Die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges und Fritz Fischers „Griff nach der Weltmacht“. Die historische Kontroverse als Grundlage multiperspektivischen Geschichtsunterrichts


Examensarbeit, 2007
149 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Untersuchungsziele der Arbeit

2 Das Problem der Kontroversen in der Zeitgeschichte

3 Nationalismus, Imperialismus, Kolonialismus -
Die Herausbildung zweier Blöcke in Europa
3.1 Vorbemerkungen
3.2 Charakteristika der europäischen Großmächte um
3.3 Die politische Großwetterlage bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges
3.3.1 Die Ära bismarckscher Außenpolitik
3.3.2 Kurswechsel in der Außenpolitik durch Wilhelm II

4 Die antiliberalen „Ideen von 1914“ – ideologische Grundlagenbildung für Deutschlands „Platz an der Sonne“
4.1 Wegbereiter des Krieges I: Vorurteile – Feindbilder – Stereotypen
4.1.1 Feindbild Großbritannien
4.1.2 Feindbild Frankreich
4.1.3 Feindbild Russland
4.2 Geschichte als Argument? Orientierungen bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges
4.2.1 Vorbemerkungen
4.2.2 Kriegsgrund Geschichte?
4.3 Wegbereiter des Krieges II: Mögliche Kriegsziele, mögliche Weltkriegsursachen
4.3.1 Herausbildung des Radikalnationalismus in Deutschland
4.3.2 Nationalismus – Krisen – Weltkriegsursachen

5 Der „Sprung ins Dunkle“ oder Fischers „Griff nach der Weltmacht“?
Die Julikrise
5.1 Vorbemerkungen
5.2 Darstellung: Die Julikrise
5.3 Die historische Kontroverse um die Verantwortung am Ausbruch des Ersten Weltkrieges
5.3.1 Fritz Fischer: „Deutschland und der Ausbruch des Weltkrieges - Präventivkrieg und die Inszenierung der Überfallthese“
5.3.2 Gerhard Ritter: „Eine neue Kriegsschuldthese?“
5.3.3 Zum Ausbruch des Krieges – Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollwegs „Betrachtungen zum Weltkriege“

6 Die Schuldfrage des Ersten Weltkrieges im Fokus der Zeit 1919 bis
6.1 Vorbemerkungen
6.2 Im Zeichen des Versailler Vertrages
6.2.1 Die Kriegsschulddebatte in der Weimarer Republik
6.2.2 In Kontinuität: Der Nationalsozialismus
6.3 Kriegsursachenforschung in der Deutschen Demokratischen Republik
6.4 Umgang mit der Vergangenheit in der jungen Bundesrepublik bis

7 „Ein Buch wie ein Sprengsatz“
7.1 Vorbemerkungen
7.2 Die Kontroverse und Fritz Fischers Verdienst
7.3 Unterstützung für Fischer
7.3.1 John Röhls Dokumentation
7.3.2 Der Fischer-Schüler Imanuel Geiss
7.4 Widerspruch gegen Fischer und Annäherungen
7.4.1 Karl-Dietrich Erdmann: Wer wollte den Frieden erhalten?
7.4.2 Egmont Zechlin: Der Krieg als deutsche Präventivaktion?
7.4.3 Andreas Hillgruber: Der Weltkrieg als kalkuliertes Risiko?
7.5 Wer trägt nun die Schuld am Kriegsausbruch?

8 Auf Schuldsuche mit Tatsachen und Fakten:
Gibt es eine geschichtliche Wahrheit?
8.1 Vorbemerkungen
8.2 Jede Epoche lässt ihre Historiker die Geschichte neu schreiben
8.2.1 „Neid auf die Naturwissenschaften“
8.2.2 Objektivität und Werturteile im Geschichtsunterricht
8.3 Lehrbuchvergleich

9 Was können wir aus der „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts,
dem Ersten Weltkrieg, heute lernen?

10 Anhang

11 Literaturverzeichnis

Das unterlegte Bild[1] auf der Titelseite wurde vom Verfasser dieser Arbeit bearbeitet und entsprechend angepasst. Die unveränderte Abbildung ist unter Gliederungspunkt 3.3.1 zu finden.

„Das Lesen wird durch das Schreiben dirigiert, korrigiert und fruchtbar gemacht: je mehr ich schreibe, desto genauer weiß ich, wonach ich suche und desto besser ermesse ich Bedeutung und Relevanz dessen, was ich finde.“[2]

(Edward Hallett Carr)

1 Einleitung und Untersuchungsziele der Arbeit

„In ganz Europa gehen die Lichter aus“, so kommentierte der britische Außenminister Edward Grey den Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914. Im Kladderadatsch, einem humoristisch-satirischen Wochenblatt Berlins, „dreht der Russe plötzlich das Licht aus“ (Bild 4):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1[3]: „Der Stänker“

Die Lichter der Politik und Diplomatie erloschen und überließen das Gesetz des Handelns den Waffen. „Diese Politiker waren allesamt >zu schwach, zu wenig fähig, über die Pflöcke der eigenen nationalen Grenzen zu blicken<. So ließen sie >den Dingen ihren Lauf, übergaben den Militärs das Geschäft<“.[4] Nur aus dieser Sicht, so zitierte Berghahn Binder, könne man Lloyd Georges[5] Wort zustimmen: „Wir sind alle in den Krieg hineingeschlittert.“ Die Frage der erstarrten Politik, die sich dem militärischen Dogma unterordnete, wird an späterer Stelle zu klären sein.

Dieser erste große Weltkrieg des 20. Jahrhunderts - das neue an ihm war, dass „hier nicht allein europäische Mächte aufeinanderstießen, sondern diese Mächte zu-gleich Weltmächte waren“[6] - unterschied sich deutlich von den bisher gekannten Auseinandersetzungen des 19. Jahrhunderts. „Doch der >erste< war er sicherlich nicht. Europäische Mächte hatten während der 300 Jahre zuvor überall auf dem Erdball gegeneinander gekämpft. Jene, die in diesem Krieg kämpften, haben ihn einfach den >Großen Krieg< genannt, außer in Deutschland, wo man ihn als >den Weltkrieg< bezeichnete.“[7] Entscheidend wurde insbesondere, „daß man glaubte, die in Übersee gewonnenen Kolonialreiche auf europäischem Boden verteidigen zu müssen.“[8]

Der Erste Weltkrieg war somit ein Krieg neuen Ausmaßes, letztlich der Kampf um Weltmachtanspruch als „Ausdruck eines Prestigestrebens, das dem Reich einen >Platz an der Sonne<[[9] ] verschaffen wollte.“[10] Die Kontroverse um die Sicherung des Großmachtstatus´ und das Anstreben der Weltherrschaft wird ebenfalls einer Untersuchung unterzogen werden, da hier die erheblichen Ursachen des Krieges lagen.

Durch die Politik Einiger, welche die Geschicke derselben lenkten, wurden Menschen in der Kriegsmaschinerie eingesetzt, um sich, durch Vorurteile und gesteigerte Feindbilder verstärkt, gegenseitig zu bekämpfen, zu verstümmeln und, man kann es so sagen, mit Einsatz von Giftgas regelrecht aus dem Weg zu räumen.

Wie konnte es möglich werden, dass tausende Lebensläufe dem Primat der Politik so untergeordnet wurden? Den Mächtigen damals mag diese Frage nicht in den Sinn gekommen sein, denn Krieg war „zeitgemäß“; wie Clausewitz es einst formulierte, die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Krieg schien legitim, wenn es um die Verteidigung nationaler Ansprüche ging.

Auch dieser Frage der Massenmobilisierung werde ich in meiner Arbeit versuchen, nachzugehen, da ich es schon immer für ein Phänomen hielt, wie es möglich wurde, dass nur wenige Staatsoberhäupter eine gewaltige Menschenmenge in einen solch verheerenden Krieg stürzen konnten. Der Erste Weltkrieg ist ein „Paradebeispiel“ für das, was im Zweiten Weltkrieg noch eine erschreckende Steigerung erfahren sollte.

In den Mittelpunkt meiner Arbeit stelle ich jedoch die Forschungen des 1908 geborenen Hamburger Historikers Fritz Fischer, der 1961 mit seinem Buch „Griff nach der Weltmacht“[11] eine Debatte lostrat, die großes Geschichtsinteresse in der Öffentlichkeit weckte, sodass ein breites Publikum - neben der Historikerzunft - an der Frage der Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges lebhaft teilnahm. Fischers Thesen mussten provozieren, da er beharrlich davon ausging, „dass Deutschland die Hauptschuld an der Katastrophe treffe und Berlin spätestens seit Dezember 1912 gezielt auf die Provokation eines Krieges im Sommer 1914 hingearbeitet habe, um die Hegemonie über Europa zu erkämpfen.“[12]

Fischers Position, die mit dem Nationaltabu der Deutschen brach, dass man sich selbst nur eine relative Schuld am Kriegsausbruch 1914 zugestand, radikalisierte sich im Zuge des Historikerstreits. Seine Bücher „Krieg der Illusionen. Die deutsche Politik von 1911 bis 1914“ (1969) und „Bündnis der Eliten. Zur Kontinuität der Machtstrukturen in Deutschland 1871 – 1945“ (1979) werden deshalb ebenfalls Erwähnung finden müssen, um zu zeigen, dass Fischer seine These, dass Deutschland ein hohes Maß an Schuld am Kriegsausbruch trug, weiter zu untermauern gedachte und sogar eine Linie vom Kaiserreich bis ins nationalsozialistische Deutschland zu ziehen glaubte, da er Konstanten in den Eliten nachgewiesen sah. Die Fülle der Literatur zum Thema Kriegsschuld Erster Weltkrieg ist immens. Eine Arbeit in diesem Rahmen kann nur den Versuch unternehmen, eine breite Auswahl zu treffen. Alle Artikel zur Kontroverse um Fritz Fischer zu sichten, ist ein Unmögliches.[13] Fischers Schriften wurden durch die Beiträge prominenter Unterstützer wie Röhl und Geiss ergänzt. Anfänglich Ritter, später Erdmann, Zechlin und Hillgruber, die sich in die Kontroverse konstruktiv einmischten, haben Gegenmeinungen zu Fischer vertreten, die es wert sind, beachtet zu werden, weshalb sie auch hier zur Sprache kommen. Die ganze Debatte belebte das Denken über die Methoden der Geschichtsschreibung.[14] Für den Geschichtsunterricht ist ein Historikerstreit wie dieser ein nicht wegzudenkender Glücksfall. Hier liegt Zündstoff im Thema, das kontrovers dargestellt werden kann, um den Blick dafür zu schärfen, dass Menschen immer im Mittelpunkt des Geschehens standen und stehen, die verschiedene Absichten hegen und, durch ihre Sozialisation bedingt, nicht vorherbestimmt reagieren, sondern letztlich perspektivisch agieren. Selbst der Historiker ist standortgebunden und prägt damit seine Sichtweise subjektiv dem Forschungsgegenstand auf. Hier liegt der Vorteil gegenüber den Naturwissenschaften: „So prägen Dissens und Widerspruch den wissenschaftlichen Diskurs zuweilen wesentlich stärker als Konsens und Zustimmung.“[15] Fischers Archiv-Forschungen seit Anfang der 1950er Jahre kulminierten in seinem Buch und dieses stieß an die Grenzen des bisher geltenden gesellschaftlichen Konsens´ und führte zu einem heftigen und emotionsgeladenen Meinungsstreit zwischen den Generationen, der sich in seiner Endphase jedoch mehr und mehr versachlichte. Diesen Diskurs so im Unterricht zu etablieren, dass sich Schüler über den umstrittenen Forschungsgegenstand und die Ansichten der Beteiligten eine Meinung bilden, sollte Ziel des Lehrers sein, der damit vom Frontalunterricht abrückt und eine Öffnung einleitet, die Schüler zum kritischen Umgang mit Geschichte einlädt, letztlich zum Mitdenken.

