Die nachfolgende empirische Fallstudie geht der Frage nach einer möglichen Theorie-Praxis-Kluft beim Einsatz von Computern und Lernsoftware im Mathematikunterricht der Grundschule nach. Für die notwendige Datenerhebung wurden zwei dritte Klassen aus Berliner Grundschulen ausgesucht, von denen sich eine im Bezirk Neukölln befindet und die andere im Stadtteil Tempelhof liegt.
Neben der Datenerhebung und -analyse wurde zur Untersuchung einer möglichen Theorie-Praxis-Kluft weiterhin eine kritische Literaturanalyse zum Thema der Fallstudie „Einsatz von Computern und Lernsoftware im Mathematikunterricht der Grundschule“ vorgenommen. Betont werden muss an dieser Stelle, dass es in der Literatur speziell zum Einsatz des Computers im Grundschulmathematikunterricht nur relativ wenig Material gibt. Aus diesem Grund werden in der kritischen Literaturanalyse ebenfalls Aspekte zum allgemeinen Einsatz von Computern und Lernsoftware im Grundschulunterricht herangezogen, die gleichfalls für den Grundschulmathematikunterricht gelten. Weiterhin werden auch Aspekte angeführt, die sich auf den Mathematikunterricht in allen Schulformen beziehen und daher ebenfalls auf den Mathematikunterricht speziell in der Grundschule übertragen werden können.
Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit wird die kritische Literaturanalyse in zwei Teile untergliedert. Der erste Teil stellt dabei die aus der Literatur zu entnehmenden Positionen allgemein zum Einsatz des Computers im Grundschul- (Mathematik-) Unterricht dar. Aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Staatsexamensarbeit werden hierbei jedoch ausschließlich Offline-Medien wie CD-ROMs im Zusammenhang mit dem Einsatz des Computers berücksichtigt, während Online-Dienste wie das Internet außer Acht gelassen werden. Bei der heute erhältlichen Lernsoftware handelt es sich ohnehin fast ausschließlich um Offline-Medien.
Im zweiten Teil der kritischen Literaturanalyse werden dann die in der Literatur vertretenen Meinungen speziell zum Einsatz von Lernsoftware im Grundschul- (Mathematik-) Unterricht und die daran geknüpften didaktischen Möglichkeiten sowie die Grenzen und Schwierigkeiten des Lernsoftwareeinsatzes dargestellt. In diesem Teil der kritischen Literaturanalyse geht es insbesondere darum, herauszuarbeiten, welche Eigenschaften laut der Literatur eine didaktisch sinnvolle Lernsoftware ausmachen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Thema der Examensarbeit
1.2 Kurzeinführung
1.3 Begründung für das Forschungsvorhaben
2 Ziel und Gegenstand der Studie
2.1 Ziel der Studie
2.2 Kritische Forschungsfragen
3 Stand der Forschung und theoretischer Bezugsrahmen
3.1 Kritische Literaturanalyse
Teil I: Einsatz von Computern im Mathematikunterricht
der Grundschule
Teil II: Einsatz von Lernsoftware im Mathematikunterricht
der Grundschule
3.2 Theoretischer Bezugsrahmen
4 Methoden
4.1 Allgemeine methodische Orientierung
4.2 Forschungsparameter und Forschungsinstrumente
4.2.1 Plan zur Datensammlung
4.2.1.1 Kritische Forschungsfrage 1
4.2.1.2 Kritische Forschungsfrage 2
4.2.1.3 Kritische Forschungsfrage 3
4.2.1.4 Kritische Forschungsfrage 4
4.2.1.5 Kritische Forschungsfrage 5
4.2.2 Entwurf der Forschungsinstrumente
4.2.2.1 Interviewleitfaden
4.2.2.2 Beobachtungsleitfaden
4.2.2.3 Bewertungskatalog für die Lernsoftware-Programme
5 Datenanalyse
5.1 Kritische Forschungsfragen 1 und 2
5.1.1 Zusammenfassung der Datenerhebung und Analyse für die kritischen
