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Gender Studies. Ein Vergleich der Geschlechterdarstellung in „Jan, mein Freund“ von Peter Pohl und dem Film „Mein Freund Joe“

Title: Gender Studies. Ein Vergleich der Geschlechterdarstellung in „Jan, mein Freund“ von Peter Pohl und dem Film „Mein Freund Joe“

Term Paper , 2005 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Beatrice Eickhoff (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Zunächst bietet die gender-didaktische Analyse des Werkes "Jan, mein Freund" von Peter Pohl, insbesondere unter Berücksichtigung von Adoleszenz und dem Leseverhalten von Schülern, ein sehr großes inhaltliches Potential. Trotz dieser drei großen Themenbereiche war es mir wichtig, das Buch hinsichtlich des Plots sowie der Figuren- und Geschlechterkonstruktion mit dem andersartigen Film zu vergleichen. Das Buch stellt interessante Charaktere in einer besonders innovativ gestalteten Geschichte dar. Die herausragende geschlechtliche Darbietung und das einzigartige Konstrukt der Erzählung findet, meines Erachtens, im Film keinerlei Entsprechung. Es existiert ein signifikanter Unterschied in der Geschlechterdarbietung, den ich im Folgenden zu beweisen suche.
Ich leite die Arbeit mit allgemeinen Definitionen und faktischen Daten über Geschlechterforschung ein, um auf ein inhaltliches Grundgerüst aufbauen zu können. Dann gehe ich theoretisch auf den Begriff Adoleszenz ein und stelle einen Zusammenhang zum Adoleszenzroman her. Das Leseverhalten von Schülern sowie die Darstellung von produktiven Verfahren des Literaturumgangs bauen auf das vorhergehende Wissen über Adoleszenz auf. Mit Hilfe dieses Grundgerüsts kann ich eine gender-didaktische Analyse des Romans "Jan, mein Freund" durchführen. Hauptaugenmerk liegt hierbei auf der Figurenkonstellation, da diese am meisten Substanz für die Beantwortung der Fragestellung bietet. Des Weiteren gehe ich auf den Kontext charakteristischer Adoleszenzromane ein und untersuche den Text bezüglich seines didaktischen Potentials für den Unterricht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gender Studies (Geschlechterforschung)

2.1 Geschlecht

2.2 Frauenforschung

2.3 Die Entstehung der Gender Studies

2.4 Geschlechterdifferenz

3. Adoleszenz

3.1 Definition

3.2 Jugendalter

3.3 Adoleszenz im weiteren Sinn

3.4 Der Adoleszenzroman

3.4.1 Die Entwicklung des Adoleszenzromans

3.4.2 Der moderne Adoleszenzroman

4. Leseverhalten

4.1 Wert des Lesens

4.2 Lesequantität und –qualität

5. Produktive Verfahren des Literaturumgangs

5.1 Bedeutung von produktiven Verfahren

5.2 Didaktisches Phasenmodell nach Waldmann

6. Gender-didaktische Analyse des Werkes „Jan, mein Freund“ von Peter Pohl

6.1 Figurenkonstellation

6.1.1 Gesamtüberblick

6.1.2 Charakterisierungen von Jan und Krille

6.2 „Jan, mein Freund“ als Adoleszenzroman

6.2.1 Einordnung in den Kontext charakteristischer Adoleszenzromane

6.2.2 Adoleszente Identitätsbildung

6.3 Didaktisches Potential

6.3.1 Lesemotivation

6.3.2 Didaktische Relevanz

6.4 Kritische Würdigung der filmischen Umsetzung

6.4.1 Handlungsablauf

6.4.2 Figurenkonstellation

7. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer gender-didaktischen Analyse, ob ein signifikanter Unterschied in der Geschlechterdarstellung zwischen dem literarischen Werk „Jan, mein Freund“ von Peter Pohl und dessen filmischer Adaption „Mein Freund Joe“ besteht. Dabei werden Adoleszenztheorien, das Leseverhalten von Schülern sowie produktive Verfahren der Literaturvermittlung als theoretisches Fundament genutzt.

  • Gender-didaktische Untersuchung von Adoleszenzromanen
  • Vergleich der Figurenkonstellation und Geschlechterkonstruktion
  • Analyse der jugendlichen Identitätsbildung in Literatur und Film
  • Evaluierung didaktischer Potentiale für den Deutschunterricht
  • Kritische Gegenüberstellung von Buchvorlage und filmischer Umsetzung

Auszug aus dem Buch

6.1.2 Charakterisierungen von Jan und Krille

Im Sinne von klassischen Vorurteilen über „Männlichkeit“ erweist sich Krille als sehr klug. Er ist sprach- und mathematikbegabt und nutzt dieses Talent gerne, um seine Kumpel zu verwirren: „Stattdessen legte ich mit geistesgestörtem Mathematikgeschwafel los, das ich selbst kaum verstand. Wenn die Jungs mich daraufhin für gaga hielten, umso besser.“

