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Auktionen und kollusives Verhalten

Title: Auktionen und kollusives Verhalten

Seminar Paper , 2005 , 21 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dipl. oek. Sabine Schanz (Author)

Economics - Industrial Economics
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Das Thema Auktionen hat in den letzten Jahren sehr an Bedeutung gewonnen. Spätestens seit das Auktionshaus Ebay jedem Menschen mit Internetanschluss ermöglicht, unkompliziert und schnell für ein Objekt zu bieten, ist dieses Thema nicht mehr aus der Wirtschaft wegzudenken. Schon im Römischen Reich standen Versteigerungen von Sklaven regelmäßig an der Tagesordnung. Aber auch im „realen Leben“ begegnen uns Auktionen so gut wie jeden Tag. Versteigerungen von Häusern, Kunstauktionen, öffentliche Ausschreibungen, um nur ein paar der alltäglichen Formen zu nennen, gehören zu gängigen Verkaufsformen.

Vereinfacht gesagt geht es bei einer Auktion darum, dass der Verkäufer einen möglichst hohen Gewinn machen möchte. Der Bieter hingegen versucht das Versteigerungsobjekt zu einem möglichst günstigen Preis zu erhalten. Sowohl der Verkäufer als auch der Bieter hat gewisse, meist sehr gegenläufige, Vorstellungen wie hoch dieser Preis sein sollte. Des weiteren beeinflussen sowohl die Bietmethode als auch die Art des zu versteigernden Objektes diesen erzielbaren Preis. Um möglichst hohe Gewinne durch das versteigerte Objekt zu generieren, kommt es in der Praxis oft zu sogenanntem kollusiven Verhalten. Bieter schließen sich in Gruppen zusammen und versuchen dadurch einen besseren Preis zu erzielen und ihren Gewinn zu maximieren. Es gibt unterschiedliche Arten von kollusivem Verhalten. Diese hängen wie auch der Preis von den äußeren Gegebenheiten der Auktion ab.

Die vorliegende Seminararbeit soll einen Überblick über Auktionen und die möglichen Arten und Auswirkungen von kollusivem Verhalten geben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Begriffsklärung

2.1 Auktion

2.2 Kollusion

3. Arten von Auktionen

3.1 Unterscheidung nach der Bietregel

3.2 Kriterien zur Charakterisierung von Auktionen

3.3 Unterscheidung nach der Art des Gutes

4. Auktionen und kollusives Verhalten

4.1 Bildung von Kollusionen

4.2 Kollusionen in der Englischen und der Zweitpreis-Auktion (Vickrey)

4.3 Kollusionen in der Holländischen und der Erstpreis-Auktion

4.4. Probleme mit kollusivem Verhalten

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen des kollusiven Verhaltens bei Auktionen, um zu verstehen, wie und unter welchen Bedingungen sich Bieter kartellartig zusammenschließen, um den Wettbewerb zu unterbinden und Auktionsergebnisse zu ihren Gunsten zu manipulieren.

  • Grundlagen der Auktionsformen und Auktionsregeln
  • Definition und Erscheinungsformen kollusiven Verhaltens
  • Stabilitätsanalyse von Bieterkartellen in verschiedenen Auktionsmodellen
  • Signalwirkung und Bestrafungsmechanismen bei stillschweigender Kollusion
  • Präventionsmöglichkeiten für Verkäufer gegen Bieterabsprachen

Auszug aus dem Buch

4.1 Bildung von Kollusionen

Bei einer Auktion will jeder Beteiligte das bestmögliche Allokationsergebnis erzielen. Dieses Ergebnis kann in manchen Fällen durch die Bildung von Kollusionen, den sogenannten Bieterkartellen, optimiert werden. Bieterkartelle haben das Ziel, gegenseitige Konkurrenz zu unterbinden und so den Preis für das Auktionsobjekt zu drücken. Es besteht für die Bieter ein hoher Anreiz solche unerlaubten, preisdrückenden Absprachen zu tätigen. Kollusionen können interessant sein, wenn die Beteiligten die gleichen Interessen haben und durch die Absprache die Möglichkeit bekommen, ein Gut unterhalb ihrer Zahlungsbereitschaft zu erwerben. Cramton und Schwartz fassen diese Definition folgendermaßen zusammen: „Collusion occurs between two bidders if they have overlapping interests on several licenses and if these bidders agree to allocate these licenses such that each bidder wins a license for a price substantially (more than a bid increment) below what the other bidder is willing to pay.” Diese Definition kann natürlich auch auf mehrere Bieter ausgeweitet werden.