Im Gliederungspunkt 8 werde ich auf diese für den Geschichtsunterricht notwendigen Rahmenbedingungen näher eingehen.

In dieser Arbeit möchte ich ferner ein bloßes chronologisches Aufzählen der „reinen Ereignisse“ vermeiden, stattdessen die zentrale Frage der Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges stets herausstellen, indem ich aus einer Fülle an Literatur Meinungen heranziehe, was natürlich selektiv erfolgt, und damit versuche, dem Anspruch einer multiperspektivischen Darstellung gerecht zu werden, die den Gegenstand der Forschung selbst prägte und für den Geschichtsunterricht Leitbild sein sollte.

Im Punkt 3 werde ich auf die notwendigen politischen und gesellschaftlichen Hintergründe des im Mittelpunkt stehenden Zeitalters näher eingehen, wobei Nationalismus, Imperialismus sowie die Herausbildung der dann vor dem Weltkrieg verfestigten Blöcke aber nicht allein die in den Weltkrieg mündende Sackgasse der von den Militärs entmündigten Politik erklären. Punkt 4 ist insofern interessant, als dass er die ideologischen Grundlagen der Jahrhundertwende auf den Punkt zu bringen versucht und damit die Geisteshaltung, selbstverständlich für sein Land in den Krieg zu ziehen und darüber hinaus auch das Risiko einzugehen, dabei zu sterben.

Die Gliederungspunkte 3 und 4 sind nicht wegzudenken, wenn man verstehen will, warum der Erste Weltkrieg ausbrach.

Mit Gliederungspunkt 5 werden dann die unterschiedlichen Standpunkte zu den Ursachen des Kriegsausbruches dargestellt. Erweitert wird dies durch die Kriegsschulddiskussion nach dem Versailler Vertrag bis zu jenem Buch Fischers, das „wie ein Sprengsatz“ in die junge Bundesrepublik platzte.

Die Methodik und der Forschungsgegenstand selbst müssen im Unterricht, wie auch in dieser Arbeit, Hand in Hand gehen, um ein Thema nicht nur „abzuarbeiten“ oder „zu behandeln“, sondern daraus Kompetenzen zu erlernen, vor allem die Kompetenz, die Meinung der anderen zu ein- und demselben Sachverhalt zu respektieren. Deshalb möchte ich auf der einen Seite die Argumente zusammentragen, die klären sollen, welche Faktoren den Ausschlag zum Weltkrieg gaben und auf der anderen Seite diese den Positionen anderer am Forschungsstreit beteiligter Personen und deren Argumentation gegenüberstellen. Diese Multiperspektivität der Kontroverse um die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges möchte ich als Leitfaden angestrebt und am Ende dieser Arbeit dargestellt wissen.

Ein Lehrbuchvergleich soll überprüfen, ob das Thema in Büchern für den Unterricht angemessen dargeboten wird. Denn eine klare Antwort auf die Frage der Schuld am Ersten Weltkrieg, und das kann man vorwegnehmen, kann nur der vertreten, der sich auf eine Sichtweise beschränkt und durch allzu logisch klingende Argumente vereinnahmen lässt, die zu allen Zeiten verfasst wurden, um das eigene Land im positiven Licht dastehen zu lassen. Alle Großmächte der damaligen Zeit haben so oder so zu dieser Menschenschlächterei beigetragen. Mit Gliederungspunkt 9 möchte ich eine eigene, gegenwartsbezogene Schlussfolgerung aus dem Ersten Weltkrieg, ja, aus Krieg überhaupt, ziehen.

2 Das Problem der Kontroversen in der Zeitgeschichte

Kontroversen in der Zeitgeschichte sind nicht nur von großer politischer Brisanz, da die zeitliche Nähe historischer Sachverhalte in die Alltagswelt von Menschen, die noch einen biographischen Bezug zu diesen Vorgängen haben, hineinragt, sondern auch in der aktuellen Politik der Gegenwart ihren Niederschlag finden. Deutschlands Beteiligung am Ersten Weltkrieg, die Massenverbrechen des Dritten Reiches – all das wirkt heute nach wenn wir uns darüber Gedanken machen, ob Deutschland beispielsweise im Rahmen der Uno Soldaten in verschiedene Krisenregionen entsenden sollte. Jeder, ob Politiker in seinen Memoiren, Frontsoldat oder Historiker konnte und kann zu diesen immer noch historisch präsenten Vorgängen eigene Erlebnisse unterbreiten. Die Großeltern schildern den Enkeln ihre Jugend und man merkt, dass Geschichte so Gesichter bekommt: Der Großvater, der als Soldat an der Front sein Leben aufs Spiel setzte in der Gewissheit, dass er für eine gerechte Sache in den Krieg zog. Meine Großmutter, die wie viele andere als Kind aus Schlesien vertrieben wurde und bei der Flucht in Richtung Westen Tieffliegerangriffe der Amerikaner auf den Treck miterleben musste.

Die Schilderungen zu historischen Sachverhalten von Zeitzeugen sind deshalb nicht nur sehr unterschiedlich, sondern auch sehr facettenreich: „Denn historische Erkenntnis ist perspektivisch, standortgebunden und beruht selbst bei >guter Quellenlage< nicht selten auf Plausibilitätsüberlegungen“, so Dotterweich, was zur Folge habe, „dass die Auswertung ein und desselben Dokumentes oder Aktenbestandes zu voneinander stark abweichenden Ergebnissen führen kann.“[16] Dies geschieht wenn sich Historiker zeitgleich einem historischen Sachverhalt widmen aber zu abweichenden Resultaten gelangen.

Klaus Bergmann formulierte, dass ein historischer Sachverhalt ideologiekritisch analysiert und interpretiert werden muss und bemerkte, dass „das dabei ermittelte und historiographisch dargestellte historische Wissen [...] selber wieder ein perspektivisches Produkt [ist], das in der Forschergemeinschaft in der Regel umstritten ist und diskursiv auf seinen Wahrheitsanspruch hin untersucht wird.“[17] Die Kontroverse um Fritz Fischers Thesen zu Beginn der 1960er Jahre platzte in eine Gesellschaft, die erst so langsam realisierte, was das Dritte Reich angerichtet hatte. Die Schuld am Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war eine nicht infrage zu stellende Tatsache: Sie lag bei Deutschland. Nun kam der Hamburger Historiker Fritz Fischer und behauptete, dass Deutschland nicht nur am Zweiten sondern auch am Ersten Weltkrieg die hauptsächliche Schuld trage. Dass das nicht nur auf Lob stieß, muss klar sein. Diese nun im Meinungsstreit aufgetretene Multiperspektivität aufgrund verschiedener Perspektiven musste zwangsläufig in eine Kontroverse münden. Nach Borries besteht das Phänomen darin, dass sowohl „Multiperspektivität auf der Ebene der historisch Beteiligten und Betroffenen und Multiperspektivität auf der Ebene der späteren Betrachter (vor allem: der Historiker)“ bestünde.[18] Im Zentrum des Geschichtsunterrichtes muss demnach stehen, dass Schüler „lernen, dass und warum es immer >nur< verschiedene Sinnbildungen sind, die Geschichte ausmachen.“[19] Genau das wird im Wesentlichen in Punkt 8 zum Ausdruck kommen. Die Gegenüberstellung der Sichtweisen der historisch Beteiligten im Juli 1914 (hier zu nennen sind die Verantwortlichen in Politik und Militär) mit den späteren Historikern (Fischer, Ritter, Zechlin, Erdmann u.a.), die über die Ursache des Ersten Weltkrieges an Hand zahlreicher Quellen stritten, erfüllt damit die Funktion der multiperspektivischen Sicht auf Geschichte und zeigt den Schülern die perspektivische Standortgebundenheit auf, die Geschichte ausmacht, da sie von Personen bzw. Subjekten gemacht wird. Diese dann daraus entstehende Kontroverse über den historischen Sachverhalt ist ein „Kommunikationsprozess“ und ein „ständiges Gespräch“[20], sowohl in der geschichtswissenschaftlichen Debatte der Historiker als auch im Geschichtsunterricht. Die Zuspitzung Golo Manns bei diesem Historikerstreit der Zeitgeschichte, dass Fischer im „Griff nach der Weltmacht im Ausland antideutsche Ressentiments nähren könne“[21] liefert einen guten Ansatzpunkt für die Frage, ob Forschung nun frei betrieben werden oder man auf Befindlichkeiten Rücksicht nehmend Geschichte so und nicht anders schreiben sollte, letztlich, ob auch eine Position zugelassen werden darf, die dem gesellschaftlichen Standpunkt entgegensteht. Die Meinung der Schüler hierbei zu erfragen ist nicht nur für den Lehrer aufschlussreich – das Denken setzt hier ein und bewirkt ein Verständnis von Geschichte weit ab so genannter „Fakten“ oder starrer Zahlentabellen.

Der Streit um Fritz Fischers Thesen, der Gegenstand dieser Arbeit sein soll, ließ zwei Grundfragen für die Geschichtswissenschaft bei diesem zu Tage treten: Erstens das Problem der Wechselwirkung von Innen- und Außenpolitik sowie die innenpolitischen Antriebskräfte der Außenpolitik, und zum Zweiten die Frage nach der Kontinuität und Diskontinuität deutscher Geschichte vor und nach dem Ersten Weltkrieg.[22] Diese Fragen werden mit den Ausführungen der an der Kontroverse beteiligten Historiker weitgehend beleuchtet. Fritz Fischer hatte hier eine Lawine losgetreten, die tradierte Vorstellungen ins Wanken brachte und neue Perspektiven schuf. Egmont Zechlins Position (Pkt. 7.4.2), möchte ich parteiisch hinzufügen, hat eine große Versachlichung der Diskussion herbeigeführt. Eine Position, die ich als Minimalkonsens sehen würde, die von einer strikten Alleinschuld Deutschlands konstruktiv Abstand nahm.

3 Nationalismus, Imperialismus, Kolonialismus -
Die Herausbildung zweier Blöcke in Europa

3.1 Vorbemerkungen

Das Zeitalter des Imperialismus hatte wesentliche Grundlagen für einen solchen Weltkrieg gelegt, sodass nur noch ein Funke 1914 (das Attentat von Sarajewo) dazu führte, das ganze System der Bündnisse in Gang zu setzen. Somit muss der Fokus bei der Kriegsschuldfrage vor allem auf das Bündnissystem gerichtet werden. Bevor ich mich den Großmächten, die am Ersten Weltkrieg teilnahmen, zuwende, sind Ausführungen dazu notwendig, welche Vorstellung von Politik in dieser Zeit dominierte.