Forschungsfragen 1 und 2
Blitzrechnen
Lollipop
Alfons Lernwelt (Mathematik 3-4)
5.1.2 Diskussion der Forschungsresultate
5.2 Kritische Forschungsfrage 3 und 4
5.2.1 Zusammenfassung der Datenerhebung und Analyse für die kritischen
Forschungsfragen 3 und 4
Interview I
Interview II
Unterrichtsbeobachtung I
Unterrichtsbeobachtung II
5.2.2 Diskussion und Vergleich der Forschungsresultate
5.3 Kritische Forschungsfrage 5
5.3.1 Abschließende Diskussion aller Forschungsergebnisse in Bezug auf die
kritische Forschungsfrage 5
6 Zusammenfassung
6.1 Zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Ergebnisse
6.2 Bedeutung der Forschungsergebnisse
6.3 Begrenzung des Forschungsprojekts
6.4 Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld einer möglichen Theorie-Praxis-Kluft beim Einsatz von Computern und Lernsoftware im Mathematikunterricht der Grundschule. Anhand einer qualitativen Fallstudie wird analysiert, inwieweit die Vorstellungen von Lehrkräften mit der tatsächlichen Unterrichtspraxis sowie mit literaturtheoretischen Positionen übereinstimmen.
- Einsatz und Bewertung von Lernsoftware im Mathematikunterricht der 3. Klasse.
- Untersuchung der Theorie-Praxis-Kluft in der schulischen IT-Umsetzung.
- Analyse von Lehrervorstellungen und tatsächlicher Unterrichtspraxis.
- Evaluation der pädagogischen Qualität von Lernsoftware-Produkten.
- Ableitung von Empfehlungen für einen didaktisch sinnvollen Computereinsatz.
Auszug aus dem Buch
1.2 Kurzeinführung
Die nachfolgende empirische Fallstudie geht der Frage nach einer möglichen Theorie-Praxis-Kluft beim Einsatz von Computern und Lernsoftware im Mathematikunterricht der Grundschule nach. Für die notwendige Datenerhebung wurden zwei dritte Klassen aus Berliner Grundschulen ausgesucht, von denen sich eine im Bezirk Neukölln befindet und die andere im Stadtteil Tempelhof liegt.
Neben der Datenerhebung und -analyse wurde zur Untersuchung einer möglichen Theorie-Praxis-Kluft weiterhin eine kritische Literaturanalyse zum Thema der Fallstudie „Einsatz von Computern und Lernsoftware im Mathematikunterricht der Grundschule“ vorgenommen. Betont werden muss an dieser Stelle, dass es in der Literatur speziell zum Einsatz des Computers im Grundschulmathematikunterricht nur relativ wenig Material gibt. Aus diesem Grund werden in der kritischen Literaturanalyse ebenfalls Aspekte zum allgemeinen Einsatz von Computern und Lernsoftware im Grundschulunterricht herangezogen, die gleichfalls für den Grundschulmathematikunterricht gelten. Weiterhin werden auch Aspekte angeführt, die sich auf den Mathematikunterricht in allen Schulformen beziehen und daher ebenfalls auf den Mathematikunterricht speziell in der Grundschule übertragen werden können.
Aus Gründen der besseren Übersichtlichkeit wird die kritische Literaturanalyse in zwei Teile untergliedert. Der erste Teil stellt dabei die aus der Literatur zu entnehmenden Positionen allgemein zum Einsatz des Computers im Grundschul- (Mathematik-) Unterricht dar. Aufgrund des begrenzten Umfangs dieser Staatsexamensarbeit werden hierbei jedoch ausschließlich Offline-Medien wie CD-ROMs im Zusammenhang mit dem Einsatz des Computers berücksichtigt, während Online-Dienste wie das Internet außer Acht gelassen werden. Bei der heute erhältlichen Lernsoftware handelt es sich ohnehin fast ausschließlich um Offline-Medien.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich einer Theorie-Praxis-Kluft und begründet die Relevanz des Forschungsvorhabens.
