Darstellung und Vergleich dreier Ansätze der "Kritischen Diskursanalyse"


Magisterarbeit, 2006
64 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeines zur kritisch-diskursanalytischen Forschung
2.1 Was es heißt, ‚Diskursanalyse’ zu betreiben: die Analyse von ‚Text(en)’
2.2 Inwieweit ist kritisch-diskursanalytische Forschung „kritisch“?
2.3 „Forschungsprogramm“ Kritische Diskursanalyse: die allgemeinen Prinzipien
2.4 Zielsetzung kritisch-diskursanalytischer Forschung - Zielsetzung der Methode

3. Der Ansatz der Kritischen Diskursanalyse nach Norman Fairclough
3.1 Faircloughs „Fachterminologie“
3.2 Faircloughs theoretische Fundierung
3.3 Faircloughs Methode
3.3.1 „Analytisches Rahmenmodell“ als Basis der Methode
3.3.2 „Fragenkatalog“ zur Text-/Diskursanalyse
3.4 Faircloughs Ansatz der Kritischen Diskursanalyse im Überblick

4. Der Ansatz der Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger
4.1 Jägers „Fachterminologie“
4.2 Jägers theoretische Fundierung
4.3 Jägers Methode
4.3.1 Leitfaden zur Vorgehensweise für eine Diskursanalyse
4.3.2 Feinanalyse des Diskursfragments/Texts
4.4 Jägers Ansatz der Kritischen Diskursanalyse im Überblick

5. Der Ansatz der Kritischen Diskursanalyse nach Ruth Wodak
5.1 Kurze Vorbemerkung zu Wodaks Ansatz und „Fachterminologie“
5.2 Wodaks theoretische Fundierung
5.3 Wodaks diskurshistorische Methode
5.3.1 Allgemeine Prinzipien des diskurshistorischen Vorgehens
5.3.2 Dreidimensionales Analyseschema
5.4 Wodaks Ansatz der Kritischen Diskursanalyse im Überblick

6. Vergleich und Diskussion der Ansätze, kritische Anmerkungen und Ausblick

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Wer von der Kritischen Diskursanalyse (KDA) spricht, der sollte sich der Tatsache bewusst sein, dass es die KDA im forschungspraktischen Sinne einer homogenen Methode nicht gibt. Denn vielmehr subsumiert sich im gesamtdisziplinären Forschungszusammenhang eine Vielzahl an autorenspezifischen Ansätzen unter dem Label „Kritische Diskursanalyse“[1], die jeweilig ausgehend von spezifischen theoretischen Fundierungen und Annahmen „kritisch“ Diskursanalyse betreiben und so auch die Bezeichnung „Kritische Diskursanalyse“ für ihren Ansatz, das heißt für ihre spezifischen Forschungen und ihr mehr oder weniger ausgearbeitetes operatives Verfahren beziehungsweise ihre spezifische Methode bean­spruchen.[2] Diese Ansätze beziehungsweise Verfahren teilen ein interdisziplinäres Forschungs­programm mit gesellschaftspolitischer Zielsetzung, das heißt mit dem gesellschafts­politischem Anspruch, die diskursive Konstruktion und Reproduktion sozialer Ungleichheit aufzudecken.[3] Fundamental ist hierbei die Auffassung von Sprache als Form sozialer Praxis (Sprache als Form sozialer Handlung), weshalb grundlegend Sprache beziehungsweise Sprach­gebrauch im sozialen Kontext untersucht wird (Datenmaterial bilden dabei mehr oder weniger große Textkorpora). Dementsprechend „definiert“ beispielswei­se van Dijk (2001a) die KDA wie folgt:

„Critical discourse analysis (CDA) is a type of discourse analytical research that primarily studies the way social power abuse, dominance, and inequality are enacted, reproduced, and resisted by text and talk in the social and political context. With such dissident research, critical discourse analysis take explicit position, and thus want to understand, expose, and ultimately resist social inequality.”[4]

Zu den Hauptvertretern der KDA zählen zweifelsohne der Brite Norman Fair­clough (Pro­fessor an der Lancaster Universität), der Deutsche Siegfried Jäger (Professor an der Uni­ver­sität Duisburg und Vorsitzender des Duisburger Instituts für Sprach- und Sozialfor­schung, Ab­kürzung „DISS“[5]), der Niederländer Teun A. van Dijk (seit 6/2004 Professor an der Universität Pompeu Fabra in Barcelona, früher Professor an der Universität Amsterdam) und die Österreicherin Ruth Wodak (seit 9/2004 Professorin an der Lancaster Universität, früher Professorin an der Universität Wien, weiterhin aber Direktorin des Forschungszentrums Discourse, Identity, Politics in Wien, kurz „DIP“[6]).[7]