Es gibt explizite Kollusionen, wo ein gemeinsames Handeln im Vorfeld abgesprochen und geplant wird. Alle Kartellmitglieder tauschen untereinander glaubhaft ihre privaten Informationen aus. Das Kartell bildet sich zu dem Zweck, die durch die Versteigerung erwarteten Gewinne zu maximieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung von Auktionen in der modernen Wirtschaft dar und führt in die Problematik kollusiven Verhaltens ein.

2. Allgemeine Begriffsklärung: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Auktionsmechanismen und das ökonomische Verständnis von Kollusion definiert.

3. Arten von Auktionen: Dieses Kapitel klassifiziert Auktionsformen anhand von Bietregeln, Kriterien zur Charakterisierung und der Art der gehandelten Güter.

4. Auktionen und kollusives Verhalten: Der Hauptteil analysiert explizite und stillschweigende Kollusionen, deren Stabilität in verschiedenen Auktionsformen sowie die daraus resultierenden Probleme.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zur Anfälligkeit der Auktionsformen für Kartellbildungen zusammen und bewertet die Notwendigkeit regulatorischer Eingriffe.

Schlüsselwörter

Auktionen, Kollusion, Bieterkartell, Industrieökonomie, Vickrey-Auktion, Englische Auktion, Höchstpreis-Auktion, Holländische Auktion, Private-Value Modell, Common-Value Modell, Wettbewerbsbeschränkung, Spieltheorie, Preisabsprachen, Allokation, Kartellstabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Bieter bei verschiedenen Auktionsformen versuchen, durch kollusives Verhalten – also illegale Absprachen – den Wettbewerb zu verzerren und Preise zu ihren Gunsten zu manipulieren.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Auktionsformen (Englisch, Holländisch, Erstpreis, Zweitpreis), die Definition und Entstehung von Kartellen sowie die Stabilitätsfaktoren von solchen Absprachen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu hinterfragen, unter welchen Rahmenbedingungen Kollusion in Auktionen vorteilhaft für Bieter ist, wie stabil diese Absprachen sind und wo sie ökonomisch schaden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt die industrieökonomische Auktions- und Spieltheorie, um Bietstrategien und das Gleichgewichtsverhalten von Bietern unter Einfluss von Kartellen zu modellieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden spezifisch die Bildung von Bieterkartellen, das Verhalten in unterschiedlichen Auktionsmodellen sowie Strategien und Probleme bei deren Aufdeckung und Unterbindung besprochen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kartellstabilität, Revenue-Equivalance-Theorem, private und gemeinsame Wertschätzungen (Private-Value / Common-Value) sowie der sogenannte Fluch des Gewinners.

Wie unterscheidet sich die Kollusionsneigung zwischen Englischen und Holländischen Auktionen?

In der Englischen (und Vickrey-) Auktion ist das Kartell laut Arbeit stabiler, während in der Höchstpreis- oder Holländischen Auktion ein starker Anreiz besteht, aus der Absprache auszubrechen.

Können Verkäufer etwas gegen Bieterkartelle tun?

Ja, laut Autor können Verkäufer beispielsweise hohe Mindestgebote setzen, verdeckte Gebotsverfahren nutzen oder versuchen, die Anzahl der Bieter durch mehr Konkurrenz zu erhöhen.

Wie bewertet die Autorin die Notwendigkeit von Behörden?

Die Autorin vertritt die Ansicht, dass sich der Markt in vielen Fällen selbst regulieren sollte und ein Eingreifen von Behörden nur bei schweren wirtschaftlichen Nachteilen, wie etwa im Ölsektor, zwingend erforderlich ist.

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Details

Title
Auktionen und kollusives Verhalten
College
University of Hohenheim  (Mikroökonomik insbesondere Industrieökonomie)
Course
Industrieökonomie
Grade
2,3
Author
Dipl. oek. Sabine Schanz (Author)
Publication Year
2005
Pages
21
Catalog Number
V73431
ISBN (eBook)
9783638633314
ISBN (Book)
9783638807098
Language
German
Tags
Auktionen Verhalten Industrieökonomie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. oek. Sabine Schanz (Author), 2005, Auktionen und kollusives Verhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73431
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