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Work-Life-Balance und die staatliche Förderung vor und während der Elternzeit

Title: Work-Life-Balance und die staatliche Förderung vor und während der Elternzeit

Term Paper , 2006 , 56 Pages , Grade: 13

Autor:in: Isabel Ohnesorge (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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1.1 Problemstellung
„Ich glaube, es ist eine sehr maßvolle Schätzung, wenn man von den Früchten der Erde, die dem Leben des Menschen dienen, neun Zehntel der Arbeit zurechnet.“
Diese Aussage trifft in Deutschland nicht auf Frauen mit Kindern zu, zumindest nicht auf solche, die einer geregelten Tätigkeit nachgehen wollen, oder aus finanziellen Gründen gar keine andere Wahl haben.
(…)
1.2 Zielsetzung der Arbeit
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, die Wichtigkeit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aufzuzeigen. Die Darstellung der Vorteile, sowohl für die Unternehmen, als auch für die Betroffenen, und nicht zuletzt für die Politik, soll aufzeigen, dass Frauen zwischen Familie und Beruf eine wichtige Ressource darstellen. Diese wird zunehmend als Kapital und weniger als Kostenfaktor in den Unternehmen angesehen.
In modern geführten Unternehmen werden Mitarbeitende heute nicht nur als Produktionsfaktor oder immaterielle Ressourcen verbucht, sondern als kritische Erfolgsfaktoren wahrgenommen. Damit werden sie als Wert für die gesamte Unternehmung entwickelt, geführt und gefördert. Aufgrund des demografischen Wandels entwickelt sich ein immer höherer Bedarf an gut ausgebildeten Erwerbstätigen. Der Konkurrenzkampf um dieses Kapital steigt an. Ein direkter Beitrag zum Erfolg eines Unternehmens ist also die Investition in den „Personalkörper“. Daraus folgen höhere Kundenzufriedenheit und Kundenbindung. Bei vergleichbarer Personalpolitik ergeben sich ein stärkeres Umsatzwachstum und eine höhere Profitstabilität.
Nicht nur deshalb ist familienbewusste Personalpolitik ein zentrales Thema der Regierung. Immer mehr Menschen entscheiden sich aus finanziellen Gründen gegen eine Familie. Der politische Auftrag lautet „Förderung der Familie“. Sowohl das BMFSFJ mit dem Programm „Erfolgsfaktor Familie“, als auch das BMWi mit der Kampagne „Beruf und Familie“ legen wichtige Meilensteine zur Verbesserung der gegenwärtigen der Situation.
(…) Das Ziel der sehr ausführlichen Vorstellung des Hamburger Projekts ist, Unternehmen wie Privatpersonen die staatliche Unterstützung familienfreundlicher Maßnahmen transparent zu machen. Davon ausgehend, dass Profit steigernde Innovationen schon immer bevorzugte Richtungen des Unternehmertums gewesen sind, soll ein weiterer Schritt hin zur Familienpolitik durch die Entwicklung und Umsetzung von eigenen Ideen gewiesen werden.
(…)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung der Arbeit

2 Human-Resource-Management

2.1 Die Charakterisierung des Human-Resource-Managements

2.2 Die Einordnung des Human-Resource-Managements in die Personalwirtschaft

2.2.1 Der Michigan-Ansatz – Die Idee des Strategischen HRM

2.2.2 Das Harvard-Konzept – Das Wechselspiel zwischen Strategie und HRM

3 Worklife-Balance

3.1 Das Arrangement zwischen Personalwirtschaft und Privatleben

3.2 Die positiven Effekte familienfreundlicher Maßnahmen

3.2.1 Die ökonomischen Entwicklungen

3.2.2 Der wirtschaftliche Faktor ‚Familienorientierte Personalpolitik’

3.2.3 Die Einsparpotenziale – Der unternehmerische Vorteil

3.2.3.1 Wiederbeschaffung

3.2.3.2 Wiedereingliederung

3.2.3.3 Überbrückung

3.2.3.4 Fehlzeiten

3.2.4 Die Chancen für die Mitarbeitende

4 Die Aufgabe des Staates

4.1 Familienpolitik (ist Wirtschaftspolitik)

4.2 Hamburg – ‚WORKlife’ Serviceleistungen für Unternehmen und Berufsrückkehrerinnen

4.2.1 Das Interessenbekundungsverfahren

4.2.1.1 Anlass und Vorschlag

4.2.1.2 Konzeptionelle Rahmenbedingungen

4.2.2 Die KWB und ihre Interessenbekundung

4.2.2.1 Die Jobrotation, das Praktikum und die Angebote für ALG-II-Empfängerinnen

4.2.2.2 Die Organisation der Koordinierungsstellen

4.2.2.3 Der überbetriebliche Verbund und die Eigenfinanzierung

4.2.2.4 Die Kooperationspartner und die zeitliche Strukturierung

4.2.3 Der Zuwendungsbescheid, die Finanzierungsübersicht und der Verwendungsnachweis

4.2.4 Ein Bericht aus der Praxis – Sachstand und Erfahrungen

4.2.4.1 Die Unternehmen und die Mütter

4.2.4.2 Die Perspektive der KWB

4.3 Niedersachsen – Hamburgs Vorbildprojekt ‚Balance-Familie-Beruf’

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf als strategischen Erfolgsfaktor für Unternehmen und Staat. Ziel ist es, die Vorteile einer familienbewussten Personalpolitik aufzuzeigen, Hindernisse beim Wiedereinstieg nach der Elternzeit zu beleuchten und staatlich geförderte Projekte zur Unterstützung von Berufsrückkehrerinnen zu analysieren.

