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Essstörungen in der Adoleszenz. Intervention und Prävention im schulischen Kontext

Title: Essstörungen in der Adoleszenz. Intervention und Prävention im schulischen Kontext

Examination Thesis , 2007 , 101 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Yasemin Aydin (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Essstörungen gehören zu den psychischen Krankheiten, die zunehmend diagnostiziert und registriert werden. Sie ist eine Art der Problembewältigung und tritt bei Mädchen bzw. jungen Frauen auf, wobei Berichten zufolge männliche Jugendliche zunehmend unter Essstörungen leiden. Die medizinischen Fachausdrücke Anorexie, Bulimie und Adipositas sind durch ein falsches Essverhalten und das Fixieren auf die Nahrung charakterisiert. Während das magersüchtige Mädchen eine Nahrungsaufnahme verweigert, nehmen Bulimiker große Mengen Nahrung zu sich und zwingen sich anschließend die gegessenen Speisen zu erbrechen. Nahrung und Essen stehen bei Essgestörten im Mittelpunkt. Sowohl übergewichtige als auch bulimische und magersüchtige Jugendliche sind dauernd mit der Nahrungsaufnahme und der Kontrolle ihres Essverhaltens beschäftigt.

Essstörungen werden heute vor allem bei jugendlichen Mädchen und jungen Frauen in westlichen Industrieländern diagnostiziert. Anorexie und Bulimie werden auch als eine „Nebenwirkung“ einer Leistungsgesellschaft aufgefasst, da die Betroffenen, vornehmlich Frauen, durch berufliche und persönliche Anforderungen überfordert werden, was durch ein dogmatisches Schlankheitsideal noch verstärkt wird Darüber hinaus sagen Essstörungen etwas darüber aus, wie Jugendliche mit ihrer Persönlichkeit und den Lebensanforderungen zurechtkommen, und werden des Öfteren mit einer Identitäts- und Selbstwertproblematik in Zusammenhang gebracht.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Essstörungen in der Adoleszenz und stellt einen Versuch dar, dieses Phänomen im Zusammenhang von Intervention und Prävention im schulischen Kontext zu erläutern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Entwicklungsaufgaben und deren Bewältigung in der Adoleszenz

