung und der entscheidenden Rolle der Schneebedeckung für den Energiehaushalt.

6. Frostdynamische Prozesse: Detaillierte Darstellung der durch Frostwechsel geprägten geomorphologischen Prozesse, die zur Formung der Landschaft beitragen.

7. Böden: Charakterisierung der typischen Bodentypen wie Podsol oder Tundragley-Boden und deren Genese unter Permafrostbedingungen.

8. Die Flora der Tundra: Vorstellung der an die Kälte angepassten Pflanzengesellschaften und deren Überlebensstrategien in extremen Umgebungen.

9. Die Fauna der Tundra: Überblick über die artenarme Tierwelt und die physiologischen Anpassungen an die arktische Kälte.

10. Bevölkerung und Wirtschaft: Erörterung der schwierigen Lebens- und Infrastrukturbedingungen sowie der Ausbeutung von Rohstoffvorkommen in der Arktis.

Schlüsselwörter

Polare Zone, Subpolare Zone, Tundra, Frostschuttzone, Permafrost, Inlandeis, Klima, Geomorphologie, Kryoturbation, Solifluktion, Ökologie, Arktis, Antarktis, Vegetation, Bodenbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende geographische Untersuchung der polaren und subpolaren Zonen, wobei Klimabedingungen, Bodenprozesse und Lebensräume analysiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Schwerpunkte bilden die klimatische Einordnung, frostdynamische Prozesse, die ökologische Flora- und Fauna-Ausstattung sowie die sozio-ökonomischen Herausforderungen der Regionen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Vermittlung eines fundierten Verständnisses für die ökologischen und geomorphologischen Prozesse, die das Leben und die Landschaft in den hohen Breiten der Erde formen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine geographische Facharbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse publizierter Forschungsergebnisse zur Physischen Geographie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Klima- und Strahlungsverhältnissen, die detaillierte Darstellung von Frostbodenformen sowie die Analyse der Flora, Fauna und der menschlichen Wirtschaftsräume.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Permafrost, Tundra, Frostwechsel, Klimazonen, Arktis, Solifluktion und Kryoturbation.

Warum ist die Tundra als "Ökumene" eingeschränkt bewohnbar?

Der Dauerfrostboden, die extremen Temperaturen und die schwierige Infrastruktur schaffen Barrieren, die ein dauerhaftes Leben und wirtschaftliches Handeln nur unter hohem technischem Aufwand ermöglichen.

Was ist die Hauptursache für das Fehlen höherer Pflanzen in glazialen Gebieten?

Die mangelnde sommerliche Erwärmung, Lichtmangel und das Fehlen einer nutzbaren Bodendecke verhindern hier das Gedeihen höherer Vegetation nahezu vollständig.

Excerpt out of 28 pages  - scroll top

Details

Title
Polare und Subpolare Zone
College
University of Duisburg-Essen  (Geographisches Institut)
Course
Landschaftsgürtel der Erde
Grade
1
Author
Ariane Struck (Author)
Publication Year
2000
Pages
28
Catalog Number
V7318
ISBN (eBook)
9783638146173
Language
German
Tags
Polare Subpolare Zone Landschaftsgürtel Erde
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ariane Struck (Author), 2000, Polare und Subpolare Zone, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7318
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