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Entwicklungsmodelle des Schriftspracherwerbs

Title: Entwicklungsmodelle des Schriftspracherwerbs

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Isabelle Neuhaus (Author)

Didactics - German Studies
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Lesen und Schreiben gehört heute zu den wichtigsten Kompetenzen die ein Mensch erwerben muss um in einer Gesellschaft, wie die unsere bestehen zu können und nicht ausgeschlossen zu werden.
Ein Leben ohne diese Fähigkeiten ist geradezu unmöglich und geht einher mit einem hohen Maß an Komplikationen und Kompromissen.
Weltweit lebten im Jahre 2003 knapp 862 Millionen Analphabeten1. Dabei gehört zu den Hauptaufgaben eines Grundschullehrers2, dass er seinen Schülern das Lesen und Schreiben lehrt und die Prozesse der Schreibentwicklung nachvollziehen kann.

Gerade in den letzten 20 Jahren beschäftigten sich Experten vermehrt mit der Thematik des Schriftspracherwerbs. Erst 1976 wurde der Begriff Schriftspracherwerb in die deutsche Diskussion eingebracht, zunächst von Weigl, später vor allem durch Brügelmann.
Nicht zuletzt durch die PISA-Studien wurde auch wieder die Gesellschaft auf dieses Thema mit seiner zusammenhängenden Problematik konfrontiert.
Doch wie erlernt man eigentlich Lesen und Schreiben? Welche Voraussetzungen muss ein Kind haben um Schreiben und Lesen zu erlernen? Welche Stufen und Phasen durchläuft es dabei?

Mit diesen Fragen möchte ich mich in meiner Hausarbeit beschäftigen. Dabei werde ich drei Entwicklungsmodelle des Schriftspracherwerbs detailliert vorstellen und anschließend einen kurzen kritischen Rückblick vornehmen. Ich habe die Modelle von Günther, Valtin und Spitta ausgewählt, weil sie zu den aktuellsten Entwicklungsmodellen gehören und auch im Hauptseminar „Schriftspracherwerb und Rechtschreibung“ schon vorgestellt wurden.
Zudem möchte ich mich der Frage stellen, was Entwicklungsmodelle leisten und warum man sie für den Schriftspracherwerb ausgewählt hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Warum Entwicklungsmodelle? Und was können sie leisten?

2.1 Entwicklungsmodell nach Günther

2.2 Schriftspracherwerb nach Spitta

2.3 Das Stufenmodell der Schreibentwicklung nach Valtin

3. Kritischer Rückblick und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, verschiedene theoretische Entwicklungsmodelle des Schriftspracherwerbs vorzustellen, kritisch zu beleuchten und ihre Bedeutung für die pädagogische Praxis zu analysieren.

  • Vergleich aktueller Modelle der schriftsprachlichen Entwicklung nach Günther, Spitta und Valtin.
  • Analyse der Bedeutung von Entwicklungsmodellen für Pädagogen.
  • Untersuchung der qualitativen Phasen beim Lesen- und Schreibenlernen.
  • Kritische Reflexion über die Parallelen und Unterschiede der Stufenmodelle.
  • Erörterung der Rolle von Fehlern als Indikatoren für Lernfortschritte.

Auszug aus dem Buch

Die präliteral-symbolische Phase:

Günther bezeichnet diese Phase als Vorstufe zum Lesen und Schreiben. Das Kind setzt sich noch nicht bewusst mit dem Lesen und Schreiben auseinander, jedoch werden schon unbewusst wichtige Bedingungen für den Schriftspracherwerb gelegt. Das Kind nimmt Bilder in seinem Umfeld rezeptiv wahr und beginnt sie produktiv umzusetzen. (Bilderbetachtung, Nachahmung, Kritzeln). „Das äußert sich bspw. in mimischen Gesten und in einer Spielsymbolik, im konstruktiven Bauen, aber auch im graphischen Gestalten, wobei sich letzteres, ähnlich wie in der rezeptiven Modalität die Bildwahrnehmung, am direktesten auf das spätere Schreiben vorbereitet. Das Kind beginnt also zu malen und gibt seinem Bild eine Bedeutung.“

Wichtig zu erwähnen sei jedoch, dass die motorischen Fähigkeiten die ein Kind in dieser frühen Phase besitzt nicht sehr ausgereift sind, dadurch sind die graphischen Gestaltungen nicht vollkommen. Sie beinhalten allerdings für das Kind alle wichtigen Merkmale.

