Persönlichkeitsentwicklung von Schülern: Einfluss der Schule auf die Entwicklung von Lernmotivation und Lernfreude


Hausarbeit, 2006
23 Seiten, Note: 14 Punkte oder 1,3

Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Was verbirgt sich hinter dem Begriff Schule?
2.1 Das Deutsche Schulsystem
2.2 Aufgaben, Funktionen und Ziele von Schule

3. Was ist Persönlichkeit?
3.1 Definition des Begriffs Persönlichkeit
3.2 Faktoren der Persönlichkeitsentwicklung

4. Schule und Persönlichkeitsentwicklung
4.1 Persönlichkeitsentwicklung von Schülern
4.2 Lernmotivation
4.2.1 Motiv und Motivation
4.2.2 Intrinsische Motivation
4.2.3 Extrinsische Motivation
4.3 Einfluss der Schule auf die Entwicklung von Lernmotivation
4.3.1 Motivieren im Unterricht
4.3.1.1 Steigerung der intrinsischen Motivation
4.3.1.2 Steigerung der extrinsischen Motivation
4.3.2 Zusammenfassung
4.4 Lernfreude
4.5 Einfluss der Schule auf die Entwicklung von Lernfreude
4.5.1 Steigerung der Lernfreude
4.5.2 Zusammenfassung

5. Fazit

6. Bibliografie

1. Einleitung

In einer Zeit, in der das schlechte Abschneiden der deutschen Schüler bei der Pisa-Studie das Vertrauen in das deutsche Schulsystem erschüttert hat, unterliegt die Thematik von Schule und Persönlichkeitsentwicklung sicherlich einer gewissen Brisanz. Vor allem Schule ist mittlerweile ein Begriff, der für viele in unserer Gesellschaft ein „rotes Tuch“ geworden ist. Schüler fühlen sich oftmals schlichtweg überfordert und in Zeiten von hoffnungslos überfüllten Klassengemeinschaften bleibt dem Lehrkörper meist nur sehr wenig Zeit um auf die jeweiligen Interessen und Probleme der einzelnen Schüler einzugehen. Die Folgen sind verheerend und resultieren nicht selten in Prüfungs- oder Zukunftsangst und mangelhaften Noten. Es entsteht eine Situation, die für beide Seiten äußerst unbefriedigend ist. Zum einen werden die weiteren beruflichen und persönlichen Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten des Schülers durch die „schlechten“ Schulleistungen negativ beeinflusst und zum anderen wird den Schulen und Lehrern vorgeworfen sie seien zu schlecht oder einfach zu faul um ihrem Lehrauftrag adäquat nachzukommen. Es drängt sich somit die Frage auf, ob die Persönlichkeitsentwicklung der Schüler in der Schule zu kurz kommt.

In der vorliegenden Hausarbeit möchte ich mich deshalb eingehend mit dem Thema Schule und Persönlichkeitsentwicklung befassen. Dabei möchte ich das Hauptaugenmerk auf den Einfluss der Schule bezüglich der Entwicklung zweier Persönlichkeitsmerkmale legen, die mir außerordentlich wichtig erscheinen. Dies ist zum einen die Entwicklung von Lernmotivation und zum anderen die Entwicklung von Lernfreude. Beides sind Merkmale, die auch über die Schullaufbahn hinaus verlangt werden und deren positive Entwicklung für jeden Einzelnen von uns auf dem weiteren Lebensweg sehr hilfreich sein kann. Deswegen erscheint es mir sinnvoll, dass diese beiden Aspekte in der Schule möglichst intensiv vermittelt werden und die Schüler somit wirklich etwas für das Leben lernen. Bevor ich mich jedoch im Verlauf der Seminararbeit eingehender mit diesen beiden Persönlichkeitsmerkmalen beschäftige, möchte ich zunächst die Begriffe Schule und Persönlichkeit näher erläutern.