  • Strategisches Human-Resource-Management und Unternehmenskultur
  • Ökonomische Effekte familienfreundlicher Maßnahmen (Kostensenkungspotenziale)
  • Die Rolle der staatlichen Familienpolitik
  • Praxisbeispiele zur Wiedereingliederung (Hamburg und Niedersachsen)
  • Herausforderungen für Mütter im Arbeitsmarkt

Auszug aus dem Buch

3.2.3.1 Wiederbeschaffung

Über die Kosten, welche bei Ausscheiden eines Mitarbeitenden aus dem Unternehmen und über diejenigen, welche bei Neubesetzung der Stelle entstehen, wird der Humanvermögenswert ermittelt. Bei Ausscheiden eines Mitarbeitenden aus dem Unternehmen entstehen zumeist Trennungskosten, z.B. in Form von Kosten durch die unbesetzte Stelle während der Suche. Die Vakanz der Stelle hat Kosten für Anwerben, Auswahl, Einarbeitung und evtl. Personalentwicklung der Ersatzperson zur Folge. Daher ist eine Erweiterung der Anschaffungskosten um die Trennungskosten erforderlich.

Mehr als 40 % der erwerbstätigen Frauen kehren 3 Jahre nach der Geburt ihres Kindes nicht wieder an ihren Arbeitsplatz zurück. Die Unternehmen erleiden dadurch einen kontinuierlichen Verlust des betriebsspezifischen Know-hows. Ein erheblicher Aufwand für die Wiederbeschaffung von Personal ist erforderlich. Es fallen Kosten für Anwerbung, Auswahl, Einstellung, Aus- und Fortbildung, Einarbeitung, eventuelle Minderleistungen der Ersatzkraft sowie weitere fluktuationsbedingte Kosten bei längerfristiger Nichtbesetzung einer Stelle an. Ein Zeitraum von bis zu sechs Monaten kann bis zur Wiederbesetzung einer hoch spezialisierten Stelle verstreichen. Die durchschnittlich ermittelte Wiederbesetzungsdauer liegt in den unteren EKn bei einem Monat, in den mittleren bei 2,3 und in den oberen bei 4,0 Monaten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Problematik der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Deutschland und definiert die Zielsetzung, die Wichtigkeit dieser Vereinbarkeit für alle beteiligten Akteure aufzuzeigen.

2 Human-Resource-Management: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen des HRM, ordnet es in die Personalwirtschaft ein und stellt mit dem Michigan-Ansatz sowie dem Harvard-Konzept zwei strategische Modelle vor.

3 Worklife-Balance: Der Abschnitt definiert das Konzept der Work-Life-Balance und analysiert detailliert die positiven ökonomischen Effekte sowie Kosteneinsparpotenziale durch familienfreundliche Personalpolitik.

4 Die Aufgabe des Staates: Dieses Kapitel thematisiert die staatliche Verantwortung für die Familienpolitik und stellt das Hamburger Projekt ‚WORKlife’ sowie dessen Vorbild aus Niedersachsen in Bezug auf die Wiedereingliederung von Müttern vor.

5 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit von Kinderfreundlichkeit als unverzichtbare Investition für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Work-Life-Balance, Human-Resource-Management, Familienpolitik, Berufsrückkehr, Elternzeit, Personalwirtschaft, Fachkräftemangel, Wiederbeschaffungskosten, Wiedereingliederung, Unternehmenskultur, Qualifizierung, Arbeitsmarkt, KWB, Arbeitsflexibilisierung, Demografischer Wandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit befasst sich mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und untersucht, wie staatlich geförderte Maßnahmen und eine familienbewusste Personalpolitik dazu beitragen können, Mütter wieder erfolgreich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des HRM, die Analyse der ökonomischen Vorteile von Work-Life-Balance für Unternehmen sowie die Darstellung konkreter staatlicher Unterstützungsprojekte für Berufsrückkehrerinnen.

Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, Unternehmen und betroffene Eltern für die Thematik zu sensibilisieren und aufzuzeigen, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine wichtige Ressource für den unternehmerischen Erfolg darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse zum HRM sowie der Auswertung von Projektberichten und Datenmaterial zu den Hamburger und niedersächsischen Modellprojekten.

Welche Aspekte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einordnung des HRM, die detaillierte Kosten-Nutzen-Analyse familienfreundlicher Maßnahmen (z.B. Wiederbeschaffungskosten) sowie die detaillierte Projektdarstellung der Koordinierungsstellen für Berufsrückkehrerinnen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren den Text am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Work-Life-Balance, Familienpolitik, berufliche Wiedereingliederung, Personalkostenoptimierung und Fachkräftesicherung.

Was unterscheidet das Hamburger Projekt von dem niedersächsischen Modell?

Hamburg hat auf Basis des niedersächsischen Vorbilds einen Ansatz gewählt, der weniger stark an die Vereinsmitgliedschaft gebunden ist und stattdessen durch Einzelberatungen eine breitere Akzeptanz bei Unternehmen fördert.

Welche Hürden identifiziert die Autorin bei der Rückkehr aus der Elternzeit?

Die Autorin nennt unter anderem fehlende Betreuungsplätze, zeitliche Unflexibilität, den Verlust von Know-how, mangelndes Selbstvertrauen der Mütter sowie eine teilweise fehlende Einsicht auf Unternehmensseite über die ökonomischen Vorteile.

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Details

Title
Work-Life-Balance und die staatliche Förderung vor und während der Elternzeit
College
Hamburg University of Applied Sciences
Grade
13
Author
Isabel Ohnesorge (Author)
Publication Year
2006
Pages
56
Catalog Number
V73727
ISBN (eBook)
9783638741477
ISBN (Book)
9783638794572
Language
German
Tags
Work-Life-Balance Förderung Elternzeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabel Ohnesorge (Author), 2006, Work-Life-Balance und die staatliche Förderung vor und während der Elternzeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73727
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