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Der Völkerbund: Zentrale Ziele und Arbeitsweisen am Beispiel von Deutschland

Title: Der Völkerbund: Zentrale Ziele und Arbeitsweisen am Beispiel von Deutschland

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 31 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: B. A. Daniel Kötzing (Author)

Politics - Topic: International Organisations
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Der Krieg integrierte sich im Laufe der Jahrhunderte fest in das Leben der Menschen. Historiker errechneten, daß in den Jahren von 3616 v. Chr. bis 1984 über 14.500 Kriege geführt wurden. In dem aufgeführten Zeitabschnitt gab es lediglich 300 Jahre ohne eine militärische Auseinandersetzung. (Vgl. Poeggel, Walter: Der Völkerbund. Als zwischenstaatlichen Organisation für den Weltfrieden und die Haltung Deutschlands, Leipzig 1995, S. 5. (Texte zur polischen Bildung, Heft 20) Diese Tatsache verdeutlicht, welche enorme Bedeutung dem Krieg zur Durchsetzung der politischen Interessen und Ziele der Politik der Staaten beigemessen werden muss.
Es haben sich im Verlaufe der Geschichte zwischen den Staaten stufenweise Reglements herausgebildet, um die Grausamkeiten der Kriege bzw. ihr Auftreten zu vermindern. Dennoch sind die Menschen bis zum heutigen Tage nicht in der Lage, Kriege erfolgreich und dauerhaft zu unterbinden. Das Recht zur militärischen Auseinandersetzung fand selbst im Völkerrecht seine Bestätigung. Jedem Staat wurde das ius ad bellum (Kriegsrecht) zuerkannt.
Der Ausbruch des 1. Weltkrieges und der damit verbundene Tod von Millionen Menschen und die Verwüstung großer Teile Europas und der Welt öffnete den Diplomaten und Staatschefs die Augen. Sie wollten eine Institution schaffen, die im Stande war, das erneute Entstehen eines derartigen Ereignisses zu verhindern – den Völkerbund. Der Frieden zwischen den Völkern sollte nicht erneut bedroht werden.
Diese Arbeit analisiert den Aufbau des Völkerbundes. Sie gibt einen Einblick auf die philosophischen Ursprünge. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Betrachtung eines Mitgliedslandes, Deutschland. Dieses Land hatte spezielle Bürden zu tragen und Vorgaben zu erfüllen, daher wird auf Deutschland ein besonderes Augenmerk gerichtet. Bei der Betrachtung wurde von verschiedenen Fragen ausgegangen: Wie war die zu schaffende Organisation strukturiert? Was waren die Ziele des Völkerbundes und welche Nation oder Persönlichkeit prägte den Gründungsprozeß am intensivsten? Nach dem 1. Weltkrieg muß auch beachtet werden, daß die Spannungen zwischen den Völkern, den ehemaligen Gegnern, immer noch sehr hoch waren. Unter welchen Voraussetzungen trat Deutschland in den Völkerbund ein? Wie wurde das Deutsche Reich vom Völkerbund betrachtet bzw. wie sah und nutzte es die neu geschaffene Institution mittels Kopperation?


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Gliederung

1. Einleitung

2. Literaturangabe

3. Geistige und philosophische Grundlagen des Völkerbundes

4. Der Völkerbund

4.1. Gründung und Zielsetzung des Völkerbundes

4.2. Aufbau und Struktur des Völkerbundes

5. Die Stellung Deutschlands zum Völkerbund

5.1. Deutschland und der Versailler Vertrag

5.2. Deutschlands Rolle im Völkerbund und ihre gegenseitige Zusammenarbeit

5.3. Deutschlands Austritt aus dem Völkerbund und die Konsequenzen

6. Fazit und Zusammenfassung (mögl. Hinweise auf die Gründe des Scheitern)

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den Aufbau und die philosophischen Ursprünge des Völkerbundes mit besonderem Fokus auf das Verhältnis des Deutschen Reiches zu dieser internationalen Institution zwischen 1926 und 1933.

  • Historische und philosophische Herleitung der Völkerbundidee
  • Struktureller Aufbau und Funktionsweise der Völkerbundorgane
  • Die ambivalenten deutsch-völkerbündischen Beziehungen vor und nach dem Beitritt
  • Die Rolle der deutschen Außenpolitik, insbesondere unter Gustav Stresemann
  • Ursachen und Konsequenzen des deutschen Austritts aus dem Völkerbund

Auszug aus dem Buch

4.1. Gründung und Zielsetzung des Völkerbundes

Die Ideen des Völkerbundes wurden bereits während des 1. Weltkrieges vom amerikanischen Präsidenten, Woodrow Wilson, entwickelt. Er präsentierte seinen Vorschlag am 8. Januar 1918 vor dem amerikanischen Kongreß in Form des 14-Punkte-Programms. Großbritannien wurde am 20. März 1918 über die Planungen und Vorschläge in Kenntnis gesetzt. Wilsons Ideen basierten u. a. auf den Vorstellungen von Kant und stimmten mit dessen Überlegungen überein Auch Kant fordert in seinen Schriften (Zum ewigen Frieden), den Krieg als Weg der Rechtsfindung auszuschließen.