Die hier vorliegende Arbeit setzt nun am Punkt der Ansatzvielfalt der KDA an und stellt drei Ansätze der KDA, nämlich die Ansätze nach Norman Fairclough, Siegfried Jäger und Ruth Wodak[8] dar und vergleicht jeweilige Ansätze abschließend miteinander. Wider die Tatsache, dass Teun A. van Dijk unter den Hauptvertretern der KDA sicherlich den prominentesten Namen trägt[9] und sich in der mannigfaltigen Literatur zur KDA oftmals auch auf van Dijk berufen wird[10], findet sein Ansatz der KDA im Rahmen dieser Arbeit allerdings keinen Platz. Grund hierfür ist, dass van Dijk im Feld der kritisch-diskursanalytischen Forschung vielmehr die Position des „bloßen Theoretikers“ einnimmt und es sich keine beziehungsweise kaum Systematisierungen zu seinem Ansatz der KDA, im Speziellen zur praktischen Analysearbeit, finden beziehungsweise zusammenstellen lassen. Dies deckt sich auch grundlegend mit van Dijks (2001a) Ansicht, dass „in CDA theories and analyses not only should be elegant or sophisticated, as well as empirically grounded, but face the toughest test of all – relevance. They should work.”[11] Für van Dijk steht folglich sozusagen mehr das Ziel der KDA in Form eines praxisrelevanten Anspruchs im Mittelpunkt denn ein „elaborierter Weg“ dorthin. Hier­mit lässt sich im Gegenzug auch die Wahl der darzustellenden Ansätze der hier vorliegenden Arbeit begründen: Bei Norman Fairclough, Siegfried Jäger und Ruth Wodak finden sich Ausführungen zur KDA, die sich in Grundzügen nach folgendem „Muster“ darstellen und vergleichen lassen:[12]

a) eine Klärung der für jeden Ansatz der KDA spezifischen Begriffe (denn grundsätzlich betreiben jeweilige Autoren zwar diskursanalytische Forschung mit gesellschafts­kritischem Anspruch, nuancieren dabei aber bestimmte Begriffe unter­schiedlich und/oder führen gar andere Begriffe im Vergleich zu den anderen Autoren ein[13]),
b) Erläuterungen zur spezifischen theoretischen Fundierung der Methode und
c) eine Skizze jeweiliger Methode, das heißt der praktischen Analysearbeit.

Bevor allerdings die Ansätze der KDA nach Fairclough, Jäger und Wodak in den Kapiteln 3 bis 5 nach diesem „Muster“ vorge­stellt werden[14], „vermittelt“ Kapitel 2 Grund­legendes zur kritisch-diskursanalytischen For­schung. Den Abschluss der Arbeit bildet ein Resümee, das heißt ein vergleichende Diskussion der dargestellten Ansätze der KDA und einige kriti­sche Überlegungen zu den verschiedenen Ansätzen und zur kritisch-diskurs­analytischen Forschung im Allgemeinen (Kapitel 6).

Am Ende der Arbeit sollte es zum einen gelungen sein, die für die kritisch-diskursanalytische Forschung bedeutsamsten Ansätze übersichtlich und verständlich dargestellt zu haben, zum anderen soll gerade aber der abschließende Vergleich dieser Ansätze zum kritischen Umgang mit diesen im Speziellen und der kritisch-diskursanalytischen Forschung im Allgemeinen anre­gen.

2. Allgemeines zur kritisch-diskursanalytischen Forschung

Für die KDA sind zwar verschiedene Ansätze konstitutiv (wie in der Einleitung der vorliegen­den Arbeit bereits angesprochen wurde), jedoch lässt sich die KDA im Sinne einer eigenständigen Forschungsrichtung unter einigen Aspekten recht allgemein darstellen. Die folgenden Punkte geben diesbezüglich einen Über­blick zu Wissenswertem zur KDA.

Wie die Bezeichnung ‚Kritische Diskursanalyse’ zweifelsohne verrät, ist die KDA eine spezifische Form ‚Diskursanalyse’ zu betrieben, nämlich eine „kritische“. Folglich setzen die Ausführungen des vorliegenden Kapitels bei einer Beschreibung dessen an, was es im Allge­meinen aus forschungspraktischer Sicht heißt, ‚Diskursanalyse’ zu betreiben: nämlich die Analyse von ‚Text(en)’ (Punkt 2.1). Und es wird erläutert, inwieweit diese Form der Forschung „kritisch“ ist (Punkt 2.2). Ebenfalls wird die KDA als Forschungs­programm mit allgemeinen Prinzipien skizziert (Punkt 2.3). Abschließend wird die allgemeine Zielsetzung kritisch-diskurs­analytischer Forschung dargestellt und die Anforder­ung an die Methode dieser Forschung daraus abgeleitet (Punkt 2.4).