2 Ziel und Gegenstand der Studie: Hier werden das konkrete Studienziel sowie die zentralen kritischen Forschungsfragen definiert, die den Rahmen der Untersuchung bilden.
3 Stand der Forschung und theoretischer Bezugsrahmen: Dieses Kapitel bietet eine kritische Literaturanalyse zum Computereinsatz im Grundschulunterricht und beleuchtet den theoretischen Rahmen, in dem sich die Studie bewegt.
4 Methoden: Es wird die methodische Vorgehensweise der qualitativen Fallstudie erläutert, inklusive der Forschungsparameter, Instrumente und des Datensammlungsplans.
5 Datenanalyse: In diesem Hauptteil erfolgt die detaillierte Auswertung, Zusammenfassung und Diskussion der erhobenen Daten, gegliedert nach den Forschungsfragen.
6 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen, beleuchtet deren Bedeutung, nennt Begrenzungen des Projekts und gibt einen Ausblick auf zukünftige Ansätze.
Schlüsselwörter
Computereinsatz, Grundschule, Mathematikunterricht, Lernsoftware, Theorie-Praxis-Kluft, Medienkompetenz, Drill and Practice, Edutainment, Fallstudie, Lehrerbefragung, Unterrichtsbeobachtung, Didaktik, pädagogische Qualität, DIGITA-Kriterien, Individualisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit dem Einsatz von Computern und Lernsoftware im Mathematikunterricht der Grundschule und untersucht dabei, ob eine Diskrepanz zwischen theoretischen Ansprüchen und der tatsächlichen Unterrichtspraxis existiert.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?
Zentral sind der didaktische Einsatz von Lernsoftware, die Rolle des Computers als Werkzeug, die Medienkompetenz sowie die Frage, wie verschiedene Software-Kategorien (z. B. "Drill and Practice" vs. "Edutainment") den Lernprozess beeinflussen.
Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage der Studie?
Die Forschungsfrage lautet, ob es Differenzen zwischen dem tatsächlichen Computereinsatz im Unterricht, den Vorstellungen der Lehrer dazu und den theoretischen Darstellungen in der Fachliteratur gibt (Theorie-Praxis-Kluft).
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung gewählt?
Es handelt sich um eine qualitative Fallstudie, die Daten durch Lehrerinterviews, Unterrichtsbeobachtungen und eine Bewertung der eingesetzten Lernsoftware-Programme mittels spezieller Kriterienkataloge erhoben hat.
Was wird im umfangreichen Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die erhobenen Daten aus zwei Berliner Grundschulen, bewertet die dort genutzte Lernsoftware, reflektiert die Lehrereinstellungen und diskutiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Fachliteratur.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Computereinsatz, Mathematikunterricht, Lernsoftware, Theorie-Praxis-Kluft, Medienkompetenz und qualitative Fallstudie definieren.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen „Drill and Practice“ und anderen Lernsoftware-Typen eine so große Rolle für die Autorin?
Die Autorin betont diese Unterscheidung, um zu zeigen, dass viele Programme lediglich stupides Rechnen am Bildschirm (Päckchenrechnen) reproduzieren, anstatt echtes, kreatives und problemorientiertes mathematisches Denken zu fördern.
Welches Fazit zieht die Studie in Bezug auf die „Theorie-Praxis-Kluft“?
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass tatsächlich eine deutliche Kluft besteht: Obwohl Lehrkräfte teilweise didaktische Konzepte kennen oder reflektieren, setzen sie Computer im Alltag oft unreflektiert, pragmatisch und ohne den angestrebten pädagogischen Mehrwert ein.
- Quote paper
- Corinna Kurth (Author), 2006, Eine Fallstudie zum Einsatz von Computern und Lernsoftware im Mathematikunterricht der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73815