Woodrow Wilson war bestrebt, einen „Völkerbund“ zu schaffen, um eine friedliche Schlichtung von Problemen zu gewährleisten. Zu seinen vier Gründungsbedingungen für den Aufbau eines Völkerbundes zählten: „Recht, Gleichberechtigung aller, Frieden ohne Sieg und die Garantie des Friedensschlusses.“

Der Völkerbund sollte zudem mit einer Gerichtsbarkeit ausgestattet sein, die auf Friedensverträge beruht. Damit der Völkerbund erfolgreich agieren könne, verlangte Wilson bereits vorausschauend, einen ’Frieden ohne Sieg’. Er war bemüht, die existierenden Konfliktpotentiale zwischen den europäischen Völkern zu glätten. Weiterhin sollte der Normalitätszustand schnell wieder zwischen den ehemaligen Kriegsgegnern einkehren, um die Wunden des Krieges unter den Staaten zu heilen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der historischen Bedeutung von Krieg als Mittel der Politik und die Entstehung des Völkerbundes als Antwort auf den Ersten Weltkrieg.

2. Literaturangabe: Kurze Vorstellung der wesentlichen Forschungsliteratur zur Geschichte und zum Scheitern des Völkerbundes sowie zur deutschen Rolle.

3. Geistige und philosophische Grundlagen des Völkerbundes: Erläuterung der historischen Friedensbestrebungen von der Antike über Kant bis hin zu den Haager Konferenzen.

4. Der Völkerbund: Analyse der US-amerikanischen Initiativen zur Gründung sowie der formalen Organisation (Versammlung, Rat, Sekretariat).

5. Die Stellung Deutschlands zum Völkerbund: Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen dem Versailler Vertrag, der deutschen Außenpolitik und dem schließlichen Austritt aus der Organisation.

6. Fazit und Zusammenfassung (mögl. Hinweise auf die Gründe des Scheitern): Abschließende Reflexion über die strukturellen Defizite und die politischen Belastungen, die zum Scheitern des Völkerbundes führten.

Schlüsselwörter

Völkerbund, Deutschland, Versailler Vertrag, Woodrow Wilson, Gustav Stresemann, Friedenssicherung, Internationale Organisation, Außenpolitik, Abrüstung, Reparatonszahlungen, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Minderheitenrechte, Souveränität, Genf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Struktur, die Ziele und den Einfluss des Völkerbundes, insbesondere im Hinblick auf das angespannte Verhältnis des Deutschen Reiches zu dieser Organisation.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Analyse?

Zentrale Themen sind die philosophischen Wurzeln des Völkerbundes, der organisatorische Aufbau, die Auswirkungen des Versailler Vertrages auf Deutschland und die deutsche Völkerbundspolitik zwischen Beitritt und Austritt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, wie Deutschland die Institution Völkerbund nutzte, um seine außenpolitischen Interessen zu verfolgen, und warum diese Zusammenarbeit letztlich an strukturellen und politischen Hürden scheiterte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine systematische Analyse historischer Literatur und diplomatischer Dokumente, um die Beziehungen zwischen Deutschland und dem Völkerbund nachzuzeichnen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Völkerbundstrukturen, die problematische Ausgangslage durch den Versailler Vertrag sowie die spezifische Rolle Deutschlands, inklusive der Ära Stresemann und des späteren Austritts unter den Nationalsozialisten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Völkerbundsatzung, Friedenssicherung, Gleichberechtigung, Reparationspolitik und die politische Entwicklung der Weimarer Republik.

Warum war der deutsche Beitritt zum Völkerbund im Jahr 1926 für die Außenpolitik so bedeutend?

Der Beitritt war für Deutschland ein Mittel zur Wiedererlangung internationaler Souveränität und Anerkennung als gleichberechtigter Partner unter den Großmächten.

Welche Rolle spielte die Bernheim-Affäre für den Status Deutschlands im Völkerbund?

Die Bernheim-Affäre belastete die internationale Glaubwürdigkeit Deutschlands erheblich, da sie die Diskrepanz zwischen der Völkerbundsatzung zum Schutz von Minderheiten und der nationalsozialistischen Rassenpolitik offenlegte.

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Details

Title
Der Völkerbund: Zentrale Ziele und Arbeitsweisen am Beispiel von Deutschland
College
University of Rostock
Grade
1,3
Author
B. A. Daniel Kötzing (Author)
Publication Year
2005
Pages
31
Catalog Number
V73477
ISBN (eBook)
9783638783675
ISBN (Book)
9783638794336
Language
German
Tags
Völkerbund Zentrale Ziele Arbeitsweisen Beispiel Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B. A. Daniel Kötzing (Author), 2005, Der Völkerbund: Zentrale Ziele und Arbeitsweisen am Beispiel von Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73477
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