2.1 Was es heißt, ‚Diskursanalyse’ zu betreiben: die Analyse von ‚Text(en)’

Wie in einer kurzen Erläuterung zum Begriff der Diskursanalyse bei Jung (1999) deutlich wird, beschreibt ‚Diskursanalyse’ kein spezifisches Verfahren, sondern vielmehr eine Forschungs­richtung beziehungsweise subsumieren sich unter dieser Bezeichnung interdis­ziplinäre Ansätze und For­schungen im gesamtdisziplinären Kontext, die sich als Reaktion auf die sozusagen „intradisziplinären Grenzen“ traditioneller linguistischer Forschungen bezüg­lich einer gesellschaftlichen Relevanz in den letzten Jahrzehnten entwickelt haben. Jung be­schreibt das so:

„Die Sprachwissenschaft beschäftigt sich traditionell mit grammatischen Strukturen (Syntax), Wortbedeutungen (Semantik), Sprachverwendungsbedingungen (Pragmatik). Dabei abstrahiert sie von den konkreten Inhalten des Sprachgebrauchs. In den letzten Jahrzehnten hat sich eine Vielzahl von unterschiedlichen Richtungen entwickelt, die diese gesellschaftliche Abstinenz nicht nur strukturell, sondern auch bezogen auf konkrete gesellschaftlich-politische Themen überwindet. Viele dieser Ansätze lassen sich in einem weiten Sinne unter dem Stichwort ‚Diskursanalyse’ subsumieren beziehungsweise reklamieren dieses Etikett für sich. Diese Ansätze sind prinzipiell interdisziplinär, zumindest integrieren sie gewisse Elemente aus benachbarten sozialwissen­schaftlichen Disziplinen beziehungsweise werden für diese relevant. Wie weit es sich dabei noch um linguistische Analysen oder eher um sozialwissenschaftliche Untersuchungen handelt, ist eine müßige Frage, die vom eigenen Fachverständnis abhängt.“[15]

Nach Fraas und Klemm (2005) bildet den Ausgangspunkt der Diskursanalyse der Diskurs-Begriff nach Foucault, der sich auf intertextuelle Beziehungen auf einer gesellschaftlichen Ebene und damit gesellschaftlich relevante kollektive Wissenskonstitutionsprozesse bezieht.[16]

Als Diskurs im foucaultschen Sinne gilt eine Menge von Aussagen („enoncé“, epistemische Elemente oder auch Wissenssegmente), die einem gemeinsamen Forma­tionssystem ange­hören, also ein „Formationssystem von Wissens­segmenten“, welche Produkt­ionsbedingungen für Äußerungen steuern und Produktions-, Strukturierungs- und Aus­schließungs­mechanismen indizieren. Grundbegriffe der foucaultschen Diskursanalyse sind Ereignis, Serie, Regel­haftigkeit und Möglichkeits­bedingung. Wenn ein epistemi­sches Element (enoncé) in einer diskursiven Umgebung, also in einer Äußerung spontan und unvorhergesehen auftritt, erscheint es als „Ereignis“. Wenn solche Ereignisse häufiger auftreten und damit zu Keimzellen diskursiver Formationen werden, bilden sich „Serien“. Durch die Verdichtung von Serien diskursiver Ereignisse etablieren sich neue diskursive Strukturen und bilden so eine „Regelhaftigkeit“. Etablierte diskursive Formationen wirken als „Möglichkeitsbe­dingungen“ prägend auf zukünftige diskursive Ereignisse und steuern so Erwartbar­keiten oder Ausschlüsse für künftige Äußerungen.

Für diese von Foucault inspirierte Diskursanalyse listen Fraas und Klemm folgende Vor­stellung­en von ‚Diskurs’ als zentral auf:

- Diskurse sind Verbünde inhaltlich zusammengehöriger Texte. (Foucault, 1973; 1977)
- Diskurse sind „Amalgamierungen von Themen in Texten“. (Sauer, 1998)
- Diskurse sind Netze von Zeichen, Spuren und Fährten von Wissenssegmenten. (Busse, 2000)
- Diskurse bilden Bezugsgrößen für Einzeltexte, denn Texte existieren nicht isoliert, sondern stehen im Verbund mit koexistierenden Texten. (Warnke, 2002)
- Diskurse können als „Gespräche“ zwischen Texten aufgefasst werden, sind also durch Dialogizität gekennzeichnet. (Wichter, 1999)
- Diskurse korrespondieren mit Systemen des Denkens und Argumentierens, das von einer Textmenge abstrahiert ist. (Titzmann, 1989)
- Diskurse sind eine Form von „interaction in society“, denn „language users actively engage in text and talk not only as speakers, writers, listeners or readers, but also as members of social categories, groups, professions, organizations, communities, socie­ties or cultures“. (van Dijk, 1997)
- Diskurse können als „virtuelle Textkorpora (aufgefasst werden), deren Zusammen­setzung durch inhaltliche Kriterien bestimmt wird“. (Busse/Teubert, 1994)

Wie diese Auflistung deutlich macht, „korrelieren“ die Vorstellungen von ‚Diskurs’ sehr stark mit dem Textbegriff. Was aber ist eine Text?

