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Epilepsie. Geschichte, Formen, Ursachen und Behandlung

Title: Epilepsie. Geschichte, Formen, Ursachen und Behandlung

Term Paper , 2002 , 20 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Armin Anders (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Nach den Durchblutungsstörungen sind die Epilepsien die häufigsten chronischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Etwa 0,5 - 1 % aller Menschen leiden an einer chronischen Epilepsie.

Jeder Epileptische Anfall beruht auf einer Hirnfunktionsstörung in Form abnormer elektrischer Entladungen der Nervenzellen. Also kann jeder Mensch unter extremen Bedingungen einen epileptischen Anfall erleiden. Es muss von vornherein zwischen den Begriffen epileptischer Anfall und Epilepsie unterschieden werden, denn damit ist keinesfalls dasselbe gemeint. Der Anfall ist nur ein Symptom. Ein einziger Anfall bedeutet noch keine Epilepsie. Beim epileptischen Anfall handelt es sich um ein einzelnes Geschehen, das sich plötzlich ereignet und meist nach Sekunden oder Minuten auch wieder aufhört. Erst wenn bei einem Menschen ohne ersichtlichen Grund mindestens zwei epileptische Anfälle aufgetreten sind, spricht man von Epilepsie. Etwa 5 % der Bevölkerung erleiden mindestens einmal in ihrem Leben einen solchen Anfall. Bei 4 % dieser Kranken handelt es sich um sogenannte Gelegenheitsanfälle, bei denen der Anfall auf einen bestimmten Auslöser folgt, z.B. durch Streß, Fieber oder chronischen Alkoholismus um einige zu nennen. Prinzipiell ist die Häufigkeit weltweit gleich, da es keine klimatischen oder herkunftsorientierten Unterschiede gibt. Allerdings gibt es folgende Einschränkung. In Ländern, in denen gesundheitliche Störungen, die zur Epilepsie führen können häufiger sind bzw. auf Grund mangelnder hygienischer Standards oder wegen medizin-technischer Unzulänglichkeiten nur ungenügend behandelt werden können, kommt die Epilepsieerkrankung 3-4 mal häufiger vor, als in den sog. Industrieländern. (vgl. H. Schneble, 1996, Epilepsie, S.11-12)

Da die Krankheit Epilepsie überaus Umfassen ist, werde ich mich auf einige ausgewählte Formen beschränken und nur einen groben Überblick über diese Krankheit geben, da sonst der Rahmen dieser Hausarbeit gesprengt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte der Epilepsie

3. Formen der Epilepsie

3.1. Idiopathische Epilepsie

3.2. Symptomatische Epilepsie

4. Einteilung der Epilepsien

4.1. Fokale Epilepsien

einfach-fokale Epilepsie

komplex-fokale Epilepsie

4.2. Generalisierte Epilepsien

Absencen-Epilepsien

Grand-Mal-Anfall

4.3. Unbestimmte Epilepsien

Landau-Kleffner-Syndrom

4.4. Spezielle Epilepsien

Reflexepilepsien

5. Ursachen

6. Auslösende Faktoren eines epileptischen Anfalls

7. Behandlungsmöglichkeiten der Epilepsien

Medikamentöse Therapie

Operative Therapie

Psychologische Therapie

8. Einschränkungen von Epileptikern

9. Was kann ich als Außenstehender bei einem Anfall tun?

10. Nachbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über das Krankheitsbild der Epilepsie, beleuchtet deren historische Einordnung sowie die verschiedenen Klassifikationsformen und erörtert moderne therapeutische Ansätze. Das primäre Ziel besteht darin, ein grundlegendes Verständnis für die neurologischen Ursachen, die unterschiedlichen Anfallsformen und den alltäglichen Umgang mit der Diagnose zu vermitteln, um Vorurteile abzubauen.

  • Historische Entwicklung und medizinische Definition von Epilepsie.
  • Klassifikation von Epilepsien (fokale, generalisierte und spezielle Formen).
  • Ätiologie und Identifikation individueller Auslösefaktoren.
  • Therapeutische Strategien inklusive medikamentöser und operativer Ansätze.
  • Verhaltensrichtlinien für Außenstehende bei einem epileptischen Anfall.

Auszug aus dem Buch

Komplexe fokale Anfälle

Bei den komplexen fokalen Anfällen ist das Bewusstsein des Patienten verändert, wobei die Bewusstseinsstörung von einer leichten Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit reichen kann. Manche Personen wirken während des Anfalls auffallend benommen, ratlos, umdämmert, verwirrt. Gegen eine Störung von außen wehren sie sich, und sie können dann sogar aggressiv werden.

