Bild und Bildverstehen


Hausarbeit, 2001

8 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist ein Bild? Was ist Bildverstehen?
2.1 Die Bildbetrachtung
2.2 Die Rolle des Bildbetrachters
2.3. Bildwahrnehmung

3. Fazit

4. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Bilder genießen in unserer heutigen Gesellschaft einen sehr hohen Stellenwert. Sei es in der Schule oder im Beruf, den Medien oder der Werbung, im Supermarkt oder der Bushaltestelle, ständig werden wir in unserem alltäglichen Leben mit Bildern konfrontiert. Sie wecken Aufmerksamkeit, regen zum Staunen und Denken an, können informieren und inspirieren.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“(Meutsch, 1991, S. 45) Doch was passiert bei der Bildbetrachtung und wie verläuft der Prozess des Bildverstehens? Kann ein Bild nicht aus verschiedenen Perspektiven gesehen werden? Welche Rolle spielt der Bildbetrachter und was genau reizt den Menschen, Bilder für bestimmte Zwecke zu benutzen?

Diese Fragen möchte ich in meiner wissenschaftlichen Arbeit beantworten und mit Versuchen belegen.

2. Was ist ein Bild? Was ist Bildverstehen?

Fragt man ein Kind nach der Definition des Wortes „Bild“, so wird es mit größter Wahrscheinlichkeit zur Antwort geben, dass es ein Ding ist, was man mit den Augen sehen und erfassen kann. Das ist wohl die wichtigste Eigenschaft, die Optik. Es ist dabei nicht wichtig, ob wir ein digitales Bild auf dem Bildschirm, oder ein gemaltes Kunstwerk auf Leinwand vor Augen haben, das Bildverstehen beginnt mit der Wahrnehmung, dem Sehen. „Ein Betrachter stellt, indem er ein Kunst-Objekt anschaut, eine Kommunikation zwischen sich und dem Zeichen her.“ (Schwens/ Fendel, 1980, S.58)

2.1 Die Bildbetrachtung

Bei der Bildbetrachtung folgt nach dem ersten Blickkontakt die geistige Verarbeitung der Bildaussagen unter Einbeziehung der Bilddetails und die spätere Erinnerung dieser. Diesen mehrstufigen Prozess nennt man Bildverstehen. Dem Wahrnehmungsangebot wird im Gehirn und Bewusstsein eine sinnvolle Bedeutung zugeordnet. (Merten, 1991, S.54)

Demnach trägt das Wort „Bild“ zwei miteinander verbundene Bedeutungen. Zum einen ist es „ein optisches Muster; es ist aber ebenso eine geistige Erfahrung.“ (Monaco, 2000, S. 155)

Dass wir W. E. Hills Zeichnung zweideutig sehen können, also einmal die alte Frau, oder die junge Frau, wird nicht nur durch unsere Augen bestimmt, sondern hängt auch von der gedanklichen Umsetzung der Bildinformationen im Gehirn ab. (ebenda)

2.2 Die Rolle des Bildbetrachters

Bilder zu verstehen ist kein Transport von Bildinformationen zum Betrachter, sondern eher ein geistiger, aktiver und gezielter Vorgang eines Rezipienten. „Information durch Bilder ist immer von uns gemachte Information.“ (Meutsch, 1991, S.52)

Durch das Einwirken der Bildmerkmale (wie Licht, Farbe, Schnitt, etc.) werden im Rezipienten Erfahrungen und Erwartungen aufgerufen und somit ein ganz persönliches Bildverstehen kreiert. Dieses Bildverstehen funktioniert aber nur, wenn der Betrachter dem Bild eine Bedeutung zuordnet, wenn er es als Werkzeug benutzt, um Erfahrungen zu erzeugen und sein Wissen anwendet. (ebenda)

[...]

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Bild und Bildverstehen
Hochschule
Hochschule für Bildende Künste Braunschweig  (Sozialwissenschaften)
Veranstaltung
EInführung in die Medienwissenschaften
Note
2,0
Autor
Jahr
2001
Seiten
8
Katalognummer
V73836
ISBN (eBook)
9783638783583
Dateigröße
358 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bild, Bildverstehen, EInführung, Medienwissenschaften
Arbeit zitieren
Magistra Artium Claudia Stehr (Autor), 2001, Bild und Bildverstehen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/73836

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