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Alltägliche Lebensführung

Titel: Alltägliche Lebensführung

Hausarbeit , 2006 , 15 Seiten

Autor:in: Monika Dittmar (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Themen- und Aufgabenvorgabe entsprechend möchte ich mich in dieser Hausarbeit mit dem Konzept der alltäglichen Lebensführung befassen. Dabei werde ich empirisch die Eignung dieses Konzeptes für die Soziale Arbeit prüfen.
Im Rahmen eines europäischen Freiwilligenjahres habe ich 2 Monate die Erfahrung machen dürfen in einem Tagesheim für geistig behinderte Menschen in der Ukraine tätig zu sein. Die Grundlage meiner Prüfung werden deshalb die dort erlebten Ereignisse und Erfahrungen bei der Arbeit mit den geistig behinderten Jugendlichen und Erwachsenen sein.
In einem ersten Schritt möchte ich das Rahmenkonzept der alltäglichen Lebensführung in seinen Grundzügen darstellen. Danach werde ich die Prüfung durchführen. Dazu stelle ich kurz die Einrichtung dar um dann genauer zusammentragen zu können, ob sich die Aufgaben der Sozialen Arbeit auf dem Gebiet der Arbeit mit geistig Behinderten mit dem Rahmenkonzept der ALF angemessen erfassen lassen.
Im Anschluss daran widme ich mich der Frage, welche Aspekte der Lebensführung der Klienten in diesem Arbeitsfeld bearbeitet werden und wie sie sich in die Festlegung des Konzeptes einfügen.
Abschließend möchte ich dann der Frage nachgehen welche Erkenntnisse sich in Bezug auf die alltägliche Lebensführung der Klienten gewinnen lassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Darstellung des Rahmenkonzeptes der alltäglichen Lebensführung in seinen Grundzügen

2. 1 Handlungssystem durch aktive Konstruktion der Person

2. 2 Institutionalisierung mit struktureller und funktionaler Eigenlogik

2. 3 Die Verselbständigung des Alltags als Vorraussetzung für sein Funktionieren

2. 4 Zusammenfassung wesentlicher Merkmale des Alltagssystems nach G. Günter Voß

3. Frage der Eignung des Konzeptes der Alltäglichen Lebensführung für die Soziale Arbeit anhand des Beispieles „Tagesheim für geistig Behinderte in der Ukraine“

3. 1 Kurze Beschreibung der Einrichtung

3. 2. Vereinbarkeit der Aufgaben sozialer Arbeit mit Behinderten mit denen der ALF

3. 3 Bearbeitete Aspekte der Lebensführung der Klienten im Arbeitsfeld und ihre Einfügung in die Festlegungen des Konzepts der ALF

3. 3. 1 Erkenntnisse in Bezug auf die alltägliche Lebensführung der Klienten, Bezugnahme zu den von G. Günther Voß erstellten Merkmalen

3. 3. 2 Erkenntnisse allgemein

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Hausarbeit ist die empirische Überprüfung der Eignung des Konzepts der alltäglichen Lebensführung (ALF) für die Soziale Arbeit. Basierend auf Erfahrungen in einem Tagesheim für geistig behinderte Menschen in der Ukraine untersucht die Autorin, ob sich die Aufgaben der Sozialen Arbeit mithilfe dieses Rahmenkonzepts erfassen lassen und welche Erkenntnisse sich daraus für die Förderung der Klienten ableiten lassen.

  • Grundlagen des Rahmenkonzepts der alltäglichen Lebensführung nach G. Günter Voß
  • Strukturmerkmale der ALF: Handlungssystem, Eigenlogik und Verselbständigung
  • Soziale Arbeit bei geistig behinderten Menschen in der Ukraine
  • Verbindung von Alltagskompetenzen und gesellschaftlicher Teilhabe
  • Anwendung des ALF-Konzepts zur Identifikation und Intervention bei Instabilitäten im Lebensalltag

Auszug aus dem Buch

2. 1 Handlungssystem durch aktive Konstruktion der Person

Bei der alltäglichen Lebensführung handelt es sich in erster Linie immer um ein selbst konstruiertes Handlungssystem einer Person. Sie ist nicht sozial vorgegeben und sie ist auch nie einfach nur passiv übernommen.