Nach Titscher et al. (1998) ist der Textbegriff der Linguistik sehr viel weiter gefasst als der alltägliche, der sich in der Regel nur auf geschriebene Sprache bezieht.[17] Der linguistische Textbegriff hingegen umfasst jegliche kommunikative Äußerung: Äußerungen sowohl schriftlicher als auch mündlicher Art[18]. Um eine kommu­nikative Äußerung im linguistischen Sinne als Text zu klassifizieren, führen Titscher et al. sieben Kriterien nach Beugrande und Dressler (1981) auf. Unterscheiden lassen sich diese Kriterien in text interne und text externe Kriterien. Als textinterne Kriterien gelten:

- die Kohärenz (der zugrunde liegende inhaltlichen Zusammenhang in der „Tiefe“ des Textes) und
- die Kohäsion des Textes auf der Oberfläche (die textsyntaktische Ver­bunden­heit).

Die textexternen Kriterien sind:

- Intentionalität (Absicht des Textproduzenten),
- Akzeptabilität (Anerkennung des Textes als solchem auf der Seite des Rezipienten),
- Informativität (Neues beziehungsweise Erwartetes innerhalb eines Textes; neben der Quantität eines Textes auch Qualität eines Textes),
- Situationalität [19] (Angemessenheit der Textsorte, Redeweise oder Ähnliches) und
- Intertextualität (einerseits Bezug auf den gleichzeitig stattfindenden Diskurs[20], an­derer­seits formale Zusammen­gehörigkeit in Form von Genres/Textsorten[21]).

Anhand der Unterscheidung textinterner und textexterner Kriterien erklären Titscher et al. den grundlegenden Unterschied zwischen traditioneller Textlinguistik und Diskurs­analyse hin­sicht­lich ihrer Untersuchungen wie folgt:

„Während in ‚rein’ textlinguistisch orientierten Ansätze vor allem die Untersuchung und Mo­dellie­rung von Kohäsion und Kohärenz in Texten im Vordergrund steht und alle textexternen Faktoren im Sinne von intervenierenden Variablen im Hintergrund stehen (und oft vernachlässigt werden), so spielen gerade in der Diskursanalyse die externen Faktoren eine wesentliche Rolle, wobei Texte (das heißt Kohäsions- und Kohärenzphänomene) als Manifestation und Resultat bestimmter Faktorenkombinationen gesehen werden.“[22]

Dementsprechend ist auch Angermüller (2001) zuzustimmen, wenn er schreibt, dass „für die meisten DiskursanalytikerInnen gilt, dass sie sich zwar mit Texten beschäftigen, aber gleichzeitig die Differenz von Text und Diskurs betonen und sich nicht in der Analyse von Texten erschöpfen“.[23] So unterscheidet Angermüller die Textanalyse insofern von einer Diskursanalyse, als dass eine Textanalyse „Sinn als textimmanentes Phänomen“ betrachtet und Diskursanalyse den Kontext sprachlicher Äußerungen reflektiert:

„Während eine Textanalyse den Text als geschlossenes System distinktiver Elemente betrachtet, das autonomen (‚grammatischen’) Mechanismen der Sinngenerierung folgt, heben diskurs­analytische Zugänge die Verbindung des Texts mit seinem Kontext hervor. Für die Diskursanalyse sind Texte keine geschlossenen Behälter selbstreferentiell erzeugten Sinns, sondern die aufge­zeichne­ten Spuren einer diskursiven Aktivität, die sich nie vollständig auf Text reduzieren lassen und immer einen nicht vertextbaren Überschuss diskursiven Potentials bereit halten.“[24]

Allerdings ist nach Titscher et al. (1998) anzumerken, dass die Textlinguistik und Diskurs­analyse im Rahmen ihrer Entstehung zwar unterschiedliche Ziele verfolgten (die Text­linguistik widmete sich dem isolierten Text, die Diskursanalyse betrachtet den Text im Kontext), mittlerweile beide Ansätze aber immer mehr miteinander konvergieren, was eine klare Trennung von Textlinguistik und Diskursanalyse oft hinfällig macht.[25] Dies gilt im Besonderen für die KDA: So resümiert beispielsweise Kress (1990), dass bei kritisch-diskursanalytischen Beschäftigungen die grundlegenden Charakteristika sowohl von Text- als auch von Diskursanalysen zur An­wen­dung kommen, allerdings eine Unterscheidung zu sozusagen „konventionellen“ text- und diskursana­lytischen Verfahren maßgeblich durch eine kritische Perspektive (eine „critical dimension“) mit politischer Zielsetzung gegeben ist - er beschreibt das so:

