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Warum arbeiten Menschen ehrenamtlich?

Title: Warum arbeiten Menschen ehrenamtlich?

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Tschumatschow (Author)

Psychology - Social Psychology
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Summary Excerpt Details

„Freiwilliges und bürgerschaftliches Engagement … ist nicht nur in Europa, sondern in aller Welt ein historisch gewachsenes Phänomen, das für mitmenschliche Solidarität Zeichen setzt. Im Westen wie im Osten, im Süden wie im Norden sind weltweit Tag für Tag, Stunde um Stunde Menschen ehrenamtlich unterwegs und tätig. Ihre Tätigkeiten sind häufig mit viel persönlichem Einsatz und wenig mit `Amt´ und `Ehre´ verbunden. Sie betrachten ihr Engagement als einen persönlichen Beitrag zur sozialen, kulturellen, umweltbezogenen und wirtschaftlichen Entwicklung in einer sich verändernden Welt.“ (Paulwitz, 1996, S. 12).
Was bewegt aber die Menschen dazu, sich sozial zu engagieren, ihre Freizeit und Arbeitskraft unentgeltlich einzusetzen sowie eventuell finanzielle Opfer zu erbringen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitorische Abgrenzungen

2.1. Hilfreiches, prosoziales und altruistisches Verhalten

2.2. Ehrenamtliches Engagement

3. Freiwilliges Engagement im gesellschaftlichen Kontext

3.1. Tätigkeitsfelder / Aufgabenbereiche

3.2. Umfang und Personenkreis der ehrenamtlichen Tätigkeit in Deutschland

3.3. Zeitaufwand und Häufigkeit

3.4. Strukturwandel des Ehrenamts - was war früher & was gilt heute?

4. Warum engagieren sich Menschen ehrenamtlich?

4.1. Motive der ehrenamtlich Engagierten

4.2. Ehrenamt und Wirtschaft - Motive der jungen Erwachsenen

4.3. Gesellschaftliche Bedeutung

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen und sozialen Beweggründe für freiwilliges ehrenamtliches Engagement. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, welche Faktoren Menschen dazu motivieren, ihre Zeit und Arbeitskraft unentgeltlich zur Verfügung zu stellen und wie sich diese Motive im Kontext eines gesellschaftlichen Wertewandels verändert haben.

  • Definition und Abgrenzung von prosozialem Verhalten, Altruismus und ehrenamtlicher Tätigkeit.
  • Analyse des gesellschaftlichen Kontextes und des Strukturwandels des Ehrenamts.
  • Untersuchung der Motivstrukturen hinter freiwilligem Engagement (Eigeninteresse vs. Altruismus).
  • Bedeutung von ehrenamtlicher Arbeit für die persönliche Entwicklung und die Wirtschaft.
  • Reflektion der gesellschaftlichen Relevanz und Integrationsfunktion des Ehrenamtes.

Auszug aus dem Buch

2.2. Ehrenamtliches Engagement

In einem Vortrag sagte Thomas Rauschenbach (2001): „Freiwilligenarbeit, Ehrenamtlichkeit, Bürgerengagement – man kann es drehen und wenden wie man will: „`Den´ einheitsstiftenden, alle überzeugenden und alle Sachverhalte angemessen repräsentierenden Begriff gibt es nicht. Im Gegenteil: Mit jedem Begriff wird etwas Spezifisches hervorgehoben, wird ein anderer Abschnitt, eine andere Perspektive ins Blickfeld gerückt, werden neue Assoziationen ausgelöst – und wird zugleich etwas anderes vernachlässigt, ausgeblendet, übersehen“ (S. 2).

Somit ist es schwer eine klare Definition der unterschiedlichen Begriffe der ehrenamtlichen Arbeit zu finden. Vielmehr ist die Abgrenzung, insbesondere als Forschungsgegenstand, relativ verwirrend und komplex. Feststellbar ist jedoch, dass es sich dabei ganz offensichtlich um eine eigenständige Aktivitätsform handelt, die sich trotz einiger partieller Gemeinsamkeiten von anderen Tätigkeitsformen (bspw. Erwerbsarbeit, Unterstützung innerhalb der Familie) unterscheiden lässt. Im Folgenden werden die verschiedenen Begriffe ehrenamtliche oder Freiwilligenarbeit, freiwilliges Engagement sowie im angelsächsischen Raum dafür verwendeter Begriff des Volunteering als synonym betrachtet.

