Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Speech Science / Linguistics

Grundlagen der übersetzungsbezogenen Terminologiearbeit - Terminologienormung und Terminologieverwaltung

Title: Grundlagen der übersetzungsbezogenen Terminologiearbeit  - Terminologienormung und Terminologieverwaltung

Seminar Paper , 2006 , 23 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Thu-Mai Do-Thanh (Author)

Speech Science / Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Bedeutung von Wissenschaft und Technik ist in den letzten Jahren stetig gestiegen, weshalb der fachbezogenen Kommunikation heute eine grundlegende Rolle zukommt. In allen Bereichen wächst das menschliche Wissen und damit auch der Umfang des Fachwortbestandes. Dies führt vermehrt zu Verständigungsschwierigkeiten zwischen Laien, aber auch zwischen Experten unterschiedlicher, manchmal sogar gleicher Fachgebiete.
Neue Fachwörter sollten möglichst rasch nach ihrer Entstehung erfasst, ihre Bedeutung geklärt und den Interessenten zugänglich gemacht werden. Dies ist insbesondere wichtig, da „die Sprache zur Bezeichnung der bereits vorhandenen Millionen von Begriffen, zu denen täglich zahlreiche weitere hinzukommen, nur über einen begrenzten Vorrat an Benennungselementen verfügt.“
Die internationale Zusammenarbeit spielt heutzutage auf allen Gebieten eine wichtige Rolle. Allerdings treten die genannten Kommunikationsprobleme bereits innerhalb einer einzigen Sprache auf. Entsprechend nehmen sie auf der mehrsprachigen Ebene erheblich zu. Die Tätigkeit des Fachübersetzers, der über Kenntnisse sowie fachsprachliches Wissen auf einem oder mehreren Fachgebieten verfügt, gewinnt daher zunehmend an Bedeutung.
Vor dem Übersetzen eines Fachtextes ist es nötig, sich mit dem Wortschatz des jeweiligen Fachgebietes, seiner Terminologie, vertraut zu machen. Diese Terminologiearbeit, d. h. Erarbeitung, Bearbeitung oder Verarbeitung von Terminologie, wird in sehr unterschiedlichen Bereichen betrieben und ist für den Übersetzer von großer Wichtigkeit. Da damit auch hohe Kosten verbunden sind, sollte dabei methodisch korrekt vorgegangen werden. Das beinhaltet eine einheitliche Arbeitsweise nach gleichen Grundsätzen, die eine Arbeitsteilung und einen Transfer terminologischer Daten zwischen den verschiedenen Bereichen ermöglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Terminologielehre

2.1 Die Terminologielehre

2.2 Grundelemente der Terminologielehre

2.2.1 Der Terminus

3 Die Terminologienormung

3.1 Geschichtliche Entwicklung

3.2 Die terminologische Einzelnormung und die terminologische Grundsatznormung

3.3 Die Terminologienormung in Deutschland

3.3.1 Die Arbeit des DIN

3.3.2 Terminologienormung in Firmen und Behörden

3.4 Die Durchsetzbarkeit von Terminologienormen

4 Methoden der praktischen Terminologiearbeit

5 Die Terminologieverwaltung

5.1 Einleitung Automatisierung der Übersetzertätigkeit und terminologische Datenbanken

5.2 Definition Terminologieverwaltung

5.3 Zentrale Begriffe der rechnergestützten Terminologiearbeit

5.3.1 Der terminologische Eintrag, terminologische Datenkategorien

5.4 Terminologiedatenbanken

5.5 Terminologieverwaltungssysteme

5.6 Vorstellung von Eurodicautom, der Terminologiedatenbank der EU

5.7 Weitere Formen der elektronischen Terminologieverwaltung

5.7.1 Textverarbeitungsprogramme

5.7.2 Tabellenkalkulationsprogramme

5.7.3 Standard-Datenbank-Programme

5.8 Ausblick

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Grundlagen der übersetzungsbezogenen Terminologiearbeit mit einem Fokus auf Normungsprozesse und die moderne elektronische Terminologieverwaltung, um Methoden für eine effiziente und methodisch korrekte Fachwortarbeit aufzuzeigen.

  • Grundlagen der Terminologielehre und Definition des Terminus
  • Historische Entwicklung und Bedeutung der Terminologienormung
  • Strukturen und Verfahren der Normungsarbeit, insbesondere durch das DIN
  • Schritte der praktischen terminologischen Erschließung von Fachgebieten
  • Technologische Hilfsmittel und Systeme zur Terminologieverwaltung

Auszug aus dem Buch

3.4 Die Durchsetzbarkeit von Terminologienormen

Das DIN besitzt die Rechtsform eines eingetragenen Vereins. Folglich besitzen die DIN-Normen keinen verbindlichen Status und haben lediglich einen empfehlenden Charakter. In anderen Staaten wie z.B. in Frankreich dagegen verfügen die nationalen Normungsorganisationen über weitergehende Kompetenzen. Dennoch werden die Normen im Allgemeinen problemlos akzeptiert, da sich das DIN häufig auf Normungsvorschläge und -wünsche von Fachleuten und fachlichen Vereinigungen stützt, welche dann auch in den Ausschüssen mitarbeiten. Auf diese Weise ist ein fachlich hohes Niveau gewährleistet, zudem erleichtert dies erheblich die spätere Befolgung der Normen. Die Tatsache, dass eine Nichtanwendung der Normen kostspielige finanzielle Nachteile im Wirtschaftsleben nach sich ziehen kann, trägt ebenfalls zu einer breiten Akzeptanz der Normen bei.