2. Was verbirgt sich hinter dem Begriff Schule?

2.1 Das deutsche Schulsystem

In Deutschland können Kinder ab drei Jahren einen Kindergarten besuchen. Während in anderen Ländern diese Phase schon intensiv zur frühkindlichen Bildung genutzt wird und der Kindergarten beispielsweise zweisprachig geführt wird, bleibt dies in Deutschland weitestgehend aus. Im Alter von sechs oder sieben Jahren besuchen die Kinder dann eine Grundschule, die vier Jahre dauert. Hiernach erfolgt dann anhand der Noten die oftmals schwierige Entscheidung, für welchen weiteren Schulweg das Kind geeignet ist. Man unterscheidet hier zwischen Gymnasium, Realschule und Hauptschule. Das Gymnasium dauert in der Regel neun Jahre und endet mit dem Abitur, welches die Möglichkeit bietet eine Universität zu besuchen. Der Realschulweg dauert lediglich sechs Jahre und wird mit der „mittleren Reife“ abgeschlossen. Hiernach kann eine Ausbildung begonnen werden oder eine Berufsschule besucht werden. Bei guten Noten hat der Schüler jedoch auch die Möglichkeit in den Gymnasialbereich zu wechseln und das Abitur zu machen. Auf der Hauptschule verbringen die Schüler fünf Jahre und im Anschluss beginnt der Grossteil eine Lehre.

2.2 Aufgaben, Funktionen und Ziele von Schule

„Der gegenwärtige Verunsicherungsschub in Bezug auf die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit der Schule hat im Kern mit einer neuen Phase ökonomischer Entwicklung und einem dementsprechenden Umbau der Gesellschaft zu tun, in dem alle Institutionen auf ihre Effektivität hin überprüft werden“ (Melzer/Sandfuchs 2001, S. 6). Um jedoch die Effektivität und die Rolle der Schule bezüglich der Persönlichkeitsentwicklung eines Kindes beurteilen zu können, erscheint es an dieser Stelle sinnvoll, zu definieren, welche Ziele und Aufgaben der Schule in unserer heutigen Gesellschaft überhaupt zugeschrieben werden.

Was Schule leistet, welche Funktionen und Aufgaben sie wahrnimmt oder wahrnehmen soll, welche ihr von wem und aus welchen Gründen zugewiesen werden, welche ihren ´Sinn` oder ihr ´Wesen`, [...] welche also den Kern der Schularbeit ausmachen, welche davon ihr fremd sind oder sie überfordern, welches ihre tatsächliche Leistung und welches ihr ´hidden curriculum`ist – all dies ist Gegenstand der Theorie der Schule (Sandfuchs 2001, S. 11).

1980 war es Prof. Dr. Helmut Fend, der seine Theorie der Schule vorlegte. Laut Fend ist es der gesellschaftliche Auftrag von Schule die Entwicklung der heranwachsenden Generation zu beeinflussen, um den Fortbestand von Gesellschaft und kultureller Menscheitsevolution zu sichern (Fend 1980). „Erklärtes Ziel ist damit, nicht nur kurzfristige Leistungen und Verhaltensänderungen zu erzielen, sondern bei jedem einzelnen Schüler langfristige, die Schulzeit überdauernde Fähigkeiten, Wissensbestände und Verhaltensdispositionen aufzubauen“ (Pekrun/Helmke 1991, S. 33). Es wird somit deutlich, dass die Institution Schule über die Schulzeit hinaus einen ganz erheblichen Einfluss auf die Entwicklung des Individuums nehmen soll. Interessant ist nun sicherlich, inwieweit dadurch die „Persönlichkeit“ des Schülers beeinflusst und weiterentwickelt wird. Ganz entscheidend für eine solche Einschätzung ist hier natürlich welche Definition des Begriffs „Persönlichkeit“ der Diskussion zu Grunde gelegt wird.

