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Amt- und Amtsverständnis in Kolosser- und Epheserbrief

Título: Amt- und Amtsverständnis in Kolosser- und Epheserbrief

Trabajo , 2007 , 42 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Torben Linke (Autor)

Teología - Estudio bíblico
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Der Umgang mit Worten einer vergangenen Zeit, einer fremden Sprache und eines anderen kulturellen Umkreises bietet genügend Raum für abweichende Konnotationen. So ist die Bezeichnung von Mitarbeitern der frühen Kirche mit dem deutschen Begriff „Amtsträger“ und den damit verbundenen Bedeutungen innerhalb der deutschen Kultur nicht völlig stimmig. So leitet sich der deutsche Begriff aus dem mittelalterlichen Lehnswesen ab und bezeichnete zuerst das Lehen (Amtslehen), später dann die Aufgabe und Würde des Lehensverwalters an sich. Die folgenden Jahrhunderte zeigen die Ausweitung der Verwendung auf weitere Bereiche des Rechts und der Verwaltung (z. B. die Worte Amtmann, Amtsgewalt und Amtspflichten). Die Unterschiede zwischen der Institution eines „Amtes“ in hellenisch-frühchristlicher Umwelt und westeuropäisch-mittelalterlichen Kultur dürften somit zumindest ansatzweise vor Augen geführt sein.
Trotz dessen umschreibt der Begriff ein gesellschaftliches Phänomen, welches sich zwar in unterschiedlicher Ausprägung, aber mit einigen gemeinsamen Grundzügen in jeder Form von Gesellschaft findet. Aus diesem Grund wird der Begriff Amt in dieser Arbeit Verwendung finden, wenn auch nicht in einer engen, sondern in einer weiten Fassung als Beschreibung einer Aufgabe.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Amt und Amtsverständnis in einem weiten Horizont

1.1. Allgemeine Gedanken zum deutschen Begriff „Amt“

1.2. eine religionswissenschaftliche Annäherung

1.3. ein neutestamentlicher Überblick

2. Die Einordnung der Briefe an die Kolosser und Epheser

2.1. Verfasserschaft des Kolosserbriefes

2.2. Verfasserschaft des Epheserbriefes

2.3. Das Verhältnis von Kol und Eph zueinander

2.4. Die Stellung von Kol und Eph im Corpus Paulinum

2.4.1 Stellung zu einzelnen Protopaulinen

2.4.2 Abgrenzung zu 2 Thess

2.4.3 Abgrenzung zu den Pastoralbriefen

2.5. Zusammenfassung der bisherigen Punkte

3. Exegetische Untersuchungen von Amt und Amtsverständnis in Kol und Eph

3.1. Die in Kol und Eph auftauchenden Amtsbegriffe

3.1.1 Die Begriffe für Dienst und Amt

3.1.1.1 oivkonomi,a

3.1.1.2 diakoni,a

3.1.2 Die konkreten Amtsbezeichnungen

3.1.2.1 avpo ,stoloj

3.1.2.2 profh,thj

3.1.2.3 euvaggelisth,j

3.1.2.4 poimh,n

3.1.2.5 dida,skaloj

3.1.3. Ämter ohne Erwähnung in Eph und Kol

3.1.3.1 presbu,teroj

3.1.3.2 evpi,skopoj

3.2. Die einzelnen Textstellen in Kol und Eph mit Bezug auf Amt und Amtsverständnis

3.2.1 Von Paulus, Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes - Kol 1,1 und Eph 1,1

3.2.2 Vom Dienen des Apostels und dem Amt Gottes - Kol 1,23b-25 und Eph 3,2.7

3.2.3 Von Aposteln und Propheten - Eph 2,20 und 3,5

3.2.4 Von den Dienern – Kol 1,7; 4,17 sowie 4,7 und Eph 6,21

3.2.5 Von den Gemeindeämtern - Eph 4,11.12

4. Über das Amt – Conclusio

4.1. Die Gemeindesituation

4.2. Beschreibung des Amtsverständnisses

4.2.1 Positive Einordnung – Was wollen die Autoren von Eph und Kol

4.2.2 Negative Einordnung – Was kennen bzw. wollen die Autoren von Eph und Kol nicht

4.3. Anfragen von Kol und Eph an die römisch-katholische Amtsstruktur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Amtsverständnis im Kolosser- und Epheserbrief, indem sie die in diesen Schriften verwendeten Amtsbezeichnungen exegetisch analysiert und in den Kontext der nachpaulinischen Zeit stellt, um das Verhältnis von kirchlicher Einheit und struktureller Organisation zu beleuchten.

  • Analyse pseudepigraphischer Schriften im nachpaulinischen Kontext.
  • Untersuchung griechischer Begriffe für Dienst und Amt (oivkonomi,a, diakoni,a).
  • Exegetische Auswertung konkreter Amtsbezeichnungen wie Apostel, Propheten und Lehrer.
  • Reflexion über das Verhältnis von christlicher Gnade, Gemeindebereitschaft und Amtsträgerschaft.
  • Diskussion über das Fehlen einer Ämterhierarchie zugunsten des Einheitsgedankens der Kirche.

Auszug aus dem Buch

3.1.2.1 avpo,stoloj

Der Stellenbestand dieses Wortes in Kol und Eph ist folgender: Kol 1,1; Eph 1,1; 2,20; 3,5; 4,11. Eine Übersicht über das gesamte Neue Testament ergibt 80 Belege für dieses Wort (Evv.&Act 38 [Lk&Act 34!]; CP 34; sonst. 8). Aus diesem Befund lässt sich eine Vorliebe für diesen Begriff im lukanischen und im paulinischen Schriftgut erkennen. Auf die Verwendung dieses Begriffs in beiden Corpora soll das Hauptaugenmerk gelegt werden.