„Die Nation war der große Traum des 19. Jahrhunderts. Aus Kleinstaaten sollten große Reiche werden, und alle sollten sich in einer >Nationalsprache< verstehen.“[23] Die Herausbildung des kollektiven Nationalbewusstseins, das die Mitglieder eines Volkes oder Territoriums so begriffen, dass sie gemeinsame Traditionen und Interessen hatten, sorgte für einen hohen Grad an emotionaler Vertiefung und Loyalität zum Vaterland und zur Staatsverfassung.[24] Die Praxis lockerer Herrschaftsverbände mit verschiedenen Ethnien sollte der Idee von klar abzugrenzenden Flächenstaaten weichen. Diese alten und neuen Nationen gerieten zum Ausgang des 19. Jahrhunderts aneinander: „Die Sicherung der nationalen Existenz, die Wahrung der nationalen Interessen, der >Platz an der Sonne< wurden zu Parolen der Außenpolitik, die fast jedermann überzeugten.“[25] Nationalbewusstsein wurde zum Nationalismus pervertiert, der nicht von der Gleichwertigkeit der Menschen und Nationen ausging, „[...] sondern intolerant einzelne Völker und Nationen als minderwertig oder als Feinde einschätzt[e] und behandelt[e].“[26] Otto Dann schlussfolgerte, dass dieser Nationalismus im Ersten Weltkrieg schließlich den Patriotismus der Völker zu einem Kriegsnationalismus werden ließ, der das engagierte Nationalbewusstsein missbrauchte.

Die Armee galt im Deutschen Kaiserreich als „Schule der Nation“. Das führte dazu, dass das gesamte öffentliche Leben eine Militarisierung erfuhr. Kriegsfurcht und Bejahung des Krieges gingen eine merkwürdige Verbindung ein. Für viele war annehmbar, dass politische oder zwischenstaatliche Konflikte mit kriegerischen Mitteln gelöst werden können und müssten.[27]

Die Staaten strebten überdies nach Imperien. Münkler meinte: „ Imperialismus heißt, dass es einen Willen zum Imperium gibt; gleichgültig, ob er aus politischen oder ökonomischen Motiven gespeist wird – er ist die ausschlaggebende, wenn nicht die einzige Ursache der Weltreichsbildung.“[28] Die Schaffung eines Großreiches sollte den Status, eine Weltmacht zu sein, im 20. Jahrhundert absichern. Die Ziele dieser imperialen Politik waren unterschiedlich – Kolonien bildeten aber die Basis zum Ausbau der Großreiche: Erwerb billiger Rohstoffe für die heimische Industrie, Absatzmärkte, um die eigene Wirtschaft in Gang zu halten, Kanalisierung sozialer und ökonomischer Konflikte durch Schaffung neuer Produktionskapazitäten, Errichtung von Militärbasen zum Schutz und weiteren Ausbau des Herrschaftsgebietes.

In den 1880er Jahren setzte dieses nach Kolonien strebende imperialistische Denken verstärkt ein. „Aus Prestigebedürfnis, Streben nach Machtsteigerung oder Gier nach noch größerem Profit hätten einige große Staaten eine Politik der wirtschaftlichen Durchdringung fremder Räume oder der machtpolitischen Annexion betrieben, als deren Ergebnis die europäischen Kolonialreiche entstanden seien.“[29] „Die Erde“, so Hubatsch, „wird nicht mehr entdeckt um des Abenteuers und des Reizes des Neuen willen, sondern um die nationale Machtentfaltung mit dem ganzen Apparat eines modernen rationalen Staats- und Wirtschaftsschemas zur Anwendung zu bringen.“[30] Ferner erklärte andererseits Münkler, dass derjenige, der damit nicht Schritt halten könne, dem Niedergang entgegen gehe und mit den anderen Mächten nicht mehr mithalte. Das ökonomische Denken, so Grevelhörster, verband sich im Deutschen Reich besonders stark mit dem Streben nach Prestige. Die Kolonien halfen, dieses Prestige auszubauen. Brutale Ausbeutung der eingeborenen Bevölkerung ging Hand in Hand mit zivilisatorischer Förderung in Form von Krankenhäusern, Schulen oder Eisenbahnen. Der Gedanke, die in den Kolonien ansässige Bevölkerung auf eine künftige politische Selbständigkeit vorzubereiten, war in dieser Zeit noch fremd. Die Kolonien blieben von den Mutterländern abhängig, die schließlich in Europa die weltpolitische Auseinandersetzung, um den Führungsanspruch, im Ersten Weltkrieg auszutragen gedachten.[31]

3.2 Charakteristika der europäischen Großmächte um 1900

Die im Folgenden knappen Ausführungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr geht es um die Eckpfeiler und Ausgangsbedingungen, die dazu führten, dass es zu dieser von George F. Kennan geprägten „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts, dem Ersten Weltkrieg, kommen konnte. Die imperialistische Kolonialpolitik war in jeder der Großmächte unterschiedlich ausgeprägt.

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Abbildung 2[32]: Wilhelm II. (1859-1941), deutscher Kaiser und König von Preußen (1888-1918)

Das am 18. Januar 1871 aus den Kriegen[33] unter Bismarcks Einigungspolitik entstandene (Zweite) Deutsche Kaiserreich[34] entwickelte sich rasch zu einer ökonomischen, gar zur am schnellsten wachsenden Kraft im Herzen Europas mit einer raschen Bevölkerungs-zunahme. Stolz und Selbstgewissheit paarten sich mit militärischer Stärke und dem Glauben an die Nation. „Mit Volldampf voraus“ wurde Kaiser Wilhelms II. (Abbildung 2) Leitlinie, um Deutschlands Prestige und Ansehen gegenüber den anderen Großmächten zu erweitern.[35] Hubatsch charakterisierte diesen Imperialismus als ziellos und „Deutschland blieb nach eigenem Verständnis eine Großmacht unter Weltmächten“.[36] „Trotzdem greift er [der deutsche Imperialismus] in die Welt aus und muss daher schon anderen Großmächten als gefährlich erscheinen wenn er sich darüber hinaus als sprunghaft erweist.“[37] Unter Wilhelm II. und Konteradmiral Alfred von Tirpitz[38] begann 1897 der Auf- und Ausbau der deutschen Seestreitkräfte, die als Garant für die Durchsetzung der Machtansprüche auf dem Globus angesehen wurden. In der Zeit bis 1896 fand in Deutschland der Wandel vom Agrar- zum Industriestaat statt. Der konsequente Einsatz neuer Technologien der Großindustrie wurde durch Banken aktiv unterstützt.[39] Deutschlands Wirtschaft florierte und gedieh mehr und mehr.

Das Habsburgerreich, das 1867 im Ausgleich mit Budapest zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn wurde, so Zander, „war ein lebendes Dementi des Nationalstaats [...]“.[40] Hier lebten Deutsche, Ungarn, Tschechen, Polen, Ruthenen[41], Kroaten, Rumänen, Slowaken, Serben, Slowenen und Italiener in einem Staatsverband zusammen.

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Abbildung 3[42]: Franz Joseph I., Kaiser von Österreich (1848-1916) und König von Ungarn (1867-1916)

Sie alle behielten ein Maß an Eigenständigkeit und erkannten den Kaiser in Wien an (Franz Joseph, der mehr als ein halbes Jahrhundert, von 1848 bis zu seinem Tod 1916, regierte). Allerdings brodelte es in diesem Vielvölkerstaat, denn am Ende des 19. Jahrhunderts begann in verschiedenen Territorien der Kampf der Bevölkerungsgruppen um die Vorherrschaft und nationale Identität. Die Region des Balkans, auf dem durch den Anschluss Bosniens und Herzegowinas 1878 die islamische Religion in das Kaiserreich integriert wurde, sollte zum regelrechten „Pulverfass“ Europas werden. Lange Zeit hatte das System des Vielvölkerstaates funktioniert. Aber bald „standen die Völker, die sich von Wien um einen Nationalstaat betrogen fühlten, neben denen, die im Nationalstaat einzelner Völker eine Bedrohung sahen.“[43] Wien setzte auf eine Gesetzgebung, die dem Nationalismus die Spitze nahm. Schließlich wurde immer klarer, dass der Donaumonarchie mit dem Nationalismus und der damit einhergehenden Suche nach territorialer Souveränität der Völker eine tödliche Gefahr drohte. Neben der ethnischen Zerrissenheit verharrte die Donaumonarchie im Status eines Agrarstaates, der den Anschluss an die Industrienationen verloren hatte.

Neitzel brachte es auf den Punkt: „Das innenpolitisch weitgehend handlungsunfähige und außenpolitisch geschwächte Reich wirkte wie ein gestrandeter Wal.“[44]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4[45]: Donaumonarchie Österreich-Ungarn

„Das Fortwursteln war zum politischen Prinzip der Habsburgermonarchie geworden.“[46] Die Idee der Völkerverständigung, wenn man so will, allerdings wird in Erik Kuehnelt-Leddihns Resümee über die Monarchie deutlich, die mit ihrem Untergang einen Vorläufer der europäischen Konföderation dargestellt habe.[47] Das, was wir heute die Europäische Union nennen, lag in gewisser Weise bei dieser Großmacht vor. Es musste aber an der Mode der Zeit, den Nationalisierungsbestrebungen, unweigerlich scheitern.

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Abbildung 5[48]: Victoria, Königin Großbritanniens (1837-1901)

1897, als Wilhelm II. den Flottenausbau zu forcieren begann, feierte Victoria (Abbildung 5), die englische Königin, ihr 60jähriges Thronjubiläum. Sie hatte ein an das Mutterland gekoppeltes Reich geschaffen, „in dem die Sonne nicht unterging“.[49] Das Zentrum der internationalen Finanzwelt lag in London. Die Rolle der führenden Wirtschaftsmacht, die England ein Jahrhundert lang innehatte, begannen nun Deutschland und die USA aufzubrechen. „Großbritannien verlor seine überragende Stellung als >Werkstatt der Welt<.“[50] Im Zeitalter des „Kampfes ums Dasein“ musste England also versuchen, sein lose organisiertes Kolonialreich, so Neitzel, zu einem fest gefügten Empire, einem „Greater Britain“ zu schmieden. Die Konkurrenten wurden mächtiger, England fiel es zum Ende des 19. Jahrhunderts zunehmend schwerer, seine alte Hegemonialstellung zu behaupten. Hubatsch erklärte: „England steht am Ende des 19. Jahrhunderts unter der Zwangslage des kolonialen Zweifrontenkrieges.“[51] Arrangements mit anderen Mächten und die Suche nach Allianzen, um sich abzusichern, mussten an die Stelle einer stets auf Neutralität bedachten Politik treten. „Der Verlust der Vorherrschaft zur See war ein Alptraum, der eine englische Regierung nach der anderen verfolgte und ihre Beziehungen zu anderen Mächten bestimmte.“[52] Wie das Aufgeben der Neutralität in Englands außenpolitischer Konzeption möglich werden konnte, sodass das parlamentarisch regierte England über die ideologischen Gegensätze hinweg sogar mit der russischen Monarchie ein Bündnis einging, wird im weiteren Verlauf dieser Arbeit dargestellt. Englands Ausgangsposition für den so genannten „Kampf ums Dasein“ war wohl die beste in dieser Zeit und sollte schließlich, trotz kolonialpolitischer Differenzen, in eine feste Allianz mit Frankreich und Russland münden.

