Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Begriff „Jugend“ und geht auf die Jugendarbeitslosigkeit und in diesem Zusammenhang entwickelten politischen Projekte und Interventionen gegen das Phänomen der Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen, näher ein. Aufgrund der sich ständig wandelnden Gesellschaft und mit Zunahme des technischen Fortschritts wird es immer schwieriger, besonders für Jugendliche, sich in der Welt zurechtzufinden und einen geeigneten Platz für sich selbst zu entdecken. Hier ist die Jugendarbeitslosigkeit ein großes Problem, da sich die pubertierenden jungen Menschen gerade in einer Zeit des „Suchen und Finden“ der eigenen Identität befinden und durch das Ausschließen der Jugendlichen aus dem Arbeitsprozess, wird eine wichtige Aufgabe in ihrem Leben nicht richtig bewältigt. Nämlich die Aufgabe, sich in die Gesellschaft einzugliedern und als ihr Mitgestalter zu fungieren. Ich bin der Meinung, dass die Jugendlichen gerade in dieser Phase ihres Lebens besondere Aufmerksamkeit und Beachtung brauchen, damit sie nicht sozial abgleiten. Deshalb richtet diese Arbeit auch ihren Fokus an die Politik und schaut genau, welche sozial-politischen Maßnahmen unternommen werden, um Jugendliche einen guten Start ins Berufsleben zu ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Jugend – Das Jugendalter
3 Das Bildungssystem in Österreich
3.1 Die Berufsausbildung
3.2 Das duale System
4 Arbeit vs. Arbeitslos
4.1 Jugendarbeitslosigkeit
4.2 Jugendarbeitslosigkeit in Kärnten
5 Politische Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit
6 Politisch initiierte Projekte in Österreich
6.1 J4J „Jobs 4 Youth“
6.2 Jugendausbildungssicherungsgesetz (JASG)
6.3 ÜAZ – Überbetriebliche Ausbildungszentren
6.4 Schaffung von Lehrberufen im Sozialbereich
6.5 Lehrlings-Coaching
6.6 Hauptschulabschluss Nachholen
6.7 Blum-Bonus
6.8 Gen 19+
6.8.1 Exkurs: Kärnten:
7 Zusammenfassung
8 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen des Jugendalters im Kontext der Jugendarbeitslosigkeit und analysiert die politischen Projekte sowie Maßnahmen in Österreich, die jungen Menschen den Übergang in die Erwerbstätigkeit erleichtern sollen.
- Psychologische und soziologische Definition des Jugendalters
- Struktur des österreichischen Bildungssystems und der Berufsausbildung
- Statistische Analyse der Jugendarbeitslosigkeit in Österreich und Kärnten
- Evaluierung politischer Lösungsansätze und Förderprojekte
- Bedeutung von Arbeit für Identitätsbildung und gesellschaftliche Teilhabe
Auszug aus dem Buch
Die Jugend – Das Jugendalter
Den Begriff Jugend wie wir ihn heute kennen, bzw. die Lebensphase Jugend hat es nicht schon immer gegeben. Man unterschied zuerst nur zwischen Kindern und Erwachsenen, wobei die Grenzen dabei fließend verliefen. Im Laufe der Zeit und besonders aufgrund der Industrialisierung, differenzierte sich immer mehr eine Phase der Jugendzeit aus. Vorerst wurde diese Phase nur dem Bürgertum zugesprochen und im Zuge der Modernisierung traten auch die Bürger von bäuerlichen Familien und der Arbeiterschicht in diese Phase ein. Mit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht ist die Jugendzeit für alle Bevölkerungsschichten gegeben.
Der Begriff „Jugend“ ist sehr komplex und es gibt keine einheitliche Definition darüber. Es spielt eine Rolle unter welchen Gesichtspunkten man Jugend betrachtet. Prinzipiell kann Jugend biologisch, soziologisch und entwicklungspsychologisch definiert werden. Biologisch aber auch entwicklungspsychologisch gesehen, beginnt das Jugendalter durch das Einsetzen der Pubertät. Die Pubertät ist jene Phase in der sich der Körper biologisch, physiologisch und hormonell verändert. Es bilden sich die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale und es kommt zu einem puberalen Wachstumsschub. Die Adoleszenz hingegen bezieht sich auf die psychologische Bewältigung der körperlichen und sexuellen Reifung.