Dies bezieht sich jedoch in weit stärkerem Maße auf die Sachnormung als auf die Terminologienormung, die sich in der Praxis nicht immer durchsetzen kann. Da der Sprachgebrauch ein komplexer, von psychologischen und soziologischen Faktoren beeinflusster Prozess ist, lässt er sich nicht immer nach Belieben regeln. Dies gilt sowohl auf der gemein- als auch auf der fachsprachlichen Ebene.

Schwierigkeiten ergeben sich insbesondere bei der Durchsetzung genormter Terminologien, die sich von einem bereits existierenden, gefestigten Sprachgebrauch unterscheiden. Vertraute Benennungen werden - auch von Fachleuten - in der Regel nur zögerlich mit einer neuen Bedeutung verwendet oder durch eine neue Benennung ersetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die wachsende Bedeutung der fachbezogenen Kommunikation und der Terminologiearbeit für Fachübersetzer angesichts des rasanten Wissenszuwachses.

2 Terminologielehre: Hier werden die Ursprünge der Terminologielehre als junge Disziplin und die grundlegenden Konzepte wie der Terminus im fachsprachlichen Kontext dargestellt.

3 Die Terminologienormung: Dieses Kapitel behandelt die historische Genese der Normung und analysiert, wie durch Institutionen wie das DIN eine einheitliche Fachsprache angestrebt wird.

4 Methoden der praktischen Terminologiearbeit: Das Kapitel beschreibt den systematischen Ablauf der terminologischen Erschließung, von der organisatorischen Planung bis zur Bereitstellung der Daten.

5 Die Terminologieverwaltung: Hier stehen die Automatisierung der Übersetzertätigkeit, die Nutzung von Datenbanken wie Eurodicautom und die Anwendung diverser Softwarelösungen zur Terminologieverwaltung im Mittelpunkt.

6 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Aspekte der Arbeit und unterstreicht das zukünftige Entwicklungspotenzial im Bereich der elektronischen Terminologieverwaltung.

Schlüsselwörter

Terminologielehre, Terminologienormung, Fachübersetzen, Fachsprache, DIN, Terminologieverwaltung, Datenbanken, Eurodicautom, Sachnormung, Begriffssysteme, terminologische Arbeit, Rechnergestützte Terminologiearbeit, Sprachwissenschaft, Datenkategorien, Terminologieeintrag.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen und praktischen Grundlagen der Terminologiearbeit im Kontext des Übersetzens sowie der Rolle von Normung und elektronischer Verwaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Terminologielehre, die historische und aktuelle Entwicklung der Normung, methodische Ansätze der praktischen Terminologiearbeit und den Einsatz von IT-Systemen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Notwendigkeit methodisch korrekter Terminologiearbeit zu vermitteln und Wege zur effizienten Verwaltung von Fachbegriffen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literaturanalyse und der Auswertung bestehender Normen (DIN) und terminologischer Prinzipien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Terminologielehre), die Analyse von Normungsverfahren (speziell DIN) sowie eine Anleitung zur praktischen Terminologiearbeit und deren elektronische Verwaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen Terminologielehre, Terminologienormung, rechnergestützte Terminologiearbeit, Datenbanken und Fachübersetzen.

Warum spielt die Durchsetzbarkeit von Terminologienormen eine so große Rolle?

Da Sprachgebrauch von vielen soziologischen und psychologischen Faktoren abhängt, können Normen nicht einfach verordnet werden; die Arbeit zeigt, dass eine hohe Akzeptanz entscheidend für die tatsächliche Anwendung in der Praxis ist.

Welche Rolle spielt Eurodicautom innerhalb der Arbeit?

Eurodicautom dient als prominentes Fallbeispiel für eine große, von der EU betriebene Terminologiedatenbank, um die Möglichkeiten und Grenzen der elektronischen Terminologieverwaltung aufzuzeigen.

Welcher Stellenwert kommt der IT bei der Terminologiearbeit zu?

Die IT wird als unverzichtbares Hilfsmittel dargestellt, das heutzutage von einfachen Textverarbeitungsprogrammen bis hin zu komplexen, auf CAT-Systeme abgestimmten Datenbanken reicht.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Grundlagen der übersetzungsbezogenen Terminologiearbeit - Terminologienormung und Terminologieverwaltung
College
University of Heidelberg
Grade
2.3
Author
Thu-Mai Do-Thanh (Author)
Publication Year
2006
Pages
23
Catalog Number
V73800
ISBN (eBook)
9783638780285
Language
German
Tags
Grundlagen Terminologiearbeit Terminologienormung Terminologieverwaltung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thu-Mai Do-Thanh (Author), 2006, Grundlagen der übersetzungsbezogenen Terminologiearbeit - Terminologienormung und Terminologieverwaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73800
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint