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Die EU-Assoziierungsabkommen mit den Staaten Osteuropas

Title: Die EU-Assoziierungsabkommen mit den Staaten Osteuropas

Term Paper , 2002 , 12 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Martin Oppermann (Author)

Politics - Region: Eastern Europe
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Die Europäische Union (EU) besteht seit dem Inkrafttreten des Maastrichter Vertrages am 1.11.1993. Sie ging aus den Europäischen Gemeinschaften in Verbindung mit einer „Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik“ sowie „Zusammenarbeit in den Bereichen Justiz und Inneres“ hervor. Mitgliedsländer sind seit 1995 Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Schweden, Spanien und Portugal. Die Aufgaben und Kompetenzen der EU werden durch gemeinsame Organe wahrgenommen, so zum Beispiel als oberstes Organ der Ministerrat und als Exekutive die Kommission der EU. Die Zielsetzung, welche in der 1986 unterzeichneten Einheitlichen Europäischen Akte niedergelegt ist, basiert auf einem Einigungsprogramm, das über Zollunion, gemeinsamen Binnenmarkt, einheitliches europäisches Währungssystem und die politische Zusammenarbeit die Verwirklichung der polischen Union anstrebt.
Die Erweiterung der Europäischen Union ist eine große Herausforderung für alle Mitgliedstaaten und die beitrittswilligen Länder. Sie dient der politischen und wirtschaftlichen Stärkung Europas und verfolgt darüber hinaus globale machtpolitische Aspekte. So sollen z.B. in der ersten Runde der Erweiterung 10 Staaten in die Union integriert werden. Allein dadurch vergrößert sich die Bevölkerungszahl um ca. 100 Millionen auf etwa 480 Millionen EU-Bürger (vgl. Wöhlert, Torsten 2001). Dies soll Handel und Wirtschaft beleben und sich positiv auf die Weiterentwicklung und das Zusammenwachsen des europäischen Marktes auswirken. Verbunden mit einer wachsenden Wirtschaftskraft gewinnt die EU auch auf internationaler Bühne an Gewicht und Einfluss gegenüber anderen großen Staaten, wie zum Beispiel den Vereinigten Staaten von Amerika oder China (vgl. Schmidt, Helmut 1998, S.12-13.).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Fragestellung

2. Hauptteil

2.1. Thesen

2.2 Diskussionsstand aus der Sicht der beitrittswilligen Länder

2.3 Diskussionsstand aus der Sicht der EU-Mitgliedsländer

2.4. Positive Argumente der beitrittswilligen Länder und der Mitgliedsländer

2.5. Weitere Probleme und mögliche Lösungsansätze

3. Zusammenfassung und Schlussfolgerung

4. Literaturnachweise

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Assoziierungsabkommen (Europa-Abkommen) als Instrument der EU-Osterweiterung. Dabei wird analysiert, inwiefern diese Abkommen den Integrationsprozess der Transformationsstaaten Mittel- und Osteuropas unterstützen und mit welchen Herausforderungen sowie Risiken dieser Prozess auf beiden Seiten verbunden ist.

  • Politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen der EU-Osterweiterung
  • Diskussionsstand in den beitrittswilligen Ländern und den EU-Mitgliedstaaten
  • Chancen und Risiken der wirtschaftlichen Integration
  • Analyse der Beitrittskriterien von Kopenhagen
  • Strukturwandel und wirtschaftliche Disparitäten als Herausforderung

Auszug aus dem Buch

Beispiel Polen

„In Polen schwindet die Unterstützung für die europäische Integration vor allem unter den Führungskräften, Hochschulabsolventen sowie den Arbeitgebern, welche bislang zu den Europaenthusiasten gehörten. Dieser Stimmungsbruch ergibt sich aus den Zweifeln und Befürchtungen, die gebildete und informierte Gesellschaftsschichten entwickelt haben. Danach würde zwar Polen alle von der EU geforderten Auflagen mit entsprechendem sozialen Kostenaufwand für die Transformation erfüllen, die Erwartungen bezüglich Wirtschaftskraft und Wohlstand würden dagegen nicht erfüllt. Außerdem besteht die Befürchtung, dass Polen infolge ungünstiger Verhandlungszugeständnisse zum kolonisierten Land zweiter Kategorie werden könnte“(vgl. Kleger, Heinz; Karolewski, Ireneusz P; Munke, Matthias 2001 S.238f.).