3. Was ist Persönlichkeit?

3.1 Definition des Begriffs Persönlichkeit

Für den weiteren Verlauf der Hausarbeit sollte man sich demnach darüber im Klaren sein, was sich hinter dem allgemeinen Begriff „Persönlichkeit“ verbirgt. „Das Wort ´Person` in den europäischen Sprachen geht auf das lateinische Wort ´persona` zurück. Dies wurde hauptsächlich im Sinne von ´Rolle, Charakter, Maske` gebraucht“ (Backhaus 2004, Online Dokument). Eine genaue wissenschaftliche Definition des Begriffes stellt sich jedoch als gar nicht so leicht dar. Man kennt den Begriff zwar aus dem alltäglichen Sprachgebrauch, doch eine „[...] allgemein anerkannte Definition dieses Begriffs [...]“ (Textor 1991, Online Dokument) existiert nicht. „[...] Seine Verwendung ist davon abhängig, welche der vielen Persönlichkeitstheorien der jeweilige Wissenschaftler vertritt“ (ebd.). Um jedoch den Rahmen der Hausarbeit nicht mit der Aufzählung sämtlicher existierender Persönlichkeitsmodelle zu sprengen und um sich darüber hinaus nicht im Wust von gegensätzlichen und je nach Forschungsrichtung stark variierenden Ansätzen zu verstricken, erscheint es hier sinnvoll Pekrun und Helmke zu folgen und einen umfassenden Persönlichkeitsbegriff zu Grunde zu legen. Demnach „versteht man unter der ´Persönlichkeit` eines Menschen die Gesamtheit seiner zeitüberdauernden individuellen Merkmale (einschließlich kognitiver Fähigkeiten) [...]“ (Pekrun/Helmke 1991, S. 33). Es ist jedoch so, dass kaum ein Merkmal bei allen Menschen über die gesamte Lebensdauer hinweg gänzlich unverändert bleibt (ebd.). Der Mensch macht fortwährend neue Erfahrungen, unterliegt wechselnden Einflüssen und folglich können sich die individuellen Merkmale des Individuums verändern. „Während früher unter dem Einfluss der Psychoanalyse davon ausgegangen wurde, dass die Persönlichkeitsentwicklung nach den ersten drei Lebensjahren bereits mehr oder minder abgeschlossen ist, wissen wir heute, dass noch im Erwachsenen- und Seniorenalter große Persönlichkeitsveränderungen auftreten“ (Textor 1991, Online Dokument). Die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen ist somit niemals abgeschlossen, sondern vielmehr ein fortwährender Prozess, welcher bis zum Lebensende andauert.

3.2 Faktoren der Persönlichkeitsentwicklung

Die vorangegangene Erkenntnis ist für das Themengebiet der Persönlichkeitsentwicklung durch die Schule sicherlich von Interesse. Da es sich bei der Persönlichkeitsentwicklung um einen fortwährenden Prozess handelt, kann demzufolge auch die Schule diesen Prozess beeinflussen und hat die Möglichkeit die Persönlichkeit des Schülers ihren Zielen gemäß in eine gewisse Richtung zu lenken. Da sich aber kein Schüler dauerhaft im schulischen Umfeld bewegt, wird er zwangsläufig auch außerschulische Erfahrungen machen und ebenso außerschulischen Einflüssen unterliegen. Hieran wird ersichtlich, dass Schule somit nur einen Teil der gesamten Persönlichkeitsentwicklung abdecken kann. Es bleibt zu klären welche anderen Faktoren zusätzlich Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung nehmen und wie viel Gewicht diesen im Verhältnis zur Schule zukommt.

Es ist davon auszugehen, dass die Persönlichkeitsentwicklung in einem Zusammenspiel von diversen Faktoren beeinflusst wird (ebd.).

Diese lassen sich grob in ´innere` und ´äußere` Variablen unterscheiden. Zu den inneren Faktoren gehören z.B. das Erbgut, das Temperament und physiologische Prozesse, aber auch die Resultate der bisherigen Persönlichkeitsentwicklung: Eigenschaften, Einstellungen, Vorurteile, Werte, Motive, Interessen, Ängste, Wahrnehmungs- und Verhaltenstendenzen, Erwartungen, Geschlechtsidentität, Selbstkonzept, Selbstwertgefühle usw. Die äußeren Faktoren liegen in der Lebenswelt, dem sozialen Kontext der jeweiligen Person. Sie umfassen Einflüsse der natürlichen Umwelt, der Familie, der Gleichaltrigengruppe, des Netzwerkes, der Schicht, der Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie ihrer Institutionen (ebd.).

Gerade bei den äußeren Faktoren dürften neben der Institution Schule die Familie und die Gleichaltrigengruppe einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung nehmen. Um die eingangs aufgeworfene Frage hinsichtlich des Gewichtungsverhältnisses dieser Faktoren bezüglich Schule zu beantworten ist zu beachten, dass die verschiedenen Faktoren in gewissen Lebensphasen unterschiedlich starken Einfluss nehmen.