Der einzelne Mensch bildet ein System aus all seinen für eine bestimmte Lebensphase charakteristischen Handlungen aus unterschiedlichen sozialen Bereichen. Das in den verschiedenen sozialen Ebenen (Familie, Freundeskreis, Nachbarschaft, Gewerkschaft, Verein etc.) agierende Individuum erfährt durch die Einbindung und regelmäßige Handlungen in eben diesen „ … einen strukturierenden und koordinierenden Rahmen …“. (Voß, 2001, S. 204)

Die ALF verknüpft die verschiedenen Tätigkeiten aus den unterschiedlichen sozialen Bereichen einer Person so, „ …, dass eine geschlossene und integrierte alltagspraktische Gesamtsystematik des Handels entsteht.“ (Voß, 2001, S. 204)

Zentrale Aufgabe der alltäglichen Lebensführung ist es die Tätigkeiten und Handlungen nach konkreten Handlungsdimensionen, also in Hinblick auf Zeit, Raum, Sinn etc.) eine Struktur zu geben. Diese Dimensionen entspringen einem Ressourcenpotential, das von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein kann.

Zeit ist dabei ein sehr wesentlicher Faktor. Die einer Person zur Verfügung stehenden Zeiträume geben ihr mehr oder minder die Chance ihre Aktivitäten zu planen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt das Ziel fest, das Konzept der alltäglichen Lebensführung anhand eigener praktischer Erfahrungen in einer Behinderteneinrichtung in der Ukraine zu prüfen.

2. Darstellung des Rahmenkonzeptes der alltäglichen Lebensführung in seinen Grundzügen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente des ALF-Konzepts, insbesondere die aktive Konstruktion der Person, deren soziale Einbettung und die Entstehung von Eigenlogiken.

3. Frage der Eignung des Konzeptes der Alltäglichen Lebensführung für die Soziale Arbeit anhand des Beispieles „Tagesheim für geistig Behinderte in der Ukraine“: Hier erfolgt die praktische Anwendung des Konzepts auf ein konkretes Arbeitsfeld, wobei die Möglichkeiten und Grenzen der Stärkung von Alltagskompetenzen bei Menschen mit Behinderung analysiert werden.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass das Konzept der ALF ein wertvolles Analyseinstrument für Sozialarbeiter bietet, um individuelle Lebensstrukturen zu verstehen und gezielte Hilfestellungen zu ermöglichen.

Schlüsselwörter

Alltägliche Lebensführung, ALF, Soziale Arbeit, G. Günter Voß, Alltagssystem, Handlungssystem, aktive Konstruktion, geistige Behinderung, Tagesheim, Ukraine, Alltagskompetenzen, Eigenlogik, Lebensgestaltung, soziale Integration, Teilhabe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem theoretischen Rahmenkonzept der „alltäglichen Lebensführung“ und dessen praktischer Anwendbarkeit in der Sozialen Arbeit mit geistig behinderten Menschen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit behandelt die Theorie der Lebensführung, die Bedeutung von Alltagssystemen sowie die Herausforderungen der Alltagsgestaltung und Teilhabe für Menschen mit Behinderungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, ob sich die Aufgaben der Sozialen Arbeit mittels des ALF-Konzepts sinnvoll strukturieren und erfassen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Darlegung des Konzepts, kombiniert mit einer empirischen Prüfung anhand einer Fallstudie über ein Tagesheim für behinderte Menschen in der Ukraine.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in das ALF-Konzept (inklusive Aspekte wie Handlungssystem und Eigenlogik) und die anschließende Übertragung auf die konkrete Förderpraxis der Einrichtung „Djerela“.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die aktive Konstruktion des Alltags, die personale und strukturelle Eigenlogik, Verselbständigung sowie die Förderung von Alltagskompetenzen.

Inwiefern beeinflusst das Konzept der ALF die Arbeit mit Behinderten in der Ukraine?

Das Konzept hilft, die oft passiven Konstruktionen des Alltags bei den Klienten durch gezielte Förderung der Alltagskompetenzen in eine aktivere, selbstständigere Lebensführung zu überführen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Nützlichkeit des Konzepts?

Das Konzept wird als sehr aufschlussreich bewertet, da es Sozialarbeitern ermöglicht, instabile oder „gestörte“ Alltagsstrukturen besser zu analysieren und gezielte Interventionsansätze zu finden.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Alltägliche Lebensführung
Hochschule
Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig  (Fachbereich Sozialwesen)
Veranstaltung
Theorie der Sozialen Arbeit
Autor
Monika Dittmar (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
15
Katalognummer
V73447
ISBN (eBook)
9783638634922
ISBN (Buch)
9783638794305
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alltägliche Lebensführung Theorie Sozialen Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Monika Dittmar (Autor:in), 2006, Alltägliche Lebensführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73447
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Leseprobe aus  15  Seiten
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