Das Wort avpo,stoloj ist an den hebräischen Begriff x:yliv', Bote oder Gesandter, geknüpft. Dieses Wort findet sich allerdings nicht im Alten Testament, in der Mischna hingegen häufig. Der Titel ist nicht als Amt zu verstehen, sondern eher als Bezeichnung für jemanden „der einen bestimmten Auftrag zu erfüllen hat“. So ist er ein „Vertreter des Sendenden, der an dessen Stelle autoritativ und rechtskräftig wirksam werden kann[,] […] zu strengem Gehorsam verpflichtet […][ist] und in allem die Angelegenheit des Sendenden zu fördern“ hat. Die Verbindung dieses Begriffs an weitere Rechtstitel wie dia,konoj oder oivkono,moj bringen eine dauerhafte Bindung des Gesandten an den Sendenden zum Ausdruck.

Bei der Verwendung des Begriffs innerhalb des Corpus Paulinum und des lukanischen Doppelwerkes kommt es allerdings zu Unterschieden. Festzustellen ist, dass der Autor des lukanischen Doppelwerkes das Wort avpo,stoloi nahezu synonym oder in Verbindung mit oi` dw,deka verwendet. Daraus folgt, dass der Begriff als Amtstitel für den Jerusalemer Zwölferkreis verstanden werden muss. Dementsprechend wird Paulus nicht als avpo,stoloj bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Amt und Amtsverständnis in einem weiten Horizont: Dieses Kapitel führt in die Problematik des Begriffs „Amt“ ein, indem es dessen Entwicklung aus dem deutschen Lehnswesen beleuchtet und eine religionswissenschaftliche sowie neutestamentliche Perspektive auf Ämter in der frühen Kirche eröffnet.

2. Die Einordnung der Briefe an die Kolosser und Epheser: Hier wird die pseudepigraphische Natur beider Briefe nachgewiesen und deren Verhältnis zueinander sowie ihre jeweilige Stellung im Corpus Paulinum und die Abgrenzung zu anderen Schriften wie den Pastoralbriefen diskutiert.

3. Exegetische Untersuchungen von Amt und Amtsverständnis in Kol und Eph: Dies ist der Hauptteil, der eine detaillierte exegetische Analyse der griechischen Amtsbegriffe und der spezifischen Textstellen in Kol und Eph vornimmt, um das Verständnis von Dienst und Ämtern in diesen Gemeinden zu rekonstruieren.

4. Über das Amt – Conclusio: Das Fazit beschreibt die Gemeindesituation der Autoren, ordnet das Amtsverständnis positiv als funktional und negativ in Abwesenheit einer Hierarchie ein und stellt Anfragen an die römisch-katholische Amtsstruktur.

Schlüsselwörter

Amtsverständnis, Kolosserbrief, Epheserbrief, Exegese, Pseudepigraphie, Kirche, Apostel, Propheten, Dienst, oivkonomi,a, diakoni,a, Gemeindestruktur, Einheitsgedanke, nachpaulinische Zeit, christliche Ämter.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verständnis von Ämtern und Diensten in den Briefen an die Kolosser und Epheser durch eine exegetische Analyse der dort verwendeten Begriffe und Textstellen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die pseudepigraphische Einordnung der Briefe, die Bedeutung von Amtsbezeichnungen, das Konzept der kirchlichen Einheit und die Rolle der Ämter bei der Abwehr von Irrlehren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, welche Einstellungen und Begrifflichkeiten gegenüber Ämtern in Kol und Eph vorherrschen und wie diese das Gemeindeleben und das Selbstverständnis der Autoren widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt exegetische Methoden, insbesondere die Analyse des griechischen Wortbestands, Stellenbefunde, Synopsen sowie die historisch-kritische Einordnung in den nachpaulinischen Kontext.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Amtsbegriffe wie oivkonomi,a und diakoni,a sowie konkrete Bezeichnungen wie Apostel, Propheten und Hirten untersucht, gefolgt von einer detaillierten Analyse relevanter Textstellen aus beiden Briefen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Amtsverständnis, Kolosser- und Epheserbrief, Kirche, apostolische Tradition und die funktionale Bestimmung von Ämtern.

Wie bewertet der Autor das Fehlen der Ämtertrias (Episkopen, Presbyter, Diakone) in Kol und Eph?

Der Autor interpretiert das Fehlen dieser Ämter als Hinweis darauf, dass feste Amtsstrukturen in der Zeit der Autoren noch nicht flächendeckend normiert waren und der Fokus stärker auf der funktionalen Einheit der Kirche lag.

Welche Rolle spielt die „Gnade“ im Amtsverständnis von Eph 4,11.12?

Gnade wird als Basis für die Berufung aller Gemeindeglieder zum Dienst verstanden; Amtsträger sind dabei selbst eine Gabe Gottes zur Zurüstung der Gemeinde, nicht jedoch „Verwalter“ im hierarchischen Sinne.

Final del extracto de 42 páginas  - subir

Detalles

Título
Amt- und Amtsverständnis in Kolosser- und Epheserbrief
Universidad
Martin Luther University  (Institut für Bibelwissenschaften )
Curso
Paulus in Nachpaulinischer Zeit
Calificación
2,0
Autor
Torben Linke (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
42
No. de catálogo
V73197
ISBN (Ebook)
9783638736282
Idioma
Alemán
Etiqueta
Amt- Amtsverständnis Kolosser- Epheserbrief Paulus Nachpaulinischer Zeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Torben Linke (Autor), 2007, Amt- und Amtsverständnis in Kolosser- und Epheserbrief, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73197
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