Die relative Wichtigkeit der persönlichen Merkmale bzw. der Kontexte unterscheidet sich in verschiedenen Lebensphasen und in unterschiedlichen Gebieten menschlicher Entwicklung. Während beispielsweise die Eltern für ihre Kinder in vielerlei Hinsicht eine dominierende Rolle während der frühen Kindheit, der Kindheit und der frühen Jugend spielen, gewinnen während der Pubertät andere Bezugspersonen zunehmenden Einfluss; im Laufe des Erwachsenseins kann der Einfluss der Eltern auf die Entwicklung ihrer Kinder fast vollständig verschwinden. Insbesondere in der Domäne des schulischen Lernens und - auf einer generelleren Ebene - der kognitiven Entwicklung spielt während der Kindheit und Jugend die soziale Institution Schule eine wichtige Rolle. Zudem haben Schulen einen Einfluss auf die Formung und Entwicklung von Motivation, Emotionen, Einstellungen und anderen persönlichen Eigenschaften (Max-Planck-Institut 2004, Online Dokument).

Es ist also die Tendenz zu erkennen, dass mit fortschreitendem Alter des Kindes der Einfluss der Eltern oftmals in den Hintergrund tritt und der Einfluss der Schule überwiegt. Als Fazit lässt sich hier somit festhalten, dass Schule zwar nicht alleine Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung nimmt, ihr im Verhältnis zu den restlichen mitbestimmenden Faktoren aber eine gewichtige Rolle zukommt die es näher zu untersuchen gilt.

4. Schule und Persönlichkeitsentwicklung

4.1 Persönlichkeitsentwicklung von Schülern

„Bis zu zwanzigtausend und mehr Stunden ihres Lebens verbringen Kinder und Jugendliche in der Schule. Die Unausweichlichkeit, mit der dies geschieht, macht Schule zu einem höchst bedeutsamen Faktor im individuellen und kollektiven Lebenslauf der Heranwachsenden“ (Haug 2004, S. 519). Nachdem nun die Begriffe Schule und Persönlichkeit allgemein erläutert wurden, soll nun speziell auf die Persönlichkeitsentwicklung von Schülern eingegangen werden. „Vorrangiger Auftrag von Schule ist die Entwicklung der Persönlichkeit ihrer Schüler“ (Pekrun/Helmke 1991, S. 33). Dieser Satz klingt im ersten Moment äußerst sinnvoll, die Umsetzung dieses Auftrags erweist sich im schulischen Alltag jedoch auf Grund der teilweise immensen Unterschiede zwischen den einzelnen Schülern und den fehlenden finanziellen Mitteln oft als sehr schwierig. Hinzu kommt, dass sich Schulen und Lehrer kaum auf Erkenntnisse aus der Forschung stützen können, da sich diese auf dem Gebiet noch sehr schwer tut.

Wer ein abgeschlossenes Bild zum Persönlichkeitseinfluss der Schule erwartet, der wird von der vorliegenden Forschung enttäuscht sein: Sie liefert erste Antworten und manchen Stoff für Spekulation, aber vorerst nur in begrenztem Umfang erhärtete Wahrheiten. Erst im Prozess solcher Forschung nämlich stellte sich heraus, mit welcher Komplexität sozialer Wirklichkeit wir beim Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen tatsächlich zu rechnen haben (Pekrun/Fend 1991, S. 3).

Eine allgemeingültige Theorie zum Verhältnis von Schule und Persönlichkeit steht somit noch nicht zur Verfügung (Pekrun/Helmke 1991). Der Einfluss der Schule auf die Persönlichkeitsentwicklung und die Persönlichkeitsmerkmale der Schüler muss somit konkret an einzelnen Merkmalen untersucht werden. Um zu vermeiden, dass nun eine Vielzahl von einzelnen Feldern oberflächlich abgehandelt werden, konzentriert sich diese Hausarbeit, wie bereits in der Einleitung angesprochen, auf eine intensive Untersuchung des Einflusses von Schule auf die beiden Persönlichkeitsmerkmale Lernmotivation und Lernfreude. Zunächst soll hier die Lernmotivation behandelt werden.