Frankreich musste nach dem Krieg mit Deutschland 1870/71 zahlreiche innenpolitische Wirren lösen und konnte deshalb nur sehr defensiv auftreten. Der Schock saß tief und die Demütigung durch Deutschland, im Spiegelsaal zu Versailles das deutsche Kaiserreich proklamiert zu haben, wurde nie verwunden. Die Stimmung gegen Deutschland war negativ und wurde durch die Presse verstärkt. Neitzel sprach von einer erbitterten Feindschaft gegen Deutschland, sodass der Gedanke in Berlin, Frankreich sinne aufgrund des Verlustes von Elsass-Lothringen nach Rache, sicher nicht von der Hand zu weisen war. Frankreich versuchte durch kolonialen Machtzuwachs seine alte Großmachtstellung zurück zu gewinnen. Hier geriet es mit England in Konflikt, „[so]dass nur durch eine Verbindung mit Großbritannien Frankreichs Stellung in der Welt längerfristig abgesichert werden konnte.“[53] Überdies konnte Frankreichs Wirtschaft mit den anderen Großmächten nicht mithalten: Die Beibehaltung von Kleinbetrieben stand einer konsequenten Industrialisierung im Wege.[54] Die große Trumpfkarte, die Frankreich noch ausspielen konnte, um im 20. Jahrhundert im Club der großen Mächte weiterhin mitspielen zu können, war seine Kapitalkraft. Am Ende sollte dieses Spiel für Frankreich gut ausgehen, indem es sich Russland kaufte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6[55] : Zar Nikolaj II. und Zarin Alexandra, Foto von 1894

Russland strebte ebenfalls in den 1890er Jahren eine Rolle an, die es ihm ermöglichte, weltweit mithalten zu können. Der Ausbau der Schwerindustrie, einhergehend mit einer umfassenden Heeresverstärkung, wurde in Angriff genommen. Die Weiten Sibiriens, die den Einfluss im Fernen Osten sicherten, blieben für Russland der Garant für seine weiteren Expansionspläne. Mit dem Bau der Transsibirischen Eisenbahn wurden die fernen Gebiete Asiens besser an das Mutterland angeschlossen.[56] Bauernaufstände infolge des großen industriellen Sprunges nach vorn waren die Begleiterscheinungen, mit denen des Zarenreich zu kämpfen hatte und im Gegensatz zu den anderen Mächten somit innenpolitisch instabiler schien.[57] Als armes Agrarland benötigte Russland Kapital aus dem Ausland. Die Schutzzölle, die Deutschland 1877–1879 einführte, verschlechterten das in den 1870er Jahren gute politische Verhältnis Deutschlands mit Russland und zogen wirtschaftliche Gräben zwischen Berlin und St. Petersburg. Russland stand also unter enormem Druck, es brauchte Hilfe von außen und musste durch eine behutsame Expansion verhindern, jemandem auf die Füße zu treten. Russlands Rettungsanker sollte Frankreich werden.

3.3 Die politische Großwetterlage bis zum Ausbruch des
Ersten Weltkrieges

Abbildung 7 zeigt die Bündnissysteme vor dem Ersten Weltkrieg. Die Entwicklung hin zu dieser verfestigten Blockbildung sollen im Folgenden skizziert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7[58]

3.3.1 Die Ära bismarckscher Außenpolitik

Bismarcks Bündnissystem (Abbildung 9) ab 1870/71 verfolgte das Ziel der Isolierung bzw. Einkreisung Frankreichs, das von einem Revanchekrieg gegen Deutschland abgehalten werden sollte. Der 1872 geschlossene Dreikaiser-Bund zwischen dem Deutschen Reich, Russland und Österreich-Ungarn diente der Abwehr revanchistischer Gefahren (Frankreich!) bzw. Verhinderung von Grenzveränderungen, die Russland in den Einigungskriegen Bismarcks noch geduldet hatte. Ab 1875 rückte der Balkan in das Blickfeld der Mächte: Hier kam es zu zahlreichen Aufständen gegen die türkischen Machthaber und deren zerbrechliches Reich. Russland kam den orthodoxen Christen des Balkans zu Hilfe und Österreich-Ungarn konnte nicht ignorieren, was an seiner Südflanke vorging. Das Deutsche Reich hingegen verfolgte eher das Ziel, eine Macht zu sein, „die Status quo und Frieden in Europa verbürgte, zugleich aber dafür sorgte, dass Spannungen und Reibungen in den für Deutschland ungefährlichen Randzonen des Kontinents erhalten blieben.“[59] Berlin nahm merklich eine reservierte Haltung gegenüber Russland ein und stand auf der Seite Österreich-Ungarns.

Auf dem Berliner Kongress 1878 (Abbildung 8) regelte man schließlich die Interessenssphären der Großmächte auf dem Balkan, so dass Reichskanzler Bismarck als „ehrlicher Makler“[60] auftreten konnte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8[61]: Berliner Kongress 1878: Reichskanzler Otto von Bismarck begrüßt den russischen Bevollmächtigten Graf Schuwalow, rechts neben Bismarck steht Österreichs Außenminister Graf Andrassy

Russland fühlte sich jedoch auf dem Kongress abgespeist, da Österreich-Ungarn das Recht zur Verwaltung Bosniens und der Herzegowina erhielt. Der Gegensatz der Balkanpolitik Österreich-Ungarns und Russlands nahm seinen Lauf. Der Dreikaiser-Bund war, trotz seiner Erneuerungen 1881 und 1884, somit praktisch zerbrochen, an seine Stelle trat die Intensivierung der Beziehungen Deutschlands zu Österreich-Ungarn. Der als Defensivbündnis gegen Russland abgeschlossene Zweibund Deutschlands mit Österreich-Ungarn von 1879 war geschmiedet, „eine Bindung, aus der eine Dauerallianz wurde, die erst mit dem Zusammenbruch der beiden Reiche 1918 enden sollte.“[62] 1881 kam es im auf dem Dreikaiser-Bund fußenden Dreikaiservertrag zwischen den Zweibundmächten und Russland zu der Vereinbarung, dass das Ziel gemeinsamer Politik die Gewährleistung der Neutralität blieb, falls einer der drei Partner mit einer vierten Macht in Krieg gerate. Ferner sollten Abstimmungen über die Balkanpolitik Russlands mit Österreich-Ungarn erfolgen. Der Zweibund erfuhr 1882 mit dem Beitritt Italiens noch eine Ausweitung zum Dreibundvertrag. Das Ergebnis war jedoch nicht, dass es einen Abbau der italienisch-österreichisch/ungarischen Spannungen um Südtirol und Triest gab. Für Bismarck ging es dabei lediglich um die Stärkung Österreich-Ungarns. Das kurz zuvor national geeinte Italien trat bei, da es seine Expansionspläne in Nordafrika (Tunis), die von Frankreich durchkreuzt wurden, in Gefahr sah. 1883 trat Rumänien dem Dreibundvertrag bei. 1887 folgte, auf der Grundlage der Neutralität im Kriegsfall, der „Rückversicherungs-Vertrag“ zwischen Deutschland und Russland. Bismarck glaubte nun, „dass die Stabilität des Mächtesystems als solches nicht in Frage gestellt und eine maximale Entlastung der Position des Reiches bewirkt würde.“[63] Die Einbindung Englands in das Bündnissystem gelang Bismarck nicht, da „England genauso versuchte wie das Reich freie Hand zu behalten.“[64] Jedoch gab das Deutsche Reich seine kolonialpolitische Zurückhaltung im Zuge der 1880er Jahre auf, so dass die anderen Großmächte, insbesondere England, auf den Plan gerufen wurden und das Bündnissystem wieder in Bewegung kam.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9[65]

3.3.2 Kurswechsel in der Außenpolitik durch Wilhelm II.

Die innenpolitischen Differenzen, sowie das außenpolitische Festhalten Bismarcks an Russland seit Wilhelms Regierungsantritt 1888, führten schließlich zur Abdankung Bismarcks 1890. Der neue Kaiser und sein neuer Reichskanzler von Caprivi[66] waren von einer „Unausweichlichkeit eines Krieges zwischen Russland/ Frankreich und den >Mittelmächten< (Deutsches Reich/ Österreich-Ungarn) überzeugt“[67] und erkannten nicht, dass Russland - zunächst eher von Europa abgewandt - sein Augenmerk auf Ostasien legte. Die Aufkündigung des 1887 geschlossenen „Rückversicherungs-Vertrages“ trieb St. Petersburg in die Arme Frankreichs und „infolgedessen tauchte jetzt also die Möglichkeit eines Zweifrontenkrieges gegen Deutschland auf, vor der Bismarck stets nachdrücklich gewarnt hatte.“[68] Das Jahr 1894 bildete, ebenso wie 1879, in dem der Zweibund zwischen Deutschland und Österreich-Ungarn begründet wurde, einen Eckpfeiler der Sackgasse wilhelminischer Außenpolitik: der russisch-französische Zweibund entstand. Frankreichs Trumpfkarte, Kapital nach Russland zu transferieren, das damit seine Industrie aufbauen konnte, kam nun zum Einsatz (Abbildung 10).

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Abbildung 10[69]: „Der Russe: >Ich bin zufrieden! eure Flotte ist tadellos. Euer Geld reicht auch fürs erste; aber natürlich, wenn unsere Flotte fertig ist, müssen wir bedeutend höhere Ansprüche an euch stellen!<“

Das Deutsche Reich war augenblicklich eingekreist. „Schon damals war schlaglichtartig deutlich geworden, dass Deutschland, das im Begriff war, sich durch sein unberechenbares Verhalten selbst >auszukreisen<, in der Krise im Wesentlichen nur auf seinen österreichischen Bündnispartner zählen konnte.“[70] An die Stelle der Gleichgewichtspolitik Bismarcks, so Ulrich, traten verfestigte Allianzen, die zu einer Blockbildung führten.[71] Deutschland setzte nun alles daran, zu einer Verständigung mit England, das sich bisher zu keiner Allianz entschlossen hatte, zu gelangen. Die kolonialpolitischen Spannungen, die England mit Frankreich und Russland hatte, gedachte Berlin ausnutzen zu können. Wilhelm II. verspielte jedoch diesen Trumpf, da er die Flottenrüstung vorantrieb. „Nach seiner Einschätzung gab es dabei lediglich zwei mögliche Entwicklungen: Entweder würde es gelingen, die englische Führung durch eine konsequente Politik der Entschlossenheit und Stärke zur See zu einer Neuverteilung der Erde zu Gunsten des aufstrebenden Kaiserreiches zu bewegen oder es käme zu einer militärischen Entscheidung, die von Tirpitz dann mit schweren Großkampfschiffen in den heimatlichen Gewässern der Nordsee suchen wollte.“[72] Abbildung 11 (Karikatur zum Flottenrüsten aus der satirischen Zeitschrift „Simplicissimus“ von 1912) bringt das Verhältnis zwischen England und Deutschland auf den Punkt: „Wie sollen wir uns da die Hand geben?“, fragen sich die zwei bis an die Zähne bewaffneten Seeleute.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11[73]

Das Wettrüsten Deutschlands mit England zur See alarmierte auch die anderen Großmächte, die nach Ausbau ihrer militärischen Stärke trachteten. Zu Beginn des neuen Jahrhunderts war das solideste politische Bündnis das Russlands mit Frankreich, eine „Verbindung, die sich auf Kredit und Schulden gründete.“[74] Die Neuausrichtung der deutschen Außenpolitik zum Erwerb von Kolonien wurde wahrgenommen, England reagierte, auch im Auge die Kraftanstrengung Deutschlands zur See mithalten zu können, und arrangierte sich mit Frankreich. Diese Entente cordiale 1904 zwischen Frankreich und England, die Frankreichs Einfluss in Marokko anerkannte und den englischen Anspruch in Ägypten gewährleistete, wurde zum zweiten Baustein des französischen Bündnissystems und führte zum Eintritt Englands in diese in den Ersten Weltkrieg mündende Allianz. Der völlige Kollaps der deutschen Außenpolitik folgte dann 1907: Die kolonialpolitische Verständigung Englands mit Russland über Asien und den Nahen Osten. „Auf Initiative Londons war damit eine politische Dreier-Verbindung – die so genannte Triple-Entente – entstanden, deren Stoßrichtung unverkennbar gegen Deutschland gerichtet war.“[75]