„All forms of discourse analysis take texts to be the proper domain of linguistic theory and description (rather than a focus on constituents of texts); all share an interest in the understanding of extended text socially or at least contextually situated, and in producing accounts of text that draw on features of the context (social, cultural, co-textual) to provide explanatory categories for the description of textual characteristics. Conversely, most forms of discourse analysis aim to provide a better understanding of socio-cultural aspects of texts, via socially situated accounts of texts. Critical discourse analysis shares these aims of discourse analysis. Indeed, like textlinguistics, it aims to provide accounts of the production, internal structure, and overall organization of texts. Where it differs crucially from both is precisely in its aims to provide a critical dimension in its theoretical and descriptive accounts of texts. Implicitly or explicitly, practitioners of CDA have the larger political aim of putting the forms of texts, the processes of production of texts, and the processes of reading, together with the structures of power which have given rise to them, into crisis. […] they intend to show the imbrication of linguistic-discursive practices with the wider socio-political structures of power and domination.”[26]

Grundsätzlich ist die Entwicklung der KDA beziehungsweise deren Ansätze eng mit der spezifischen politischen Situation der ideologischen und politischen Bewegung seit den 1960er Jahren verbunden: mit einem Interesse an Dominanz- und Machtverhältnissen.[27] Dementsprechend kann an dieser Stelle van Dijk (1993) zitiert werden, macht er dieses Interesse der verschiedenen Vertreter der KDA doch recht deutlich:

„Though in different terms, and from different points of view, most of us deal with power, dominance, hegemony, inequality, and the discursive process of their enactment, concealment, legitimation and reproduction. And many of us are interested in the subtle means by which text and talk manage the mind and manufacture consent, on the one hand, and articulate and sustain resistance and challenge, on the other.[28]

Oder wie Atkins (2002) abstrahiert, wurde die KDA folglich dahingehend entwickelt, „to identify [...] hidden socio-political control which [...] actively constructs society on some levels“[29].

2.2 Inwieweit ist kritisch-diskursanalytische Forschung „kritisch“?

Wie vorangehend herausgearbeitet wurde, erhebt die kritisch-diskursanalytische Forschung in Abgrenzung zu anderen Ansätzen und Forschungen im Feld der Diskursanalyse den Anspruch „kritisch“ zu sein, wobei sich diese kritische Perspektive grundlegend auf gesellschafts­politische Ansprüche bezieht. Nach Chouliaraki und Fairclough (2001) erfüllt die KDA aktuell allerdings nicht nur gesellschaftspolitische Ansprüche, sondern impliziert generell die Ansprüche einer kritischen Wissenschaft, nämlich:[30]

- ein kritisches Engagement in der gegenwärtigen Welt,
- ein emanzipatorisches Interesse an Wissen, initiiert und beendet zwischen Flüssen theoretischer und nicht-theoretischer Praktiken und verankert in der öffentlichen Sphäre,
- ein Engagement in erklärender Kritik, welche sich sowohl an intransitive als auch an transitive Objekte richtet (das heißt sowohl an Praktiken selber als auch an Theorien von Praktiken),
- die Wahrnehmung von Diskurs als ein Moment in der Dialektik sozialer Praktiken und die Anerkennung, dass Veränderungen im Diskurs fähig sind, neue soziale Möglich­keiten zu öffnen,
- ein moderates, aber nicht-relativistisches Verständnis von wissenschaftlicher Wahrheit als erkenntnistheoretischer Gewinn, wobei vor allem die relative Erklärungsmacht und der Beitrag zu bestehenden Notwendigkeiten zählt,
- ein reflexives Verständnis der historischen und sozialen Positionierung der Aktivitäten des Forschers.

Bei Wodak (2002) findet sich eine etwas knappere und „forschungspraktisch einfachere“ Darstellung von dem, was mit der Bezeichnung ‚kritisch’ im Rahmen kritisch-diskurs­analytischer Forschungspraxis assoziiert werden kann:[31]

- Distanz zu den im Rahmen der Forschung vorliegenden Daten
- Einbettung der Daten in den sozialen Kontext
- Einnehmen einer expliziten politischen Position
- Selbstreflexion der eigenen Forschung

2.3 „Forschungsprogramm“ Kritische Diskursanalyse: die allgemeinen Prinzipien

Aufgrund der Ansatzvielfalt erscheint eine Beschreibung der KDA im Sinne Wodaks (2002) als „Forschungs­programm mit allgemeinen Prinzipien“, dem sich Forscher verpflichtet fühlen (können[32]),[33] am schlüssigsten, spiegeln doch diese Prinzipien grundlegend und allgemein die Intention, Grund­annahmen, Erfordernisse an die praktische Forschungsarbeit und das Selbst­verständnis der KDA prägnant wider. Diese allgemeinen Prinzipien des „Forschungspro­gramms KDA“ lauten:[34]