„Das kindliche Zeichnen ist eher symbolisch, denn als realistisch zu bezeichnen. Es kommt weniger auf naturgetreue und detailreiche Abbildungen als auf die Darstellung bedeutvoll erachteter Merkmale an, was sich u.a. auch darin zeigt, dass ein Kind ein vorhandenes Original beim Zeichnen nicht anschaut.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Lese- und Schreibkompetenzen in der modernen Gesellschaft und erläutert die Relevanz der Entwicklungsmodelle für Lehrkräfte.

2. Warum Entwicklungsmodelle? Und was können sie leisten?: Dieses Kapitel begründet den Einsatz von Entwicklungsmodellen, indem es auf ihre Funktion zur Diagnose und Förderung kindlicher Lernprozesse eingeht.

2.1 Entwicklungsmodell nach Günther: Vorstellung des fünfstufigen Modells von Klaus B. Günther, das die Entwicklung vom präliteral-symbolischen bis zum integrativ-automatisierten Stadium beschreibt.

2.2 Schriftspracherwerb nach Spitta: Beschreibung von Gudrun Spittas Schreibentwicklungstabelle, die den Erwerbsprozess in sechs Stufen unterteilt und den Fokus auf den aktiven Lerner legt.

2.3 Das Stufenmodell der Schreibentwicklung nach Valtin: Darstellung des von Renate Valtin erweiterten Modells, das insbesondere den Zusammenhang zwischen Schreiben und Lesen bei Sätzen fokussiert.

3. Kritischer Rückblick und Fazit: Eine vergleichende Reflexion der behandelten Theorien, in der Stärken und Schwächen sowie offene Forschungsfragen diskutiert werden.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Entwicklungsmodelle, Erstlesen, Erstschreiben, Schriftsprache, Rechtschreibung, Günther, Spitta, Valtin, Lernstufen, Alphabetisierung, Pädagogik, Graphem-Phonem-Korrespondenz, Schreibentwicklung, Kompetenzerwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit behandelt die theoretischen Modelle des Schriftspracherwerbs, die beschreiben, wie Kinder schrittweise das Lesen und Schreiben erlernen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Zentrum stehen die Entwicklungsmodelle von Günther, Spitta und Valtin, ihre Unterschiede, Gemeinsamkeiten sowie ihre Relevanz für die pädagogische Praxis in der Grundschule.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen von Entwicklungsmodellen für Lehrer zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie Kinder qualitativ unterscheidbare Phasen beim Erwerb der Schriftsprache durchlaufen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende wissenschaftliche Modelle zusammenfasst, vergleicht und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine allgemeine Begründung für Entwicklungsmodelle und die detaillierte Vorstellung der Konzepte von Günther, Spitta und Valtin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Schriftspracherwerb, Stufenmodelle, Leseentwicklung, Schreibentwicklung und pädagogische Förderung.

Welcher Aspekt der präliteral-symbolischen Phase wird kritisch hinterfragt?

Die Verfasserin hinterfragt, ob es ausreichend belegt ist, dass das Kritzeln eines Kleinkindes tatsächlich eine bewusste Abbildung dreidimensionaler Körper darstellt.

Worin liegt der Unterschied zwischen den Modellen von Günther und Spitta?

Günther fokussiert stark auf die frühen Stadien und integriert Lesen und Schreiben als wechselseitigen Prozess, während Spittas Modell komprimierter ist und den Fokus stärker auf die Schreibentwicklung legt.

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Details

Title
Entwicklungsmodelle des Schriftspracherwerbs
College
University of Münster
Grade
2,0
Author
Isabelle Neuhaus (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V73751
ISBN (eBook)
9783638780230
Language
German
Tags
Entwicklungsmodelle Schriftspracherwerbs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabelle Neuhaus (Author), 2006, Entwicklungsmodelle des Schriftspracherwerbs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73751
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