Deutschlands expansives, ja herausforderndes Verhalten führte schließlich dazu, dass das russisch-französische Bündnis - das nach Ferguson eher gegen England hätte gerichtet sein müssen, da England der große imperiale Gegner St. Petersburgs und Paris´ gewesen wäre[76] - mit England ab 1907 die Einkreisung Deutschlands mit Österreich-Ungarn an seiner Seite zementierte. Deutschland stand aber dennoch praktisch allein da: der habsburgische Vielvölkerstaat war in Anbetracht der innenpolitischen Instabilität eher eine Belastung, und Italien, das als zweiter Verbündeter Deutschlands eine koloniale Mittelmeerposition anstrebte, und ferner im Zwist mit Österreich-Ungarn um Südtirol und Triest verharrte, musste eher zu einer Verständigung mit den Westmächten neigen, um seine Ziele im Mittelmeer verwirklicht zu sehen. Dieses Dilemma mit einem Krieg zu durchbrechen schien für Deutschland, besser gesagt, für eine Hand voll Leute im Kaiserreich, 1914 dann der einzige Weg zu sein.[77]

4 Die antiliberalen „Ideen von 1914“ –
ideologische Grundlagenbildung für Deutschlands „Platz an der Sonne“

Nachdem die außenpolitische Entwicklung kurz umrissen worden ist, muss nun der Blick auf die geistige Haltung im Kaiserreich, gekennzeichnet durch verschiedene ideologische Strömungen, gerichtet werden. Vorurteile und Feindbilder prägten die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg immens – nicht nur in Deutschland. Der „Kampf ums Dasein“ war in erster Linie auch ein Kampf in den Köpfen und, im wahrsten Sinne des Wortes dann im Krieg, um die Köpfe der Menschen, die sich schließlich zu diesem verheerenden ideologisierten Krieg mobilisieren ließen. Wie es dazu kam, dass Krieg letztlich als Mittel der Politik und als letzter Ausweg fungieren konnte, ja als notwendig angesehen wurde, soll im Punkt 4.2 untersucht werden.

4.1 Wegbereiter des Krieges I:
Vorurteile – Feindbilder – Stereotypen

„Vorurteile sind negative oder ablehnende Einstellungen einem Menschen oder einer Menschengruppe gegenüber, wobei dieser Gruppe infolge stereotyper Vorstellungen bestimmte Eigenschaften von vornherein zugeschrieben werden, die sich aufgrund von Starrheit und gefühlsmäßiger Ladung, selbst bei widersprechender Erfahrung, schwer korrigieren lassen.“[78] Vorurteile waren keine Erfindung der damaligen Zeit. Sie bestanden vorher und wir finden sie auch in unserer Gegenwart: Vorurteile gegenüber Ausländern, Zigeunern, Homosexuellen, sozial schwachen Menschen oder gar gegenüber Menschen mit Behinderungen. Ebenso Vorurteile gegenüber anderen Religionen und Glaubensrichtungen sind keine Seltenheit.

Vorurteile erfüllen nach Bergmann vier grundlegende Funktionen[79]:

(1) Sie führen zu Orientierung und geben Verhaltenssicherheit.
(2) Damit dienen sie der Gruppenbildung und sind durch Ein- und Ausgrenzungen „identitätsstiftend“.
(3) Damit einher geht die Sicherung des Machtgefälles zwischen Mehr- und Minderheiten, was zum Ziel der Legitimation von Herrschaftsausübung führt.
(4) In gesteigerter Form stabilisieren Vorurteile Herrschaft durch Bereitstellung von „Sündenböcken“ und Mythenbildung.

Diese Phänomene werden am Deutschen Kaiserreich deutlich, letztlich sind sie auch durch die missglückte Außenpolitik unter Wilhelm II. verstärkt worden. Vorurteile wurden gleichsam zur Hypnose der Menschen durch die Machthaber forciert, die an sie mit Sicherheit auch selbst glaubten.

Für die Zeit um 1900 wird jedoch der Begriff des Feindbildes in der im Deutschen Reich empfundenen Einkreisung durch die anderen Großmächte greifbarer, denn „Feindbilder setzen sich aus negativen nationalen Stereotypen zusammen: in ihnen ist >eine Reihe negativer Vorurteile gebündelt, die gleichsam einem Zwang zur Vereinheitlichung gehorchen und eine differenzierte Beurteilung dessen, der mit dem Etikett >>Feind<< versehen wird, unmöglich machen< (nach Lißmann, 1975).“[80] In diesem System der Blockbildung Europas gedieh bis zum Ausbruch des Krieges eine Gedankenwelt, die Feindbilder durch Aufbau zahlreicher Vorurteile generierte und zementierte. Troeltsch formulierte 1916, dass der Weltkrieg schließlich ein Kulturkrieg zwischen den imperialen Staaten Europas sei, der zudem „die deutsche Ideenwelt der westeuropäischen und der osteuropäisch-asiatischen gegenüberstellt.“[81] Der Begriff der Kultur erreichte einen hohen Grad an ideologischer Ausnutzung. Deutschlands Krieg musste deshalb auch ein Krieg sein, der die wahre Kultur, die deutsche, zum Durchbruch bringen sollte. „Die Deutschen“, so Howard, „rühmten sich einer einzigartig überlegenen Kultur, die zwischen der despotischen Barbarei seiner östlichen Nachbarn und der dekadenten Demokratie im Westen die Waage hielt.“[82]

Die sieben Grundelemente dieses Kulturkrieges Deutschlands, nach Rotte, möchte ich hier kurz zusammenfassen, da sie in ihrer Gesamtheit die Grundstimmung in Deutschland gegenüber den anderen Mächten zu kennzeichnen versuchen.

Erstens müsse sich Deutschland seine Kultur erhalten und sich vor einer Ansteckung durch andere Kulturen schützen. Die Entente plane eine Vernichtung der deutschen Kultur, die ihren Gipfel im 1871 proklamierten Kaiserreich erlangt hätte und auszubauen wünsche. Russland habe ein großes Kriegsbedürfnis, Frankreich sinne nach Revanche aufgrund des Verlustes Elsass-Lothringens und England sei beseelt von einem kommerziellen Weltherrschaftswillen.

Zweitens wurde Russland als minderwertig eingestuft und ihm der Rang einer Kulturnation abgesprochen. Großbritannien sei der Hauptgegner im Kulturkrieg, da es eine „Ränkepolitik zur Erdrosselung der Mittelmächte (nach von Mackay, 1916)“ betreibe. Deutschland müsse deshalb aus Notwehr reagieren und gegen seine Neider einen Existenzkampf, in staatlicher und kultureller Hinsicht, zwangsläufig eingehen.

Drittens würden die Wesensmerkmale der deutschen Kultur den anderen Kulturen niemals deutlich werden können. Die Verteidigung und Erhaltung dieser Wesensmerkmale, da sie auf die „Durchdringung der Welt“ ausgerichtet seien, könne deshalb nicht durch internationale Verständigung, sondern nur durch den militärischen Sieg erfolgen.

Viertens sei die Verbindung des Freiheitsbegriffes mit der Pflichtethik Kants der nicht zu unterschätzende Vorteil gegenüber den anderen Staaten, da eine freiwillige Ein- und Unterordnung des Einzelnen unter das große Ganze dem typisch westlichen, der individuellen Abgrenzung des Einzelnen von der Gemeinschaft, entgegenstehe.

Damit hänge fünftens zusammen, dass der deutsche Staat den höchsten und schöpferischsten Ausdruck des deutschen Freiheitsbegriffes darstelle, da in ihm das Gemeinwohl dem Wohle des Einzelnen vorangestellt wäre.

Sechstens wäre die deutsche Kultur mitnichten chauvinistisch sondern ausländischen Einflüssen offen. Die westlichen Staaten hingegen wären durch materielle Dekadenz, Russland durch asiatische Barbarei festgelegt. Deutschlands Kultur allein könne Vorreiter einer globalen kulturellen Weiterentwicklung sein. Und siebtens schließlich sei die Verbindung zwischen deutschem Kultur- und deutschem Machtstaat den anderen Staaten überlegen, denn diese Überlegenheit befähige zum „Anspruch einer deutschen Weltmachtrolle, die zum Nutzen aller Völker zu einer wohlmeinenden Führung ausgebaut werden soll.“[83]

Im Folgenden soll in geraffter Form dargestellt werden, aus welchen Gegensätzen sich ein Feindbild im Sinne des als notwendig empfundenen Kulturkrieges aufbauen ließ.

4.1.1 Feindbild Großbritannien

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 12[84]: „Was taucht aus dem Nebel beim Morgenschein? O falscher Brite, hüte dich sein!“

Hauptgegner der antiliberalen „Ideen von 1914“ ist ohne Zweifel Großbritannien, „hinter deren postulierte[n] Ideen von Menschenrechten und Demokratie letztlich nur Wirtschaftsinteressen und persönliche Bereicherungsmotive stehen [würden].“[85] Echte kulturelle Werte und wahrhaftige gemeinschaftliche Lebensauffassung könnten in England nicht bestehen, da die Vertreter der Wirtschaft den Staat usurpieren würden. Der vertragstheoretisch begründete Staat (Hobbes, Locke) sei nichts weiter als ein Handelsgeschäft, nichts gewachsenes wie in Deutschland. Ein aus Handelsstreitigkeiten resultierender Krieg schließlich wäre für die kapitalistischen Unternehmen Englands lediglich ein Mittel zur Profitmaximierung.[86]

4.1.2 Feindbild Frankreich

Die geistige und praktisch-politische Ablehnung der Ideale der Französischen Revolution verbanden sich bereits in der Romantik mit nationalistischen Vorstellungen, die sich schon in den gegen Napoleon gerichteten Freiheitskriegen 1813/14 äußerten. Frankreichs Republik stand dem Modell der konstitutionellen Monarchie Deutschlands diametral entgegen. Das nach dem Krieg von 1870/71 auf Revanche sinnende Frankreich (der „revanchelüsterne Erzfeind“[87], siehe Abbildung 13) würde einen deutschen Nationalstaat zu zerschmettern suchen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 13[88] : Eine französische Schulklasse am Ende des 19. Jahrhunderts. An der Tafel steht: „Du wirst Soldat sein.“

In den 1880er Jahren gesellte sich zu dieser Frankophobie eine rassistische Slawenfeindlichkeit, die zahlreiche Intellektuelle in Schriften bedienten und auszudeuten glaubten. Inner-lichkeit, Idealismus und Gemeinschaftlichkeit deutscher Kultur wurden wie im Falle Großbritanniens der Oberflächlichkeit und dem Materialismus Frankreichs und dessen „Mammonismus“, dem „Vorwalten der Sucht nach materiellen Gütern, nach Erwerb und Gewinn (von Woinovich, 1918)“[89], entgegengesetzt.