1. Die KDA beschäftigt sich mit sozialen Problemen. Dabei geht es der KDA nicht explizit um Sprache und Sprachgebrauch, sondern um den linguis­tischen Charakter sozialer und kultureller Prozesse und Strukturen. Folglich ist die KDA interdisziplinär konzipiert.
2. Machtbeziehungen sind diskursiv. Die KDA erforscht sowohl Macht im Diskurs als auch Macht über den Diskurs.
3. Gesellschaft und Kultur stehen in einer dialektischen Beziehung zum Diskurs: Gesellschaft und Kultur werden diskursiv geschaffen, kon­stituieren aber auch zeitgleich den Diskurs. Somit reproduziert oder trans­formiert jedes einzelne Moment des Sprachgebrauchs Gesellschaft und Kultur inklusive der Machtbeziehungen.
4. Sprachgebrauch kann ideologisch sein. Um dies festzustellen, müssen Texte analysiert und sowohl ihre Interpretation und Rezeption als auch ihre sozialen Effekte untersucht werden.
5. Diskurse sind historisch und können nur im Zusammenhang mit dem Kontext verstanden werden. Sie sind nicht nur in eine bestimmte Kultur, Ideologie oder Vergangenheit eingebettet, sondern auch intertextuell mit anderen Diskursen verbunden.
6. Die Verbindung zwischen Text und Gesellschaft erfolgt über Ver­mittlungs­instanzen, welche beispielsweise im sozio-psychologischen Modell des Textverstehens als sozio-kognitiv angenommen wird.
7. Diskursanalyse ist interpretativ und erklärend. Kritische Analyse impliziert systematische Methodologie und eine Verbindung des Texts mit seinen sozialen Bedingungen, Machtbeziehungen und Ideologien. Die Interpretationen sind immer dynamisch und offen für neue Kontexte und Informationen.
8. Diskurs wird als eine Form sozialer Handlung angesehen. Die KDA versteht sich folglich als sozialwissenschaftliche Forschungsrichtung mit expliziten Interessen.

2.4 Zielsetzung kritisch-diskursanalytischer Forschung - Zielsetzung der Methode

Titscher et al. (1998) sprechen von der KDA als „engagierte Forschung mit emanzipa­torischem Anspruch“ und nennen hierbei auch sozusagen „etablierte“ Forschungsschwer­punkte dieser Forschung:[35]

„Sie [die KDA] will in die soziale Praxis und die sozialen Beziehungen eingreifen, wie zum Beispiel durch LehrerInnenfortbildung, die Ausarbeitung von Richtlinien für den nicht-sexistischen Sprachgebrauch oder Vorschlägen zur Erhöhung der Verständlichkeit von Nachrichten- und Gesetzestexten. Als Forschungs­schwerpunkte zur Verwirklichung dieser Ziele haben sich der Sprachgebrauch in Organisationen, die Vorurteils­forschung allgemein sowie Rassismus, Antisemitismus, Sexismus im Speziellen herausgebildet.“[36]

Zur Zielerreichung wird grundlegend Sprache als eine Form sozialer Praxis konzeptualisiert. Fairclough und Wodak (1997) machen dies (recht ausführlich) besonders deutlich:

„Critical discourse analysis sees discourse - language use in speech and writing - as a form of ‘social practice’. Describing discourse as a social practice implies a dialectical relationship between a particular discursive event and the situation(s), institution(s) and social structure(s) which frame it. A dialectical relationship is a two-way relationship: the discursive event is shaped by situations, institutions and social structures, but it also shapes them. To put the same point in a different way, discourse is socially constitutive as well as socially shaped: it constitutes situations, objects of knowledge, and the social identities of and relationships between people and groups of people. It is constitutive both in the sense that it helps to sustain and reproduce the social status quo, and in the sense that it contributes to transforming it. Since discourse is so socially influential, it gives rise to important issues of power. Discursive practices may have major ideological effects: that is, they can help produce and reproduce unequal power relations between (for instance) social classes, women and men, and ethnic/cultural majorities and minorities through the ways in which they represent things and position people. So discourse may, for example, be racist, or sexist, and try to pass off assumptions (often falsifying ones) about any aspect of social life as mere common sense. Both the ideological loading of particular ways of using language and the relations of power which underlie them are often unclear to people. CDA aims to make more visible these opaque aspects of discourse. ”[37]

Die Erfordernisse an die Zielsetzung der praktischen Forschungsarbeit beziehungsweise die Methode der KDA lassen sich leicht aus dieser von Fairclough und Wodak dargestellten komplexen Vernetzung von Sprache und sozialen Gegebenheiten ableiten:[38] In der diskursiven Praxis werden Strukturen und Ideologien deutlich, die in der Regel nicht reflektiert und hinterfragt werden. Dementsprechend muss versucht werden, durch umfassende Analysen von ‚Text’ eben diese Aspekte herauszustellen, wie es eben auch in Punkt 4 der allgemeinen Prinzipien der kritisch-diskursanalytischen Forschung bei Wodak (1996) deutlich ausformuliert ist:

„Discourse does ideological work: Ideologies are particular ways of representing and constructing society which reproduce unequal relations of power, relations of domination and exploitation. Ideologies are often (though not necessarily) false or ungrounded constructions of society […]. To determinate whether a particular type of discursive event does ideological work, it is not enough to analyse texts - one also needs to consider how texts are interpreted and received and what social effects text have.”[39]