2.1 Die Adoleszenz – Versuch einer definitorischen Erklärung

2.2 Entwicklungsaufgaben in der Adoleszenz

2.3 Entwicklungsauffälligkeiten in der Adoleszenz

2.3.1 Ursachen von Entwicklungsauffälligkeiten in der Adoleszenz

2.3.2 Psychische, somatische und soziale Auffälligkeiten in der Adoleszenz

3. Essstörungen als eine Entwicklungsauffälligkeit

3.1 Ein historischer Exkurs

3.1.1 Kulturgeschichte der Anorexia nervosa

3.1.2 Kulturgeschichte der Bulimia nervosa

3.1.3 Kulturgeschichte der Adipositas

3.2 Die Symptomatologie und das Erscheinungsbild der Hauptformen von Essstörungen

3.2.1 Anorexia nervosa

3.2.2 Bulimia nervosa

3.2.3 Adipositas

3.2.3.1 Binge-Eating-Störung

3.2.3.2 Die latente Esssucht

4. Diagnosekriterien und terminologische Abgrenzungen der einzelnen Essstörungen

4.1 Anorexia nervosa

4.2 Bulimia nervosa

4.3 Adipositas

4.4 Binge-Eating-Störung

5. Gesamtbetrachtung der Hauptformen von Essstörungen

5.1 Gemeinsamkeiten von Essstörungen

5.2 Unterschiede von Essstörungen

6. Ursachen und Erklärungsansätze von Essstörungen

6.1 Familiäre Einflüsse

6.1.1 Die Magersuchtfamilie

6.1.2 Die Bulimikerfamilie

6.1.3 Die Adipositasfamilie

6.2 Soziokulturelle Faktoren

6.3 Biologische bzw. genetische Faktoren

6.4 Sexueller Missbrauch

7. Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten

7.1 Ambulante, teilstationäre und stationäre Therapien

7.2 Medizinische Behandlungen

7.3 Psychotherapeutische Therapieverfahren

7.3.1 Die Verhaltenstherapie

7.3.2 Die analytische Psychotherapie

7.3.3 Die Gesprächspsychotherapie

7.3.4 Die Familientherapie

7.3.5 Gestalt- und Körpertherapien

7.3.6 Die Selbsthilfe

7.4 Die Adipositastherapie

7.4.1 Diätetische Maßnahmen

7.4.1.1 Fastenkuren/Nulldiät

7.4.1.2 Das modifizierte Fasten

7.4.1.3 Kalorienreduzierte, unausgewogene Diäten

7.4.1.4 Kalorienreduzierte, ausgewogene Diäten

7.4.1.5 Stark kalorienreduzierte Diäten

8. Intervention und Prävention von Essstörungen im schulischen Kontext

8.1 Prävention: Klärung des Begriffs

8.2 Prävention von Essstörungen im schulischen Kontext

8.3 Intervention von Essstörungen im schulischen Kontext

9. Verallgemeinerung der Erkenntnisse und Perspektiven

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Essstörungen als eine spezifische Form der Entwicklungsauffälligkeit in der Adoleszenz, beleuchtet deren Hintergründe und diskutiert Ansätze zur Prävention und Intervention innerhalb des schulischen Bildungskontextes.

  • Kulturgeschichtliche Entwicklung und Definition der Hauptformen von Essstörungen
  • Analyse der Symptomatologie und Diagnosekriterien (Anorexie, Bulimie, Adipositas)
  • Untersuchung familiärer, soziokultureller und biologischer Risikofaktoren
  • Vorstellung verschiedener therapeutischer Behandlungsansätze
  • Implementierung von Präventions- und Interventionskonzepten in der Schule

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Kulturgeschichte der Anorexia nervosa

Ein historischer Rückblick ist aufschlussreich und erforderlich, damit der heutige Umgang mit Essen und Nahrung und die Bedeutung für den einzelnen Menschen verständlich gemacht und gleichzeitig eine plausible Erklärung für die Ausbreitung in der Gegenwart gefunden wird. Deswegen werden in diesem Kapitel die kulturgeschichtlichen Hintergründe der Essstörungen beleuchtet.

Das Vorkommen von Essstörungen wurde seit der Antike und insbesondere seit dem Mittelalter dokumentiert. Vor allem Magersucht war zu allen Zeiten nachweisbar. Verschiedene Kulturen verweigern aus verschiedenen Gründen die Nahrung. Aus Sicht der Religionen wurde dem Fasten eine große Bedeutung zugeschrieben. Im Islam hat der Ramadan, der Fastenmonat, einen hohen Stellenwert und gilt als eine der im Koran verankerten Pflichten der Muslime, die dabei einen Monat, morgens von der Dämmerung bis zum Einbruch der Nacht, auf Speisen und Getränke verzichten.

Im frühen Christentum wurde das Fasten nicht nur als eine Form der Enthaltung betrachtet, sondern auch als ein Mittel, um die Verbundenheit der Christen darzustellen (vgl. VANDEREYCKEN/VAN DETH/MEERMANN, 2003, S. 31).

Das Fasten wurde im Mittelalter als eine Gelegenheit gesehen, die Sünden zu begleichen und sich zu bestrafen. Es wurde das Bedauern über die Sünden ausgedrückt, die man selbst begangen hat oder andere verübt haben (vgl. VANDEREYCKEN/VAN DETH/MEERMANN, 2003, S. 32). Um sich von den Sünden vollständig befreien zu können, musste man büßen. Im Alten Testament heißt es „auch soll Euch das ewig Recht sein: am zehnten des 7. Monats sollt ihr Euren Leib kasteien und keine Werke tun, weder ein Einheimischer noch ein Fremder unter Euch. Denn an diesem Tage geschieht Eure Versöhnung, dass ihr gereinigt werdet; von Euren Sünden werdet ihr gereinigt vor dem Herrn. Darum soll es Euch ein großer Sabbat sein und ihr sollt Euren Leib kasteien“ (3. Buch Mose, Kapitel 16, Absatz 29).

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Einführung in das Problemfeld von Essstörungen bei Jugendlichen sowie Darlegung der persönlichen Motivation und Zielsetzung der Arbeit.