Was unterscheidet nun das ehrenamtliche Engagement von der spontanen Hilfeleistung (prosoziales Verhalten)? Bierhoff (1999) bemerkt, dass der wesentliche Unterschied in der Planung, der Prioritätensetzung und der Suche nach einem Fit zwischen persönlichen Fähigkeiten und der Art der Aufgabe liegt. Dabei charakterisiert er die ehrenamtliche Hilfe durch folgende Merkmale:

Intention, anderen Personen eine Wohltat zu erweisen;

Freiwilligkeit der Ausübung der Tätigkeit;

Fehlen einer beruflichen Verpflichtung oder einer direkten Bezahlung der Tätigkeit;

Längerfristige Perspektive, die persönliches Engagement über mehrere Monate oder Jahre impliziert;

Bindung an eine Organisation, die sich mit der Lösung sozialer oder individueller Probleme im In- oder Ausland befasst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach den Beweggründen für unentgeltliches Engagement.

2. Definitorische Abgrenzungen: In diesem Kapitel werden Begriffe wie prosoziales Verhalten und Altruismus geklärt und von der ehrenamtlichen Tätigkeit abgegrenzt.

3. Freiwilliges Engagement im gesellschaftlichen Kontext: Hier werden die verschiedenen Tätigkeitsfelder, der Umfang des Engagements in Deutschland sowie der Wandel vom klassischen Ehrenamt zum modernen Engagement beleuchtet.

4. Warum engagieren sich Menschen ehrenamtlich?: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen Motive – von altruistischen bis hin zu eigennutzorientierten – und untersucht die Bedeutung für junge Erwachsene sowie die Gesellschaft insgesamt.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass modernes Engagement eine Mischung aus Selbstverwirklichung und Altruismus darstellt, wobei die Integrationsmöglichkeit stark von den persönlichen Voraussetzungen abhängt.

Schlüsselwörter

Ehrenamt, Freiwilligenarbeit, Prosoziales Verhalten, Altruismus, Engagementmotive, Wertewandel, Individualisierung, Bürgerengagement, Soziale Kompetenz, Gemeinwohl, Motivation, Freiwilligensurvey, Ehrenamt neuen Typs, Selbstverwirklichung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der psychologischen und soziologischen Analyse von ehrenamtlicher Tätigkeit, insbesondere mit den Beweggründen, warum Menschen freiwillig Zeit und Arbeit investieren.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die Arbeit behandelt Begriffsdefinitionen, den Strukturwandel des Ehrenamtes, empirische Daten zum Umfang des Engagements in Deutschland sowie eine detaillierte Motivationsanalyse.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit versucht zu beantworten, was Menschen dazu bewegt, sich sozial zu engagieren und welche Rolle dabei die eigene Nutzenmaximierung im Vergleich zu altruistischen Motiven spielt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die auf Basis psychologischer Studien, Umfragedaten (z. B. Freiwilligensurvey) und fachwissenschaftlicher Publikationen argumentiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Begriffe definiert, dann der gesellschaftliche Rahmen und der Wandel zum „Ehrenamt neuen Typs“ analysiert, gefolgt von einer tiefgehenden Betrachtung der individuellen Motivationsstrukturen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Ehrenamt, Freiwilligenarbeit, Altruismus, Engagementmotive, Gemeinwohl und Selbstverwirklichung.

Wie unterscheidet sich der Ehrenamtliche „neuen Typs“ vom „alten Typ“?

Der „neue Typ“ engagiert sich eher zweckgebunden in zeitlich begrenzten Projekten und bringt gezielt eigene Kompetenzen ein, während der „alte Typ“ eher langfristig und treu in traditionellen Organisationen tätig war.

Inwieweit spielt Eigennutz beim Ehrenamt eine Rolle?

Die Forschung zeigt, dass ehrenamtliche Arbeit oft eine Mischung aus altruistischen und egoistischen Motiven (wie z. B. Erwerb von Qualifikationen oder Spaß) ist und Eigeninteresse keineswegs ausschließt.

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Details

Title
Warum arbeiten Menschen ehrenamtlich?
College
University of Cologne  (Wirtschafts- und Sozialpsychologie)
Course
Hauptseminar
Grade
1,3
Author
Julia Tschumatschow (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V73814
ISBN (eBook)
9783638743655
ISBN (Book)
9783638794602
Language
German
Tags
Warum Menschen Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Tschumatschow (Author), 2006, Warum arbeiten Menschen ehrenamtlich?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73814
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