4.2 Lernmotivation

„Kindliches Leben wird in unserer Gesellschaft immer unkindlicher, steht immer früher unter der Erwartung von Leistung und Erfolg“ (Hauck-Bühler 2004, S. 431). Gerade im Zusammenhang mit Schule sehen sich die heutigen Heranwachsenden einem permanenten Druck ausgesetzt, die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Um diese Erwartungen optimal zu erfüllen ist es für Schüler unerlässlich zu lernen. Dabei ist zu beachten, dass „[...] sie sich in der Schule zwangsmäßig in einer künstlichen, durch organisatorische Notwendigkeiten eingeengten Lernsituation befinden“ (Macht 1973, S. 13). Die Schüler sind in der Schule also gezwungen auch Dinge zu lernen, die sie gar nicht oder nur sehr wenig interessieren. Folglich drängt sich die Frage auf, was die Beweggründe dafür sind, das die Schüler trotzdem lernen. Die Beantwortung dieser Frage ist eng mit dem Begriff Lernmotivation verbunden. Um das Verständnis dieses Begriffs zu gewährleisten soll im Folgenden näher auf ihn eingegangen werden.

Lernmotivation ist ein Sammelbegriff für emotionale und kognitive Prozesse, die dafür verantwortlich sind, dass ein Lernender absichtlich etwas Neues lernt, um die von ihm antizipierten und mit dem Lernen mehr oder weniger direkt verknüpften Folgen erreichen oder verhindern zu können (Wegge 1998).

Wenn ein Schüler folglich kein oder nur wenig Interesse an dem im Unterricht behandelten Stoff hat, dann kann seine Lernmotivation dennoch sehr hoch sein, da er beispielsweise verhindern möchte, dass er eine schlechte Zensur erhält und somit seine erfolgreiche Schullaufbahn gefährdet. Der Schüler kann mit dem Lernen aber auch andere Ziele verfolgen. Dabei steht hinter jedem Ziel auch immer ein Grund dieses Ziel erreichen zu wollen. Dieser Grund stellt dann das jeweilige Motiv des Schülers dar.

4.2.1 Motiv und Motivation

Um Missverständnissen bezüglich der Bedeutung von Motiv und Motivation vorzubeugen, sollen beide Begriffe ebenfalls definiert werden.

´Motiv`und ´Motivation` sind [...] hypothetische Konstrukte, Erklärungsbegriffe. Sie werden aus realisiertem Verhalten und Situationsgegebenheiten abstrahiert. In der Alltagsverwendung - und mit unterschiedlicher theoretischer Akzentsetzung auch in der Wissenschaft – lässt sich ´Motiv` als relativ stabile Antriebskraft im Inneren der Person definieren, eine Antriebskraft, die mehr oder weniger bewusst Ziele festlegt sowie Dauer und Intensität der Bemühungen regelt, die auf die Erreichung eines Zieles verwendet werden (Weißbrodt 2004, S. 273).

Unter Motivation versteht man [...] aktuelle kognitive und emotionale Prozesse, die vor, während und nach einer Handlung auftreten. Dazu gehören z. B. Erwartungen, Bewertungen, Ursachenerklärungen, Hoffnungen, Befürchtungen, Freude oder Enttäuschung (ebd.).

Da sich die Menschen alle voneinander unterscheiden, ist auch die Motivation jedes Schülers unterschiedlich zusammengesetzt. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Motivation. Zum einen ist dies die so genannte intrinsische und zum anderen die extrinsische Motivation.

[...]

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Persönlichkeitsentwicklung von Schülern: Einfluss der Schule auf die Entwicklung von Lernmotivation und Lernfreude
Hochschule
Universität des Saarlandes
Veranstaltung
Persönlichkeitsentwicklung und Erziehung
Note
14 Punkte oder 1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
23
Katalognummer
V73469
ISBN (eBook)
9783638739313
ISBN (Buch)
9783638739931
Dateigröße
523 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Hausarbeit beschäftigt sich intensiv mit dem Einfluss der Schulen auf die Persönlichkeitsentwicklung von Schülern. Dabei wird ganz besonders der Einfluss der Schule auf die Entwicklung von Lernmotivation und Lernfreude thematisiert.
Schlagworte
Persönlichkeitsentwicklung, Schülern, Einfluss, Schule, Entwicklung, Lernmotivation, Lernfreude, Erziehung
Arbeit zitieren
Jan-Christoph Allermann (Autor), 2006, Persönlichkeitsentwicklung von Schülern: Einfluss der Schule auf die Entwicklung von Lernmotivation und Lernfreude, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73469

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