4.1.3 Feindbild Russland

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Abbildung 14[90]: „Auf, deutsche Brüder, die Hunnen kommen!“

Dass der Krieg „als Ausdruck eines gegebenen Naturgesetzes des Auf- und Abstieges der Völker im Verdrängungswettkampf der Nationen“ in den „Ideen von 1914“ zudem eine sozialdarwinistische und rassistische Untermauerung erfuhr, macht die Agitation gegen das „barbarische“ Russland deutlich. Im Bündnis Frankreichs mit Russland gegen Deutschland wurde darüber hinaus eine „genuine kulturelle Schandtat“[91] gesehen, da man Frankreich durchaus Kultur zuschrieb. Der erhoffte Krieg zwischen Großbritannien und Russland sollte nur als Vorstufe für den dann folgenden Kampf gegen die „asiatischen Massen (Langen, 1914)“ und die „gelbe Gefahr“ China fungieren. Die Propagierung des Kulturziels der Rassenreinheit und der Verhinderung der Rassenvermischung haben in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg ihre Wurzeln und resultierten aus dem Gefühl, dass Deutschland als „Bewahrer und Ordner der Welt“[92] auch diese Fragen für die Zukunft zu berücksichtigen habe. Erst unter Hitler sollten diese Ideen zu unermesslichem Leid führen, die Theorie zur praktischen Politik wandeln, was keiner vorher zu glauben gewagt hätte.

4.2 Geschichte als Argument? Orientierungen bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges

4.2.1 Vorbemerkungen

Die im Zuge der Überhöhung der eigenen Kultur, die im unausweichlichen Kampf gegen westliche Dekadenz bestehen müsse, einsetzende „Nationalisierung der Massen“[93], wie es George L. Mosse 1976 nannte, erfuhr eine breite Stützung durch die Geschichtswissenschaft und deren Vertreter. Geschichte als Argument meint hier die „Einführung historischen Wissens als Beweismittel zur Begründung von Aussagen oder Behauptungen in der politischen Auseinandersetzung.“[94] Beim Argumentieren mit Geschichte drehte sich alles um die Legitimation der Herrschaft und um politische Gegner ideologisch attackieren zu können. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden historische Beispiele zuhauf bedient, die so den Krieg rechtfertigten und Enthusiasmus in der Bevölkerung stiften halfen.

Zu Recht bemerkte Calließ, „dass jedes Argumentieren mit Geschichte nur Ausschnitte von Geschichte in den Blick rücken kann und in der Selektion unabweisbar ein Moment von Willkür und Einseitigkeit liegt.“[95] Ein kurzer Exkurs sei hier erlaubt, um dies an konkreten Ereignissen nachzuweisen.

4.2.2 Kriegsgrund Geschichte?

Burkhardt sprach von einer „emotionalisierenden Synthese aus Gemeinschafts- und Vergangenheitsbindung bis hin zu konkreten Gedächtnisstätten“, die sich in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg herausbildete. Dichter und Philosophen begrüßten den Krieg und gaben ihm vorweg einen poetischen Ausdruck. Historiker legitimierten ihn und schließlich, so Burkhardt, „musste das Jahrhundert der historischen Denkmale, des historischen Baustils und einer öffentlichen Festkultur, die mit ihren Jubiläen, historischen Umzügen und geschichtsgetränkten Reden auch zur >Feier der Geschichte< wurde, das Bewusstsein der Gesellschaft in unvergleichbarer Weise prägen.“[96]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 15[97]: geschmücktes Brandenburger Tor zur Sedanfeier, Foto vom 1.9.1895

1870/71

Der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 hatte Vorbildcharakter, da hier die grundlegende Verknüpfung mit der Gründung des Kaiserreiches vorlag. Die Gefangennahme Napoleons III. (Abbildung 16) mit einem Großteil seiner Armee bedeutete auch das Ende der Dynastie Bonaparte und machte die Schlacht von Sedan zum Angelpunkt der Festkultur im Kaiserreich schlechthin (Abbildung 15). In den deutschen Geschichtsbüchern war vom „großen Nationalkrieg“ oder vom „deutschen Einigungskrieg“ die Rede, der alljährlich am 2. September gefeiert wurde.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 16[98]: Napoleon III. (links) und Otto von Bismarck am Morgen nach der Schlacht von Sedan

„Der Sedantag war ein rundes halbes Jahrhundert lang der deutsche Nationalfeiertag, [...] Was nachher an seine Stelle trat, der 11. August, Verfassungstag der Weimarer Republik, der 1. Mai der Nazis, der 17. Juni der Bundesrepublik, das war alles nichts Rechtes mehr: halt ein freier Tag und ein paar Weihestunden mit Reden, die keinen sonderlich interessierten. Aber der 2. September, Sedantag, [...] als ob die deutsche Nationalmannschaft die Fußballweltmeisterschaft gewonnen hätte, und zwar jedes Jahr aufs neue.“[99] Die Deutschen sahen sich als auserwähltes Volk, so Haffner, der Sedantag wurde damit auch „ein Fest der deutsch-französischen Erbfeindschaft“.[100] 1914 glaubte man dann, das Erbe, die Errungenschaften dieses großen Krieges, verteidigen zu müssen. Der Soziologe Max Weber äußerte 1916: „Wollten wir den Krieg nicht riskieren, so hätten wir die Reichsgründung unterlassen sollen.“

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Abbildung 17 [101] : Otto von Bismarck, erster Reichskanzler des Deutschen Kaiserreiches

Otto von Bismarck, „Eiserner Kanzler“[102] des Kaiserreiches

Nach dem Tode des ersten Reichskanzlers des Kaiserreiches (Abbildung 17) entstand um diesen ein Nationalmythos ungeahnten Ausmaßes, der „jeden Deutschen zu einem >Stück Bismarck<“ werden ließ. Man nahm den Kampf 1914 in der Gewissheit auf, dass Bismarck diesen ebenfalls zum Schutze des Reiches gefochten hätte. Burkhardt resümierte hier: „So nährte sich die Kriegsbereitschaft auch aus der Geschichte von 1870/71, aus der Verpflichtung auf einen kriegsüberformten Reichsgründungsmythos, aus dem vertrauten Umgang mit dem Präventivkrieg nach dem Lehrstück Bismarcks und aus einer Kriegserwartung, die 1914 wider besseres Wissen militärisch wie politisch doch im Banne der siegreichen historischen Gründungskriege blieb.“ Eine Vielzahl an Denkmälern schoss nach Bismarcks Ableben aus dem Boden: „Das Bismarck-Gedenken wuchs sich zu einer organisierten Massenbewegung aus [...]“.[103] Eine selektive Erinnerung an Bismarck, verbunden mit einem an den Betrachter gerichteten Identifikationsangebot[104], ging hier sicherlich an der Realität vorbei. Hätte Bismarck Deutschland wirklich in einen solchen Weltkrieg gestürzt wie Wilhelm II.? 1914 glaubte man, sich dessen sicher sein zu können.

1813

Auch eine direkte gedankliche Linie zu den Befreiungskriegen gegen Napoleon Bonaparte wurde gezogen. Eine Gleichsetzung des „Geistes von 1813“ und des „Geistes von 1914“ beziehungsweise der „Ideen von 1813“ und der „Ideen von 1914“ war schnell vollzogen worden: „Die Befreiungskriege konnten schon für einen Weltkrieg gelten, aber der Weltkrieg war auch ein >Befreiungskrieg< oder, nach der ursprünglichen Bezeichnung für 1813, ein deutscher >Freiheitskampf<.“ Wieder also musste sich Deutschland 1914, wie 1870/71, im Kriege Frankreich entgegenstellen. Die Einweihung des Völkerschlachtdenkmals 1913 durch Wilhelm II. in Leipzig sollte allen klarmachen, dass der Kampf gegen Frankreich um der Freiheit willen von 1813 in direkter Verbindung zur Gegenwart, in der sich das junge Kaiserreich behaupten müsse, immer noch bestünde.

[...]


[1] Grevelhörster, Ludger: Der Erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches – Geschichte und Wirkung, Sonderaufl., Aschendorff Verlag, Münster, 2004, S. 19.

[2] Carr, Edward Hallett: Was ist Geschichte?, a. d. Engl. von Siglinde Summerer u. Gerda Kurz [original: What is History?, 1961], 6. Aufl., Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz, 1981, S. 28.

[3] Kladderadatsch. Humoristisch-satirisches Wochenblatt, 1914 Nr. 32, S. 531, http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kla1914.

[4] Berghahn, Volker: Die Fischerkontroverse – 15 Jahre danach, in: Gesellschaft und Geschichte - Zeitschrift für historische Sozialwissenschaft, 6. Jahrgang, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen, 1980, S. 414, aus: Binder, G.: Geschichte im Zeitalter der Weltkriege, 2 Bde., Stuttgart, 1977, Bd. 1: 1870 – 1945.

[5] David Lloyd George (1863-1945), brit. Premierminister 1916-1922

[6] Hubatsch, Walther: Deutschland im Weltkrieg 1914 – 1918, in: Deutsche Geschichte – Ereignisse und Probleme, herausgeg. von Walther Hubatsch, Verlag Ullstein, Frankfurt a. Main, Berlin, 1966, S. 11.

[7] Howard, Michael: Kurze Geschichte des Ersten Weltkriegs [Orig.: „The First World War“, Oxford, New York, 2002], ungek. Taschenbuchausgabe, Piper Verlag, München, 2005, S. 9.

[8] Hubatsch, Walther: Deutschland im Weltkrieg 1914 – 1918, in: Deutsche Geschichte – Ereignisse und Probleme, herausgeg. von Walther Hubatsch, Verlag Ullstein, Frankfurt a. Main, Berlin, 1966, S. 18.

[9] Ausspruch Bernhard von Bülows (1849-1929), deutscher Reichskanzler 1900-1909

[10] Münkler, Herfried: Imperien: Die Logik der Weltherrschaft – vom alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten, 2. Aufl., Rowohlt, Berlin, 2005, S. 53.

[11] Fischer, Fritz: Griff nach der Weltmacht. Die Kriegszielpolitik des kaiserlichen Deutschland 1914/18, Nachdruck der Sonderausgabe 1967 mit einem Begleitwort des Verfassers 1977, Droste Verlag, Düsseldorf, 2004.

[12] Neitzel, Sönke: Kriegsausbruch – Deutschlands Weg in die Katastrophe 1900 – 1914, in: Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, herausgeg. von Frank-Lothar Kroll und Ernst Piper, Pendo Verlag, München, Zürich, 2002, S. 7.

[13] Fellner, Fritz: Zur Kontroverse über Fritz Fischers Buch „Griff nach der Weltmacht“, in: Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung, Band 72, Graz, Köln, 1964, S. 508.

[14] Schröder, Hans-Jürgen: Zeitgeschichtliche Kontroversen, in: Einführung in das Studium der Zeitgeschichte, herausgeg. von Matthias Peter und Hans-Jürgen Schröder, Schöningh Verlag, Paderborn, München, Wien, Zürich, 1994, S. 70.

[15] Dotterweich, Volker: Einführung, in: Kontroversen der Zeitgeschichte – Historisch-politische Themen im Meinungsstreit, herausgeg. von Volker Dotterweich, Nr. 48 Historisch-sozialwissenschaftliche Reihe, Verlag Ernst Vögel, München, 1998, S. 7.

[16] Dotterweich, Volker: Einführung, in: Kontroversen der Zeitgeschichte – Historisch-politische Themen im Meinungsstreit, herausgeg. von Volker Dotterweich, Nr. 48 Historisch - sozialwissenschaftliche Reihe, Verlag Ernst Vögel, München, 1998, S. 7.

[17] Bergmann, Klaus: Multiperspektivität, in: Handbuch der Geschichtsdidaktik, herausgeg. von Klaus Bergmann, Klaus Fröhlich, Annette Kuhn, Jörn Rüsen, Gerhard Schneider, 5. überarbeit. Aufl., Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung, 1997, S. 301.