Die körperlichen Erscheinungsformen des komplexen fokalen Anfalls sind vielgestaltig. Alle bei den einfachen fokalen Anfällen genannten Zeichen können auch bei den komplexen fokalen in Verbindung mit der Bewusstseinsstörung auftreten. Besonders charakteristisch sind sogenannte Automatismen, d.h. automatisch ablaufende Bewegungsmuster. Im Bereich des Mundes zeigen sich Kau- oder Essautomatismen in Form von Schmecken, Schmatzen, Schlucken, Kauen. Einige äußerlich sichtbare Anfallszeichen lassen gewisse Rückschlüsse auf das Erleben im Anfall zu. So kann der Gesichtsausdruck des Patienten das Erleben von Angst, Furcht, Schmerz, aber auch von Glücksgefühl verraten (mimische Automatismen). Häufig aber ist die Mimik während eines komplexen fokalen Anfalles auffallend starr und leer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Definiert Epilepsie als häufige chronische Erkrankung des Nervensystems und stellt die Abgrenzung zum einmaligen epileptischen Anfall klar.

2. Geschichte der Epilepsie: Beschreibt die historische Entwicklung der Wahrnehmung der Krankheit von der Antike bis zur modernen medizinischen Sichtweise.

3. Formen der Epilepsie: Unterscheidet zwischen idiopathischen Epilepsien ohne erkennbare Hirnschädigung und symptomatischen Epilepsien als Folge neurologischer Erkrankungen.

4. Einteilung der Epilepsien: Kategorisiert die Vielzahl an Epilepsiearten in vier Hauptgruppen basierend auf ihrem Ursprung und ihrem Ausbreitungsgrad im Gehirn.

5. Ursachen: Erläutert verschiedene Einflussfaktoren wie genetische Disposition, prozessuale organische Vorgänge und pränatale Schädigungen.

6. Auslösende Faktoren eines epileptischen Anfalls: Identifiziert externe Reize und Verhaltensweisen wie Schlafmangel oder Alkoholkonsum, die einen Anfall provozieren können.

7. Behandlungsmöglichkeiten der Epilepsien: Gibt einen Überblick über medikamentöse, operative und verhaltenstherapeutische Ansätze zur Anfallskontrolle.

8. Einschränkungen von Epileptikern: Thematisiert die Auswirkungen der Erkrankung auf die Berufswahl, Fahrtauglichkeit und gesellschaftliche Teilhabe.

9. Was kann ich als Außenstehender bei einem Anfall tun?: Bietet praxisnahe Handlungsanweisungen für Erste-Hilfe-Situationen bei einem epileptischen Anfall.

10. Nachbetrachtung: Fazit zur aktuellen Forschungslage und den Zukunftsperspektiven bei der Behandlung epileptischer Erkrankungen.

Schlüsselwörter

Epilepsie, epileptischer Anfall, Neurologie, Grand-Mal, Petit-Mal, Aura, Automatismen, Antiepileptika, Anfallsmanagement, chronische Erkrankung, Gehirnfunktionsstörung, Behandlung, Status epilepticus, Therapie, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der Epilepsie, wobei medizinische Grundlagen, verschiedene Klassifikationen sowie therapeutische Ansätze und soziale Einschränkungen für Betroffene erläutert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Abgrenzung von Anfällen, die historische Perspektive, die ätiologischen Ursachen sowie die medikamentöse und operative Behandlung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für Epilepsie zu schaffen, Mythen zu entkräften und sowohl Betroffenen als auch Außenstehenden einen sicheren Umgang mit der Diagnose und Anfallsereignissen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive Literaturarbeit, die auf Basis medizinischer Fachpublikationen und etablierter Informationen renommierter Quellen das Wissen über Epilepsie zusammenfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Differenzierung verschiedener Epilepsieformen, die Analyse von Anfallsauslösern sowie eine detaillierte Aufarbeitung der Behandlungsoptionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie epileptischer Anfall, Anfallsformen, Therapie, Anfallsmanagement und neurologische Ursachen charakterisiert.

Was unterscheidet einen einfach-fokalen von einem komplex-fokalen Anfall?

Beim einfach-fokalen Anfall bleibt das Bewusstsein des Patienten vollständig erhalten, während es beim komplex-fokalen Anfall zu einer Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit kommt.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Anfall und Epilepsie wichtig?

Die Unterscheidung ist medizinisch relevant, da ein einzelner Anfall lediglich ein Symptom darstellen kann, während die Diagnose Epilepsie erst gestellt wird, wenn wiederholt Anfälle ohne ersichtlichen Grund auftreten.

Welche Rolle spielen Automatismen bei einem Anfall?

Automatismen sind unbewusste, repetitive Bewegungsmuster (z.B. Schmatzen oder Nesteln), die bei komplex-fokalen Anfällen auftreten können und oft Ausdruck einer veränderten Hirnaktivität sind.

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Details

Title
Epilepsie. Geschichte, Formen, Ursachen und Behandlung
College
University of Applied Sciences Koblenz  (Fachbereich Sozialwesen)
Course
Gesundheit und Krankheit im Alter
Grade
2,0
Author
Armin Anders (Author)
Publication Year
2002
Pages
20
Catalog Number
V7329
ISBN (eBook)
9783638146234
Language
German
Tags
Epilepsie Gesundheit Krankheit Alter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Armin Anders (Author), 2002, Epilepsie. Geschichte, Formen, Ursachen und Behandlung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/7329
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