Trotz der Intelligenz scheint Krille, auf Grund von diversen ‚Ticks’ sehr seltsam und unnormal: Sein abnormes Zahleninteresse und seine Zwanghaftigkeit, die sich im unkontrollierten Mathematikgerede und seiner Kartothek, bemerkbar machen, bekräftigen seine Eigentümlichkeit. Krilles weitere Charaktereigenschaften sind im Großen und Ganzen eher feminin, wenn man die klassischen Geschlechtertheorien zu Grunde legt. Er ist naiv und feige, da er sich gerne selbst etwas vormacht. Er verdrängt offensichtliche und mysteriös erscheinende Täuschungsversuche seitens Jan, greift oft nach kindlichen Erklärungsmustern oder hat Angst vor der Wahrheit: „Aber lieber nichts fragen! Dann geht die Tür vielleicht wieder zu. Lieber Abwarten!“

‚Unmännlich’ ist ebenfalls die Art und Weise seiner Bewunderung für Jan sowie seine Sensibilität und beständige Ängstlichkeit, die durch Jan ausgelöst wird: „Mir war speiübel, und zu meiner Schande merkte ich, dass ich weinte. Ich wusste nämlich, dass Jan abstürzen würde, und diesen Sturz konnte er unmöglich überleben, und ich wollte Jan nicht verlieren.“ Krilles Zuneigung für seinen Kumpel führt so weit, dass er sich selbst durch Jan identifiziert: „Wäre Jan nicht gewesen, ich wäre ein vergessener Mann gewesen, in aller Stille zugeschneit. So gab es mich trotz allem noch: (…)“. Er hat augenscheinlich ein geringes Selbstwertgefühl, das durch Selbsterniedrigung („Hornochse“) und Selbstzweifel weiter bestätigt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit sowie des Forschungsinteresses an der gender-didaktischen Analyse des Werkes im Vergleich zum Film.

2. Gender Studies (Geschlechterforschung): Theoretische Einführung in die Unterscheidung von sex und gender sowie die historische Entwicklung der Gender Studies.

3. Adoleszenz: Erläuterung des Adoleszenzbegriffs und der Entwicklung des Genres Adoleszenzroman von klassischen Mustern bis zur Moderne.

4. Leseverhalten: Analyse des Werts des Lesens für die Persönlichkeitsentwicklung sowie geschlechtsspezifische Unterschiede in der Lesequantität und -qualität.

5. Produktive Verfahren des Literaturumgangs: Vorstellung der Bedeutung produktiver Methoden im Unterricht und des Phasenmodells nach Waldmann.

6. Gender-didaktische Analyse des Werkes „Jan, mein Freund“ von Peter Pohl: Zentrale Untersuchung der Figurenkonstellation, der Identitätsbildung und des didaktischen Potentials des Romans sowie eine kritische Würdigung der Verfilmung.

7. Resümee: Synthese der Ergebnisse, die einen signifikanten Unterschied in der Geschlechterdarstellung zwischen Buch und Film konstatiert.

Schlüsselwörter

Gender Studies, Adoleszenz, Literaturdidaktik, Geschlechterdifferenz, Adoleszenzroman, Identitätsbildung, Produktive Verfahren, Peter Pohl, Geschlechterdarstellung, Literaturunterricht, Sozialisation, Medienvergleich, Männlichkeit, Weiblichkeit, Filmkritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit einer gender-didaktischen Analyse des Romans „Jan, mein Freund“ von Peter Pohl und untersucht, wie Geschlechterrollen und Identitätsprozesse in diesem Werk dargestellt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen Gender Studies, Adoleszenzforschung, jugendliches Leseverhalten, produktive Methoden der Literaturvermittlung sowie die vergleichende Analyse von Literatur und Film.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass es einen signifikanten Unterschied in der Darstellung von Geschlecht und Identität zwischen der Buchvorlage und der filmischen Umsetzung „Mein Freund Joe“ gibt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine gender-didaktische Analyse sowie eine komparative Vergleichsanalyse zwischen dem literarischen Ausgangstext und der filmischen Adaption.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Adoleszenz, Gender), die methodische Verankerung der Literaturdidaktik und die detaillierte Analyse der Figuren (Jan und Krille) sowie der filmischen Umsetzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Inhalt?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Gender Studies, Adoleszenz, Identitätsbildung, Geschlechterkonstruktion, didaktisches Potential und der Medienvergleich zwischen Buch und Film.

Warum spielt die Figurenkonstellation für die Analyse eine solch wichtige Rolle?

Die Figurenkonstellation bietet die meiste inhaltliche Substanz, da die Abweichungen zwischen den Geschlechterrollen im Buch und im Film hier am deutlichsten zutage treten.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der filmischen Umsetzung?

Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass der Film klischeehafte Rollenbilder bedient und die komplexe Subtilität des Buches verliert, was ihn zu einem einfachen Familienfilm macht.

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Details

Title
Gender Studies. Ein Vergleich der Geschlechterdarstellung in „Jan, mein Freund“ von Peter Pohl und dem Film „Mein Freund Joe“
College
University of Cologne  (Seminar für deutsche Sprache und ihre Didaktik)
Course
Literaturunterricht und Geschlechterdifferenz
Grade
1,3
Author
Beatrice Eickhoff (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V73230
ISBN (eBook)
9783638881708
ISBN (Book)
9783656770619
Language
German
Tags
Gender-didaktische Analyse Gibt Unterschied Geschlechterdarstellung Werk Freund“ Peter Pohl Film Freund Joe“ Literaturunterricht Geschlechterdifferenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beatrice Eickhoff (Author), 2005, Gender Studies. Ein Vergleich der Geschlechterdarstellung in „Jan, mein Freund“ von Peter Pohl und dem Film „Mein Freund Joe“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73230
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