[18] Borries, B. von: Geschichte lernen – mit heutigen Schulbüchern?, in: GWU 34, 1983, S. 569.

[19] Bergmann, Klaus: Multiperspektivität, in: Handbuch der Geschichtsdidaktik, herausgeg. von Klaus Bergmann, Klaus Fröhlich, Annette Kuhn, Jörn Rüsen, Gerhard Schneider, 5. überarbeit. Aufl., Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung, 1997, S. 301.

[20] Dotterweich, Volker: Einführung, in: Kontroversen der Zeitgeschichte – Historisch-politische Themen im Meinungsstreit, herausgeg. von Volker Dotterweich, Nr. 48 Historisch-sozialwissenschaftliche Reihe, Verlag Ernst Vögel, München, 1998, S. 7.

[21] Mann, Golo: Der Griff nach der Weltmacht, in: Ernst W. Graf Lynar (Hrsg.): Deutsche Kriegsziele 1914 – 1918, Eine Diskussion, Frankfurt a. Main, 1964, S. 183.

[22] Schröder, Hans-Jürgen: Zeitgeschichtliche Kontroversen, in: Einführung in das Studium der Zeitgeschichte, herausgeg. von Matthias Peter und Hans-Jürgen Schröder, Schöningh Verlag, Paderborn, München, Wien, Zürich, 1994, S. 70.

[23] Zander, Helmut: Abschied von der Nation? Historische Anregungen für die Aufräumarbeiten im Nationalstaat, Aschendorff Verlag, Münster, 2006, Umschlagseite.

[24] Dann, Otto: Nationalbewusstsein, Nationalismus, in: Handbuch der Geschichtsdidaktik, herausgeg. von Klaus Bergmann, Klaus Fröhlich, Annette Kuhn, Jörn Rüsen, Gerhard Schneider, 5. überarbeit. Aufl., Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung, 1997, S. 81.

[25] Rohlfes, Joachim: Nationalismus – Imperialismus – Erster Weltkrieg, in: Das 19. Jahrhundert. Monarchie – Demokratie – Nationalstaat, Informationen zur politischen Bildung Nr. 163/1998, Neudruck der 5. Aufl. von 1992, herausgeg. von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), Franzis´ print & media GmbH, Bonn, München, 1998, S. 29.

[26] Dann, Otto: Nationalbewusstsein, Nationalismus, in: Handbuch der Geschichtsdidaktik, herausgeg. von Klaus Bergmann, Klaus Fröhlich, Annette Kuhn, Jörn Rüsen, Gerhard Schneider, 5. überarbeit. Aufl., Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung, 1997, S. 83.

[27] Grevelhörster, Ludger: Der Erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches – Geschichte und Wirkung, Sonderaufl., Aschendorff Verlag, Münster, 2004, S. 6.

[28] Münkler, Herfried: Imperien: Die Logik der Weltherrschaft – vom alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten, 2. Aufl., Rowohlt, Berlin, 2005, S. 20.

[29] Münkler, Herfried: Imperien: Die Logik der Weltherrschaft – vom alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten, 2. Aufl., Rowohlt, Berlin, 2005, S. 35.

[30] Hubatsch, Walther: Deutschland im Weltkrieg 1914 – 1918, in: Deutsche Geschichte – Ereignisse und Probleme, herausgeg. von Walther Hubatsch, Verlag Ullstein, Frankfurt a. Main, Berlin, 1966, S. 12.

[31] Rohlfes, Joachim: Nationalismus – Imperialismus – Erster Weltkrieg, in: Das 19. Jahrhundert. Monarchie – Demokratie – Nationalstaat, Informationen zur politischen Bildung Nr. 163/1998, Neudruck der 5. Aufl. von 1992, herausgeg. von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), Franzis´ print & media GmbH, Bonn, München, 1998, S. 30.

[32] „Kaiser Wilhelm II.: Die Verkörperung des >preußischen Militarismus<“, in: Howard, Michael: Kurze Geschichte des Ersten Weltkriegs [Orig.: „The First World War“, Oxford, New York, 2002], ungek. Taschenbuchausgabe, Piper Verlag, München, 2005, S. 20.

[33] deutsch-dänischer Krieg (1864), Deutscher Krieg zw. Preußen und Österreich (1866), deutsch-französischer Krieg (1870/71), in: Bemmerlein, Georg: Abiturwissen Deutschland im 19. Jahrhundert – Nationalismus, Liberalismus, Industrialisierung und Soziale Frage, 2., korr. Aufl., Ernst Klett Verlag, Stuttgart, 1986, S. 103 - 114.

[34] „Das >Zweite Reich< Bismarcks bestand (1871-1918 als Kaiserreich, 1919-1933 als [„Weimarer“] Republik) bis zur „Machtergreifung“ Hitlers (1933).“ siehe: Kochendörfer, Jürgen/Rumpf, Erhard: Geschichte und Geschehen, Berufliche Gymnasien, 1. Aufl., Ernst Klett Schulbuchverlag, Stuttgart, 1991, S. 262.

[35] Grevelhörster, Ludger: Der Erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches – Geschichte und Wirkung, Sonderaufl., Aschendorff Verlag, Münster, 2004, S. 12.

[36] Neitzel, Sönke: Kriegsausbruch – Deutschlands Weg in die Katastrophe 1900 – 1914, in: Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, herausgeg. von Frank-Lothar Kroll und Ernst Piper, Pendo Verlag, München, Zürich, 2002, S. 35.

[37] Hubatsch, Walther: Deutschland im Weltkrieg 1914 – 1918, in: Deutsche Geschichte – Ereignisse und Probleme, herausgeg. von Walther Hubatsch, Verlag Ullstein, Frankfurt a. Main, Berlin, 1966, S. 16.

[38] Großadmiral Alfred von Tirpitz (1849-1930) schuf die deutsche Hochseeflotte durch systematischen Aufbau der kaiserlichen Marine. Deutschland wurde zweitgrößte Seemacht der Welt. siehe: Zentner, Christian: Großes Universal-Lexikon, Red.: Chr. Zentner, Gondrom Verlag, Grünwald, Bindlach, 1998, S. 852.

[39] Hardach, Gerd: Deutschland in der Weltwirtschaft: 1870 – 1970, e. Einf. in die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 1. Aufl., Campus Verlag, Frankfurt a. Main, New York, 1977, S. 34.

[40] Zander, Helmut: Abschied von der Nation? Historische Anregungen für die Aufräumarbeiten im Nationalstaat, Aschendorff Verlag, Münster, 2006, S. 58.

[41] wie man damals die Ukrainer nannte

[42] Zentner, Christian: Großes Universal-Lexikon, Red.: Chr. Zentner, Gondrom Verlag, Grünwald, Bindlach, 1998, S. 277.

[43] Zander, Helmut: Abschied von der Nation? Historische Anregungen für die Aufräumarbeiten im Nationalstaat, Aschendorff Verlag, Münster, 2006, S. 63.

[44] Neitzel, Sönke: Kriegsausbruch – Deutschlands Weg in die Katastrophe 1900 – 1914, in: Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, herausgeg. von Frank-Lothar Kroll und Ernst Piper, Pendo Verlag, München, Zürich, 2002, S. 50.

[45] http://www.deutsche-schutzgebiete.de/webpages/Landkarte_ Oesterreich-Ungarn_+++.gif (Zugriff am 3.1.2007)

[46] Scheuch, Manfred: Österreich im 20. Jahrhundert – Von der Monarchie zur Zweiten Republik, 1. Aufl., Verlag Christian Brandstätter, Wien, München, 2000, S. 8.

[47] Kuehnelt-Leddihn, Erik: Von Sarajevo nach Sarajevo – Österreich 1918 – 1996, Karolinger Verlag, Leipzig, Wien, 1996, S. 157.

[48] Franz-Willing, Georg: Kriegsschuldfrage der beiden Weltkriege, Deutsche Verlagsgesellschaft, Rosenheim, 1992, S. 32.

[49] Neitzel, Sönke: Kriegsausbruch – Deutschlands Weg in die Katastrophe 1900 – 1914, in: Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, herausgeg. von Frank-Lothar Kroll und Ernst Piper, Pendo Verlag, München, Zürich, 2002, S. 37.

[50] Hardach, Gerd: Deutschland in der Weltwirtschaft: 1870 – 1970, e. Einf. in die Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 1. Aufl., Campus Verlag, Frankfurt a. Main, New York, 1977, S. 33.

[51] Hubatsch, Walther: Deutschland im Weltkrieg 1914 – 1918, in: Deutsche Geschichte – Ereignisse und Probleme, herausgeg. von Walther Hubatsch, Verlag Ullstein, Frankfurt a. Main, Berlin, 1966, S. 13.

[52] Howard, Michael: Kurze Geschichte des Ersten Weltkriegs [Orig.: „The First World War“, Oxford, New York, 2002], ungek. Taschenbuchausgabe, Piper Verlag, München, 2005, S. 12.

[53] Neitzel, Sönke: Kriegsausbruch – Deutschlands Weg in die Katastrophe 1900 – 1914, in: Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, herausgeg. von Frank-Lothar Kroll und Ernst Piper, Pendo Verlag, München, Zürich, 2002, S. 66.

[54] Neitzel, Sönke: Kriegsausbruch – Deutschlands Weg in die Katastrophe 1900 – 1914, in: Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, herausgeg. von Frank-Lothar Kroll und Ernst Piper, Pendo Verlag, München, Zürich, 2002, S. 67.

[55] Hoerschelmann, Ernst/Becker, Klaus: Entdecken und Verstehen, Teil 3: Von 1917 bis zur Gegenwart, 1. Aufl., 1989, Cornelsen Verlag Hirschgraben, Frankfurt a. Main, S. 7.

[56] Müller, Hartmut: Stundenblätter Imperialismus und Erster Weltkrieg, Sekundarstufe I, Neubearbeitung, 1. Aufl., Ernst Klett Verlag, Stuttgart, 1989, S. 50.

[57] Neitzel, Sönke: Kriegsausbruch – Deutschlands Weg in die Katastrophe 1900 – 1914, in: Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert, herausgeg. von Frank-Lothar Kroll und Ernst Piper, Pendo Verlag, München, Zürich, 2002, S. 57.

[58] Grevelhörster, Ludger: Der Erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches – Geschichte und Wirkung, Sonderaufl., Aschendorff Verlag, Münster, 2004, S. 19.

[59] Ulrich, Volker: Die nervöse Großmacht 1871 – 1918, Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs, 3. Aufl., Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. Main, 1999, S. 85.

[60] Mickel/Wiegand: Geschichte, Politik und Gesellschaft (Lern- und Arbeitsbuch für Geschichte in der gymnasialen Oberstufe), Band 1: Von der Französischen Revolution bis zum Ende des 2. Weltkrieges, herausgeg. von Wolfgang Mickel u.a., 3. Aufl., Cornelsen Verlag Hirschgraben, Frankfurt a. Main, 1991, S. 150.

[61] http://www.jenskleemann.de/wissen/bildung/media/8/8b/berliner_kongress.jpg (Gemälde: Anton von Werner) (Zugriff am 3.1.2007)

[62] Ulrich, Volker: Die nervöse Großmacht 1871 – 1918, Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs, 3. Aufl., Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. Main, 1999, S. 90.

[63] Ulrich, Volker: Die nervöse Großmacht 1871 – 1918, Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs, 3. Aufl., Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. Main, 1999, S. 91.