3. Der Ansatz der Kritischen Diskursanalyse nach Norman Fairclough

3.1 Faircloughs „Fachterminologie“

Norman Fairclough (1995) „liefert“ für seinen Ansatz der KDA eine „kompakte“ Auflistung seiner spezifischen Begriffsverständnisse. Fairclough definiert wie folgt:[40]

- discourse (‚Diskurs’ als ‚abstract noun’[41]): „language use conceived as social prac­tice“ (Sprache als Form sozialer Praxis)
- discursive event (diskursives Ereignis): „instance of language use, analysed as text, discursive practice, social practice“ (einzelner Fall der Sprachverwendung, der als Text, als diskursive Praxis oder soziale Praxis analysiert wird)
- text (Text): „the written or spoken language produced in a discursive event“ (die währ­end eines diskursiven Ereignisses entstandene geschriebene oder gesprochene Sprache)
- discourse practice (diskursive Praxis): „the production, distribution and consumption of a text“ (Produktion, Verteilung und Gebrauch des Texts)
- interdiscursivity (Interdiskursivität): „the constitution of a text from diverse discour­ses and genres“ (der Aufbau eines Texts aufgrund verschiedener Diskurse und Gen­re)
- discourse (als ‚count noun’, Zahlwort): „way of signifying experience from a particu­lar perspec­tive” (Bedeutungszuschreibung aus einer bestimmten Perspektive)
- genre (Genre/Gattung) : „use of language associated with particular social activity“ (Verwendung der Sprache in Verbindung mit der speziellen sozialen Aktivität)
- order of discourse (Ordnung der Diskurse): „totality of discursive practices of an insti­tution, and relations between them” (die Gesamtheit der diskursiven Praxen einer Institution und deren Beziehungen zueinander)

[...]


[1] „Critical Discourse Analysis“ (CDA) im internationalen Forschungszusammenhang.

[2] Im Sinne Jägers (1999, S. 8) lässt sich diese Ansatzvielfalt der KDA anhand der Tatsache begründen, „dass es, wie sonst auch, in den Wissenschaften unterschiedliche Deutungsmöglichkeiten gibt und oft und meist nur für einen Zeitraum oder für einen geographischen Raum zeitweilig gültige verschiedene Ansätze und Schulen beziehungsweise mehr oder minder stark abgeschlossene Sagbarkeitsfelder, innerhalb derer sich die beteiligten Wissenschaftler bewegen können, aus denen sie aber immer wieder auch ausbrechen (können), neue Schulen bilden, deshalb Karriere machen oder ihre Karriere aufs Spiel setzen“. Aus aktueller Sicht ist für die pro­mi­nen­ten Ansätze der KDA aber wohl eher von einem Kontinuum ihrer Existenz und gegenseitigen Akzeptanz denn von einem „Karriere­kampf“ auszu­gehen.

[3] vgl. hierzu und im Folgenden die allgemeinen Ausführungen zur kritisch-diskursanalytischen Forschung in Kapitel 2 der hier vorliegenden Arbeit.

[4] van Dijk (2001), S. 352

[5] DISS im Internet: http://www.diss-duisburg.de

[6] DIP im Internet: http://www.univie.ac.at/discourse-politics-identity

[7] Schon eine schnelle und unspezifische Recherche zum Begriff der KDA/CDA in verschiedenen Internetsuch­maschinen (www.google.de, www.metager.de etc.) bringt zahllose Ergebnisse zur KDA immer im Zusammen­hang mit den Namen Fairclough, Jäger, van Dijk und Wodak.

[8] Die Darstellung der Ansätze der KDA in der Reihenfolge Fairclough, Jäger, Wodak hat keine Bedeutung hinsichtlich einer Wichtigkeit oder ähnlichem - es handelt sich lediglich um eine alphabetische Ordnung.

[9] Van Dijk zeichnet sich maßgeblich durch seine Tätigkeit als Herausgeber bedeutender Publikationen im Feld der Diskursanalyse aus, vgl. hierzu die Publikationsliste auf van Dijks Homepage http://www.discourse-in-society.org.

[10] Wie auch bereits im Rahmen dieser Arbeit eine Seite vorher geschehen.

[11] van Dijk (2001a), S. 96f.

[12] Die Darstellung des Ansatzes der KDA nach Jäger nimmt im Rahmen dieser hier vorliegenden Arbeit bezüg­lich der Seitenzahl den größten Umfang in Anspruch. Dies ist damit zu begründen, dass Jäger den wohl bisher ausführlichsten und systematischsten Beitrag zu einer Methode der KDA geliefert hat, was aber auch der ab­schlie­ßende Vergleich der Ansätze der KDA in Kapitel 6 noch einmal besonders herausstellt.

[13]...maßgeblich bedingt durch ihre spezifischen theoretischen Fundierungen.

[14] Jedes Kapitel zu einem spezifischen Ansatz der KDA endet mit einer kurzen Zusammenfassung der zentralen Aspekte des jeweiligen Ansatzes.