Die politische Lage Polens ist wie oben schon angedeutet durch Profilierungsversuche geprägt. In der Bevölkerung sinkt die Beitrittszustimmung und die der Regierungskoalition durch unpopuläre aber beitrittsdienliche Reformen und Kompromisse wie zum Beispiel die Verkürzung der Frist zur Landerwerbung durch Ausländer von achtzehn auf zwölf Jahre oder das Nachgeben beim Einrichten einer Übergangsfrist der Arbeitnehmerfreizügigkeit. Diese Übergangsfrist war jedoch im Assoziierungsabkommen nicht vorgesehen und wurde durch die Europäische Union nachträglich ausgehandelt. Eine wichtige Bewährungsprobe für die Integrationszustimmung steht der polnischen Regierungskoalition noch bevor. Dabei handelt es sich um die in diesem Jahr stattfindenden Verhandlungen über die vollständige Einbeziehung der polnischen Landwirte in die gemeinsame Agrarpolitik der EU, also auch in das System der Direktsubventionen (vgl. Mildenberger, Markus 2002).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Fragestellung: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung der EU ein, erläutert die Kopenhagener Beitrittskriterien und umreißt die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Assoziierungsabkommen.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die Chancen und Risiken der Osterweiterung sowie die unterschiedlichen Perspektiven der Beitrittskandidaten und der EU-Mitgliedstaaten.

2.1. Thesen: Hier werden die Ziele und Chancen sowie die Grenzen und Risiken der Osterweiterung theoretisch abgeleitet.

2.2 Diskussionsstand aus der Sicht der beitrittswilligen Länder: Dieses Kapitel thematisiert die wachsende Skepsis in den Kandidatenländern und führt Polen und Tschechien als Beispiele für eine ambivalente Einstellung an.

2.3 Diskussionsstand aus der Sicht der EU-Mitgliedsländer: Hier werden die Ängste strukturstarker sowie strukturschwacher EU-Mitgliedsländer beleuchtet.

2.4. Positive Argumente der beitrittswilligen Länder und der Mitgliedsländer: Das Kapitel befasst sich mit den erhofften positiven Impulsen wie Wohlfahrtssteigerung, Wissensaustausch und Reformmöglichkeiten der Agrarpolitik.

2.5. Weitere Probleme und mögliche Lösungsansätze: Es werden wirtschaftliche Disparitäten, das BIP und der notwendige Strukturwandel thematisiert sowie der intrasektorale Handel als Lösungsansatz diskutiert.

3. Zusammenfassung und Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass Assoziierungsabkommen nur bedingt geeignete Instrumente zur vollständigen Integration sind, da weitere Verträge und Verhandlungen notwendig wurden.

4. Literaturnachweise: Listet die verwendeten Quellen und Webressourcen auf.

Schlüsselwörter

Europäische Union, EU-Osterweiterung, Assoziierungsabkommen, Europa-Abkommen, Transformationsstaaten, Beitrittskriterien, Kopenhagen, Wirtschaftliche Integration, Freihandelszone, Strukturwandel, Bruttoinlandsprodukt, Wohlfahrtssteigerung, Integrationszustimmung, Agrarpolitik, Intrasektoraler Handel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle der sogenannten Assoziierungsabkommen (Europa-Abkommen) als zentrales Instrument bei der Vorbereitung der osteuropäischen Transformationsstaaten auf einen EU-Beitritt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die wirtschaftliche und politische Integration, der Vergleich der Perspektiven von Beitrittskandidaten und EU-Mitgliedern sowie die Herausforderungen durch den notwendigen strukturellen Wandel in den Transformationsstaaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit soll erörtern, ob und warum die Assoziierungsabkommen ein geeignetes Instrument zur Erweiterung der Europäischen Union darstellen und wo ihre Möglichkeiten sowie Grenzen liegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer theoretischen Ableitung von Thesen (Chancen/Risiken) sowie einer Auswertung von aktuellen Diskussionsständen und Fallbeispielen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Thesen zur Osterweiterung, die Darstellung der öffentlichen Meinung in Beitrittsländern und EU-Staaten, die Analyse von Argumenten für den Beitritt sowie die Erörterung ökonomischer Probleme wie der Entwicklungsunterschiede.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind EU-Osterweiterung, Assoziierungsabkommen, Transformation, wirtschaftliche Konvergenz, Beitrittskriterien und politische Integration.

Wie bewertet der Autor den Erfolg der Assoziierungsabkommen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Abkommen zwar die Liberalisierung des Handels erfolgreich vorangetrieben haben, jedoch nur bedingt als Instrument für eine tiefergehende politische Integration geeignet waren, da nachfolgende Verträge notwendig wurden.

Warum wird im Dokument besonders auf Polen und Tschechien eingegangen?

Diese Länder dienen als Fallbeispiele, um zu verdeutlichen, wie die Beitrittsdebatten in den Kandidatenländern durch den "Bürokratismus aus Brüssel" und die Angst vor einer Mitgliedschaft "zweiter Klasse" zunehmend polarisiert werden.

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Details

Title
Die EU-Assoziierungsabkommen mit den Staaten Osteuropas
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (IPW)
Course
Die Europäische Union zwischen Integration und Erweiterung
Grade
2.0
Author
Martin Oppermann (Author)
Publication Year
2002
Pages
12
Catalog Number
V73567
ISBN (eBook)
9783638636063
ISBN (Book)
9783638833936
Language
German
Tags
EU-Assoziierungsabkommen Staaten Osteuropas Europäische Union Integration Erweiterung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Oppermann (Author), 2002, Die EU-Assoziierungsabkommen mit den Staaten Osteuropas, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73567
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