[64] Bemmerlein, Georg: Abiturwissen Deutschland im 19. Jahrhundert – Nationalismus, Liberalismus, Industrialisierung und Soziale Frage, 2., korr. Aufl., Ernst Klett Verlag, Stuttgart, 1986, S. 144.

[65] Bemmerlein, Georg: Abiturwissen Deutschland im 19. Jahrhundert – Nationalismus, Liberalismus, Industrialisierung und Soziale Frage, 2., korr. Aufl., Ernst Klett Verlag, Stuttgart, 1986, S. 145.

[66] Leo Graf von Caprivi (1831-1899), deutscher General und Politiker, war Bismarcks Nachfolger im Amt des Reichskanzlers (1890-1894).

[67] Hillgruber, Andreas: Die gescheiterte Großmacht – Eine Skizze des Deutschen Reiches 1871 – 1945, Droste Verlag, Düsseldorf, Köln, 1984, S. 31.

[68] Grevelhörster, Ludger: Der Erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches – Geschichte und Wirkung, Sonderaufl., Aschendorff Verlag, Münster, 2004, S. 17.

[69] Kladderadatsch. Humoristisch-satirisches Wochenblatt, 1914 Nr. 27, S. 447, http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kla1914.

[70] Grevelhörster, Ludger: Der Erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches – Geschichte und Wirkung, Sonderaufl., Aschendorff Verlag, Münster, 2004, S. 19.

[71] Ulrich, Volker: Die nervöse Großmacht 1871 – 1918, Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs, 3. Aufl., Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. Main, 1999, S. 184.

[72] Grevelhörster, Ludger: Der Erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches – Geschichte und Wirkung, Sonderaufl., Aschendorff Verlag, Münster, 2004, S. 13.

[73] Grevelhörster, Ludger: Der Erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches – Geschichte und Wirkung, Sonderaufl., Aschendorff Verlag, Münster, 2004, S. 15.

[74] Ferguson, Niall: Der falsche Krieg – Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert, orig. „The Pity of War“ (1998), a. d. Engl. v. Klaus Kochmann, leicht gekürzt und überarb., Deutsche Verlagsanstalt, 1999, S. 78.

[75] Grevelhörster, Ludger: Der Erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches – Geschichte und Wirkung, Sonderaufl., Aschendorff Verlag, Münster, 2004, S. 18.

[76] Ferguson, Niall: Der falsche Krieg – Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert, orig. „The Pity of War“ (1998), a. d. Engl. v. Klaus Kochmann, leicht gekürzt und überarb., Deutsche Verlagsanstalt, 1999, S. 79.

[77] Rohlfes, Joachim: Nationalismus – Imperialismus – Erster Weltkrieg, in: Das 19. Jahrhundert. Monarchie – Demokratie – Nationalstaat, Informationen zur politischen Bildung Nr. 163/1998, Neudruck der 5. Aufl. von 1992, herausgeg. von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), Franzis´ print & media GmbH, Bonn, München, 1998, S. 30.

[78] Schmid, Hans-Dieter: Vorurteile und Feindbilder, in: Handbuch der Geschichtsdidaktik, herausgeg. von Klaus Bergmann, Klaus Fröhlich, Annette Kuhn, Jörn Rüsen, Gerhard Schneider, 5. überarbeit. Aufl., Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung, 1997, S. 315.

[79] Bergmann, Werner: Was sind Vorurteile, in: Vorurteile – Stereotypen – Feindbilder, Informationen zur politischen Bildung Nr. 271/2001, herausgeg. von der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB), Franzis´ print & media GmbH, Bonn, München, 2001, S. 4.

[80] Schmid, Hans-Dieter: Vorurteile und Feindbilder, in: Handbuch der Geschichtsdidaktik, herausgeg. von Klaus Bergmann, Klaus Fröhlich, Annette Kuhn, Jörn Rüsen, Gerhard Schneider, 5. überarbeit. Aufl., Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung, 1997, S. 315.

[81] Rotte, Ralph: Die „Ideen von 1914“ – Weltanschauliche Probleme des europäischen Friedens während der „ersten Globalisierung“, in: Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit, Band 22, Verlag Dr. Kovač, Hamburg, 2001, S. 74.

[82] Howard, Michael: Kurze Geschichte des Ersten Weltkriegs [Orig.: „The First World War“, Oxford, New York, 2002], ungek. Taschenbuchausgabe, Piper Verlag, München, 2005, S. 19.

[83] Rotte, Ralph: Die „Ideen von 1914“ – Weltanschauliche Probleme des europäischen Friedens während der „ersten Globalisierung“, in: Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit, Band 22, Verlag Dr. Kovač, Hamburg, 2001, S. 77 – 81.

[84] Kladderadatsch. Humoristisch-satirisches Wochenblatt, 1914 Nr. 33, S. 537, http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kla1914.

[85] Rotte, Ralph: Die „Ideen von 1914“ – Weltanschauliche Probleme des europäischen Friedens während der „ersten Globalisierung“, in: Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit, Band 22, Verlag Dr. Kovač, Hamburg, 2001, S. 95.

[86] Rotte, Ralph: Die „Ideen von 1914“ – Weltanschauliche Probleme des europäischen Friedens während der „ersten Globalisierung“, in: Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit, Band 22, Verlag Dr. Kovač, Hamburg, 2001, S. 93 – 94.

[87] Ulrich, Volker: Die nervöse Großmacht 1871 – 1918, Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs, 3. Aufl., Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. Main, 1999, S. 377.

[88] Hoerschelmann, Ernst/Becker, Klaus: Entdecken und Verstehen, Teil 2: Von den Entdeckungen bis zum Ersten Weltkrieg, 1. Aufl., 1988, Cornelsen Verlag Hirschgraben, Frankfurt a. Main, S. 233.

[89] Rotte, Ralph: Die „Ideen von 1914“ – Weltanschauliche Probleme des europäischen Friedens während der „ersten Globalisierung“, in: Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit, Band 22, Verlag Dr. Kovač, Hamburg, 2001, S. 89.

[90] Kladderadatsch. Humoristisch-satirisches Wochenblatt, 1914 Nr. 32, S. 523, http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kla1914.

[91] Rotte, Ralph: Die „Ideen von 1914“ – Weltanschauliche Probleme des europäischen Friedens während der „ersten Globalisierung“, in: Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit, Band 22, Verlag Dr. Kovač, Hamburg, 2001, S. 87.

[92] Rotte, Ralph: Die „Ideen von 1914“ – Weltanschauliche Probleme des europäischen Friedens während der „ersten Globalisierung“, in: Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit, Band 22, Verlag Dr. Kovač, Hamburg, 2001, S. 118.

[93] Ulrich, Volker: Die nervöse Großmacht 1871 – 1918, Aufstieg und Untergang des deutschen Kaiserreichs, 3. Aufl., Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a. Main, 1999, S. 377.

[94] Calließ, Jörg: Geschichte als Argument, in: Handbuch der Geschichtsdidaktik, herausgeg. von Klaus Bergmann, Klaus Fröhlich, Annette Kuhn, Jörn Rüsen, Gerhard Schneider, 5. überarbeit. Aufl., Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung, 1997, S. 72.

[95] Calließ, Jörg: Geschichte als Argument, in: Handbuch der Geschichtsdidaktik, herausgeg. von Klaus Bergmann, Klaus Fröhlich, Annette Kuhn, Jörn Rüsen, Gerhard Schneider, 5. überarbeit. Aufl., Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung, 1997, S. 74.

[96] Burkhardt, Johannes: Kriegsgrund Geschichte? 1870, 1813, 1756 – historische Argumente und Orientierungen bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges, in: Lange und kurze Wege in den Ersten Weltkrieg – Vier Augsburger Beiträge zur Kriegsursachenforschung von Johannes Burkhardt, Josef Becker, Stig Förster und Günther Kronenbitter, Verlag Ernst Vögel, München, S. 18 - 71.

[97] Kochendörfer, Jürgen/Rumpf, Erhard: Geschichte und Geschehen, Berufliche Gymnasien, 1. Aufl., Ernst Klett Schulbuchverlag, Stuttgart, 1991, S. 149.

[98] http://www.gutenberg.org/files/12400/12400-h/images/18-napoleon.jpg (Zugriff am 3.1.2007)

[99] Haffner, Sebastian: Historische Variationen, Mit einem Vorwort von Klaus Harpprecht, 2. Aufl. der Erstausgabe von 1985, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, München, 2001, S. 78.

[100] Haffner, Sebastian: Historische Variationen, Mit einem Vorwort von Klaus Harpprecht, 2. Aufl. der Erstausgabe von 1985, Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart, München, 2001, S. 80.

[101] Franz-Willing, Georg: Kriegsschuldfrage der beiden Weltkriege, Deutsche Verlagsgesellschaft, Rosenheim, 1992, S. 32.

[102] Zentner, Christian: Großes Universal-Lexikon, Red.: Chr. Zentner, Gondrom Verlag, Grünwald, Bindlach, 1998, S. 111.

[103] Hardtwig, Wolfgang: Denkmal, in: Handbuch der Geschichtsdidaktik, herausgeg. von Klaus Bergmann, Klaus Fröhlich, Annette Kuhn, Jörn Rüsen, Gerhard Schneider, 5. überarbeit. Aufl., Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung, 1997, S. 749.

[104] Hardtwig, Wolfgang: Denkmal, in: Handbuch der Geschichtsdidaktik, herausgeg. von Klaus Bergmann, Klaus Fröhlich, Annette Kuhn, Jörn Rüsen, Gerhard Schneider, 5. überarbeit. Aufl., Kallmeyer’sche Verlagsbuchhandlung, 1997, S. 747.

Ende der Leseprobe aus 149 Seiten

Details

Titel
Die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges und Fritz Fischers „Griff nach der Weltmacht“. Die historische Kontroverse als Grundlage multiperspektivischen Geschichtsunterrichts
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Geschichte)
Veranstaltung
Erstes Staatsexamen
Note
1,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
149
Katalognummer
V73274
ISBN (eBook)
9783638634489
ISBN (Buch)
9783638694896
Dateigröße
8245 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Schlagworte
Schuld, Ausbruch, Ersten, Weltkrieges, Kontroverse, Fritz, Fischers, Buch, Weltmacht“, Grundlage, Geschichtsverstehens, Erstes, Staatsexamen
Arbeit zitieren
Daniel Fischer (Autor), 2007, Die Schuld am Ausbruch des Ersten Weltkrieges und Fritz Fischers „Griff nach der Weltmacht“. Die historische Kontroverse als Grundlage multiperspektivischen Geschichtsunterrichts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73274

Kommentare

  • Daniel Fischer am 25.7.2007

    Danksagung.

    Beim Schreiben dieser Arbeit dachte ich fortwährend an meine Großeltern,

    Frida Löwe
    *5.4.1905 †5.7.1998

    Elisabeth Merker
    *31.1.1914 †4.10.2004

    Heinz Löwe
    *21.8.1926

    Ruth Löwe
    *3.9.1927,

    deren Lebensläufe durch zwei furchtbare Kriege
    und deren Folgen gezeichnet wurden.
    Im Sinne dieser Generationen Geschichte verstehen und aus Geschichte lernen:
    Nie wieder Krieg von deutschem Boden!

    Und überhaupt: Nie wieder Krieg!

    Für die Durchsicht nach orthographischen Tücken in
    meiner Arbeit danke ich ganz besonders

    Friederike Lanzsch,

    René Hegewaldt

    &amp;

    Christian Soyk.

  • marius rochaus am 6.12.2010

    spitze gemacht

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