[15] vgl. Jung (1999), Online-Publikation, Kapitel 1

[16] vgl. hierzu und im Folgenden Fraas/Klemm (2005), S. 3f.

[17] vgl. hierzu und im Folgenden Titscher et al. (1998), S. 37ff.

[18] Folglich können auch einzelne mündliche Äußerungen in Gesprächen/Dialogen als ‚Text’ betrachtet werden.

[19] Laut Titscher et al. (1998, S. 41) führt dieses Kriterium grundlegend zu dem Diskursbegriff, der ‚Diskurs’ im Sinne van Dijks (1977) als „Text im Kontext“, als „empirisch zu beschreibendes Datum“ definiert.

[20] ‚Diskurs’ im Sinne Foucaults.

[21] Textsorten: narrative, argumentative, deskriptive, instruktive.

[22] Titscher et al. (1998), S. 42

[23] vgl. hierzu und im Folgenden Angermüller (2001), S. 7f.

[24] Angermüller (2001), S. 8

[25] vgl. Titscher et al. (1998), S. 37, Anmerkung 25

[26] vgl. Kress (1990), S. 84f., Hervorhebungen nicht im Original

[27] vgl. Titscher et al. (1998), S. 198

[28] van Dijk (1993), S. 132

[29] Atkins (2002), S. 2

[30] vgl. ausführlich Chouliaraki/Fairclough (2001), S. 2ff., hier: die Zusammenfassung dieser Ausführungen bei Pollack (2002), S. 34.

[31] vgl. Wodak (2002), S. 9

[32] Dass diese Prinzipien der KDA keine absolute Verbindlichkeit darstellen betont auch Scollon (2001, S. 141), würden doch manche Forscher, die kritisch-diskursanalytische Forschung betreiben, diesem Programm womög­lich einige Punkte mehr hinzufügen wollen, andere wiederum nur partiell auf diese zurückgreifen.

[33] vgl. Wodak (2002), S. 7. Grundsätzlich variieren aber die Umschreibungen und Auffassungen davon, was die KDA im aktuellen Forschungszusammenhang darstellt beziehungsweise ist: So beschreibt van Dijk die KDA als „a different ‚mode’[..] of theorizing, analysis, and application“ (2001a, S. 352), an anderer Stelle als eine „criti­cal perspective on doing scholarship“ (2001b, S. 96), Jäger (1999, S. 9) spricht einmal gar nur vom „Konzept KDA“, Chouliaraki und Fairclough (2001, S.1) beschreiben die KDA „as a field of cross-disciplinary teaching and research which has been widely drawn upon in the social sciences and the humanities“ oder Titscher et al. (1998, S. 197) sprechen vom „Projekt Kritische Diskursanalyse“.

[34] vgl. Wodak (1996), S. 17-20, auch die Zusammenfassung der Prinzipien bei Titscher et al. (1998), S. 180f.

[35] vgl. Titscher et al. (1998), S.181

[36] Titscher et al. (1998), S.181

[37] Fairclough/Wodak (1997), S. 258

[38] vgl. hierzu auch Titscher et al. (1998), S. 182

[39] Wodak (1996), S. 18, Hervorhebungen nicht im Original

[40] Fairclough (1995), S. 135

[41] Der Diskursbegriff wird von Fairclough in zweifacher Weise gebraucht: hier einmal als ein Abstraktum („abstract noun“) und weiter unten in dieser Auflistung als ein „Zahlwort“ („count noun“). An anderer Stelle findet sich folgende „kompakte” Erläuterung Faircloughs (2003, S. 123f.) zum Verständnis seiner Unter­scheidung des „Abstraktums“ ‚Diskurs’ vom „Zahlwort“ ‚Diskurs’, wobei er vom Diskursbegriff nach Foucault ausgeht: „The term ‚discourse’ is used abstractly (as an abstract noun) for ‚the domain of statements’, and concretely as a ‚count noun’ (‚a discourse’, ‚several discourses’) for groups of statements or the ‚regulated practice’ (the rules) which govern such a group of statements. [...] I see discourses as a way of representing aspects of the world - the processes, relations and structures of the material world, the ‚mental world’ of thoughts, feelings, beliefs and so forth, and the social world.”

Ende der Leseprobe aus 64 Seiten

Details

Titel
Darstellung und Vergleich dreier Ansätze der "Kritischen Diskursanalyse"
Hochschule
Universität Mannheim
Note
1,3
Autor
Jahr
2006
Seiten
64
Katalognummer
V73538
ISBN (eBook)
9783638635967
ISBN (Buch)
9783638675888
Dateigröße
667 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Darstellung, Vergleich, Ansätze, Kritischen, Diskursanalyse, Thema Diskursanalyse
Arbeit zitieren
M.A. Andreas Reichard (Autor), 2006, Darstellung und Vergleich dreier Ansätze der "Kritischen Diskursanalyse" , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73538

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