2. Entwicklungsaufgaben und deren Bewältigung in der Adoleszenz: Definition der Adoleszenzphase, Erläuterung der Entwicklungsaufgaben nach Havighurst und Darstellung des Coping-Modells zur Problembewältigung.

3. Essstörungen als eine Entwicklungsauffälligkeit: Untersuchung der kulturhistorischen Hintergründe von Anorexie, Bulimie und Adipositas sowie Analyse ihrer Symptomatologie und Erscheinungsformen.

4. Diagnosekriterien und terminologische Abgrenzungen der einzelnen Essstörungen: Beschreibung der medizinischen Klassifikationssysteme ICD und DSM und deren Kriterien für die verschiedenen Essstörungen.

5. Gesamtbetrachtung der Hauptformen von Essstörungen: Zusammenführung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Störungsbilder.

6. Ursachen und Erklärungsansätze von Essstörungen: Analyse von familiären Einflüssen, soziokulturellen Faktoren, biologisch-genetischen Aspekten und traumatischen Erlebnissen wie sexuellem Missbrauch.

7. Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten: Übersicht über ambulante und stationäre Therapiemöglichkeiten sowie detaillierte Vorstellung psychotherapeutischer und diätetischer Verfahren.

8. Intervention und Prävention von Essstörungen im schulischen Kontext: Theoretische Grundlagen der Prävention und Darstellung konkreter Möglichkeiten der unterrichtlichen Intervention für Lehrkräfte.

9. Verallgemeinerung der Erkenntnisse und Perspektiven: Fazit und Zusammenfassung der erarbeiteten Ergebnisse mit einem Ausblick auf zukünftige Notwendigkeiten.

Schlüsselwörter

Adoleszenz, Essstörungen, Magersucht, Bulimie, Adipositas, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Entwicklungsaufgaben, Prävention, Intervention, Schule, Körperbild, Ernährungspsychologie, Schlankheitsideal, Psychotherapie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem komplexen Themenfeld der Essstörungen bei Jugendlichen und analysiert diese als Ausdruck mangelnder Bewältigungsstrategien für altersspezifische Entwicklungsaufgaben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die historisch-kulturelle Einordnung von Essstörungen, deren medizinische Diagnostik, die Ursachenforschung in Familien- und Gesellschaftsstrukturen sowie pädagogische Präventionskonzepte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Entstehung von Essstörungen zu entwickeln und Lehrkräften methodische Wege aufzuzeigen, wie sie im schulischen Kontext präventiv und intervenierend tätig werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse bestehender psychologischer und pädagogischer Studien, ergänzt durch die Auseinandersetzung mit diagnostischen Kriterien (ICD/DSM) und Lehrplänen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Symptomatologie und Ätiologie (Ursachen) von Anorexie, Bulimie und Adipositas, gefolgt von einer Übersicht der psychotherapeutischen und medizinischen Behandlungsoptionen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Adoleszenz, Entwicklungsauffälligkeiten, Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Adipositas, Coping-Modell, schulische Intervention, Prävention, Schönheitsideal, familiäre Einflussfaktoren.

Wie unterscheidet sich die Adipositas-Therapie von anderen Ansätzen?

Im Gegensatz zu Anorexie und Bulimie setzt die Adipositastherapie weniger auf die bloße Gewichtsreduktion um jeden Preis, sondern strebt eine langfristige Stabilisierung des Gesundheitszustandes unter Berücksichtigung psychosozialer Faktoren an.

Welche Rolle spielt die Schule bei der Prävention?

Da Schüler einen Großteil ihres Tages in der Schule verbringen, haben Lehrkräfte nach den Eltern den stärksten Einflussbereich, um ein gesundes Körperbewusstsein zu fördern und frühzeitig Warnsignale für Essstörungen zu erkennen.

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Details

Title
Essstörungen in der Adoleszenz. Intervention und Prävention im schulischen Kontext
College
University of Education Heidelberg
Grade
1,0
Author
Yasemin Aydin (Author)
Publication Year
2007
Pages
101
Catalog Number
V73304
ISBN (eBook)
9783638634519
ISBN (Book)
9783638685245
Language
German
Tags
Essstörungen Adoleszenz Intervention Prävention Kontext
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yasemin Aydin (Author), 2007, Essstörungen in der Adoleszenz. Intervention und Prävention im schulischen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73304
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