Im Laufe des Lebens unterliegt der Mensch gewissen Entwicklungsaufgaben. Das ist eine Aufgabe, die sich in einer bestimmten Lebensphase des Menschen stellt und deren positive Bewältigung zu Glück und Erfolg führt, während ein Versagen genau das Gegenteil darstellt. Auf soziologischer Ebene stellt das Jugendalter jenen Zeitabschnitt dar, „in dem ein Mensch den Status als Kind bereits verloren, aber den Erwachsenenstatus noch nicht erlangt hat“ (ebd. S. 133). Die Lebensphase Jugend ist gekennzeichnet, durch ein Zusammenspiel von biologischen, intellektuellen und sozialen Veränderungen. Manche erleben sie durchaus positiv, andere wiederum plagen familiäre oder persönliche Probleme. Man kann diese Phase auch als „Übergangsperiode (…) zwischen Kindheit und Erwachsenalter“ bezeichnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema Jugendarbeitslosigkeit und erläutert die Bedeutung der gesellschaftlichen Eingliederung junger Menschen sowie den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 Die Jugend – Das Jugendalter: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Jugend aus biologischer, soziologischer und entwicklungspsychologischer Perspektive und beleuchtet die damit verbundenen Entwicklungsaufgaben.
3 Das Bildungssystem in Österreich: Es wird die Struktur der österreichischen Bildungslandschaft beschrieben, wobei ein besonderer Fokus auf der Berufsausbildung und dem dualen System liegt.
4 Arbeit vs. Arbeitslos: Das Kapitel erläutert die psychologische Bedeutung von Arbeit und die negativen Folgen von Arbeitslosigkeit, ergänzt durch statistische Daten zur Lage in Österreich und Kärnten.
5 Politische Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit: Hier werden strategische Ansätze zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts und zur Förderung der Lehrlingsausbildung diskutiert.
6 Politisch initiierte Projekte in Österreich: Das Kapitel bietet einen Überblick über konkrete Fördermaßnahmen und Pilotprojekte wie J4J, das Jugendausbildungssicherungsgesetz und regionale Initiativen in Kärnten.
7 Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die Anstrengungen der Politik zur Erleichterung des Berufseinstiegs und betont die Notwendigkeit, Jugendliche bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben zu unterstützen.
8 Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten fachwissenschaftlichen Quellen und Internet-Ressourcen.
Schlüsselwörter
Jugendarbeitslosigkeit, Österreich, Berufsausbildung, duales System, Jugendalter, Sozialpolitik, Arbeitsmarkt, Lehrlingsausbildung, Jugendsozialarbeit, Entwicklungspsychologie, Identitätsbildung, Beschäftigung, AMS, Kärnten, Qualifizierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?
Die Arbeit behandelt die Problematik der Jugendarbeitslosigkeit, die Bedeutung der Arbeit für Jugendliche und die politischen Maßnahmen, die in Österreich zur Bekämpfung dieses Phänomens eingesetzt werden.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Themen sind die Definition des Jugendalters, das österreichische Bildungssystem, die psychologischen Aspekte von Arbeit sowie eine Bestandsaufnahme aktueller politischer Förderprojekte.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche beim Übergang in das Berufsleben unterstützt werden und welche Rolle die Politik bei der Prävention von sozialem Abgleiten spielt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung statistischer Daten des Arbeitsmarktservice (AMS) zur Jugendarbeitslosigkeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Jugend und Arbeit sowie die detaillierte Vorstellung zahlreicher politisch initiierter Projekte und Maßnahmen in Österreich.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Jugendarbeitslosigkeit, duales System, Berufsausbildung, Sozialpolitik, Beschäftigungsförderung und Entwicklungsaufgaben.
Warum spielt das „duale System“ eine so wichtige Rolle in der Arbeit?
Das duale System bildet das Rückgrat der österreichischen Berufsausbildung und wird in der Arbeit als zentrales Instrument zur Integration Jugendlicher in den Arbeitsmarkt identifiziert.
Welche Bedeutung hat das Bundesland Kärnten in dieser Arbeit?
Kärnten dient als regionaler Fallbeispielraum, um statistische Daten zu Arbeitslosigkeit zu veranschaulichen und spezifische regionale Hilfsorganisationen vorzustellen.
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- Mag.phil. Sandra Wipfler (Author), 2006, Arbeits- und Bildungspolitische Maßnahmen zur Verhinderung bzw. Reduktion der Jugendarbeitslosigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73194